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Neue jüdische Presse · 1922-07-06 · Heft 24 (6.7.1922) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
20 (1922)
Issue
Heft 24 (6.7.1922)
Date
1922-07-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 24. Ka»-bemerk«»ge«. Ei» Jubiläum. Das 50jährige Jubiläum der Frankfurter Mekdllsirma Beer, Sondheimer u. Co. hat eine jüdische Bedeutung. Denn nur selten wahrtein Geschäfts- Unternehmen auch dann noch unentwegt dein Sabvat die Treue, wenn es über die Grenzen seiner Stadt und über die Grenzen seines Landes hinaus in seiner Branche zu den führenden Firmen der Welt emporgewachsen ist. Der kleine Reichtum findet für die Befriedigung seines Ehrgeizes wohl noch innerhalb der jüdischen Gemeinschaft sein Genüge, der große, ins Internationale hinausgrejjende Reichtum aber wird ihr meist sehr schnell untreu, geschweige denn gar, daß er zu ihren Gesetzen hält. Diese Erscheinung basiert in einer selbst vor den traditionstreuen Kreisen nicht haltmachenden Assimilierung, die in ihrer Entwicklung allmählich die gesamte jüdische Lebensführung untergräbt. Das erste Stadium auf diesem Wege hgißt gedankenloses Beobachten der Formen des überlieferten Judentums. Denn nur gezählt sind leider die, die mit wahrem Bewußtsein dieses Judentum leben, da tn ihm ihr Wissen wurzelt und mit ihm ihre Hoffnungen verbunden sind, und deren jüdische Erkenntnis und Würde gegen die Einwirkungen der nichtjüdischen Umgebung Widerstandskraft verleiht; Zu diesen wenigen gehörten MosesTobiasSondh e i m e r und Louis F e i st, die der Firma Beer, Sondheimer u. Co. das Gepräge schufen und so Hunderten Familienvätern und jungen Leuten eine geachtete Existenz bereiteten, die es ihnen erlaubt, in Ruhe nach den Geboten der Religion ihrer Väter zu leben. Wie viele dieser Angestellten, hätten sich ohne Beer, Sondheimer u. Co. vor die schwierige Entscheidung der Beobachtung vdec Richtbeobachtung des Sabbats gestellt gesehen? Auch hätte die Frankfurter Orthodoxie, die bedeutendste Westeuropas, ohne das Bestehen des Hauses Beer, Sondheimer u. Co. an Größe und an Glanz stark eingebüßt. Mehrere Chefs der Firma nehmen auch heute im Getriebe der traditionstreuen Judenheit eine führende Stellung eifi; und auch unter den Angestellten sind Männer, die zu den Wertvollsten in ' unserer Orthodoxie gehören. Alles in Allem: die jüdische Oeffentlichkeit hat berechtigten Anlaß, das Jubiläum dieses Unternehmens mitzufeiern. Pole«. Die geistige Elsie Polens. In den W a r s ch a u e r städtischen Parkanlagen ü he r - fielen mit Stöcken bewaffnete Studenten die jüd. Spaziergänger. Die Rohlinge verschonten auch nicht Frauen und Kinder. t In Lodz ereigneten sich letzten Samstag in den Anlagen die gleichen .Szenen. Auch aus Kattowitz werden Ueberfälle aus Juden gemeldet. Die Korfanty nahestehende „Oberschles. Grenzztg." fordert zur Vertreibung der Juden aus Oberschlesien auf. ' : Die Behörde verhält sich bei diesen Vorfällen vollkommen untätig. — Das ist das konstitutionell regierte, edle Polen! * '' Jedem das Seiuige. Roman von M. Pulvermann. (Fortsetzung.) Aber wenn er die Wahrheit gestehen soll, fühlt er sich selbst diesem Menschen gegenüber von einem gewissen Bann umfangen,'dem er sich vergebens entziehen will. Freilich