Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 4-5 (1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 24)
- Language
- German
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Von den biblifeben Erzählungen im Koran 21 über für Hllab zu befteben batte. Mohammed - Abraham beruft fieb immer wieder darauf, daß leine ibm gewordene Recbtleitung ja der letzte Beweis für Hllab fei. Unabwendbar erfüllt fieb Hllabs Befebl Camr) an ibm und an anderen, ob, wie bei Abraham, das Alter noeb gebären foll, oder es fieb um die Beftrafung der rucblofen Sodomiter bandelt. Dem Propheten war auch inzwifdben das vifionäre Erlebnis zum unerfdbütterlicben Beweife feiner Miffion geworden. Nachdem er febon frübe göttliche Erfcbeinungen „am böcbften, klaren Horizont" gehabt batte, wird er um das Ende der 2. mekkanifeben Periode felbft nächtlicherweile „vom heiligen Masgid zum fernften Masgid", um das Allabs Segen waltet, entrückt, „damit wir ihn etwas fehen ließen von unferen Zeichen" (17, l).1) So wird denn auch (6, 75) Abraham das Königreich des Himmels und der Erden gezeigt, „damit er zu den Stand«* haften gehöre". Das Gebet, in dem Abraham bittet, daß Allah ihn, feine Eltern, feine Kinder und alle Gläubigen von der Anbetung der Göthen fern halten möge, daß er feine Nachkommen, die er in unfruchtbarer Gegend bei dem „heiligen Haufe" angefiedelt hatte, febütje und bewirke, daß fie das Gebet innehalten, ift, wie andere Gebete Mobammeds zeigen, durchaus muslimifch. Die Beziehung, in die Abraham bereits hier zum „heiligen Haufe" gebracht wird, fteht in medinifeber Zeit im Mittelpunkt der Abrabamsgefchichte. Wie Mohammed, fo war nun auch Abraham aufgefordert worden, Muslim zu werden, und batte erklärt: „ich ergebe mich dem Willen des Herrn der Welten". Viele Gebräuche des Islams — als bedeutendfte fei die Pilgerfahrt und der Umgang um die Kaaba, das Gebet und die Speifegefe^e genannt — waren inzwifeben von Mohammed geregelt worden. So nimmt es nicht Wunder, daß nun Abraham als erfter Muslim zugleich neben Ismael als der Gründer der Kaaba erfebeint. Das Gebet, das Abraham und Ismael bei der Einweihung fprechen, ift darum charakteriftifcb genug (2, 121 i): „unfer Herr, mache uns zu Moslemen und unfere Nacbkommenfcbaft zu einem dir ergebenen Volk, zeige uns unfere Gebräuche und wende dich uns zu. Sieh, du bift der Vergebet-, der Barmherzige. 0, unfer Herr, erwecke unter ihnen (den Nachkommen) einen Gefandten, der ihnen deine Zeichen erläutert, fie die Schrift lehrt und die Weisheit und fie reinigt". Bei der Einfettung des „gefegneten Haufes in Bekka (Mekka)" als Leitung für die Menfchen aber ift Abraham folgendes anempfohlen worden (22, 27f.): „gefelle mir nichts (von fremden Göttern) zu, reinige mein Haus für die, die den Umgang machen, die im Gebet Stehenden oder fieb Niederwerfenden. Und verkünde den Menfchen die Pilgerfahrt. Sie mögen zu dir kommen zu Fuß und auf allen fcblanken (Kamelen), aus allen tieferen Talgegenden, damit fie Zeugnis ablegen von dem Nutzen, den fie haben, und daß fie erwähnen den Namen Allahs an den beftimmten Tagen über dem Vieh, womit fie fieb verforgen. So effet denn davon und gebet auch dem Armen und dem Bettler, dann follen fie erledigen, 1) Horovitj, „Mubammeds Himmelfahrt'4 in „Islam, Bd. IX, S. 16ofF."