Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 32 (3.11.1922)
- Date
- 1922-11-03
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Ir: , ui '.i.iiiu: S.iri: eiwe >.l i.iiur ui d »> wild.» mim ii.iui dnst um nullt um 'iv'intPc lind. ’igi: li.iv, II das Wer!» non Per enpli iili.'ii :He»iei nn» in 'mii.'iu und um uut1).:i non piefi’in tHedii in Per Öniinu|iv.iiniK'iranc eniftbnf; (Bcbinnri) nnidh'ii uuniiii. Wir iii'V uidit nur „Schachfignre'i" filier iimiiiu cmUiiricn Potirit. ionbcrti sind dif Sie priifciiinrtcn eines 1-1 Milliaiieiivoli?-,. Wie werde» Ci’ll'fnitiMpc Politik machen unb biref: de» Weg zu miü'ie» arubischen Stauiniesgeiiosieii rinden, denen wir zeigen werde», daß wir uns solidarilch mit den arieiitalild.'e» Avike. n suhlen. Die Engländer si id zu llug. vin gegen ibre Jmeresien zu eerslos'en und deshalb wird vorerst keine meseri'Iiche Aerändeeniig der brmschni Palästiiiapolitik einrrcicn. Wir glauben bei aller Wertung der eiuge- »reiene» Leränderurgen sagen zu können, daß entscheidende Aenderung i» der Onentpolitik vor den Parlainentswahleii iiori.' iiirfn spruchre'n sind. P. A. üadiriditeii voS Korrespondenzen. Erez Israel Die englische palLslinapolitik. Lordrn. 26. Oktober. (I. C. B.) Bei dem Kolonien- Miuisterium ist ein Telegramm des englischen OberkrmniWrs in Palästina, Sir Herbert Samuel, eingetiosseu. in wcrchem der OberkommissSr ansragt, ob die Einsetzung eines neue» mtionistischeu Kabiuetls auch eine Aenderung der englischen Palästina-Politik mit sich bringe. Das ttolouieii-Miuisterium Hai die Anfrage Sir Herkett Samuels sosoit beantwortet und erklärt, daß dcr Regierungswechsel keine Aeudenmg der Palästina- Politik bedeute. — Wie wir aus autoritativer Quelle erfahren, beabsichtigt der neue britische Äolrr.ijnininifter, firraou ron $ewmfl)lrc, sich bei der Durchführung der PalästinaPolstik von den Prinzipien leiten zu lassen, die in der letzten Regierungserklärung betreffend Palästina festgesetzt sind. Die Eröffnung der historisch-philosophischen Fakultät in Jerusalem. Noch zu Beginn des Somnters wurde in Jerusalem ein Komitee bei der Zionistischen Exekutive gebildet, um die Vorbereitungen für die Eröffnung der Fakultät für Geistcswissenschästen (historisch-philosophische Abteilung) zu treffen. Das Komitte wandte sich in letzter Zeit an einige bedeutende Professoren, weitbekannte jüdische Gelehrt?, und erhiel! von ihnen die Zusage, daß sie bcrei. sind, nach Jerusalem zu komnien und Vorträge an dieser Fakultät zu hasten. Laut den letzten Meldungen sollen die fiir die Eröffnung nötigen' Mittel bereits sichrrgestelli sein, so daß mit Bestimmtheit die Fatrltäi für Eeisteswissenschasten noch im Laufe dieses Reise nach Osten t Fritz Anlluerl Kommt man aus dem Alemeilaiid na.1i €i ta nn,;o wird der politisär Greil.,Übergang schon ncri'eirrtet durch dc« kultuiellen Ueberg-mg im Pie mellnni). 111.1 n iviiK'hiil sich an jüdisch als Umgangstprache, ni.iu lernt östliche Gastfrenndsci'aft kennen, die van ganz anderer lliiliiv ist ais unser.' westliä-e. und jüdi'cl'? liandweiker und Fuhrleute sind einem nicht niel r sreiud. Der polit's.lie Grenz-- nli.'raaiia ist allerdings ein sebr schroffer, denn ohne Airterstnlm ig. Pastkoiitrolle und Gegäckrevisiou gebt es niclit " l'l.iii ael-l ja auch schließlich in ein ,.1'iissisches" Gebiet. liowim bietel l'ei dem ersten Dli.k, den inan a-is .