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Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums · 1920-01-01 · 1 (1920) · p. Seite 16

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Journal
Korrespondenzblatt des Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 16 (sequence 18)
Language
German
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IRI
…/2707513-2707514--019-2707581
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i6 Das Forschungs-Institut für die Wissenschaft des Judentums. nutzung islamischer Archive oder Archivbestandteile wäre an sich allerdings schon jetzt in Spanien, Sizilien, Konstantinopel, an der kleinasiatischen Küste, auf Zypern und Kreta, in Syrien, Palästina, Ägypten, Algier, Tunis und zum Teil auch schon in Marokko möglich. Aber sowohl die äußeren Bedingungen wie die Entwicklung der Arbeitsmethoden und die auch erst allmählich mögliche Ausweitung unserer wissenschaftlichen Interessen werden zur Zurückhaltung nötigen, und wenn diese Arbeiten einmal in Angriff genommen werden, so wird es zweckmäßiger sein, für sie nicht eine islamische Abteilung innerhalb der historischen Sektion zu begründen, sondern sie mit allen anderen dem Islamisten gestellten Aufgaben einer eigenen Islamischen Sektion zuzuweisen. Die Arbeitsverbindung mit dem Ausland wird auch für eine zweite geschichtliche Aufgabe notwendig sein, für eine Bibliographie der jüdischen Geschichte in Mittelalter und Neuzeit. Auch diese kann naturgemäß für die einzelnen Länder nur innerhalb dieser bearbeitet werden. Das hebräische Schrifttum ist einige Jahrhunderte hindurch so eng mit dem islamischen verknüpft gewesen, daß jeder Federstrich auf diesem Gebiet der Kontrolle und Mitarbeit des Islamisten bedarf. Die erstrebte wissenschaftliche Vollendung kann nicht durch ein jeweiliges Hinüberblicken von Jerusalem nach Mekka erreicht werden, sondern es ist notwendig, das jüdische und das islamische Gebiet selbständig zu pflegen und beide dauernd in Verbindung zu halten. Die Aufgaben, die die islamische Sektion in engster Zusammenarbeit mit den anderen Sektionen zu erfüllen hat, sind: i. an der Herausgabe der auf islamischer Grundlage beruhenden oder islamisch beeinflußten Schriften mitzuarbeiten; 2. über das Sprachliche und Metrische hinaus an der Erforschung der inhaltlichen Bezüge teilzunehmen; 3. die jüdisch-arabischen Schriften herauszugeben; 4. die archivalischen Arbeiten durchzuführen; 5. der Beeinflussung des Islams durch das Judentum nachzugehen. Die archivalischen Arbeiten führen auch von dieser Sektion aus zu einer Arbeitsverbindung mit dem Ausland, sowohl aus materiellen und ideellen Gründen, als auch deshalb, weil die meisten Länder des Islam unter französischem und englischem Protektorat stehen. Die Verbindung muß aber noch weiter gehen: auch die Bibliotheca Judaica ist völlig auf sie angewiesen. Die Manuskripte der hebräischen Schriften sind über alle Länder verstreut. Wir brauchen die gegenseitige Hilfe, um auf eine möglichst wenig zeitraubende Weise zu ihrer Kenntnis und mittels Abschrift oder Photographie zu ihrer Ausnutzung zu kommen. Wir können uns aber nicht auf Umfragen von Fall zu Fall beschränken, sondern müssen als geschlossene Arbeitsaufgabe eine Inventarisierung aller Manuskripte des jüdischen Schrifttums vornehmen. Es handelt sich also um ein Generalverzeichnis aller auf das jüdische Schrifttum bezüglichen Handschriften, das in aller Kürze z. T. nach den gedruckten Katalogen, z. T. nach den hand-

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