Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 31 (20.10.1922)
- Date
- 1922-10-20
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Stil: Ucut ISdtsche prtfft stigen, sondern auch den wirtschaftlichen Interessen! des jüdischen Mittelstandes und der jüdischen Lehrer und Seamten dienen. — 02s jüdische Volk ist in Sünden verstrickt. , die nur die Teschuwah, die Rückkehr der Gemein- ' schüft, sühnt. ..Und wann immer die Gemeinde zurückkehren will, kann sie es tun." vie Lage unseres Volke» ist verzweifelt ernst, wir ze'r.n an einem Kapital. da» bald aufgezehrr sein wird. Vie Aufgabe einer Mischen Zeitung ist in erster Linie eine erzicherische. Mir «ollen keine Zeitung sein, auf deren Lektüre hin es sich gut schlaft, wir wollen Sie beunruhigen und mahnen.. Dissen Sie. von wem das Schicksal de» Judentums abhängt? von Ijhnen, der Sie dies eben MH In vie V»i4»erettungen für die Mchlea tu den tegisiatt's Touncll. Z,n Anstliluß an >ie Vorbereitungen zu den Mahlen für die palüstn ensische Gesetzgebende ver sammlung hat Aas Epedutivkomitee des arabische^ Aougreffes einen Aufruf an das arabische Volk erlassen, worin es sein« ahlehnende - Stellung gegenüber . dem- Legislative C mnell erklärt. Neben den bekannten Begründungen urd Avsfüllen weißt dieser Aufruf auch-darauf hin, daß- 'der - Legislative T oüneU mir zu. dem Zwecke eingesetzt wurde, UM de» Grund M die Juden utch. Zionisten »orzube, reiten. Da» lö^Mivekoniitee drückt am - Schluffe die Hoffnung aus, daß die- «nmbische Natton ' die; ihr" drohende mich fick nicht an de» lVohl« beteMgÄ wird: Trvtzalldiestr AiMnduftgen der rahiktzley Aeatzer «ich k^MMierutig: cheS Mahlbch^kottz mch« me« sti« Vsrbeunstrn-en'far d^e?W«chdm «tsten stnmer wackschcken Amfchtgsam Die -statzftischtti-Achtes diecWchMtts .drr-. GÄ^ng der-VMlo»Ä>erechmg bo° 'AUch-!Wtnis--'-«> Araber regen spochtz Did Vorstände in den arabischen Mrtschasten bagtniM-Wch der Gememde-Notlckeln auWstUlen. A»ch.7e«»e ^fte Prominenter Juden und Thnsten wie^.charberchürt, die zusamtyenkommen sollen, am alle»-für die lVechlvoä'ereituns Nötige zu besprechen Araber süreine jüdisch-arabische Verständigung. . Zn letzter Zeit höben die Führer mehrerer avMsscher Stämme Telegramme an-'den High Tonmüsfiönev von Palästina, Sir Herbert Samuel. ge«ä-trt, worin sie eheste Durchführung der Wählm in den Legislative Eouncii fordern. Tsiistdies ei» ne von ftchrenden 2lrabem eingeleitete Gegenaktion SBBMlB9BBflti9Safe95asS99afe9ie99S9SSSS gegen die von der Exekutiv« des äiauviniflischen ar.i t iseivn Palästina -Kongresses in Nablus propagierte Parole. üch von Mahle» in de» Legislative Eon» eil I Gesetzgebender Rat! zu al'sentieren. Zn dem Telegramm des bekannten Araberstanunes Rl-Trad heißt es u a.: „Die Zukunft mlseres Landes er fordert es, endlich zu einer Verständigung init den Znden 'zu gelangen. vie Regierung ptiläftiiia$ muß die strengsten Rlaßnahmen gegen diejenigen ergreifen, welche die Einwobner des Landes gegeneinander zum Kriege beste»." Das Statut Ser jüdischen Gemeindet» in Palästina. Bekanntlich hat der High Eoniniissioner das »cm Maad Leumi (Jüdischer Nationalrah beratene und beschlossene Statut der jüdischen Gemeinden, wie auch das Statut des Maad Leu ini genehmigt. Zu der endgültigen Erledigung und' Pnblijicruug der betreffenden Gemeindeverfassung ist jedoch eine kleine Verzögerung eingetreten, da das Gberrabbinat in einer Eingabe an den High Eoniniissioner auch die gleichzeitige Regelung der Rechte und pflichten des Gberrabinats verlangt. Der Maad Leumi ist der Bleinung. daß diese Frage vorerst noch der Affesath Haniwcharim (Züdische