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Neue jüdische Presse · 1922-11-03 · Heft 32 (3.11.1922) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
20 (1922)
Issue
Heft 32 (3.11.1922)
Date
1922-11-03
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sc «cf -I ttcuc ^iidikc»- p reffe ilr M Dkl» nwljre Gesicht de» europäischen Nolivtiolismu» wird durch dc«> Fascio in Jralion wieder einmal enthüll». Abenteurer und mißvergnügte Militärs., ehrgeizige Diplomaten und Politiker haben sich zur Jnteressengcmeinschast mit der reaktionären Industrie zusammengefunden und. sind, mehr als sie ahne», lediglich Funttlonare und Beschützer des großen Kapitals. Wie die Konsotidierung der Monarchie, so wird auch starre Uimachgiebigkeit in der Reparationsfrage auf die na-, tionole Flagge' geschrieben. Es ist zu befürchten, daß der Sieg der Faszisten nur Len Auftakt zum Siegeszug des reaktionären, arbriterfeindlichen und — last not least — antisemitischen Industriekapitals auf der ganzen Welt bedeutet. Wir Juden haben allen Grund, uns diese Lage zu vergegenwärtigen, die Folgerungen für unsere eigene Politik nicht zu vergessen und nich! wie Jabotinsky in schlichte Gesellschaft zu geraten. Realpolitik heißt für uns nicht der Kampf um die Macht, sondern durch die Macht um unser Recht, unser Recht, das zugleich auch unsre Pflicht andern und vor allem verwandten Völkern gegenüber einschließt. Die Auswüchse des europäischen Rationalismus sind uns eine Mahnung mehr, uns auf die Eigenart des historischjüdischen Rationallsmus zu besinnen und ihn in-seiner Eigenart und abgrundtiefen Verschiedenheit vqm eure* päischen ..Nationalismus" zu erkennen. Vielleicht hätte rnan doch über diese an sich unbedeutende Angelegenheit, die "uns nur als eine typische, - Illustrierende interessiert, schwelgen -können, wenn nicht der .Lsraelli", das Organ der deutschen Trennungs- : orthodoxie, dazu eine Stellung eingenommen hätte, die als außerordentlich bedauerlich bezeichnet werden , muß. Er »nagt es nicht, den Pretzburger Treibereien ein entschiedenes Rein, , ein Halt! zuzumfen, er wagt es auch nicht, sie zu bilügen und findet für diese.llngcheuer-. lichkeit, die bei jedem Misch Fühlenden? j>äle:CHipS* rurtg herooyufennnch, nur ejn verlegenes fich^HW; ^ndAMt^eru Zwar „mag man Kbor-dieSchlüffig-! ^'keitdesMei^zu'GrundelregendenGedankengangesden!- dey «lemanchill; — abeir nicm -Wt hier oyrSinem? Mt -Mlsch-yationaler LebeGhetatlgüng > HYW! ternd«Trachk". And «evechM^AMWWWM: xMi ift. MMex Mssrachist-Fn dW-TschMiWOvakel'' KKEWWW. W -byuMen sei, .als halte er selbst die MdAUöstDÄ^Äne Privatfyche — wir möchten uns > ÄrMp! kein Tlrkell - edinchen;; Wie dvrl.Iber7.auch -sei, :4»fc; fSranfgre vonfDratislavä; verdient- Ümlgİ BerstÄtdtz:Ms sind versMdkisvolle Mtchigung." . 7. ^, - > .. 1' Wir können die peinvche ^Situütion chks .LsrcieWverstehen, in die ihn seine Preßburger Genossen zersetzt hül-en. Wir "erwarten aber, daß chie Agrchas Jisroel tz»W Mt, IZ^HeMchMMZM^DMüchtungen - ' Völker, hinzu zu gewinnen sei noch dasÄefühlder AusenoGühett. Man hat die Assimilation — so klarißdie Vorlesung aus — oft mit dem Gold verglichen, das ' unsre Väter aus Aegypten.mitgenommen. Aber vielleicht ist aus diesem Gold, das goldne Kalb gefertigt H'-worden.— Si " Ln die Boüefung schloß sich ein Seminar über Herzls MTogebücher an. ' Wir werden auch über die anderen Vorlesungen c v. des üthrhausee in den folgenden Nummern berichten. 