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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · 6 (1925) · p. Seite 5

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
6 (1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 5 (sequence 7)
Language
German
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…/2707513-2707526--196-2707764
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Probleme der jüdifcb*fpanifcben Gefcbicbte 5 Hkademieverein neue Freunde und ebnete allen Arbeitern am Hkademiewerke die Wege für ihre Hrbeit - er bat feine für die Hkademie übernommene Huf gäbe, wie alle anderen Hufgaben, in Treuen erfüllt. Unfer Dank wird nicht verlöfchen, fein Hndenken nie vergeben, er wird gefegnet fein durch feine Tat. Ein Vollmenfch ftand in unferem Kreife, edel durch Geburt und Selbft« beftimmung als Menfch unter den Menfchen, hilfreich als Hrzt - und ein guter Jude. Goethes Wort war in ihm perfonifiziert, wie die Kalokagatbia der Griechen — uns Juden fei er ein Zaddik. Probleme der jüdifch-fpanifchen 6efchichte. Von F r i £ B a e r. I. Die Hufgabe. Die Gefcbicbte der Juden in Spanien ift die Gefchichte einer außergewöhnlichen Entfaltung der wirtfehaftlichen und geiftigen Kräfte des jüdifchen Volkes in der Diafpora, zugleid) aber eine Gefchichte von äußeren Kataftrophen und inneren Seelenqualen, welche die Erinnerung an alles Unglück der älteren Vergangenheit auszulöschen fchienen. Der über feinen engeren Kreis hinaus bedeutungsvolle Hkt der Huseinanderfetjung der Juden mit der chriftlich« mittelalterlichen Kultur kommt in Spanien am ftärkften zum Hustrag. Er läßt fich hier auf Grund des erhaltenen arebivalifeben Stoffes und der reichen jüdifchen Literatur am vielfeitigften, aber auch am tiefften in feiner Bedeutung für die innere Entwicklung des Judentums verfolgen. Der Schauplatz auf dem alle Kräfte der chriftlichen und islamifchen Kultur des Mittelalters aufeinanderprallen, ift der Heimatboden der jüdifcb»fpanifcben Gefchichte. Kein Teil des Judentums fteht fo lebhaft und gleichmäßig im Mittelpunkt der jüdifchen Bewegungen des Hbend« und Morgenlandes wie der fpanifche. Die Hrbeit, von deren Problemen und Zielen hier berichtet wird, ift der Gefchichte der Juden in den chriftlichen Staaten der Pyrenäenhalbinfel gewidmet (unter Husfcbluß der Zeit der Weftgoten).l) Die Gefchichte der Juden im arabifchen Spanien, auf die durch die neuen Erkenntniffe aus dem Nachbar» gebiet Licht fallen wird, foll, fo wichtig fie für das Verftändnis der fpäteren Zeit ift, nicht in die Hufgabe eingefdbloffen werden. Die äußeren Gründe, die dies verhindern, ermöglichen dafür, das Problem der Beziehungen der Juden 1) Die Arbeit, mit deren Ausführung ich beauftragt worden bin, wurde wefentlich gefördert durch mir in großzügiger Weife ermöglichte Studien in den Archiven von Barcelona, Madrid und Simancas. Von dem überreichen 6ebalt und der Befcbaffenbeit des arebivalifeben wie des gedruckten Stoffes kann ich bei dem knappen Raum, der hier zur Verfügung ftebt, keinen Begriff geben, wie auch auf eine Begründung des hier Vorge* tragenen im einzelnen verzichtet werden muß.

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