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Neue jüdische Presse · 1923-02-09 · Heft 39 (9.2.1923) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
21 (1923)
Issue
Heft 39 (9.2.1923)
Date
1923-02-09
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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am* »SP Wß'ßleMGtzß iwb mach»«, Sesangcae. *•• fW.H-WUUAmv. 1,11)..Die Jrtdärr. bie »K» und au den Philistern TIC juy wt ■■'"T’'' '"r »■ w« whi|k(u fltWjldm,, Dott am dir Munnäer aus (Amos DWWG^chr^ dl, sie ihrerfett» den Sbumffwn -^.hatsim. verkauften fi« weiter an die Srote, «?^ck» in SBttteifrr mit den Phönikem Sllaoen- Nicht ander» machten « di, Itptar 'FWMM uneinvedmr des Freundschastsbündnstst» ^avrdisch'n «Snigshause. Und das gllicklichew Brüde^eich im Rmdm unter Äocs Nachfolger Jerod ll. sah olle dem untätig zu. -V^ Dir «rfl'lgr Drrobenms besonders gegen dir Syrer waren rvahr'chcirlich mich sehr wesrn'l'ch durch dos Lar« dring«, der Slstyrer tedingt, die Syriens Macht furch!- bar frfavöchtcn. Änodeams siegreiche Züge brachten o-fenbar viel *$&.. und ciöffretcn ror altem den Getreid-kpekulanten und ähnlichen Unternehmern die Möglichkit zu riesigen Gewinnen, die eine nie dagcwrfrne Ueppigkeit tn der Rcichshauplstad! Samoria und von hier ausgehend im garzn> Laube heimisch nmchtrn. . Hier in des Reiches Hauptstadt, in Samaria, die von Omri begründet, von Achrib bereits mit herrlichen Bau- 1?,^ geschmückt, jetzt unter der starten u«4 glSnzrvden Regierung Jerob-mns II. zum tonangebenden Lande». zrnlWn geworden ist. Md die Eiiürücke gewonnen, die den Hirten Amos zum Gottisstreiter gestimmt haben. ' Amos ist ein Judäer. Dort, wo im Süden des Lan» deschLi Tetva zwischen Bellehem und Hebron das fruchtbore Geblrgsland in die Steppe verläuft, pflegt er den olteW:ürdigen Denif dei' Bä'.er, die Herdengucht, ein uKqdWgiger Mann, mit grüblerischem wachen Sinn und. einem warmen, für alles Menschliche tief rechtlich empfindenden Herzen. Oh ihn wohl die Kriegswirren des^ Südreichs, die räuberischen Ueberfälle der Lstpmäer ntzit feinen Tieren von den väterlichen Tristen verjagt uritf fits Nordreich zu gehen gezwungen haben? Er scheint dessen Hauptstadt wohl zu kennen. Ihr Treiben erfüllt den an einfache Lebensweise gewöhnte» Hirten mit Ekel. Er steht unerhörten Luxus > eines sorglos sichern Protzentuins (Amos 6), das nicht zufrieden mit Stcinpnlästen. Elfenbein in Masse zu Bauzierrat verwendet, außer den Löiu1»-rhäusc.n sich auch Sommervi'llen errichtet und zur äußeren Pracht den Prunk der inneren Einrichtung gesellt. Ueppige Gelage werden gefeiert,' die, wenn die Männer ihrer überdrüssig geworden..durch die unersättliche Genußsucht der Frauen ge- - mehrt und ausgedehnt werden (Amos 4). Luxus und Ueppigkeit der Lebensweise bedingen Rücksichtslosigkeit her Gesinnung und diese tragt die tiefste Schuld an der sozialen Ungleichheit, die der Hirte in erschreckender Weise bereits im Volke beobachten kann' (Amos 2, 6). Zur einen Seite stehen die Dermögmher», denen Besitz und Anschen auch die obrigkeitlichen Aemter in die Hände gespielt hat, die die Korn- Gesetzes, von diesem kamen sie zu den Propheten und von diesen zu den Hagiographen. Da sichr ein Feuer vom Himmel hernieder und umgab sie. Abuja sprach zu ihnen: Meine Herren! wvilt ihr mein Haus über mir onzünden? Goit behüte! entgegneten sie, sondern wir sitzest hier und unterhalten uns über die Worte des Gesetzes, von diesem gehen wir zu den Propheten und von diesen, zu den Hagiographen über und diese Besprechungen erfreuen uns so, als kämen sie heute erst vom Sinai und das Feuer verzehrte sie wie am Sinai» denn die Worte des Gesetzes sind mit Feuer gegeben worden l. DM. 4. 