kann Klaßner gut sprechen, und er hat auch sonst, gute, gesunde -Ansichten. Aber schließlich hat er doch selbst den Mund auf deni rechten Fleck und nicht minder gute, gesunde Ideen! Er wanderte noch immer im Zimwer herum, nur daß er jetzt keine Langweile mehr verspürte. Im Gegenteil, seine. Aufregung nahnr mehr und mehr zu. Rein! Er wird jenem nicht Platz machen, dazu denkt er viel zu viel von sich selbst. .Freilich aus das Mädchen wird er verzichten müssen; er hat es satt, den schmachtenden Liebhaber zu Spielen, wobei ihm seine ganze Energie, seine ganze Manneskraft in hie Brüche geht. Aber dieser Klaßner soll doch Nicht sein Nächtiger sein; diesem Menschen will er nicht die Ebenbürtigkeit zugestehen, und diesem zum Trotz wird er noch länger hier kleben bleiben, bis vielleicht ein anderer Nachfolger ans der Bildflächeerscheint. Er hat ja Zeit zu warten! % Damit' hatte er sich wieder ein wenig beruhigt, und dmnit kehrte auch die frühere Langweile wieder bei ihm zurück. ' . ' Wie .aber doch diesen Abend totschlagen? Er blickte sich suchend mst, und sein Auge blieb auf dem Bücherschrank haften. Er ncchnr das erste, beste Buch heraus, das' obenauflag, um sich. damit in den Schlaf zu lesen. Nanu! — Das ist.ja gar Klatzners Buch, in welchem Alice gestern den ganzen Tag gelesen, und wie er wohl gemerkt, dabei den Inhalt .förmlich verschlungen hatte. N hatte auch ähr glühendes Gesicht und ihre glänzenden Augen wahrgenomrnen, aber auch, daß sie wieder Won vorn begann, kaum daß sie das Ende erreicht hatte. Ob es-wirklich gar so interessant/war? — Mit einem lauten Gähnen warf er sich auf den Sessel. „Erst acht Uhr! Na, meinetwegen," murmelte er resigniert; „wollen sehen, was er . alles zusmnMen geschrieben hat!" Er schlüg das Buch auf und blätterte darin bis zu einer Stelle, die ihm leicht faßbar erschien. Er kann ja aufhören, wenn der Kinnbackenkrampf sich wieder einstrllt und das Lesen lästig werden sollte. So laH er denn weiter. Bald waren es auch längere Sätze, die nicht so leicht verständlich waren, so daß et einen gewissen Stolz empfand, auch diese-in sich ausnehMen zu Wunen. Er hatte bisher keine Ahnung; daß «r so gebildet war; es machte ihm Neue Jüdische Presse- - Seite 3. Großbritannien. Zar Abstimmung des Oberhauses. Balfours Rede, die in ihrem Feuer und Idealismus, die bei dem 74jährigen Manne völlig nngewöhnlich sind, in alseu Kreisen der engt. Presse lebhafte Bewunderung hervorgerufen hat, war viel zu hoch gehalten, um auf die Lords den nötigen Eindruck zu machen uni» entbehrte andererseits der sachlichen Widerlegnng der zahlreichen Behauptungen, die Lord Jsling ton vorgebrachr hatte. „The New Statesman" schreibt: „Die Feindschaft von 60 Herzogen, Earls, Viscounts und Barons bedeutet an sich natürlich nichts Ernsthaftes. Ihre Motive sind gemischt; die Idee der Erleichterung unserer finanziellen Last, Antisemitismus mit 'Antibolschewismus verbrämt, und vor allem, eine Begierde, der Regierung Unannehmlichkeiten zu machen." Für die Politik der Regierung ist nicht das Oberhaus, sondern das Unterhcncs bestimmend. Jetzt hat das Unterhaus das Wort. Das jüdische Volk wird H em edlen Balsour stets Liebe und Verehrung zollen. Worte wie der Schluß seiner Rede sind selten von Nichtjuden gehört worden. Er schloß: „Ueber allen materiellen Vorteilen steht dieses große Ideal eine» Heimstätte des jüdischen Volkes in Palästina, zu dein wir streben, und welches, wie ich glanbe, verwirklichbar ist. Es kan» fehlschlageii; ich leugne nicht, daß es ein Abenteuer ist; — aber solle» wir niemals neue Experimente versuchen? Ich hoffe, daß Experiment und Abenteuer gerechtfertigt sind, wenn hier ein Grund dafür ist. Sicherlich ist es in Ordnung, daß ivir in jedes Land, in das die jüdische Rasse verstreut wnrde, eine Botschaft senden, die sagen soll, daß das C h r i st cntu m seinen Glauben nicht'vergessen hat, das; es der Dienste gedenkt, die die Juden den großen Religionen der Welt und insbesondere der Religion erwiesen hat, dic die Majorität de-s Oberhauses bekennt, und daß wir »ach den besten unserer Kräfte wünschen, ihnen die Gelegenljeit zu. geben, in Frieden und Ruhe unter englischer Herrschaft die großen Gaben zu entwickeln, welche sie bisher gezwungen waren, »cur in Gegenden reisen zu lassen, welche nicht ihre Sprache sprechen und nicht zu ihrer Rasse gehören. Dies ist das Ideal, welches ich verwirklicht sehen will; das ist das Ziel, welches an der Wurzel der Politik liegt, die ich verteidige!" Amerika. Für die jüdische Heimstätte ia Palästina. Das Repräsentantenhaus hat sich für die Heimstätte der Inden in Palästina, ausgesprochen. Es dürfe dadurch aber nichts zum Nachteil der nichtjüdischeil Gemeinschaften in Palästina getan werden; auch seien die heiligen Stätten aiigemessen zu schützen. Personalien «ttH kleine Mitteilungen. Ludwigshafen Israel Fischer und Frau, Sara aeb. Mane in dem benachbarten N e n h o f feiern Sonntag den 9. Juli die goldene Hochzeit. New-Aork. Samuel Gompers ist zum 4. Male zum Präsidenten des amerikanischen Arbeit e r b u n d e s gewählt worden. Berlin. Der Berbaudstag der Jüdischen Lehr ervereine sprach sich mit 24 gegen 16 Stimmen grundsätzlich für die Gemeinschaftsschule aus; für i»ie j iib i f ch e Volksschule sei nur so lange einzutreten, als diallgemeine Volksschule noch den Charakter einer christlichen Schule trägt. Arankfarter Berichte. Schnitzler-Festvorstellung im SchaaspielhaaS. Die Rotier - Bühnen eröffneten mit Schnitzlers „W e i t e m Land" zur etwas verspäteten Ehrung seines sechzigsten Geburtstags ihr leicht und sommerlichplauderndes Gastspielprogramm. — ' - Es ist erschütternd, wie dieser haltlos tändelnde Westjude Schnitzler sich immer wieder nach! festen Gebunden- Heiken sehnt: wie er sich tragisch wund kämpft au seiner sterbenden, in süßer Wehmut verblassenden und verhauchenden Wiener Welt. Die kokette Spielerei, dies Nicht- Ernst-Nehmen — seiner Gefühle Grundakkord — wird schließlich Ursache alles Leids, entfesselt die Dämonen, die chaotischen Leidenschaften inr „weiten Land" der Menfchenseele. 'Anfragen über diese dmnpfe Niederung könneu nur Menschen, die den produktiven Sinn dieses »vitdbrausenden Lieius erlebt haben. Darum taucht an den Grenzen immer wieder Sehnsucht auf nach Stärke: Frau Kenia ist ihr inrmer nah, sie,, die mütterlich liebende, mütterlich Leidende. Hier könnte der Dichter die Zweifel und Dämonen überwinden, — wenn Schicksal würde und nicht Spiel, Leiden und nicht Jonglieren mit Gefühlen: Er aber bläst den Erdball, auf den er sich stellen möchte, immer wieder