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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · 4-5 (1924) · p. Seite 19

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
4-5 (1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 19 (sequence 22)
Language
German
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Von den bibtifdben Erzählungen im Koran 19 ficb vorwiegend midrafcbifcber Elemente. Neben dem Eifer für Hllab, den einzigen Gott, der aus vielen Worten Hbrahams klingt, intereffiert die Stellung, die Abraham feinem Vater und feinen Zeitgenoffen gegenüber einnimmt. Diefen befcbwört er, nicht ferner die Wege des Satans zu gehen, da nun durch ihn, leinen Sohn, ein höheres Wiffen von Gott vermittelt worden fei, und jenen begegnet Hbraham, da fie ihn mit Spott überhäufen, mit dem Hinweis auf das drohende Strafgericht. Daß feine Nachkommen das Gebet innehalten, Hl» mofen geben und Gutes tun, ift Hbrahams fehnlichfter Wunfeh. Hbraham beginnt die Rolle des Mohammed zu fpielen. Die Hauptmomente der Erzählung, die faft alle, befonders die Schilderung, wie Hbraham die Nichtigkeit der Gö^en dartut und vom Feuer gerettet wird, dem aggadifchen Sagenkreis entflammen, find folgende: Hbraham ver* fucht feinen Vater und feine Zeitgenoffen von dem Irrtum der Götjenverebrung zu überzeugen. Diefe berufen ficb auf ihre Vorfahren, die dasfelbe getan, und jener droht feinem Sohne mit dem Tode. Da will Hbraham fürderhin nichts mehr mit der Religion feiner Landsleute zu tun haben und die Nichtigkeit der Götjen, „die md>t effen, nicht hören und nichts nu^en", erweifen. Er zer* fchlägt fie, und als das Volk ficb des Hbraham als des vermutlichen Täters erinnert, erklärt diefer, der größte Göt^e habe die übrigen zerfchlagen. Höbnifcb fagt Hbraham: fragt fie doch, wenn üe reden können! Huf die Entgegnung, daß die Göthen das nicht vermögen, verweift Hbraham auf den allein Mächtigen, auf Hllab, den einzigen Gott. Das ergrimmte Volk aber fordert, daß man den Frevler im Feuerpfubl verbrenne. Hllab aber läßt das Feuer kalt werden. Hbraham betet, daß fein Vater gläubig werde. Die Engel, die zu den fündbaften Sodomiten entfandt find, verkünden Hbraham einen „reebtfebaffenen Sohn" und befebwiebtigen feine Zweifel, daß ihm in feinem Hlter noch ein Sohn gefebenkt werden könne. Abraham bekennt: Wer gibt die Hoffnung auf feinen Herrn auf, wenn nicht die, die in die Irre gehen. Wie Hbraham war auch Lotb feinem Volke mit dem Bekenntnis zu Hllab entgegengetreten. Er hatte erklärt, als treuer Gefandter Hllabs keinen Lohn zu verlangen, und hatte das Volk wegen feiner ausfebweifenden Sittenlofigkeit getadelt. Hls die Engel zu Lotb kommen und von diefem begrüßt worden find, kommt das rucblofe Volk, um ficb an diefen zu vergeben. Lotb bittet, feine Gäfte zu febonen. Da die Rucblofen nicht hören, hält Lotb ihnen ihre Schändlichkeit vor. Das Volk droht, ihn zu vertreiben. Die Engel aber fordern ihn auf, unbeachtet noch in der Nacht die Stadt zu verlaffen, da Sodom am andern Morgen vernichtet werden foll. Niemand darf ficb umdrehen. Hm Morgen fällt ein Steinregen auf die fündige Stadt nieder, der alle Sünder dahinrafft. Lotbs Weib allein zögert, mit den andern zu gehen, und verfällt dem Untergang. Hbraham bittet Hllab um einen frommen Sohn. Da diefer alt genug geworden ift, um feinem Vater eine Stütze zu werden, hat Hbraham einen 2*

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