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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · 6 (1925) · p. Seite 44

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 44 (sequence 46)
Language
German
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44 Bericht des wlffenfcbafttichen Vorftandes. und darum aus dem Forfcbungsinftitut aus» gefcbieden. Bei feiner Überfiedtung nach 3erufalem war die von ihm übernommene Überfettung des Kufari nahezu fertig, für die Einleitung das Material gefammelt. Nachdem (ich Herr Dr. Baneth in feine neue Tätigkeit eingearbeitet hat, dürfen wir auf den baldigen Abfchluß der Arbeit rechnen. Die mit dem Kufari begonnene Reihe von Über* feijungen unferer mittelalterlichen Religions» philofophen wird möglichft bald fortgeführt werden. Dr. Obermann «New York wird die ihm übertragene Überfettung der philo* fophifchen Schriften des Maimonides wieder aufnehmen, fobald er eine ihn äugen» blicklich befchäftigende andere Arbeit abge» fchloffen hat. Außerdem fchweben Verhandlungen mit mehreren Gelehrten, die an Stelle Dr. Baneths die Überfe^ungsreihe weiter» führen follen. Ferner hat Herr Dr. Spanier nach Been* digung feiner Arbeit über die mafforetifchen Akzente feine Beziehungen zum Forfcbungs» inftitut gelöft,um fich ohne beftimmte Arbeits» Verpflichtung folchen Studien zuwenden zu können, die mit feiner bibliothekarifchen Tätigkeit im Zufammenhange ftehen. Zu unferen Mitarbeitern find binzuge* treten die Herren Affeffor Dr. Martin David, Dr. Alexander Sperber, Dr. Leo Strauß, Dr. Michael Wilensky, über deren Arbeiten weiterhin berichtet werden wird. Herrn Dr. Strauß haben wir entfprechend einer bei Begründung der Rofenzweig* Stiftung übernommenen Verpflichtung für lieben Monate nach Kaffel entfandt, wo er Vortrags» und Lehrkurfe auf dem Gebiet der jüdifcben Wiffenfchaft hält. 3. Arbeiten. Von dem Werke Fräulein Dr. Sterns: „Der preußifche Staat und die Juden" ift der erfte Teil, der die Zeit des Großen Kur» fürften und Friedrichs I. behandelt, in zwei Bänden, einem Akten» und einem Dar» ftellungsbande, erfchienen. Im Druck befindet fich die erfte von Herrn Dr. Albeck bearbeitete Lieferung der Theodorfchen Ausgabe des Berefchit Rabba. Im Manufkript find abgefchloffen: die Arbeiten von Albeck über die halachifchen Midrafchim und von Spanier über die maffo* retifcben Akzente. Ebenfo hat Herr Dr Tykocinfki die im vorigen Bericht ange» kündigte Studie über die Verordnungen der gaonäifchen Zeit vorgelegt. Dr. Albeck wird fich für einige Zeit ganz der Arbeit am Berefchit Rabba widmen, damit die Ausgabe in abfehbarer Zeit ihren Abfchluß findet. Fräulein Dr. Stern hat einen erheblichen Teil des Materials für den zweiten Teil ihrer Arbeit, deffen Gegenftand die Zeit Friedrich Wilhelms I. bilden foll, bereits gefammelt. Daneben hat fie noch eine Arbeit über die deutfchen Hof Juden im 17. und 18. Jahrhundert begonnen, welche die Vorgefchichte der Emanzipation der deutfchen Juden, die in ihrer Hauptarbeit wefentlich von der politifchen . Seite aus behandelt wird, auch fozial» und wirtfchaftsgefchichtlich aufklären foll. Von einer fyftematifchen Unterfuchung des Wirkens der Hofjuden ift hierfür ein wefentlicber Gewinn zu erwarten. Die Hofjuden, denen wir an den meiften deutfchen Fürftenhöfen des 17. und 18. Jahrhunderts begegnen, find die wirtfchaftlich einflußreichften Elemente des damaligen deutfchen Judentums. Der Anteil der deutfchen Juden an der wirtfchaftlichen Entwicklung jener Zeit läßt fich an diefer Stelle mit befonderer Klarheit verfolgen. Sie find ferner zumeift die Vertreter der jüdifcben Intereffen bei den Regierungen, zu denen fie in Beziehungen ftehen, fpielen innerhalb des jüdifcben Gemeindelebens eine führende Rolle und gelangen durch ihre gefellfchaftlichen Beziehungen am erften dazu, die Bildung und die Lebensformen ihrer nicht* jüdifcben Umgebung anzunehmen. So find fie nach verfchiedenfter Richtung hin die Führer auf dem Wege zur Eingliederung der Juden in das Leben ihrer Umwelt. Bei den archivalifchen Vorftudien für diefe Arbeit ift Fräulein Stern in Stuttgart auf fehr reiches Material über den bekannt enwürttembergifchen Hofjuden und Minifter Süß Oppen* heimer geftoßen, das in der großen Literatur über diefen pfychologifch undkulturgefchichtlieh befonders intereffanten Mann noch nicht verwertet worden ift. Da im Rahmen des zufammenfaffenden Werkes über die Hofjuden eine ins Einzelne gehende Behand»

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