Delegie, tenver. sammlung) zu unterbreiten sei.,. (JSifo) Der antij^dische VSfkött in Palästina. Zerusalem sZ.L.B^) Die Exekutive der vereinigten mnselmanischey und christlichen Araber beschloß in ihvrr letztett Sitzung, die Ausfilbrüng der vor kurzem auf deiit Araberkongreß in Nablus angenommenen Resolution über den antijüdiichen Handelsboykott zu verschieben. Der „rNanHMr Hüardiqn" üher die arabische, ^skottbewegüstg. . -7 Bekanntlich versuche» die im arabisäz-paiästinenpfchetzKong«ß drganisierten Arabers eine Boykottbewegung gegendie Zuden und deren Handel zu organisieren, Dazu bemerkt der „Blanchester Guari dkanf' mstinem^Hchidei^M:DMMUchhW alige, Mein vocheDchMdMMAiM^^'DMMwegüng uicht^ MbeyMhigZ isiMMMstdehvlM araWheMArheitenri sind bei jüdischen Farmern beschäftigt. Die Fellachen sind von den jüdisckzen Konsumenten abhängig bezügliäj des Verkaufes potz Liern, Aulch, Geflügel und. Gemüse> . Es würde für die' Araber' eine viel größere Kalamität bedeutenweilK die, Juden Gleiches mit Gleichem vergehen - und nichts ine hr -von' den Fellachen kaufen würden. - . Der mafelmanischr MMonchlperhattd gewinnt M band gen'innt langsam an Boden. Vas r>^ kürzli.1' verössentlicl'te Rnudsttneiben bat , Rrab.r, ganz besonders die m de» Dorier»- FellaUvn, die sich gern den, .ins si-- l'ishee nluselinattlseb-christliä'en verband ausgeultz-ij fluß zu enizieben »'»»leben, großen Einör maetn. Die Uebersiedelun.) des Acren Ritje nach Lrez Zisraei. Der Acre» Rajemeth Lejisrael lZüdiscl tionalfonds! hat seine.Zentrale nach Zerufü legt. Rlit dem Beginn des Zabres das Baupll'nro unserer beliebtesten Z^istiMtieA Erez Zlsrael aus seine Täligkeit anfnehmeNÄ ist ein wielitiger Mendeprnlkt in der Gesclncw Aeren tiajemeth und ein bedeutsames Ereicg die ganze zionistische Bewegung. Jwm ül| wird eine zionistische Zentralinstitution vonaspora vollständig nach Erez Zisrael verlegt.^ hier, wie in vielem anderen, geht der Kere« meth als Pionier voran. Die erste Mirkirn^ Verlegung wird darin besteigen, daß die Aen jemeth-Verwallung umnittelbaren Einfluß ' jfl Verwendung der llürl.-l des 1,'eren Kajeiii Erez Zisrael nehinen ivird. Gleichzeitig sä stacht .werden von Erez Zisrael aus. auclz dce^ Büttel aufzubringen.- die in der nächsten f ' für die Durchführung der ^lnfgaben des>? Aajenteth in Erez Zisrael erforderlich sind.' DeutMIclnd. ZMerpretation der sächsischen veror-chl> Leipzi g.. (Z.. E- B.j Au der VD des sächsischen Anltiispiinlstcrs FleißtzxhM Schulzwang air religioschi israelitiftjien> mH lisch«» Feiertagen teilt das preffeanlt'-Leipz^ Das.Bmiisteriuin -,dM Kulms und öffeytlichW richts bat zur-KassiihruNH seiner verordnstlii den Schulzwchlg. -aiä-Haatlich nicht ' am " - Feiertagen erklärt,. dciß^ durch diese VerH auchdiefrüberen-Nhnlsterialverordn Beilrläubung katholischer Schüler all^ bef0M - thMsMUFejertagMHtM israelitischerSc^Ü cher Ailsialten an jüdischen Feiertagen gost aufgehoben i'eien. Ls har die verordnäst? den Schulbesuch anstaatlich iliült alierkän^' tagen, auch^ ans die isrAelisisäjest pnvaMukj Wendung zu fiudeii llstd' es sind künftig^DM israelitischer -iündev/vo,m^Schreibe>«> .ZeichW voss.'Mtz Mad<lärbeK>l.-änb Schullliiterrj cht ■?' 'Sonnabendeil nicht .nlehr-'jülässig. " - ■ ■ ' ValLstinahejenkaüE^Msich^' .; . - T^uWiands Der GesimlMlK?^^ des - Verbandes1H i 4 i Bein krsM? ist in teineB WotuuiBpi '). 