Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 32 (3.11.1922)
- Date
- 1922-11-03
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Tbc, i osuvr,ite-derKr i*. v WMWK'L- Ästen eingekeitet. T. .._.;49Cfet»obe'Galeekt ben L-'DUWWÄbH! in:iO0efeUfrfjQfroon «!nigi!N Krakauer 4 ÜM«gx«n; Wa.'M um WWD-WZWmMünKltzye«. .Aufrufe» an die poliil- MWch.e««schqft getzesi den-Block der nationalen MindjHelW zu bewegen und die Äüdenschaft. aufzufordern, für'die Listen derStantsun(on einzutreten. Er ersuffjte ihn auch, ihm einen- Brief an den bekannten , W u n d e r r a b b i von. Kalvavla-Gura mit der Aufforderung zu geben, sich -für did Kandidaturen der LZtähtÄiÜoy einzüsetzen. Wie-verlautet. 'oft. der Beizer K.. RaL'dine''ahtehneyde Antwort erteilt haben. Gglöckt AvMuM liun, "äüf ünrwegett die- Dudenschaft für die MWMinion zu gewinnen.'ÄMeden Fall ist es inter. WWchDM der WöiGde Malecki. der seinerzeit der MWM-Pprtei beigeDtenM/aüf einmal: Versuche un» MÄWm^' ^SädNWMeZMd' etgentz Partei be- WDwHnde Gruppe M'gewlnnen. In-mehreren Etäd- ZMen^hüben:. FünktivnW jderMäätspolizei den Duden LUMMSchikaneNvgedrM-'.fMs. sier-die jüdischnationalen WMMüNterststden würLen4M?einigen Bezirken ver- Agitatoren, zu inter-, Vertreter des.'jüdischnatiö« MMWahlkommissär hat be- WM diese Wetzwidrige Etnrnifchüüg von Staats- ^ßnWikyiWn--Protest eistg'elegt und die sofortige Ab-!t:^st«MWchieser Mitzständ^vtzrlängs. ^MDMHheureWe" ProtzrammderNattonaldemokraten. WÄWMrWau; 16. Ottoh«:.(Tel.ider ,Mr. Morgen- - NatiönalhWLkMische Partei erließ einen-: MKlWMWDn--em sieiytz Programms festlegt. Unter die 'ongste-Kooljtldn mlt Uankrelch, die MZWM^EM?-äaten- BeziehMgens mit der kleinen Enp: ^WW^WWbaltischen Staaten vfiimte die Befolgung Z: )W«WÄWprochenen Friedenspolitik yerlängt-^Ferner -r-'^-ciMWEHWÄla-e ihrer Politik die Stätküngder -Ar- -WRÄttffWMchaffung einer rationellen Wnatqpolirik. die' LiüfMüng der Rechtsordnung und.von Reformen., .tzWbhrt des Ackerbaues und der Arbeiterversiche? iHWsonderer Berücksichtigung ^undFörderung, When Gewerbes.ünd Handwerks.verlangt Als-7 nikt ihres Programms wird Liff Polönisierung MD der . Städte aufgestellt. Sodann wird die Sicherung WWyDabtlen nationalen Mehrheit im . Sejm und die U^MWlung der Machtstellung der Juden und Deutschen ^MMWauptziel ihrer zukünftigen Politik im Sejm be« iet .-'7 ktzUaH jüdssche Abgeordiäke kn Lektlrind gewühlt. .. WDO,' 17. Oktober. Gel.- ch.--,Wr. Mörgenzettung") letzten PattameMwMMHnd^er^üdMeAb^ Ziom.mus. Daß sich auch hier exltvine und - radikale 1)»bräisten befinden ist selbstverständlich. es . sM nur mit dieser Partei eine Tendenz an§ede>ltet werden. -Diese verschiedenen Richtmisen. zu denen noch die in der Aguda vereinigten ortbodoivn Ge. -nWstsck,asten gehören,' unterhalte» je ihre eignen und bttberen Schulen. 5e> kennen mir die Ugüdlstische,» 'Volksschulen. --nnstisei'en velksschuien. ätsid die Volksschulen der sogemnnike» tiniturliga. ' dÄstnd diejiddischistischen Botksschnle», dazu komme» -je zionistischen Gymnasien. ° Die Lehrkräfte sind an manchen Schnlei, nicht iminer die Vesten, es- Zi fehlt a« wirklich pädagogisch gebildeten Ate,ischeu. hier, wie in allen anderen Berufe», steht mm, es oft. daß ein Dlensch sich für eine Stelle bewirbt und behauptet er werde das verlangte leisten, obwohl er insb.