0 ' L. L. j-’ft — Jüdischer Volksmünd. Ein jüdischer K aufnionn, der viel aufs Land kommt, :y wird von einem Bekannten gefragt, über n r« er denn immer mit den Juden dort rede, die zwar alle ihn keimen, die er aber doch unmöglich einzeln in Erlnner«-r g behalten könne. Er antwortet: Das ist sehr ein- K . Ich frage: „Haben Sie sich wieder mit Ihrem ir -wager ousgefvhnt?" — und da» stimmt immer. ck Joffel wird gefragt, warum er am Schabbos gefahren ist. E» antwortet': ,Lch Hab vergessen!" Man fragt ihn: „Was Haft Du vergessen? — Daß Schabbos war?" — „Nein, da» Hab ich gewußt." — „Daß es verbuten ist zu fahren am Schabbos?" -- „Nein, auch das Hab ich niiht vergessen." — „Also was hast. Du vergessen?" — ,Äch l-ab verpesten, baß ich bin o Jidl" * Man klagt Jankele. den Fuhrmann, beim Rebbe an: . ^äenn er dawent, schnüert er dir Räder!" „Relck7, > .gt der Rebbe, „Jankele ist rin Ehostd, wenn «i7 die Räder schmiert, dawent er." Kt* 1fr«' KaiMer^arfrn Müiiüter-fi tmawrt. mm'** mm* W^»M MMWW>W>»WWIWWWVE»W>»MWW»W«>Sas» und v-. allem ihre Jugend diesen Angriff auf das Judentum mit aller Schärfe zurückweifen und der Thora diese L „nnde ersparen wird, denn hier handelt es sich nich« rmi einen „Schofarruf aus Branslava". wie der ..Israeli»" diese Beschlüsse zu nennen wagt, sondern m» eine« schrillen Mißto», der jeden vor der drohend-» Gefahr der Zersetzung dos Judentums warnen sollte. Kereo-Hajessol Große Spende für den Keren hajessod. Ein nicht genannt sein' wollender russischer Judo hat währenh^eincs kurzen Aufenthaltes ln Bekliri durch den MerkaWier ruflischen Zionisten dem Keren Hasrstod einen Scheck auf 10 000 Pfund, nach dem heutigen Kurse also über 130 Millionen Mark, überreicht. ' (Ziko.) Die Keren Hajestod-KastW-ne ln Mesopotamien. Der Vertreter des Kexsrj Hajessod, her nach seinem Eintreffen in Bagdad, de»» größten'Schwierigkeiten begegnet ist. ~ selbst vor Denun-iäüonön bet den Behörden, er wäre ein BolschechUMrMe yiyn nicht zurück.. - hat durch seine Mbemshle -.Wlg^it dem Keren Hajessod ln MosypostnylWyWWsN»yd.e -.gewonnen. Besonderen Eindruck Ws HeMgyer chachte sein Empfang durch König Fqisu^MMDscheyMtgh' Eommis-- sicnor, Percy Eox, wie) auch seihe Bestechungen mit zahlreichen englischen und. ykhbischen BeaMen in Irak. Ein Schreiben KLM Füisül?-ordnet an. daß ihm bei seiner Tätigkeit reine-Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden. Ein Kxre^ HgjW^Kornitee wurde gellaben Sie .schon Ihre "Keren-Hajessod-Pflicht erfüllt!? s HU« Keimen,,, Äufklärende Siiriften;sTnd'iim-vjkereh7liajes8oti'Bür<3.' WWW»W8W'^ "• ■, Judenheit.elnenIhrer.BMwzuWxMMetragen.-- M e i e.r Selig ^EWd^D^EA^FWKg^-Sohft d-L unvergeßlichen.4nd.GWM.sMMM 'ch o lh,> schmidt s. A>, mußte. kaMMWMMsMGELe. den scheiden, das er sh schk^gWMMjWüMN je ein Traditionesi gepflegtund _r,^..u. _...... ^.WDecheinte. Wahrlich, ,es war ytcht, leicht,' däSMMitzW Selig Goldschmidt anzutreten,, MlMayne^^ dMnMi.erp im Tode seinen PlG nebeftSÄMfWMAMa^l H i r s ch s. A. hat, der vtelniehk WMchchesHAW^llsgtes Leben. lang als in diesem verkörperten Ach^lÄDch^E^KHch/awGchul'i^ chan dienen durfte.' Aus dem'.chufld<rvollen'' Buche. düs de, nunmehr HeimgegänMe de>n7 AndMen feines über alles geliebten Vaters'gew>dchet undWrch das er sich selbst das herrlichste Denkmal echter Wischer Sohnesliebe gesetzt hat, tritt uGbi:.edle . ErWinung des ungowöhk-iichen Mannes p^süich. gosorpit vor Augen, aus ihn» l.-riitzi, wir aber ahlh'den Lt-beGiveg des einzigen Sohne» verstehen. Wütig, voller-.: Gyttvertrauon und Zuversicht trat der Sohw in'd!e,Lu'ck.e,llüe der Tod des Vaters gerissen, die zum. letztvn Atelyzuge dessen leuchtende« Vorbild Im Herzen^ pndags ven. Lippen. Mit leidenschaftlicher Liebe hing er.