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Neue jüdische Presse · 1923-02-09 · Heft 39 (9.2.1923) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
21 (1923)
Issue
Heft 39 (9.2.1923)
Date
1923-02-09
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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sette : ITi-mllT Auch Slrnlur, Juk>>-„ und Franzosen tiattcn die * crfdiic denften. finanbi'r miderst-recheiiden Dokmiienke über corier i'iib Palästina. Wir '.«rauchten diele Freunde clle nicht mehr aber ste hatte» ilir Papier. Wir versuchten zu bezahle!!. An» schiinnnsten «varen die Franzosen. sie erhoben da» schreck I chste Geschrei. Sie bekamen alle» was sie forderten, trotz der Jubeii ii»8 Araber: Damaskus. Beiruth. d»n Norden von Palästina, de« Hauran. die Eisenbahnen. Aller Protest der britischen Generale, die mit Feijal t inirrt und Feste ge feiert hatten, konnte den „König von Damaskus" nicht vor Verlusten bewahren. Aber ein gut Teil der.Haltung dieser Offiziere gegenüber den Juden in der folgenden Zeit entsprang ihren! Wunschc, die Araber für die ihnen früher gemachten Hoffnungen;u entschädigen. Unterdessen ging der Kampf zwischen den jüdischen und arabischen Anwärtern auf die Reste Palästinas rveiter. Französischer und päpstlicher Einfluß unterstützte die Araber. Das Selbstbeftimmungsreckt stützte die Balfourde- . klarvtion. Unsere britische Armee war einstimmig für die .mioslemitischen Gentlemen" gegen die.bolschewistischen Juden". I« näher die Konferenz von San Reino herankam, desto schwächer schienen die Aussichten der jüdischen Ansprüche zu werden. Die .Morning Post" donnerte und blitzte Anklage auf Anklage gegen eine Politik, die die heiligen Stätten den Juden ausliefern wollre. Daß die Konferenz trotzdem schließlich zugunsten der Juden entschied, ist einem Einzigen zu verdanken, dem Dr. Chaim Wrizmann. Gegen ihn waren die gesamten alliierten Mächte, gegen ihn waren die ganze britische Gesellschaft, Arniee. Flotte, Auswärtige» Amt und Kirche, gegen ihn war da» halbe Kabinett, und doch brachte er es fertig, Aoyd George» Arme hochzuhalten wie einst Aaron «nd Hur die Arme Mose» stützten. Ein feiner Instinkt muß dem Walliser es «ingetzeben haben, daß für diese Sache ^doch der Jude „dar beste Pferd im Stalle" war, und Palästina war gerettet. Seit diesem Tage ist der Riß zwischen Briten und Mohammedanern offensichtlich breiter geworden. Es gehört nicht bierher zu untersuchen, ob der britische Premier recht oder orlechischen Ansprüche gegen die Türkei zu ist, daß die mohammedanische Welt dl al« ihren Feind ansieht. Für die r Feind, Frankreich ihr Freund. Ein Lu,,...,. * oder in Bagdad würde ohne weiteres einen ähnlichen in Palästina zur Folge haben. Davor muß die Juden Weizrnann und die englische Regierung, die de» Wallisers Polittk nicht fallen gelassen hat, retten. Tatsache ist, dich England jetzt Juden so viel wie möglich und so schnell wie möglich für Palästina braucht. - Unnötig zu sagen, daß all Liese „StealpoRtit", gut genug für Diplomaten und Etaätsleute, nicht von den Erben, der liberalen Tradition in England ausgegangen ist. Für ste ist der Mische Rationalismus eine Bewegung, die ihr Recht ln sich selbst trägt. Eie sah zwettausend Jahre Verfolgung, Flucht unb Unduldsamkeit auf dem Mischen Bolle lasten.' Lang« genug Wien sich Staat und Kirche in der Derfolgung einer Raffe geeint gezeigt. Für sie ist der jüdisch« Rationalismus