-r in einem ganz anderen Dernfe tätig wc:r. weil man gerade keine andere verdien,tmöa'ie-'p.it bat, bewirbt man sich für eine Sr teile nn .>e, daß man alles könne. Das Gefühl für eine stete und konsequente Arbeit fehlt, so wie auf einem ganz anderen Gebiet das Gefnvl für eine dauernde Ordnung mangelt. -.Ilcm kan» z u« Jüdisch» pnffe lMBKdem (Zwei vom veteinMen'D!' WMMonisteniund die jÜdischen'Pe^ geordNt >iioWm'UngHMn,- zwsi vonder' Agudäh.) Dle'lett-' ländtMAj^MsMst, Letz ihrer BeyLlkerüngsstärte zu- ' folge' HstidMeMneun -Mandate zukommen. ha! diese- NiedeölagEtpiolge' dex Zersplitterung der jüdischen! PaHfen öeh'den'MahleN «Ment Tuch der Beiniihu»- gen des jüdischen Äahlblocks, auch die ..Agudah" siltz einen EiittrÜt in denselben zu gewinnen, haben die AgudahfÜhrer.da« 'Zusammengehen mit dem Wahlblock abgelehnt. ■ -; Litauen wllna. St ff hilf che; Su bsidien für jüdt fch.e Sch chko n.-.'V.Oer-'vW^rüier Stadirai beschloß in seiner letzten^ Sitzung, den 'jüdischen Schulen 56 % von der j Höhe jtzNer'SubfibiM zu gewähren, die de» nichtjüdischen Schulen Mührt werden, . njnar weniger reformlstlsch. aber mehr national be«', tont sein, als die bisher,existierenden Rebbinersemtnare. Dr. Stephan S..Wife hatzein» Reihe jüdischer -.nd nlchtjüdlscher Gelehrter als Lehrer für dos ne«.' Institut.' ver pflichteH so u. c>. Pwst Richard Gotihr - von der Eolumbia-Nniuersität. Prof. Israel Abram» aus Ettg! lai'd. Dr. L. Turow aus Palüstlna und Prof. F«K Perlis aus Körrigsberg. . . Sekticrerei ’v. f Sfe^S^oflaoicH Esttz MM» I SchÄdtzymaaflüm in 3ugoj(aoien. ■ Die,>juWavtsche Regierung hat die Eröffnung der erstes WschM. Parallelklasse im Staatsgymnasinm ln .SubbkiüeaAMojwo-sNq). angeordnet. «Unterrichtssprache für ülle>:jliWhen! Lehrfiicher ist hebriiisch. (Ziko.) , . . Die Orienttonferenz. Londons W. Oktober. 'Wie das Reutersche Bureau ausHMtWkopÄMeldet. wird Jsmet Pascha an der MtzeMr^kematWschen Delegation zur Konferenz nach- Lausanne abreisen. L'E- ' i'r Mesdpotamiekl - Ein russisch-persischer Vertrag. : LoMW^Wtobetz Die .Aimes" melden aus Riga . denMbfchlüßMnes Vertrages Mischen Pörsten und RuMnd.Mlmqch ha.be sich Persien für den. Fall eines englsschD-usfischen Krieges.verpflichtet. Lest rusillcheü Mübpen den.'D.ur-ch n^a r s ch durch persisches " ^iös^Wnem Angriff;üüf. Mesopotamien zu gestat- Sin neues Rabbinerseminar. Am 4, Oktober würdtz-in Newyork ein neueL-Mah- : bineAeminar'5erösstret, welches der, Namen .Lüdischü - und das Ziel verfolgen. *'iur uuui’iiiur . für bei'ondere g)wecke linm^r^beionvere 0-uVen. ieoow eine Ilvanbe für l.nrfenöe Aweeke ilt sti'wer;» erkalten 'Tiefes Grnnög»iül'l. oter wem, man n"N dieser Grund »lange, bokumenttert sich »"f >o vieler lei Gebieten, in öer piink,lick'kelt ,\.l\ st-ben. bei verabrevunge». bei de» «„«Innen .Uahl« ikite». dir n, in'r'ltneöeiren .