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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · 3 (1922) · p. Seite 39

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
3 (1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 39 (sequence 39)
Language
German
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IRI
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Bericht des Verwaitungs-Vorstandes 39 muß. Es droht daher ein erhebliches Defizit, wenn nicht durch außerordentliche Anstrengungen von Seiten unserer Mitglieder und Spender ein Ausgleich geschaffen wird. Der Verwaltungs-Vorstand hat im Laufe des verflossenen Jahres zwei Vollsitzungen abgehalten, die zweite in Gemeinschaft mit dem Wissenschaftlichen Vorstande. Außerdem fanden 23 Sitzungen im engeren Vorstandsausschusse statt, darunter mehrere unter Hinzuziehung von Sachverständigen für die Frage des Akademie-Verlages. Vorherrschend neben der letzteren war auch die Frage der festen Anstellung der Mitarbeiter des Forschungs- Instituts. Beide Probleme sind in befriedigender Weise gelöst. Verhandlungen, die bereits Ende 1921 begonnen waren, haben zum Abschlüsse eines Abkommens mit der Verlagsbuchhandlung C. A. Schwetschke & Sohn, Berlin, geführt, welche gegenwärtig die Drucklegung der ersten wissenschaftlichen Produktionen des Forschungs-Institutes durchführt, sowie das Korrespondenzblatt der Akademie verlegt. Den Verträgen mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern liegt die staatliche Besoldungsordnung für preußische Oberlehrer, einstweilen freilich noch ohne Pensionsversorgung, zugrunde. Die Akademie für die Wissenschaft des Judentums ist mit dieser Regelung zu einem Institute geworden, das, dem programmatischen Vermächtnisse Hermann Cohens entsprechend, unserer wissenschaftlich begabten Jugend eine ehrenvolle Laufbahn und angemesseneExistenzmöglichkeiten eröffnet. Sie hat damit aber auch gleichzeitig eine finanzielle Aufgabe auf sich genommen, zu deren Durchführung sie an die weitgehende Hilfsbereitschaft und Opferfreudigkeit des deutschen wie des ausländischen Judentums appellieren muß. Oktober 1922. Der erste Schriftführer Gustav Bradt.

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