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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · 1 (1920) · p. Seite 27

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 27 (sequence 29)
Language
German
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IRI
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Einführung in sprachliche Untersuchungen zur hebräischen Übersetzung. 27 treten, genau definiert werden, ohne daß jedoch das Bewußtsein dieser Abgrenzung Tibbon zugeschoben werden dürfte. Im Rahmen unserer Arbeit sollen im allgemeinen nur diejenigen Bedeutungsübergänge aufgesucht werden, welche erst bei Tibbon auftreten oder doch bei ihm als fließend nachzuweisen sind. Bedeutungsverschiedenheiten, die schon in der früheren Literatur ausgebildet und in das Sprachbewußtsein der Folgezeit bereits mit entschiedener Trennung übergegangen sind, dürfen für unseren Zweck einfach als gegeben angesehen werden und dienen uns als Ausgangspunkte, um von ihnen her die Entwicklung bei Tibbon zu verfolgen. Die gesamte Bedeutungsentwicklung der meisten Wörter läßt sich natürlich nicht von einem einzelnen Werke aus überschauen. Sie wird sich nicht einmal bei gleich eingehenden semasiologischen Studien in der ganzen vorausgehenden Literatur mit genügender Sicherheit feststellen lassen, weil sie zu erheblichen Teilen vorliterarisch oder doch außerliterarisch ist; sie auf hypothetischem Wege mit Hilfe der Etymologie zu rekonstruieren, ist wohl reizvoll und, wenn es methodisch geschieht, von nicht geringem Wert, liegt aber außerhalb der nächsten Aufgaben des Forschungsinstituts, welchem vor allem die exakte Bearbeitung des Gegebenen obliegt, eine Aufgabe, für die bisher noch weit weniger geschehen ist als für jene weitergehende. Wir werden also diese Bedeutungen wie gleichwertige nebeneinanderstellen und höchstens durch ihre Anordnung eine vorläufige Ansicht über ihren Zusammenhang andeuten. Um aber überhaupt das neu Hinzugetretene bei Jehuda vom Alten scheiden zu können, müssen wir das Alte zuvor kennen. Überhaupt wird das gesammelte Material für die historische Erkenntnis erst dann recht fruchtbar werden, wenn es als Glied in die Kette der hebräischen Sprachgeschichte eingereiht wird. Zu diesem Zwecke wird untersucht werden müssen, in welchem Umfange sich der von Tibbon angewandte Sprachgebrauch schon in der biblischen, der talmudischen und der sogenannten rabbinischen Literatur findet. Hierdurch werden wir ein Bild davon erhalten, wie sich der Einfluß der verschiedenen Literaturschichten auf die Sprache dieses stilbegründenden Werkes verhält. Aber diesem Bilde würde die Folie fehlen, wenn wir nicht auch die negative Seite des Sachverhalts beachten. Um uns über die auch für die Folgezeit so wichtige Auswahl völlig klar zu werden, welche Jehuda unter dem älteren sprachlichen Material getroffen hat, müssen wir unser Augenmerk auch darauf richten, welche früher üblichen Bedeutungen der von ihm gebrauchten Wörter er vernachlässigt hat und welche ihrem Inhalt nach verwandten Wörter sich bei ihm überhaupt nicht finden (natürlich kann es sich nur um solche Bedeutungen und Vokabeln handeln, zu deren Verwendung Gelegenheit gewesen wäre). Die hierfür nötigen Angaben sollen in eine Übersicht eingereiht werden, welche unser Material in abgekürzter Form nach den Gesichtspunkten der Synonymik angeordnet enthalten soll, um auch die Bedeutungsunterschiede begriffsverwandter Wörter gegen einander ins Licht zu setzen. Dagegen kommt für die ausführliche Bearbeitung des Stoffes mit den hebräischen und arabischen Belegen eine Anordnung nach inhaltlichen Gesichtspunkten nicht in Frage, weil sonst die zusammengehörigen Bedeutungen des einzelnen Wortes

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