Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 33 (17.11.1922)
- Date
- 1922-11-17
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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<9 Sek« 3- Der von der palgstme,,fischen Regierung i» :d^ l letzten Inliren energisch in die "Hujid ju;in>m),ktjiuv .? -»'Ausbau neuer Straßen, wie auch die Berbesscnsiig! und die OerkreiterntlS Ser bisherigen, tnm itkch» n.j röernfi zur Lntwiklung des Automobilverkehrs i»Kj ... Palästina bei. Nicht nur in Jerusalem und Jaffa . Znd Umgebung herrscht jetzt reger Autnniobilvvr- ../ kehr sondern auch in Galiläa, >vv es unter ändere»» , auch einen regel,näßige„ Auwnwbilvcrfth»- z.oi sehen ./../Liberia» und Haifa via Nazareth, ebenso eine Llutomvbilverl'indttiig zwischen Liberia» und 5e- ...misch, gibt. / pielleicht das größte industrielle Unternehmen dos Lander ist die Silikatfabrik bei Jaffa, die feit mehreren Monate»» im Betrieb ist und die Ziegel für die '.»reisten Bauten im Lande liefert. E». ist. -■ dies ei»» mit den modernsten Maschinen nach. den», nenestei» Staird der Technik eingerichtete-.' Unterrieh, -nie»», den» für di« «Lntwicklung des L,»»»des.: die allergrößte Bedeittung zukon»n»t. Da feit der. Besetzung Palästinas durch die- Lnaländer über 26 HlX), Juden »»'Palästina ei»»- gewandert sind, »vürde die jüdische Arbeit zu», bedeutsamsten Faktor des palästinensischen Wirtschafts letzt-ns. So ist die Zahl der jüdischen Arbeiter von (»Hu im Jahr sys») auf <>2w in» Jahre 1^22 gestiegen, »vobei die relative Zahl der Arbeitslosen dnrcha»»s nicht gewachsen ist. Sjie sehr die industrielle Entwicklung des Lan des, vor allem Tcl-Awiws fortschreitet, beiveist eine Rede desHigh Loinmissioner von Palästina/ Sir Herbert Samues, die er anläßlich seines, vot zwei Wochen »»» Tdl 2l»viw abgestatteten Besuches gehalten hat. Tr erklärt»'. Tel Awüv sei fast nicht »»»ehr wiederzuerkennen, so sebr habe es sich in den letzten 2 Jahre»» entrvickelt. Diese Tnt»vickln»»g, dürfte in demselben Bkaße auch »veiter vor sich: gehen. führte der High Tommissoner »veiter aus. nachden» n»»nn»ehr nach Ratifizierung des Palästina- Bkandates vollkommene Sicherheit für den Trfolgj des Wiederaufbauwerkes' in Palästina bestehe. ' - Eine zionistische arabische Zeitschrift in Jerusalem. —w. Jerusalem. Die arabische Zeitschrift Et Salon», die von dem zionistischen Schrifisteller Dar Nissim Malul geleitet wird, erscheintjetzt lvichxr, zzveiMal wöchentlich. Diese Zeitschrift dient der zionistischen Propaganda in arabischer-Sprache »n»ter Juden und Arabern:^ Die Bautätigkeit in Jerusalem. In Jerusalem ist mit der Errichtung - Neubauten in größerem Waßstabe begonnen den. Während der Monate Juni und Juli den 8* Neubauten in Angriff aenonime», die ftttitt Iüdlftbe presse .Ztr. sa g* LA »Jras^akat»te^lhkw^ d^r Jüdij^eu '^Gemeinde. 'Wählen'Mb P«' pchftiÜMteüyttsächtntunp der Jüdischest Geinel nde Per» ttn' iss U b»ese»> Tageis nach' »voche»illn»gen Verhäiidlüngen zwstchen bvii an'Heu. Wahje» beteillgte,, Partehen. von worwur- »nei- »n 'den vierteln'' Tälpiokh--un^ Beiwck: sten davon Bajith. - Eine neue Siedlung in Emek Jesreel. Die Gründung einer weiteren Siedlung in Erriet Jesreel, und zwar in Jingar zwischen Tel Adas und Nahalal. nordwestlich voi» der Eisenbahnstation Aduleh, war für die Zeit 'nach den Feiertage»» bestimmt. Diese iieue Siedlung soll von der Gruppe Daganiah Gimmel lDaaaniäh C) übernommen werde».. Der von. diesec^jüdstche Listen kleine^ Ssi.nine,,zahlen. Gruppe bisher bearbeitete -Bode,, ümL-jMal»»« E ---. Vaii-eechnet-^ Sicherest.