-ber'J«raelitI-. s ch e n R e l ftg t o n s ge feil f.ch a ff ,an deren Blüte »ich: zuletzt der Vater entscheidenden'Anteil hatte, an; ihr Wohl und Wehe hing ihm am Herzen rote das eigne urb das seiner Familie; in ihr ulch-ihren. Institutionen sab «.seine jüdischen Ideale verköM!rt,.,lhr Lob vertündete er, in welchem Kreise Imme^ er stch befand, ihr — In erster Linie — ließ er seine großartigen Stlftungen zukommen. Der herrliche Araun Hakaudesch, nicht intnder das prachtvolle Frauenbad werden noch spä- Rieder s Meclianische!)riioklufi<Teppich-Roini()ung. ll(>riM‘r 14U TH. IIiiiimh RfSt hOWilllVl*-'»*’ - IItt. l 11>.Ir' N-l!ktlIli.»Dux testen llieiMlechlein Kiiii.de geben von de: lii'be dies»» Aiannes ,’ti sei,»lst:,neii.de. Tianernd sieht die Jsnnliiiiche Netlgivi'sgeiellichas«, deren Aeiwaltuiig und c?i ,*,-li en Kf»»»issivi,ett er viele Iahte treu gedient hm, i'ii de.- Bahre-dieses edle» Lehnes. Doch nicht allein .1 die Gemeinde iu'ti nuert ir Meie: Selig GoldschiMdt ,s einen ihier Beste». Zahlieich sind die Vereine und slilntivnen, di« in ihm den treuen Mitarbeiter, den 4 ein!er and Helfer rerlieren, bei jede cininal iibcrnoininene Aufgabe mit hingrbender Pflicht!»ene erfüll?.-: sie alle merdei. ih» Nhineizlich missen. Allein «'ine Institution hat mehr in ihm verloren. Die Jsraeliti. f dj o Volksschule bei lagt im Heimgang Meier Selig Geld'.chmidts ihre Seel.'. Dem Vale«- und Begründer das Lieblii'gstind unter ieir en Schöpsungen,. wurde sie dcm Sahne zum helligeii Vciniächinis. «'.n dessen Haltung er bis in die letzten Tage hinein mit der ganzen i; ffiliit feiner Seele hing. Es -dai-f heute, ausgesprochen ji werben, daß das Foltbestehe» dieser segensreichen un-, 's enibehrlichen Lehrstiitte von Taurch im deioch-erez, in,! der triiben Gegenwart sein ausschließliche».- Werk ist. - Tausende ehemaliger und gegenwärtiger Cchüier<dieser--1H Anstalt schulden ihm Heißen-Daak und morden ihm ein l ti eucs Andenken bewahren. Allen, di? ihn 'in. sei.iier. H nimmermüden, rastlosen und aufopfernden TölEgksit lur ) seine Volksschule beobachten und bewenden:.dürft?n, weiden daraus Kraft und Ansporn zur Fortsetzung ’ei*'} nes Werkes schöpfen. — 7. Meier Selig Goldschnridt mar eine, sonnige FraMi netur, die Gott und seine- Echöpftingen liebte wie r.tzrDi' einer. Er. halte die seltene^Gabe. wahre Fröchmigt-rDi, Gottesfurcht ynd hingehende. Gl«mb«stÄkMr-.WMö.MK^ mit der Künst zuverbinden,! Schöicheit inGeWx Därytz r auch immer, zu genieheG Neigung undWeruM^^ ihn. zur: BeschGiguG^chitderbildenden!^ÜMAM sich in. die-'unstervlichen Merke der großenMoMtW" Zeitenliebepoll-'veefenktz 4r hatifo bewundert, ist; ihr eri.^SpMeü üelegeyUiMhMM fühxten, yiit GeMMM^EiMisäMMj zückten Worten zu lauschen. vylleErscheumüg:gGaM?tzdie-?Herzenf;älle_ sMdWMW'er-.WMDerMWeMMiMgEsWWW zen» utib des!MWMGtgegeWkG,D^chnHÄ!? - Stölz - MfsMHWWWWMWWWMEW .Sein offencs->Hrlich^;;geraW.M M" e.kschütternden'I Bild -de?' VeMhMWhKiMWM Lichte-rrstraHWMMqß-WMDMMs druck,. chab -MyW in sechtzin.Mn?fMWMWWHlW ich Nainey' dWVMWMchMvVlle Morh Dang .bestatz?MWZyiW.Me . Mel r Selig WMWMtL.s» seiDMSi, MÄ seineru,wergößiich«fn/DWH7s:-WWW.AW MLnner sind!!mty- WG's.VM.bf'!-wer8enÄUD Thron - treue FttrsprWWKM ftir. die .tsMWiatz Itn, die Kind« »»ch Israel. t. -;c, ir- .! MAMhESHMZZZ HiihunmilleriiiitriiiiHeylg;';?• - * * - 8p»illiri'tilt:v , AnanasxTT^rtciiein und Praliäül^s f 183517

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