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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1927-01-01 · 8 (1927) · p. Seite 26

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
8 (1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 26 (sequence 28)
Language
German
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IRI
…/2707513-2707522--328-2707898
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26 Daniel al-Kumisi Kommentars kennenzulernen, die im folgenden zusammengestellt worden sind. Hosea I, 9. „Da sprach er, nenne es: Nicht mein Volk11. Das bezieht sich auf die ganze nachexilische Zeit, in der die Juden die Tora verlassen haben, angelernte Menschengebote befolgen und Volksverführern nachirren, welche die Reinheitsgesetze außer acht lassen, wie es heißt (IL Chron. 15,3): „Und lange Zeit war Israel ohne den wahren Gott und ohne Gesetz", denn es diente Gott nicht nach dem Gesetz. Daher sagte Gott: „nenne es nicht mein Volk", Dieses ist der schwerste aller Flüche. Denn nach den früheren Flüchen, selbst im babylonischen Exil, wurden den Juden Propheten zuteil, auch wurde ihnen vergönnt, in ihr Land zurückzukehren, und zu jener Zeit erschienen Chaggai, Secharja und Maleachi. Im griechischen Zeitalter aber erstand ein Anstoß für Israel in Gestalt der Rabbaniten; sie kamen mit Verordnungen, die den Sinn des Gotteswortes umkehrten, indem sie behaupteten, das Volk nach der Schrift zu lehren. Daher sprach Gott zu ihnen: „Ihr seid vom Wege abgewichen und habet Viele zum Straucheln gebracht'4, wie es heißt (Jes. 8,15) „und Viele strauchelten durch sie", ferner (Jes 17,6} „denn Sein Name ist ein Anstoß für Israel". Daher sagte er auch von ihnen „nicht mein Volk" und sandte keine Propheten mehr bis auf den heutigem Tag. Hosea II, 6—-7. „Ihren Kindern aber will ich keine (Vater-) Liebe erzeigen; sie sind ja Hurenkinder". Auch die nachexilischen Juden sind Hurenkinder, denn sie alle haben Böses gelernt; sie sind Schüler von Lehrern, die Falsches lehren und Israel irreführen. Irrlehrer aber gleichen einer unzüchtigen Frau, daher sind ihre Schüler Hurenkinder. So wie die Frau erklärt: „Ich will doch meinen Buhlen folgen, die mir Silber und Gold geben", so erklären auch die nachexilischen Juden: Es ist besser, den Rabbaniten zu folgen, die Feste durch astronomische Berechnungen zu bestimmen, am Rüstabend des Sabbats Licht zu brennen, Fleisch und Fett zu essen, Wein zu trinken und guter Dinge zu sein, als der Schrift zu folgen. Wird doch iedler, der von den Rabbaniten abweicht, zu Brotlosigkeit, Armut und Kinderlosigkeit verurteilt und) muß eines elenden Todes sterben. Daher ist Armut das wahre Kennzeichen eines Frommen in der nachexilischen Zeit, wie es heißt (Jes. 30,19—20): „Du Volk, das auf dem Berge Zion zu Jerusalem wohnt.. der Ewige wird euch Brot der Not und Wasser der Drangsal geben". Von denen aber, die den Weg der Schrift nicht gehen und reich an Gütern sind, nämlich den Rabbaniten, heißt es (Hiob 21. 7—8): „Warum bleiben die Frevler am Leben, werden alt, ja erstarken an Kraft, ihr Nachwuchs gedleiht vor ihnen usw.". Die Toren aber sehen dies nicht ein, sie folgen den trügerischen Gütern dieser Welt, wie es heißt fPs. 92, 7): „Der Unwissende erkennt es nicht und der Tor begreift das nicht." Sie begreifen nicht, diaß Gott den Frevlern das Gute nur verleiht, um es ihnen wieder fortzunehmen (vgl. Deut. 7, 1).

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