eine Tat der Befreiung, die eh». Spitze birgt gegen illiberale Staaten Konttnentaleuropas. England Rebte seit jeher derartige Taten. Auch in den Reihen der Arbeiter handelt er sich nicht bei ihrer sympathischen Einstellung um Realpolitik. Der englisch-puritanische Handwerker ist selbst ein halber Jude. Besser al« ein Jude kennt er sein Alte» Testament. Jeder Misch« Held von Abner"bi» Josiah ist ihm au» seiner Kind» heit bekannt. Sr hat ihr« Rainen angenommen und der bri» ttsche Handwerker weiß von König Salomon mehr al» von hülfen. Zu seinem 50. Geburtstage. Mm 6. Februar feierte Herr Prof. I. Hülsen seinen S07*Sebprt»tag. Schon auf der Schule bewies er feine zeichnerischen Fähigkeiten, und mit seiner Dissertation über .Jas Palais von Thurn und Taxis ln Frankfurt" bewies er, bah er mit künstlerischer auch wissenschaftliche Degtzbung verband. Als Mitarbeiter an den von der Generaldtrektion der Kgl. Museen in Berlin oorgenommenen Ausgrabungen in Milet hatte er Gelegenheit, feine Fähigkeiten für die weitesten wissenschaftlichen Streife fruchtbar zu machen. Neben seinen wissenschaftlichen Arbeiten übt Pros. Hülsen eine umfangreiche Lehrtätigkeit vor allem an der Städtischen Kunstschule und an der technischen Hochschule in Darmstadt aus. Daneben geht feine ausgedehnt« praktisch, künstlerische Tätigkeit, die viele Bewunderer 3»h«. . Ader nicht nur dem Lehrer und Künstler Julius Hülfen gilt unser Glückwunsch, sondern auch — und nicht zuletzt — den» warmen und immer freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Wer vermag die zu zählen, die ihm ihre Kenntnis von den Kunstschätzen unserer Stadt verdanken, ober auch die Kenntnis he« alten sü difchen Friedhof» und aller historischen Stätten der jü bischen Gem^nde Frankfurt. Niemals ist Hülsen müde, sie in jugendfrlscher Begeisterung zu zeigen und zu er Nären und nie ist ihm einer zu gering oder zu unbe deutend, ^rm seine ganze Mühe aus ihn zu verwenden. Wir rufen ihm sehr herzlich v'S zu. fr. König 'Alfred, er ist mehr von Samuel »nd David beeinslußt al» von Bischof Heber oder Dean Inge. Er steht den Juden s Uirch die jüdischc Historie. Ihm Ist e» eine heilige »nd iiefe Frei,de, Jerusalem wieder auszubauen. Einige von nn» sehen weiter. Ihne» ist Palästina nicht nur eine Zusluchisstüttr, sondern auch »in Zyinboi. In p». kkistlnriillsche Lander können die vor Progrnien Fliichlendrn, die. dir au» Amerika, aus England, aus Europa ausgesihlossen sind, die, die vor rotem und weiheni Terror Rehen, die, die von christlichen Nachkrirgspatrloten beraubt, erinordet und geschändet werden, die einzig übrig gebliebene Heimat finden. Palästina als Symbol bedeutet noch mehr. Es ist nicht nur ein Fleck auf der Landkarte. Endlich haben Juden wieder ein Heimatland, eigene Scholle, Erde, auf die sie stolz sein können. Die gekrümmten Rücken werden wieder gerade, die Augen werden klar wie die von Bürgern eines freien Landes werden. Jedem Juden, wo er auch sein mag, gibt Palästina den nationalen Respekt der anderen, aber auch den nationalen Selbstrespekt. der nötig ist, um Selbsterniedrigung uninöglich zu machen. Sie treten wieder ein als freie Ration in die Reihe der kreien Nationen. Au» diesem Grund« treffen sich die Engländer und insbesondere die englischen Arbeiter mit den jüdischen Arbeitern auf dem Weg« zu einem und demselben Ziele. Einblicke in die Sozialverhältnlssr im Alten Israel. Bon Dr. 2. M a y. (Fortsetzung) Bon solcher