^e:<e». >eöe„ ^-ag anöers ,,u,.r» <>eses Grundgejübl. dieser Grund „lange I öoknmenr,er, I'ch au» b' v'«er le ' ' .... I . erngenomme» werben Ls druekl ilü ualurtlä' rin'ein» große wen» .mo. »"ö i>1''».-.ngile,» .»»7e uiui'tu irusl' iVIm nv'M :.n tiiim'M .i^ornVuuiu; roU\t>. NoMWiMWWWtzMm. L'Me. Präsident der JnfMtSs.Mv'.W:. -Mannte Reformrabblner Emil G. ^iMM^MÄM^M^Heißt^wIrd^das neue Se- 'Aus Bratislava (Preßburg) kommt, die Vk-rchncht. daß dort agndistlfche Rabbiner Beschlüsse gr?a^: -,al-en. die darauf hinauslaufen, alle religiöse, na- . .»- ö gcsell'.chastliche Bande zwischen Agudisten u Zio. isten :rsp. MIsrachiflen.zn zerstören: Das von ünem misrachistlschen Schachet geschachtete Neisch wird für .Ae» wela" erklärt, der von einem.Mlsrachiften berührte Wein wird Refech, und die Eheverbindung mit M.'srachjst«r ' wird untersagt. Diese Beschlüsse, die Mar von einem; an Zahl und Bedermmg nicht bemerkenswerten Bre^ mium gefaßt worden find, scheinen uns dennoch, ge» eignet, die Ausmertsvmkeit jedes Juden m hohem Grade zu erregen, weil hier mit erschreckender Deutlichkeit wie« der, einmal die letzten Konsequenzen des Austrittsge-- , Kantens und separatistischen Hasses grell beleuchtetiver».. den. Was hier gewollt wird, ist etwas ungeheuerliches:" . Zior ipen, dys heißt. Menschen, die mit Liebe und Hiu^- geduyg seit Jahrzehnten, für das Wohl dss ,geraten Judentums kämpfen rmd Palästina so erstrsttön'HäWt', daß manche Kreise der Orthodoxie plötzlich ihre Liebe für seine Neubesiedelung entdecken konnten. Mlsrachiften, sie diesen Kamps Schulter an Schuster mttkänMterk^- rmd im Sirme der jüdischen Tradition, des historifcherr" /' juarschen Nationalismus leben und wirken, die großöm,-.; Lahingegangenen Führer wie Reines f. Ä. urüpZWD^s mia Nobel s. A.. die unter uijs weilenden GeValM pe^ - alle selten, wie Getauste behändest werden,- nrirk schlims-tiurr noch, denn der Wcin.-ffen 'der getaufte (Jude rührt, wird jn nach. der Halacha nicht einmak-:HiseW.^ Was hier-' geschieht, ist Un" Derbrechen. - waSMM itz^ europäischer - Terminologie allSin mit- HpchoerrÄ^bM-: zeichnen kann: es ist gerade deshalb ein'Perhrechen^ _ - weil wir keine staatlichen Zwangsmittels häben.>ffertb Hücho/rrrvt zq bestrafen und weil, das JudenhUnHseit^ - äüf dem mnerlichen. auf äutzeiÄ»r'"Wchz^HMMM üüd es - keinen gefährlicheren Angriff Äbtbfew* Ausschließung eimeluer Gruppen. Sektier§rek ist immer der Ausdrrrch'p, angelnder nationaler BerbMcheN»- heit, tiesiter Assimilation. So-war-es bei den KärffeEE so wenn Großes mit Kleinem zu vergleichen'ÄlWH ist -- ist es bei der Preßburger Aguda. Denn etchasF Kü'iües ist es wirklich, wenn sine kleine Gnchpff W°Ä brkannier Rabbinen sich anmaßt, die Kriterien der-Zn- 's gchörigkeit zum Judentum von sich ans neu besümmen Nl wollen. Lehrhaus. : - v* ’ Las> vMe Lehrjahr begann mit dem Kursus von C r n^ft Ä-i rUU N über jüdische Geschichte in der neuesten Zeit. , Diö..pDtsichen.Efvignisse (von Abraham Furtatj^ bis WMi.MiiMa«M. waren das Thema der ersten BorlWg., ÄnteÜendMgte der'Redner, es sei eine Sesthlchtsbe« trachtu'nh mögÜch' eniwedsr von der Ausnahme oder von der Regel