-s richtet, das liusseh.-n einer kleinen, viel belebten niid aes.l'äi'l-chen provinzstadt Das e-sie An falle ide sind die nur van jüdis.ben Klttschem g.'s.il,reuen T lot.l'feu und die m in.irooem .Güstau t\- I'.-i-.ndsich pferdcl'-ibu. Dan bei de» Droschken dir pierbe in eiueir anderen ('lefdiirr liegen als b.: „ iS stillt einem aus. und man bewertet es als östlich, t. es.ch',.1 eu sind Gurken eine ,us Auge fallende Erschein»»». überall werde« sie herum» tran-potlier». Dies- Sumsermn von Eindrfickeu, diese-- seltsame Dnr.l,einander, das in »leiuen Worte» liegt. liegt au-.b in allen Dinge,». Großstädtische-) und Kleiinl.idlilcho e.ebl durchein.inder: große scheinlar wobiilirtie ltzel'dnde neben scheußlichen tioizbarackeu. gut g.-kleidel.'. sogar im Sommer in pelyo gel'ülln- * ,'vr ' um d -ii schmntzigsten Deltlevl m'.i'. i ' . h'i"7.ri'.' N.. r ~\ii pi ii. Wlineis emiyiei i.nideu biiriie. Auch das nülia bis logilche Onflinir iall nach dieses Jalir leine Tätigkeit nitfiiel iiH’ii. <Zilv.» £iue Fakultät für Philosophie und liuiiiamstik in Jerusalem. Der Präsident des Waad keunii »^iid. Nalio Iw .II'. lvrr David!)e»lii. besuchte Paris und timi-o. um für diin Jerusalem zu errichtende Fakullät ui' philosopl'i.' und siimi.iiiistis Förderer zu gei nunc i. Aus oer in Paris unter Poifm des Grand luibbin von Frankreich. Dr. (evr. statt gefnudeiieu Deiatnng wurde die Gründung eines liouiitees zur Förderung dieser Fakultät geschaffen. Das Komitee bat die Derpstichtmig übet nominell, nir?, ^iabre alljährlich e.iui>> pfuud für diesen .•jirref ju widme». ,Aii dieser fiimnie trägt um Ednioiid de Rothschild allein 2<n»i Pfund jähr ,ich bei. Die mohaiiimedanisch-christliche Vereinigung ln Geldnöten. Jcrusalem. 20. Oktober. (Tel. d. „Wr. Morgenzeitung^.) Wie der „D o a r H a j o m" berichtet, sind die Keldmittcl der mohammedanisch-christlichen Bereiniquug Palästinas derart erschöpft, daß sie die Agitation nicht forijiihren können und das auf dem Kongretz in Nablus reraulchlagte große Budget nur auf dem Papier geblieben ist. Ihr Organ „Al Sabach" hat infolge Geldmangels fein Erscheinen eingestellt. Das arabische Volk, das durch falsche Bersichenmgen irregesührt wurde, will keine Geldbeträge mehr hergeben, so daß die Vereiniglmg nicht einmal mehr imstande ist. den Mietzins für die in Jerusalem gemietete Wohn.mg zu bezahten. aliedei in allen Ieilen dei W.li >> uge.i davon, daß er ilir geluugeii isi. kratz der Iliiginiii der Zeilen iiiäu nu, tlllllirjördeii'd zu wirten, landein auch zur Aunäke rnug und Aersiaudigung zwistben den einzelnen k/äu- - der» beizulragen - lim diesen Tag t> <rlid) zu begehcn. | Hot die Geselilchasl ihre Mitglieder lmvie Ehrrngäsb' zu einem Aonnige van Heim Rabbiner Dr. Bätk I über „Die Wi»e»schast vom Judelttumder abends um 3 K Uhr in der Hochschule für die Wissenschaft des Juden- | tlims. Perlin 'Jl., Arlilleriestr. N. staitsindet. geladen. I «Üifie |inh hei siilh milltoiiiiiieii. j Frankreich ] poineare gegen eine Aevifio» des palästine -rNa,idars. ~in leBier .