11. Da sprach Abuja zu Ihnen: Wenn die Jlrnjr des e»e,etz.s fo et:oft ilt, so will ich. »venu mir dieser Sohn am Lebe» il.-ti't. ihn dieser Altsgabe widmen. Weil nun meines Vn!ers Absicht nirfj! lauter war. so hat sic sich bei mir (bei bbfem Manne) nicht bk f ährt. Was hast du sonst noch oorgrtragen? lieber H-r.b 2 % 17. Und wie hast du dich darüber ausgelassen? Ich habe gesagt: Tie Worte der Weisheit si> d so schwer zu crmeibcn wie goldene Gciüsie und so leicht zu verlieren wie Glaswerk. Sowie aber Gold- und Glasgeräte, wen» sie zerbrochen sind, sich wieder Herstellen lassen so kann auch der Schüler das Vergessene wieder nach- Helen. Genug Men! bis liier hör geht die Sabbatgrenz- Woher weiß! du das? Bo» den Hufen meines Pferde» (er halle nämlich die Schrine desselben gezählt und gesunden. daß es 20,Kl Elle» wäre,». Du besitzest so viel Weisheit (Gelehrsamkeit) und kebrsl nicht zurück? 3,1) ,.,nn nicht. Wmui» nicht%i 3,1) rill einmal aus meinem Rasse vor dem Bersannnlungshause am Enbbal lau Nl,ch-,t, zugleich ein Brrsöhnnngstag war» vorüber, dn r-eriiahn, ich eine Himmelsslimme. hervorgeheud aus dem Allerln-iügsicn. welche nr-sries: Kehret tun. Kinder, nutzer Elisa bei, 2'l „ja. wclchei »teilte Krasl zwar keitiit. Neu« Jlidtsche press, flnier von den Geringen ml! unbarmherziger Hätte «in-! reiben. bereu Erweibsgier tn der lgeschäftoruh» de» Sabbat und der Neumondseier «ln« üble Einbuße am Hanorl»gavlnn des Kormvucher» empfindet. dagegen ln jaljchem Maß. und Gewicht «inen «dautten Geschäftsgrifffieht (Amo»8).DennEhrlichk«it ist diesen Mmschm «in unverständlich«» Fremdwort geworben. Auf der aitdcrn Seit« di« Armen uiib aus dem Erb« getriebenen. Lin Schauspiel unbrüderlicher Herzlosigkeit, des» sengtrichm der Mann yon Tekoa au» Hewenländeni nicht oemvmmm hat. Di, letzt» Wurzel aber von alledem ist di» Hrrrschast dir» Unrecht» an Stelle de» Recht»: „der Frevel sitzt zu Thron". Unter srstem Rechtsschutz mochte der Bedrängte ausatmrn: aber der Rechtsschutz, dir: er findet, wird ihm zu Eist urd Wermut und stößt ihn vollend» in den Abgrund, jo daß. wer klug ist. ln solcher Lage! dl» Dinge lieber stprelgkn)' duldet (Amos 5). Schwer leider der Hirte unter diesec fürchterlichen Cckiau. Für ihn '.fr Recht und Gerech'.igteit das Leben, des Dastir« Sinn, nicht onhcimgegebrn der Machtsphaw von »inr wenigen Herrschenden, sondern im Gegenteil diese Machtsphäre dimhbrechevd, der Strom, der das Ge^amlleben des Botte» durchfließen soll (Am. ö, 24). Dos ist der Sinn'der Thoralehre, der Lehre Mos«, wie der Prophet sie au» der Ueberlieservng kennt, das ist der Sinn der Auserwähllheit Israels: Gott, der Gott Zebaoth, wie Änvs bewuht ihn nennt, der Wellengott, zeigt darin feine Gerechtigkeit, daß er um so hiirier die heimsucht, die von den Vätern her ihn zuerst erkannt, also vorbildlich ollen andern in der Durchsetzung de» Rechtsgedankens in ihrem Staate fein sollten. In und aus feiner Geschichte kann jedes Volk, kann besonders Lsrael da» gewaltige Schreiien Gotte», sein Duseln er» kennen. Süchü mich» so ruft dieser Gott seinem Volk zu, so werdet ihr lebeni Suchet mich durch das Sehnen nach Gerechtigkeit, wie sie sich im Verkehr mit dem Nebenmenschen tunbgeian hat. suchet den Mrnschen, so suchet ihr mich!, so «.erdet chr leben, werdet das Gemeine. die Herzlosigkeit und den Eigennutz irr euch niederiSntpfen. den Sabbat als fabbailiche Stiinmung in ruch selbst erleben und nicht von Krämergeist niedergcdrüktt werLen, der unmutig euch rnacht, well er sich nicht gewinnhaschend