her. Bet der ersten Betrachtungsart stelle sich das Bild der. jüdischen Geschichte im Mittelalter als Marchriologie und Literaturgeschichte dar. während kn Wirtlichkeit nicht Marter auf Marter folgte und ganze Landstriche lange Zeiten hindurch von Verfolgungen verschont blieben. Freilich »erspürte der nn'tielasterliche Jude infolge des starken äußeren Druckes, der auf ihm lastete, außerordentliche Leiden, stärker als wir. Immerhin war der Jude - abgesehen von der Wirtschaft autarkisch und ohne Nationalgesühl für das Territorium, auf dem er lebte. In dieser Situation traf die stai^ösische Revolution die Judenheit. die gerade in der Zelt den streit Mischen Sefardim und Aschkenasim erlebte. Mit dem Augenblick, da die sefardischen Juden von Bordeaux sich an die Nationalversammlung wandten., hatte das jüdische Volk ausgehört zu exiflieien: es muhte neu gegründet werden. Der Träger dieser ersten Phase der Emanzipationspolitik ist Abraham Furtado. IWß wurde die Notabeluversammlu, g nach Paris von Napoleon einberufen. der selbst varbermd in entgegengesetztem Sinne, aber ohne Kegen! ,ebe der Juden d»' DerwtlNichung des autonomen jii' '!>?» Palästina r-er'ncht hatte. Furtado war der Prüsid - d> r Rotabeln- Versammlung, die ihre erste Tagung an Schabber, abhielt und mit ihm zugleich auch alles rderr Ji'idischc preisgab. Ler Jude als einzelner wurde erlöst, aber nur ab; einzelner und indem er auf die Erlösung' des 'Lolkirs( verzichtete. ' Die zweite Phase der Emanzipation. ist durch die Persönlichkeit Adolphe Erümiruxs und feine 1866 ge°- gründete Alliance Jsra^lite Noivelsclle gekennzeichnet.' „Alle Juden sind Bürgen füreinander" waren Leitwort und Austakt dieser Politik. Sie manifestiert sich anläßlich der Vorgänge in Damaskus und de» Berliner Kon» g!.'«sies. .Aber: Crömieüx hat seine Kinder taufen lassen. Ihm war das Judentum eine Krankheit, von der man wohl heilen, her man aber niemand mehr aussetzen wollte. Die dritte Phase ist die Politik TheodorHerzls. des assimilierten Jcurnalifien. den der Dreystrßprozeß zum Bewußtsein de, furchtbaren jüdischen Lage brachte vyd ihr in ganz kurzer Zeit den ..Judenstaat" schreiben ließ. Und setzt begiintt ein Neues: jüdische Politik, getrieben von und für Juden und vor dem Forum der gon.;en Welt. Lloyd George ist in diesen Tagen gegangen. Wie Hütte der Weg jüdischer Politik weiter zu führe»? Herzls Pol'tik eines formal nattonalen Jnternanonalismus Hort? leinen Raum fiir die .Lüdifchkeit": sie wußte nichts von der religiösen und kulturell?» Judenno!. Uganda. Herst-? tragischer Moment, brachte den Sieg des Jüdischen: das Staatliche t :tt immer mehr zurück. 'Auch der geisligc Ngandismus wird nicht weiter leben: eii: Zeichen dafür s> i Chasim W e i z m a n n, der Jude Pinik. Die E-rticheidung. die zwischen Ost und West g.-lrviien wer>r» »mH. wird, so hoist und glaubt kc' Redne«. «»-: llii orduniig der Juden in die astatische -Niil'eriam'li? --ihre i. ,^.ü» Schluß n» de b' i»m der Zion>sinns habe de.ii jüdische» 'Volk bislir- ,-st da - K.-iubl der Rormaii!»l znrückrrobert ein Boi'. ,v *c n wie ulte andern