öieil b-iben einige .in \r fr-inzelischen | Olrienfpolüif 'Miteivfe nelnu-iu'e Mrgnilistnloii.ll | versuchl, von neuem eine Ivnvgiiiu, gegen das p.i- 9 lästiiw-Mmid -t ,u eiltsticheil. So hal in deren R-lmen "8 Dr. Donvniet an den Pölkerbund in tsVcnf gegen die unlängst staltgefundenesttarinzieruiig des pal-istina- Astiltdals einen Protest eiug.reii!)t. Auf. ihre Agij stuio». jetzt bei Revision des Sevres-Pertrae.es zu 1 bestimmen, daß die INohainlnedaner und iL-iristen il in Palästina unter das proiekronu Franlreid>s gestellt werden, teiile ihnen der frv.nzösistl'e Dlinist-r- ' Präsident Poin.-ore mil, das; a» dem einmal beseliiossenen Palästina Dia»dal uielik die? geringsten A enderu Ilgen vorgenontmen werden können. . .vko) Ilnaarn Die Zlidrnausweisnngen. * Deutschland. Die Berliner Gemeindewahlen. Wie wir hören, sind die Wahlen in der Berl »er Gemeinde auf den 17. Januar 1823 v e r s ch o l> e n worden. Die Frage eines Wahlkompromisi es, bei dem also nur eine Liste ausgestellt werden würde, ist bisher noch unentschieden. Die Liberalen hoben übrigens bereits einen Wahlaufnif veröffentlicht, der scharf aulizionistisch gehalten ist. Gesellschaft zur Förderung der Mffenschaft des Judentums. Die Gesellschaft zur-Förderung der Wistenschast des Judenwms begeht am 2. November d. I. den Tag ihres zwanzigjährigen Bestehens. Sie hat während der Zeit ihres Wirkens die Aufgabe, der Wissenschaft des Jtldentums zu dienen, durch Herausgabe von Schriflen und durch Subventionierung jüdisch-wistenfchastlicher Arbeiten auf das glänzendste gelöst. Etwa 2000 Mitgff*y~w^«Bg^Wga3gglfr—P I 'I1 1 mit schweren liaritkrankheite» behaftetcir Aindera und dazu viel, sehr viel. Diilitär. Dian möchte glauben, daß die aus Deutschland verschwundenen boldaten eine Auferstehung gefeiert hätten in den Aanöstaaten. Allerdings befindet sich Litauen auch iioel, in, Kriegszust.irtb mit polen. Alan fährt mit der Pferdebahn zur Stadt und hütet sich (ich wenigstens tat es, nachdem mau mich auf das schlimm, st.- vorbereitet hatte.- vor allzu naher Ule,-filmt»g mit den Nachbarn, denn man könnte, so heißt es, so ist inmiöglich ohne zum mindesten von . Flöhen gestichen zu' werden, die Trambahn verlnssen. Tas stimmt nicht ganz. So schlimm ist eö nicht, dlllerdings herrscht in Kemme eine Nngezieferplage sondergleichen, aber diese sind nicht so -schliinm wie Kleiderläuse, die den Flecktyphus übertragen »nid Wanzen. So herrschen denn Mtch in der 'Stadt von 25<xh i Einwohnern, ohne Kanalisation und vbiie IDasserleituiig allerlei Seuchen: .Ruhr, Flecktvphns und Typhus. Alan kann sich narurgemäß durch große Reiniichke-' und durch richtige L-'bensweise vor Ansteckung Innen. Das; diese beuchen nicht emen verheerenden Tliarakler annebnien, -vmiderte mich manches Aiai, denn bei dem enge» (Fusannn>'Nleben der Aeuöikerniig wäre es nicht erstatlulich. Die einheilnische Ai-nölkernng'. die wirtschaftlich wetlig zu tragen bat, auch Fninleiite und kiesiw Handwerker nicht, leben schon euc. zusammengedrängt. während tinter den ^lücl'tli'igen aer.idezu katzstrophale ,Zustände Herrscheu. 