Gesinnung durchdrungen war der Mann, der den Mut hatte, dem Blutdurst und der Despoten' laune einer Phönizierin entgegenzutreten. Er verliert in solchein Kampfe alle» Persönliche, Erdliaste und wird nur von dem einen Gedanken getragen, der sein ganzes Sinnen durchdringt: Dar „Sein" Gottes ist das einzige Sein, die einzige Macht! Ihm allein muß Israel dienen und sollte es darüber auf alle Vorteile der Allianz mit Tyrus, auf alle Fortschritte der Kultur und alle Reichtümer des Handels mit Phönszien verzichten müssen- Es liegt, wenn man will, etwas Kulturfeindliches in seinem Auftreten, doch, nicht in dem Sinne, als ob die Kultur als solche es wäre.' die er als unsympathisch abweisen wollte, solchem nur die Kultur, die wie die kananitisch-phönizifche dey Schimmer eines äußeren Glanzes übereineiAnere Hohlheit, ja Schlechtigkeit breitet. In diesem Sinne war /von ihn ein „retournons. ü la nature" ausgegangen, dkw)im: Kreise einer jungen Anhängerschaft diesen gleich.ihm' durch Einfachheit der Kleidung und der Lebensweisebemerklich mochle.degeisternden Wiederhall fand. -Die Losung in.diesem neugebildeten Kreise war. eilteeirMhe Lebensweise zu führen, nicht ln Städten^u wohnest, wo Ueppigkest und Weichlichkeit herrschen, Hndern in Zettdörfern> keinen Wein zu trinken, noch Weinberge su pflegen/überhaupt den Ackerbau zu meiden, sondern wie die Erzväter.und die Stämme in der JugendzestViehzuchtzu treiben. Jonadab, Sohn Rechab«, der ohne Zwi^tzil. zu Via» Anhängern zählte, hat zuerst^rstchüpdsein Haus diese Lebenvregel festg^tKt.-^wK, ^biese/ Schar fer Rechabiten blieb wegen ihres MZdikÄisMÜs auf eine kleine Schar m viele andere in ihre Gedankengänge hineiiige/wu« haben der zügellosen Phönizierin glühende Hasj^ stehen lassen, die sie blutig verfolgte, deren Fey sie aber nicht mehr erlöschen konnte. Ist dem Bf sein dieser Schar war der Meister daher nie gesb feurige Wagen und feurige Rosse halten den Feue gen Himinel gehoben. Aber bi» tief hinein in die gebenden Kreise des königlichen Heeres fand fein Wuf| Vernichtung Jfebels und ihres Anhanges geheime» .. Verständnis. Ins Feldlager, in die Versammlung tzMÄ Obristen kam ein Sendbote aus dem Kreise Elias, Ms Abgesandter Elisas, und Jehu. der Obrist. wurde g« Joram, den Omrlden, der nach dem frühen Tode seih Bruders Achassa den Thron bestieg, zuin König gerufen. Vii. John, der kecke Reiteroberst, de» das Haus Achab»^ vernichtete, bewährte nicht dieselbe Tüchtigkeit esn«y.A starken auswärtigen Feind gegenüber. Der KönigsmKrEk der Chazael von Damaskus ging rücksichtslos auf Eroberung aus, fiel plünlrernd in das Iehustammereich überschritt den Jordan, machte die Bewohner Gilu-Gk» leads zu Sklaven und ließ sie von eisernen Dreschwal«» zermalmen (1.- Ambe 3, 4, 5). Noch schlimmer ergm> ea dem Reiche unter Jehus Sohne Joachas. Jsv ' mußte abrüsten und durste nur 10 Kriegswagen, 50 ter und 10000 Mann Fußvolk hatten. Bon Zeit Zeit fielen die Aramäer plündernd ins Land und raW tcn Wertsachen und Menschen. Erst seinem Nachfolge Joas scheint es gelungen zu sein, die Obmacht des maischen Reiches zu brechen, wahrscheinlich weil ders Aegypten eifersüchttg auf die Ausdehnung aramäifchen Reich-,-» geworden. Sein Sohn Jerodt" scheint so glücklich gegen die Syrer gekämpst'zu j daß sein Reich nach außen hin einen vorher!nie wesenen Glanz aufwies. Waren hie BerhLMiffH wirklich' so glänzend, waren Volksleben und Volk " auf wirklich moralischer Grundlage aufgebaut^ßx . Was die äußeren politischen Zustände ' waren die Beziehungen zum Brudervolke iw die denkbar unerquicklichsten. In der gleichm Joas Arams Vorherrschaft brach, erob der König des Südrelches, alle dem SüdreKMÄon der kleinen Nachbarvölkern unter dem, Schutz-' SyriM entrissenen Städte zurück.