<wi- .hwgestnm W.j ü. Fr* __ _ . a n» J..v oi. J. s t f JiMt .A-a S A lMittm. TWii* QrtkT j, ., - - r nacf; wv* Koi»prv>nihve.reliibarui,g vertreten sei» werden, aufaestelit uilv dex Wiiylkaiiips vermieden werden.' sZiko.s / Di« Wahlen in V-ulsch-Oberschlesien. Nacheiner Msld>nrg im „Berliner Tageblatt" fungiert bei den Neuwahlen in Dentsch-Oberschlesier» als Listenjührer der sozialdemokratische» Landosliste Rcgierungsrut B a d b. fBadt ist ein bekani'ter Zionist.) Ein lüblfofjet Lehrrr verhungert. Lex Pereiii' lsrgelitischer Lehrer in der Provinz Poinmeri»/vcröfjentlicht für sein Mitglied, den Greifswalver LehE.'Gorzewski, der..nach schweren» körfferktchen» öeidcii u»id tiefer Secleiinost'-gestorben ist, eitlen Rachrris, k», dcin 'cs heißt: „Ihn, ifl11 jeijt i»»at)(, denn ein Aeaintonesend/ ivie es tkagifchcr nicht sein .konnte. Hut sciiien Abschluß' gefiinden." Die Gciiieinde Krelssmald zahlte das. klägliche Atonatsgehalt von SW M. Die lkr- . Höhung, wurde abgelehiik mit der Drohung, daß alle Mitgsied'er mi's der 'Gemeinde niistrrten. falls eine Er» tzöhuüg der Geinristdebeiträge gefordert »vürde, »nid erst das Eliislisreiten des. Negieningspriisidenlc» zwang die Gemeinde zur' Erhöhung von 1<10N Al. mcmntlich. Der Verewigte ist an Entkräftung verschieden. Es-Haudclt sich am die jüdische Gemeinde Greifswald, bei der der, Aerstorbeirc als jüdischer Lehrer und vesMftli.ch. zugsclch als, .Wt.usbemuftr ^»»»gestellt »uar. Der Fall wirst:'.eiii. schrkMchxs . .Licht aüf die m letzter Zeit -iimner wieder'betonte ü nert r.ägli ch» Notlage he.r jüdische»» Lchrerschast,'aufdie auch .'in der letzt.?» Zeit der Delcgiei teiftag dex! Zionistischen Dcreiniguilg für Deutschland hingewiesen hat. Die Situation in. kleine»» Gemci:>den, »uo. ei» starker Antisemitis».ius, herrscht. unb wo im übrigen für jeden Angehörigci» der Gerneji.de jetzt der Austritt fö überaus leicht 0emacht »vird. sind.iiaiii»lich ties tror-rige... Das, hlndert jedoch^ nicht, daß. en». Gehalt von 500 M. einen so empörenden Z»»stand darstellt, daß er durch alte Notlage nicht entschuldigt werden kör»»». Es^'wäre dnngend zu wünschen. daß wenigstens der Verband prenßifcher Gemeinden bald seine Tätigkeit mufnehinen kann, um derartige» teistungsschlvachen Genieinden: unhdaznit ist'en Beainten.helfe»».z», köinien.^ . polen - W a r f ch ä u , ti. Rooenider. (2. C. B.) Nach dei» letztest Feststellungen haben 30?» der gesainten Wähler z a yin Po l c n. nämlich 750 MO, für die Lffte des Blocks'der nationalen Aiinderhellen votielt. Für die Liste der Folketislen stiistmten oußerdem 30 000 Wähler, für den jüdischen „Bund'' 60 000. für die Poäle-Ziüst' 20000 Wähler^ Ferner erhielten andere Du» hebräische Lchulwefen ln ftotra. Aus WarjchL»^ prird, uns aeschnebi.-: In den letzten Monaten hat'sich, dä» hebräische S?^!wesen beheutend vergrößert. Ähenwärstg Mit man in Pdlen 250 hebräische Schulen. Bon Viesen entfällt die größte Anzahl -ins die Ostgebiete. In der Woiwodschaft D i a l y st o k existieren 37, ln W o l h >» n! e n 49. Po - tesl e 32. WI lnaer Gebiet 40. in, eheinaligen Kmigreßpolei, 4H, allgemeiinhebiälsche Schulen. Line verhältnismäßig kleine Anzahl hebräischer Schulen besitzt Ä lei »polen. Die Woiwodschaft Krakau zählt. 