3Ius Jijdfof Itlfe pat§ « h < fft » tfch » t» * f dH ♦ * « « , s. LMit-vrrlag,!vi«l»StrjÜltstr. Sir schreien alle: Diese «eM Diese fBkSt wollest sie, luftig wollen sie sein und fttihllch-. . . Freud« wollen fit habe», den Geschmack de» ««best» sMstktz.... Unbich fag* euch- Freud« ist i« seinen Woh- NUNMstl. Er ist der Quell der Freude ... Bon ihm strahlt sie av»l Freude steckt in der Thora, in den Mizwes und gu» len Werk«», ist: de» Seelen der ckerichttzn, — ist allem ohw von; do rt gespeist wird, wa» vom Gkonze deidgött» UäM Ttzqyreo saugt! Auf dem s»NM Dieosrlt». sage, icheuch, - liegt Trauer und Gchw«mck Alle» ist mit Trübsinn durch» tränkt, und ln Trübsinn gehüllt. Denn, worüber soll. Mast sich |uuen? von wo soll die Freude Herkommen? Darum harrt jede» Ding feister Erlösung ... Alle» mutz von der Schwennut erlöst «erden/ «m der Bfe' stobtuna, In die euer verstiM, «estn e» »sicht vpn einem Stvoht-feiner cknade gestreift «trbl gilt 9tmtUi Lir triMn, und sie trinkdn... •.) Morte astS deir „Steden Segenesprüchin", die bet der Trauung gesprochen «erden. Welchen - Ges«tnnack chkst 'einD«tzchlck-:Bramltwein in einer Schenke, und wücheN^ckiffchMäck-hotKein Schluck Branntwein in der Betstube,-«entz dep Mchluß eines Talmudadschnittrs gefeleftr «iMödier OWein0r 'gähr. zeit und selbst.bet-einem gewShnUDn^SchÄäschudes?! Kei i h n e-n läßt sich dt'r- Btastnbööln'gär nicht trinken» und! mon -h« auchi keitze Lust. lhn W trinken! Matz> tut e»>nu« :«>NnLder^Bös^ Trieb,OHehlll^ Er redeb ihnen MDstd.« sie'fölgjMWitz-. .7.. Darum tristft maneinen Tropfen ünd -peMehtvgleich -das. Gesithtr die Seele int Menschen. fchrumM mrdzieht sich zusammen vor Schmerz, und die, Hautfällt eist,- wird: saljlg wie; Pergament . . . Spricht mgn aber. über das Eetränt ekst^n Segensfotuch, trinkt man es, lMl ein Dttlich« <8ebüt zu erfüllen, so gibt matz^hm'die-ErwfM,!... Hann läßt sich da» 8etränk trink«n, und die Seele erfreu! sich am Trinken und will trinken! . . . Sie rühmen sich, dass-sie manierlich!essen! Wie soll man auch munanlerllch essen> wenn man starr und trLbflnnlgi lst wie «in Mer'eingefallener Herd, der schon lange keinen. Funken geseh«i H0t? .. . Darum sitzen sie steif und.kalt wie Eip bei Tische: k»tn«r kann, den andern auosteh«, Doter und Sohn können nicht au» der gleichen SchMl essest! Ein jeder hot. foaar sein eigene» Gahfatz vor sich stehen . .. Wo-' hkr M da die FrMde kommen? Freude steckt tn der Srrl« und wöe hat die Seele davon, daß der Leib frtzt? Und darin liegt eben der geheime' Sistn der Hebeoofer und Zehnten, der ArmenmahUeiten' der guten alten Zeih der Sitt«, einen Armen zu Tische zu : ' Segenssprllche und der-Smlr«, die am Sabst bei Li,che gesungen werden... WKW Z,S.f.0MMM;KÄWWv! Ohne dabei eich falligiw7 Werk zuMnMHM-SegMsttzüchr und 7? und wenn sie schonwegen einen einladen,. so setzen sieihWü dem Dieststmädchin Jir der Küche ist es Melleicht fröhliche Doch guten Sstlbe, saglch' eüch. ist es toh^tot lqt« ' Lehhenkammer! . ... fr ---. Ich höre, wie ihr euke Bedichte lest :.. - ÄM' Äoirde-Hdbt nyr.Ael Berstnuaen . .; Ä euch ämmer.- sagen- „Der-Möne, HM Üasie W - Und< pon den- Sternen-m'nd Pla»lrten? sprrchM Atzerkestmmgi. chensowom-ds Mt.ir,-stötz deir W Und ich sügö; euchtzKjche: Luft ifWit bir i sonders wenn man-brusttrank ist, ein> aueigezel! Mittel! Doch wahr« Ltzüde^an der-SMsj'hatH-'^ war sa auch einmÄ ihngi)7vor HojschaM-Bal Morgendämmerung,!Müer.-Himmel. SsiMW schen Schilf flidtzt der Ström':.. Pick-Pick^inM wo ein kleines Geschöpf: iTss-tss! —-MtßiÄnl, . . . Und ich gehe ^artv Ufer entlanaZuno ichM schone» '' -G Lon Sternen und Planetest! schon gav^ sprechen .. Und wo. glaübt ihr. hak der Mk Anmut her? . - . A; : Doch nur von unsern Segenssprüchen, diel Neumond darbrlngey! . M einem Epltall 7 *) Weidenruten, die" am Hojschano-RaW? Tage de» Sukkoofester, während des. Gide!» werden.