am7hriligen Tage betätigen kann. Sottsuche.mäg, der Ansdruck eures' Opfers, sein, nicht aber Sätiigung des Götzen, der in euch,selbst stets hungert. vor dem euch graut und den lärmeikd ihr zu übsrtönen sucht in Beth-Ä. Deth-el, welck, entsetzlichen Aufruhr löst die bloße Nennung dieses Namens im Bewußtsein des Propheten aus. Was hatte die Staats«, kunst Jerobcams I. aus dieser Siatte gemacht, wo einst, wie heilige Ucberlirferung Len Nachkommen erzählt, Gottes Engel Mm Stammvater hemiederstiegen, um den Frieden Güttes in sein aufgewühltes Herz W gießen? Ach, was mvcht nicht stets Polittk aus dem» was Sache des reinen HMens sein sollte: heiliges Beben vc lwandett' sie erst iw starre Form, Religion genannt, und stelll. diese donn^ diese Entartung wahrer heiliger Gvttschau, in ihren: Dienst und heißt, das Staatsreligion und' cDUWhWr^MesKulWüe und nennt fle Heiligflch aber mir widersetztl' Marum geriet: Elisa in solche Derirrung? Einmal saß er und lernte im Tale Gennesar. Da sah er einen Menschen, welcher auf einen Baumgipset stieg, eine Alte mit ihren Jungen nahm und wohlbehalten wiederherabstteg. Am anbeni Morgen sah er wieder einen Menschen aus einen Baumglpfei steigen, die Jungen nehlsten und die Alte fliegen laflen: tils er hitrabkam, biß ihn ein« Schlange.und er starb. Da dachte er: Es heißt doch Deut. 22, 7. Die Alte sollst du fliegen lasten, die Jungen aber magst du dir nehmen. Wo tst da eine Spur von Wählet gehen und langem Leben? Er kannte aber nicht, wie Rabbi Jacob die Stelle erklärt hatte, nämlich, daß es dir wohlgehe in jener Welt, die nur gut tst, und du lange lebest kn der Zukunft, die nur lang an. Tagen ist. Manche sagen, er hätte die Zunge Rabbi Jehudas des Bäckers in dem )Uaule eines Hundes gesehen, wie er ihr Blut trank und da hätte er ausgerufen: Ist dvs der Lohn des Gc- :tzcs (elgrnllich dieses Gesetz, dieser Lohn)? Diese ^ungc,-welche Unterricht erteilte, wie er nur zu wün- .chen war. diese Zunge» welche sich utn das Gesetz ihr Lcb>.lang bemühte, ist das ihr Lolm? Mich dünkt, es gibt keine Dergcltung und reine Trtenauferstehung. Manche dagegen sogen, seine Muiter wäre in ihrer Schwangcrichast »rjt ihm vor einem Götzentempel vori cigcgangen und Hütte von da einett Wohlgeruch ompsangen, wrlcher aus ihren Zustand einwirkte wie das List einer Schlange. -- Nach einiger Zelt erkrankte Elise., was dem Rabbi Mei'r mit den Worten gemeldet wurde: Dein Eehrrr lieg! krank. Er besuch'« ihn und ft ihn: Gehst dn noch nicht in dich? E 'ia autwortcie: Werden denn die Rückkehreiiden a»sg nmnmen? 3a wohl! denn es heißt Pf. Od, .1: Du kelnr den Menschen bis zur Zeruinlniuiig d. h. bis k-iitv Seele.»er* tum. wo Geiles Schayina thron«. 1»,^. Helllgtum". „Eiaatsternpel". Dort »trk«»V*«^ nicht mehr Männer auf da» Volk «in. die aWL Hirten vgstesmSnner sind au»- lnnerm Drang, sich cm Zwang, fvndern dort sprechen Männer, bl*TL Titel und Rang haben, vom KSnlg verliehen und König brsoldet, Berufogeifttich». Rediim sich nennend^ ftz und ihre Söhne, und fagsn, wo» zum Helle Gotte» urd de» König», oder bester de» König» und damit Gvtte» gedochsi und geglaubt werden muß, und ennesten an dem Wohlergehen einer herrschenden Kaste dv» Wohlergehen de» Staat» und breiten den Maiüet der Heiligkeit um einen Kuli, der in» den Augen des schlichten Hirten ebenso geheuchelt wie unsittlich, unwahr, ja geradezu verbrecherisch ist. Te/npeldimen treiben hier ihr frech» Erwerbe, und der Later schumt sich ,.fc heiligen Tun" nicht vor dem Sohn«: di» steche . ■■ der Neichen steckt sich aus der Decke, die wlderge : dem Armen vbgepfändvt und vvrenthalten: Dein.. .ag« nü> Muflk