28, die L c >» beiger 13 hebräische Schulen. Die hebräischen Schulen werden von mehr als 4V00V Kindem besucht. 90ö Lehrer eitcllcn öort UnterrM t. Dl? Schule» leiden noch immer unter den Schikane: r>.<:e(i-.cr Schulbehörden. Wie vor einigen Tage»- igerneldet wmdo, verweigern die Schuibekiörde». i viel«: Gegenden die Erteilung von Konzessionen hebräischer Schulen und scheuen »ich« davor zurück, die aus diese Weise freigelvordenen Sch»>Uokalitäten zu nauirkeren. (rtcmen Der Mandatsraub in Cttimai. _ st a w n o. lJ- C- B.» Der l!,ouisil)e Professor Waldrminas schreibt in einen, Leitartikel -seiner Zeisting „Krr.jchto batjuss". daß durch das ch i >, a u s d r ä » g en der M i>»derheiten aus dein Sejm durch die AimuUierung ihrer Mandate die Frage nicht erledigt ist. Die Minderheiten haben das Recht, anbei, Bol. ierbund zu appelliere»'. Es ist sogar zu erwarien. daß diese F'rage vor denselben kommen wird. Rutzlarid! tig hl.» die Zeistralregierung ihre 5iönde nicht frei, um eine Ktimpaxne gegen die jüdischen Konimiffäre zu .. . rjütjteji. .... «ruppe u,:,v“ rmjo7~Xi. o»lrhT-üto» /‘a.c.aiLt i e^to.,iu»»4iüsttja- >i .SesiN» Di^ Zöhs v Die l l» di > ch - k Ü'N» m l» IIistisch e S xk t i o n Zur Loge der Juden ln Sowjet-Ruhlarid. (I. P. Z.) Ein hochgestelltes jüdisches MUglied der russischen Regierung, dar knrzlich London besuchte, teilte rineln russischen Freunde interessante Tatsachen bezüglich des jüdischen Lebens in Rußland und der Ukraine mit. die der ..Jervifl» Chronicle" veröffentlicht. Darnach »nüffe 'ein fcyprfer Unterschied zwischen Sen» jüdischen Leben in den beiden Ländern gemacht werden. In Rußland und speziell in Moskau, wo jetzt 200000 Juden leben,- genießen dieselben nicht nur volle Rechte, sondern machen auch gute Geschäfte. Es gibt viele reiche Leute unter ihnen, deren Wohlstand betriichrliche Summen selbst iri Pfnnd cdcr in Dollars aus,nacht. Während in Rußland die Juden nicht kn den Hunger-Distrikten wohnen. habest die Juden ist der .Nkraine unter dem Hunger.und Maffakern zu leiden. Der Entscheid der Sowjct-Regierung jedoch, die Pogrom-Banditen als Mörder und nicht als polllifche Verbrecher zu behandeln, hat es ermögllcht. sie der strengsten durch das Gesetz zugelässenen Strafe zu unterwerfen. Solche n Maßnahmen führen zu ihrer allmählichen Vertilgung.!|l Der Wiederaufbau' in den jüdi'chen Ortschaften sei be-!Z teit-3 im Gange. Der Sowjctregierung mißfallen die Mcthcden dejüdischen Ko»n»niffaria!es und sie widerfetzt sich der llnterdriickung jüdischen Kultur- und Genirindclebens. für w-lche die jüdijüien Kommiffariate allein venimmorllich sind. Ihre Tätigkeit mag in einen; späteren Zcitprmtt unterdrückt! werden, aber gegenwär % I il ru erhält die cu. 2n auf gepachtete,» Bode» in Geönii'' bei *'1»'o'u>1»o beitet. Außerdem enstieren viele Reivuzo'lh i'kft iiisaeianit 7,5,> > Aiitaliedern, die im' 5-oinmer sich gruppenweise aus dem Laiide verdinge», um im Winter in der r-tndt zu arbeiten. - -42 Thallizin» arbeite» kt*.» auch in Memel als Baubandiverker. Landivirte »»nd als Fischer. Tie Toopnanven »st-nießen überhaupt einen anten Ans im jüdiistt»» klebe»» t»ita»:ens. sich z. B. eine Schneider»-»-Tooperatiee. Mitalieder ba». nach dem Urteil ihrer (eiier sehr anl n»d vbne jeoen Verlust. Tiefe S»hneider-Tvoperati»,.