5ich selbst machte einige Rccheuchen mit. und konnte feslstelien. daß z. B. in einem kleinen Raume, der höchstens ä X ä' Rauminhalt hatte, <i Personen im Alter von 7, ^lonaten bi» 4 ' 7^>>hre» fast d.memd iebri,. Die zn einer Synagoge f-'U-rendnuird.-. non "» Familien bcivobnt. Die Bi-dapesrcr Alätler melde», daß in e b : uls 15 060 jüdisch i* Familien nus Ungar» iusge- J wiesen werden. Die Dmchfiihnms der Landc-sverwei-1 fnitg wurde infolge eines gemeinsamen Gesuches der i Budapcstsr jüdischen Kulttisgemeinde und der Abzeord- E nctei, jüdische^ Abstammung bis nach dm jüjifdjen'l Feiertagen a u fg es ch o b e ii. Im Laufe dieser Woche beginnt die Polizei mit der Durchsührung der Aus- Weisungen. Wie bie Blätter melden, erhielten ftir den 30. d. 5000 Familien Vorladungen zur Budapestc r Polizei. Die Borgcladen-n werben s o f o r t i n s-S ch ii b« j Haus gebracht und um dort cm die Grenze ci b - gefd>rbeu. (fs ist bcnicrlcusncii. das; zwei die mich im ösfenllichen Leien seit Jahrzehnten cine-jij große Rolle gespielt haben, der bekannte Budapester Oe^j mcmderat Gustav G. Ehrlich und der Vorstand dsr< Budapester orthodox-jüdischen Kultusgenkeinde,^ Heinrich Zucker, selche Borladurigen erhalten Habens Abgeordneter Wilhel n B a s z o n y i verjuchte. den Ml»D nisterp: äsidenten Greifen Belhlen zur Abänderwtg desZ Et lasses zu bringen, die Besprechung blieb jeduch tm gcbnislrs. (Für IvohilUligcn iverden sowohl in Kowno als altch in rileinel nnerbörtc preise gezahlt. Oien Zimmer bis zu Itd'iwi Alark. Für disTkbtcetun«^ einer Ivohmmg kaan uian sich eine lebenslä tgl-chA Rente sicher».) Kowno mar eben früher provittzstad: uniA ist jetzt '.iailptstadt. Die litauische Regierung Ijaf fast alle «Lebäude mit Äcsci'lag belegt, dort he-wschen" die verschiedenen Aeamten, vor allen, Dingel. 2N teilungcn des Kriegsministeriums. Im Folgenden wolle» wir uns mit den ciuq zelnen Fragen, die das jüdische (eben Litaueris arch geworfen hat< beschäftigen, ttttd die einzelne» Iw stitutiouen, die dieses Leben sich geschaffen hat, bx' trachten. (Tllles natürlich unter der PorausfetzunH daß das Ailü iinvollkomincn bleibt. Vielle manchesmal einseitig orienttert. deim bei eineiii kri^ len Aufenthalt muß man sich auf Anskünst-: vtztZ lassen in vielen Fällen, und kann nicht imiiiel alTöj selbst studieren.) j ' Di? jüdische Aonrgeoisie ist >, starken! Mir z onistisch. Die jüdische Jugend ji.dischistisckl-soz^ listisch mit koiuwunistischein iLinfchlag. ViellM darum, weil die Eltern ziollistiscti sind, »der darustz, weil ans großer Permnwortiichkeit heraus, sie ju dem Leben des Alltags, den ängenblicklicheii So^ gen, der ängenblicklicheii Not, ividmen. Lin Bf gleich nlit der rnhifcheit soziak-revolutionären Pa, und mit den Aarodiliki wäre hier ausebrqi Aationaljuden sind sie alle, d.'is ist die T'orcv setznng, aber der .Zionismus isi Hit sie aller eine Richtung innerhalb des Aationnlj»benff,r Alir erklärte einmal ei» aus} 6em (Öfter ftcjl meiider SIndent ’ti Frankfurt, er habe i>urdh ß. neu Aufenthalt in Teutslliland sein!lalioilc.ijudÄ tun, verloren und sei I-ierfür ,'-ionist geivorÄ 1