beschließen hier Re heilige „Wallfahrt", und wie zur Zeit de» „Sonnenkönigs in Frankreich", so l dt im Reiche Jerobcams II., de» Siegreichen, dl« tonangebende Gefellschafi sich aus an.Heiliger Stätte", t>b*-r auch zu Hause im eigen» der Hitze angepaßten Somrier« hause, im sepgebauten. mit Decken und Teppichen wann m'Lgcslalteten Wtnterhovse, svrglrs, nnbiÄlmmert U'N!.as Wohlergehen der Haufen, dieses Plebs da drarßen. (Fortsetzung folgt.) liiriAttii ui Isrrupiium (2r«j Israel Uvstre »lrstchaflltche Lege ln Patöstbm. Sine» der »vlchtlgstrn — ihrer Bedeutung, nicht tssrer Aufmachung nach — Ereigniste der letzten Zett war die ilkr Nons-Tomltee-Sltzung der Monistischen Wellorganlsoiilm» die im Januar ds. Js. dr Berlin pattfand. Diese Sitzm:g erhielt einerseits durch dru Austritt Jabotinskis, aaderrrselbr durch >en Bericht des palästinensischen Leiter» des Erziehuugswefcn», Herrn Dr Lurje, ihre besondere Bedeutung. JaboUnski/drr Vater des Legionsgedankens, argu-nes» ilerte in seinen Prvpagandareden für die Schaffung eine« jüdischen Legion solgendermaßen: Der Schutz Palästinas gegenüber .inneren Unruhen, di« Sicherstellung eines geordnet-m Ausbaus liegt in den Händen der brittschen MUitörbehLrden. Dar in Palästina stationierte Militär wirb in erster Line von .England» also steuertechnisch gesehen» von den einzelnen englischen Steuerzahlern finanziert.' Diese Tatsache muß, st argumentierte Jabotlnski weiter, allmählich zu einer Abkühlung der Interessen des englischen steucrzahlenden Boiked sichren, und deshalb ergäbe sich ganz natürlich die Forderung einer jüdischen Legion» einer jüdischen Miliz sür dos Land, die sür. Ordnung und Ruhe, für Sicherung des Ausbau, und Aushau» zu sorgen hätte. malmt ist. Da fing Elisa an W weinen und, verschied. Rabbi M«r fteute sich in stinem Herzen, denn er dachte: Mein Lehrer ist in Buße verschieden. Ad Elisa l «graben war. kam eine Flamme vom Himmel heral« und brannte auf stinem Grabe. Man meldete es dem --kabbi Meir mit den Worten: Das Grab deines Lehrers steht in Flammen. Er ging hinaus und fand, daß es sich so verhielt. Was tat er? Er nahm feinen Mantel und breitete ihn über da» Grab aus und sprach (f. Ruth 3,13): Bleibe die Rächt hier d. i. verweil: in dieser Wrlt, welche der Nacht gleicht, und am Margen d. k die künftig« Wrlt, welche nur Morgen ist. we.m er dich auslöst, gut d. i. Gott, welcher der G'- te h-iht s. Ps. 145.9. wnen er aber keine Lust hat. dich auszlösen, so löse ich dich aus. so wahr der Ewige lrkt. un.d die Flamme erlosch. Rabbi Meir wurde gefn gt:> Wem willst du in dieser Welt nahe stehen, deinem Pate» oder deinem Lehrer? Er antwortete: Erst kommt meir Lehrer und dann mein Dater. Er wurde ferirer gr fragt: Glaubt man es dir (eig. gehorcht man dir), dost du durch drin Verdienst einen Menschen aus dem Gehrnnom gerettet hast? Er antwortete: Es ist gelehrt worden, man rettet das Futteral eines Buches (am Sabbat) mit dem Buche, die Kapsel der Thephillin mit drst Thep'-ill!:: und Elisa wird gerettet durch das Verdienst seiner E lehrsamkeit. Nach einiger Zeit kamen Elisas Töck?r nach Almosen. Robbtat den Ausspruch mit Ps. : 00. 12: Niemand brrvahrc ihm Liebe und keiner erba-:ne sich seiner Waisen. Rabbi, sagte man zu ihm. siehe > chi auk jrine Taten, h":t-cni auf teilte ffldchrfamfcit. Da m inte Rabbi m d rrfcm-tc an. daß für Elisas Kinder j-.cf >rgt werde. D.irnus kann man die Line zteden: Weu.i , :an 'chan ct-.-irrn den so nnihhidinr, ilt. tut 14:er „ich: „U5 lautrer Absickti dein liles.-sisitidititn obliegt, welckics L'r-Hs.

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