- allerdings ist von besonderer Struktur: aearüiidet vom pivsessionellei, Brreiu. dem prinzipiell auch Nichtjnden auaebüreu. mid i-oi, j/jm einaerichlet. sind die Arl'eiter in dreier kooperative aewisseriiiairen An,».-»'»eilte dieses Dereins. M.'N-- cherlei Säiit'ierigkei!--». die bei »»eiiassennh.isrUche» Bersncl'en aridererorts. a»cl' in Deuttchlaiid lil'tin'itidr» ii'.ii-i'n. sind ko gelöst. das: keine all di.-ser .^iiiriä'Inno.en 7-abr.-» I'ettel'I Daneben keniieil VVivii! und e-.i-e Ariel Zentrale. Ariels mir iV ieltt» zu merkenswert in langer als »eit ii'ir .-tuen lumitim B. rem und eine die <astt,ä.-»->- »nd Fnbrleute in 'ogenannte ii«rk>»»»pt.e»i. die sich' all.-i-dnias »»'»»»»neni.l'ließt d »ffeist'anä rein ^-irtschnNlicheii T-rüuden nur «emeinsani verdirigein - Das jiidische Leben A»»»»,as veziv. Litauens hätte nicht in dieser Weise aufaeb.int wer den ko»»«»,, beständen nicht die beiden jüdischen Banken: Tic Zentralbank und die Bolksbank. Nur die lenteee habe ich aeiroü keil»»-*» gelernt und von »br inöä'te jch berichte»: Die Dolksbank »vurd-- vor 2 Jahren mit den: aeringen Kapital »>o > ä"i>»>,a.— A»a»k ans aeiiossenschaftlicher -Basis nach dein Dorbilde der Deutschen Darlelrenskass«-», i esiei» Schulze.Delitzsch) aearünder. und ael>ört beule zi. >>en größten Banken Litauens Ihre geschäsllicl'e fro-verität drück» sich aus in bohei, T'widenden «»>»» 00" .,, die sie /,«l>len körmte. die jedoch dem A'eiervetond und der Hnnaeruden in Außland zuce »i'irsen wurden. Nack« der Aniicht ihrer Leiter gib» es kann, ein iZeschä», in Aonmo. dessen Basis »ich» mir dein «Heide dieser Bank aestützt »vnrde. ' Fortseinma solgt. Portraol Dr. t.oinemann. Au» Samstag, de» -I. ds ' :s. sprach in, Saal der Fraiilliirter Loge Herr Dv.;ei l >. s»--ii etiiaiili. Bre--l«ru. über M »»s ch e den M e. i »> r n, n-nc Periönlichleit | lind seine. Bedeutung. Der Partragende hatte sich zur Ausgabe gestellt, an Mai.nuni einen Weg-zum Jiidrnt»»n zu exeuiplisizieren. Jehuda jjulcut) war der clnjid,t. daß nur naiver Glaube zran Judentum führe, und baf: allein das Gemüt das Mediun, dirscs Weges sei.;ü Maiurnni zeig: nun in der Synthese zwischen Bcnmnst ' und Glaubei', Rotioualismus und Metaphysik einen anderen Weg. Diese Synthese illustrierte der Bonrugende an Mai- Ä »»Mit als Aristotcliler. Arisiotellker der Endresustate .ui. d der Methoden »:ach. Aristoteles geht von dem -s Sol; aus: das Ganze ist »riiher als der Teil, nur aus der Idee des Ge,»zerr heraus ist das einzelne verständlich: H ditsrs cii?zclrc »viedernin ist »»ich» Teil, sondern Organ, -s» d. h. Werkzkug des Ganzen. Bon hier aus erfolgt die .visienschaftliche Nanirbetrachtung. Der Aristoreliker hat .jz eil e vierfache Aufgabe: Materialien pr sammeln, sie zu a r d n e»». zu durchleuchten und p» begründ« n. Das war auch 'Ausgangspunkt und Weg Maimunrs. J»> diesem Zusammenhang sprach dann Herr Doz. Hei- '8 nen-aim über »eine Sclluug zur Ph losophie. die alinohnLische Agitaiian, die 13 Glmibensorritei. die Mischneh?r H ora und den M»*rcll netvuchin:. k Der Bvrrrag, der durch »visjeiischaftliche Schärfe und °^j