in dic Luft wie eine Seifenblase; in all seiner Skepsis ruht keine Heiligkeit. Und so ist auch das Ende, zu dem sich das Spiel hinbewegen muß, das Auf-, wachsen Hofreiters zu väterlicher Liebe, nicht aus tiefster Seele befreiend und lösend. Es ist nur technische Lösung; und darin meisterhaft» wie überhaupt die seelische Verästelung, die Sicherheit der psychologischen Konstruktion. (Wie der Bau eines musikalischen Satzes, den von vorn herein der Selbstmord des Pianisten als Gricndmotiv, Symbol, FatuM beherrscht.) ’S Und zu dieser Virtuosität des Dichters «ein Gestalten, der Schauspieler, das immer hineinzwang in das runde und graziöse Kräftefpiel des Lebens. Wie sich in dieser Wiedergabe des Berliner Ensembles die Stimmung verengte und verdichtete: vom duftend-perlenden Abend auf der Terrasse bis zur Nachricht vom Ausgang des DueMohne Ausweg. Innerhalb dieser Entwicklung der Sphäre war sonderbar das Wachsen der Menschen zu spüren!: Arnold Korsf als Genias Gatte, von leichter .Liebelei" aussteigend zu Schuld und tiefster Erschütterung. Und Irene T r i eschs kraftvoll mütterliche Genia; über alle Leidenschaft hinweg groß und mächtig im Aufbruch ihrer gemarterten Seele. Die jüdische Frau in ihr wurde Gegenspielerin zu des westjüdischen Dichters haltloser Well; Gegenspielerin und-Siegerin. Alfred Jacob. auch gar keine Schwierigkeiten, den tiefen Sinn, ja die ganze Tendenz des Buches bald zu erfassen. Wirklich, langweilig war das Buch nicht; das Gähnen hatte nachgelassen, und auch der -Schlaf war wie weggeblasen.' Und plötzlich gab er sich einen energischen Ruck. Der Inhalt hatte ihn mit fester Hand gepackt und hielt ihn wie in einein Zauberbann gefesselt. Das Buch erzählte ihm gar wunderliche Sachen; es machte, ihm klar, daß er bis setzt unter "einer Hülle gelebt und ihm die Einsicht gemangelt hatte, die Hand aiiszustrecke», den Vorhang zu heben, um de» Schleier zu lüsten. Zum ersten Male in seinem Leben verspürte er, obwohl 'er es nicht in Worte kleiden konnte, die Zusammengehörigkeit der Inden. Er erblickte sich als1 Glied eines großen, weltumspannenden Körpers, und das Gemeinschaftsbewußtsein brach mit elementarer Gewalt über ihn herein. Ihm gingen plötzlich die Augen auf für den idealen Geist seines Volkes, über die Größe seiner Ausgaben, die sich durch intelligente Anpassungskraft und durch heroische Selbstverleugnung bekllndete. Ihm erschien jetzt ein neues Licht, das sein Inneres erleuchtete. Mit spannender Aufregung erkannte er, daß auck er einer dieser Auserwählten sei, daß auch sein Leben einen wichtigen Bestandteil im Weltenkörper bilde und chm dadurch eine neue Aufgabe auferlegt wurde. Das Judentum lvär ja kein totes ileberbleibsel aus dem grauen Altertum, keine Rumpelkainnier vorzeitlicher Unzuträglichkeiten, seine Stammesgenossen keine schattenhaften, überzähligen Statisten ans der Bühne der Weltgeschichte. Alles hatte sich plötzlich vor seinen Augen verändert und er selbst am ineisten, so sehr, daß er sich gar nicht wieder erkannte. Anstatt Bruchstücke zu lesen, studierte er jetzt eingehend jeden Satz und jedes Wort.' Er begriff Klaßners Absichten und Bestrebungen, und er konnte chm seine höchste Achtung und Anerkennung nicht versagen. Er lächelte, als er sich an die vorhin gesprochenen Worte erinnerte, daß er diesen Mann nicht für würdig erachte, in seine Schütze zu treten!