^ Bor allemMytr-AntMädei itets ans das Gkült '8uduäs neidischen Br"'""" ' * Edom in seinem ^Felsenneste auf., Die Wo ihm entgegen, wurden aber besiegt. Stolz Sieg, faßte Ämazja den kühnen Gedxmken.H Zehnstämmereich zmück zu enchern- 'DtesesL endigte damit, daß Jöa« ihm entgegenzog siegte, Jerusalem mit seineni Truppen hrattdst den größten Teil O»wr Mauern zerfM^.4" die Joas dem König! AchML geMMr dem Einflusst Jünger zuzusthttihett. Rächdem TödeAm<WU'w! das jehudätfche J^ind 'noch.unglücklicher. DiU MternahnMef^RW^MnMM^ aus dem Tolniud Ieruschalrni. sTractat Schekalin«, Abschnttt- VI, 2.j. Du findest, al» Rebueadnezar heraufkam (um Nehpj'aMn zu. holen), ließ er sich im Daphne Anttmhena nteder. Da» große Synedrium kam ihm entgegen chnd sprach/zu ihm: <k» ist die Zeit gekommen, daß dieses tzäüs. zerstört werde. -Darauf entgegnete RsbueadnPar^ Rur.den, welchen ich zum König übpr euch gesetzt,, wtll^ch hakten, gebt mir ihn und ich zieh« wieder meine« Weg».'Ae kamen darauf wieder zu Jehojachin, dem König von Lehuda, und sprachen zu ihm: Rebueadnezar verlangt dich. Al» der König das hörte, nahm er die Schlüsselnde» Heiligtums, stie-' auf das Dach des Tempels üntz,fprach:, Herr der W-tt! Früher sind wir bei dir beglaubigt gewesen und deine Schlüssel waren uns Übergeben, jetzt aber, wo wir das Vertrauen nicht mehr besitzen^ geben wir die Schlüssel wieder zurück. — Darüber sind zwei Amorltm verschiedener Meinung. Rach dem Nein*" warf er die Schlüssel gegen den Himmel und ste-'kamen nicht wieder herunter; nach dem andern war «« wie et»»e Hand, welche sie au» feiner Hand nahm. Al» die Großen Tuba« die» sahen, stiegen ste ebensall» auf ihr« Dächer, stüchten sich herab »nd blieben tot liegen. jlractat Chagiga, Abschnitt II, 1.] Rabbi Melr saß und trug Im Lehrhause zu Tiberla» vor, da ritt sein Lehrer Elisa am Sabbat auf einem Ross« vorüber. Man kam und meldete »» ihm mit de» Dorten: D,-'» P-*«•-’!• ist draußen. Er brach den Vortrag ab und gm» entgegen. Wns hast du heute vorgrlragen? lieber 42, 12; Wehe/über die veAor(>yenl(WtygMMnMtz wiederHtrückkichWWMWhWMWMHH aüsgßlegtz fondwn: DexMwttzx fegitM^ wegen Wes AWstgsMMMMMeM, Handlungen uMguEMe^^wMMWÄ geübt hätte. Ich habe jene MU bracht: Und wi«!ch°ftMdiese! WiWM« Manne,welcherin,M-Mend!.M sterben und im MamlDM WWeqÄWüni ben am Leben, da ist Üa»^ Ende besserder Oder: .iWeich.,ein«n,^M^:<^ Hand«4«tzikschM' Alter solche treibt Und deinen da» Snde^bcher'iqk«-Ker^?WMDW Menschin. 'wWer.WEWWWpDU vergißt und e» lni>Altes lWt uW nicht^^^ W da, Ende besser ais.der ArWs^ ^öeh« ükier lornen, di« nicht wreder zuWyeh.rinl dein'tzeh bat nicht so etklärt^ sörch«»s:'ÄytM Äas.e^WW an ist. — yo verhiüt W W'M mitE°E Abuja. Tr war einer von den GMenHer, dem Togik meiner Brschnktdung (ud4r. We Männer Jerusalem» An üyd EWmältsWW (eigentlich setzt« sie in ein und Räbbi Sosüä aber wt»» -r Ani-besonder»»^ an. Al» ste gegessen Gäste in dem andern Ziinmer an zu iwqes, springen. Da sagte Rabbi V«°^r ^-,^ Nun wollen wir uns auch'mtt rem'bestis^^' un» ergötzt und sie beschäftigten sich mit

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