- . Eine innere Unruhe trieb ihn wieder im Zimmer herum. Er legte das Buch weg und fuhr sich mit der Hand über die .feuchte Stirn. Plötzlich ging die Tür aus, und Alice stand vor ihm. „Es tut mir leid, daß ich Dich so lange allein habe lassen müssen," sprach sie und trat dicht an ihn heran. „Ach, ja, der arme Julius!", stotterte er gedankenlos. Sie bat ihn mit den Augen,, nicht weiter. davor? zu sprechen. „Ich hafte Dir für Sonnabend eine bestimmte Antwort zugesagt," sprach sie weüer ohne Umschweife. „Sei. nicht böse, daß es erst heute geschieht, ^ch Witt nun mein Versprechen einlösen und stelle es ir anheim, den Tag für unsere Hochzeit zw Sestbmnen." „Hm, hm! So, so!" Er ftat einen Schritt zurück. ,D» kannst also unserrr Hochzeüstag anberaumen, für Ivaiin Du willst," wiederholte sie. „Hm, hm!" kanr es auch jetzt wieder über seine Lippen. Er steckte die Hände in die Taschen und hielt seine Blicke zu Boden gerichtet. Nach einer kurzen Weile aber sprach er ernst: „'Alice, höre auftnerksam zu. Willst Du mir ehrlich und aufrichtig sagen, ob Du mich meinetwegen, meiner Verdienste wegen, wie man zu sagen psiegt, Giraten willst, oder geschieht es auf Zureden und Veranlassung anderer?" Als Antwort schlich sie zu dem Tische hin, auf den sie die Hand legte, cmt sich zu stützen. „Fällt es Dir gar so schwer, es Mir zu sagen?" fragte er. „Macht es denn bei Dir einen so großen Unterschied, welche Gründe mich dazu veranlassen? Genügt Dir denn nicht die Tatsache, daß ich' Dein Weib werden will, wann Du es bestimmst?" fragte sie demüttg und bescheiden. „Ich sollte wohl meinen! Frellich . . Achselzuckend unterbrach er sich selbst und schwieg. „Adolph!" zitterte es von ihren Lippen, als er sich ihr wieder näherte. _ „Beruhige Dich, kleines Mädchen. Ich bin Dir nicht böse." Alice'» Gedanken wirbelten und stürmten herzbeklemmend auf sie ein. Ihr weiches Herz! hatte ihr eingeredet, daß Burgers Freude ihr das Opfer leicht machen werde. Stattdessen stellte er so eigenartige Fragen, die kein Glücksgefühl erkennen lassen, sondern auf das Gegenteü, auf Ausflüchte hindeuteten! Sollte ihr auch diese Befriedigung der Opferfreudigkeft genommen werden- Sollte ihr Seelenkampf aufs neue beginnest? Sie ließ sich auf den nächsten Stuhl nieder und zerrte nervös, unbewftßt, an ihrem Taschentuch; Burger stand am Fenster, den Rücken ihr zugewendet. „Edle Hingabe und hochherzige Selbstopsernng, der Kernpunkt des jüdischen Volkes!" murmelte er Life. Dieser Satz aus Klaßners Buch beherrschte jetzt seinen Geist. Es war der Schlußsatz, den er erst vorhin gelesen hatte, und er hatte sich fest vorgenommen, diesem Satz entsprechend , sein künftiges Leben zu gestalten. Dcyn aber gab es keinen bessern Anfangs als den, der sich jetzt ihm darbot. Hier, bei diesem Mädchen, sah er ja ein würdiges Vorbild für solche Hingabe, für solche Selbstopsernng. Für diese Tugenden entwickelte dieses Mädchen, dieses schwmhe Mädchen geradezu eine erstaunliche Riesenkraft; daher war sie auch des. Mannes würdige der es mit fester und klarer Stimme ausgesprochen hatte, daß Israel die verkörperte, ewigandauernde Opferirmrdigkeit der Welt bedeute.

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