Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 22 (22.6.1922)
- Date
- 1922-06-22
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 2. ■ Neue,Jüdische^resse.- Nr. 22 rcligiöiii'aciejjliä) Erlaubt . sei, einst /FrauS/aNSdie- Spitze einer jüdischen, Organisation zu stellen:. Da /diese Be-," .Amüitz' von den beiden Wortführern dieser Richtung selbst- Nur chhpothettschgeäußert wurden/ und . tum feinem der zahlreich anwesenden dem Rabbinerstaiide undder kons.'rvativett, Richtung " angehöretiden Bereinsdelegierten 'geteilt . wurde/ ging die Bcrsannnlung hierüber zur Tagesord- . uung über. . ' . , In den Vcrbandsoorstand wurden ferner einstimmig .gewählt: Kurt Neu-Berlin (stellv. Bors.l, Kurt Zacharias-Bremen (2. stell». Bors.), Paul Ausscstzzcr- Mrnberg (3. .stellv. Bors.), Dr. Als red Apfel-Berlin, Sistgsr. Bacharach-Hannover, Dr. M. PaulBlock- Köln, Alfred Cohen -Bochum; Dr. L. Fran f» Nürnberg, -grau Elsa H i rsche 1 -Dresden,. Gre.tc Ko - v aas - Berlin, Dr. D a v. Ä r o m b a ch - Esse», Rabb. Dr., Pan l'L azaxus-Wiesbaden, Dr. G ustav Lö ffl'e r - . Frankfurt a. M., Rich. Ma.rcks-Köln, Dr. Fritz Noll L-Gotha, LeviWolf - Trier. Ein Platz wurde für «inen -Vertreter' der östlichen Vereine reserviert. Im übrigen gehören dem Berbaiidsvorstando je ein Vertreter der 13 -Landesverbände sowie je Ein Vertreter der führenden jüdischen "Organisationen Deutschlands an. Der Bayerische Landesverband konstituierte sich während der Tagung,aufs neue. A lf red S ch au l-Marien- . werder (Westpr.) gab namens weiter Kreise der ostpreußi- " schen jüdischen Jugend dem Wunsche Ausdruck, daß der Verband eine neue Werbetätigkeit int Osten aufnehme." In der Generaldebatte, in der fast allgemein der Verbandsleitung -hohes Lob für ihre Arbeit gespendet, ' wurde, wurden nachstehende Thesen zur Verbandsarbeill einstimmig apsgestellt: ' Der Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands fordert von allen seinstn Mitgliedern den ernstesten Willen zum.Judentum! Er will als jüdische Bewegungallein Deutschland lebenden jungen Inden, zu ge- - meinsamer Arbeit an der Zukunft der deutschen Juden- - »heit' zusanunenfchsen. Diesem Programm diene: ' I^Eine Derbandsarbeit, die jeden einzelnen Inden zu 'erfassen und zu bee'Lflussen sucht und die geeignet ist, - die menschlichen Bezwungen aller Mitglieder des Ver- > , bandes.. unteremander zu knüpfen und zu vertiefen; . / 2,Eine bewußte Vertiesmig des religiösen Lebens, ein. zielsicheres Hinführen zu den Quellen des Judentums durch die lebendige Vermittlung der Kenntnis des gesamten jüdischen Schrifttums und der hebräischen, Sprache. ' - 3. Dre.tatkräftige Mitarbeit an den Aufgaben der jüdischen Ocffentlichkeit, die auf die Erhaltung und "' ' Sicherung des Judentums und der Judenhcit Hinzielen; 4. Das Verbandsorgan- — ,die „Jüdischen Blätter" — - - dasdurchformal und inhaltlich hochwertige, aber. ' allgstmeinverständliche Aufsätze Anregung für die Verbandsarbeit, sowie Spiegelung des Vcrbandslebens sein .' muß, und über alst wichtigen Vorgänge, die jüdische "Interessen, berühren, zu berichten hat; - 5. Die Unterstützung von Turn-' und Wandergruppen! in -allen Vereinen, die sich die'dringend nötige .korpcr- . liche Ertüchtigang unserer Jugend zur Aufgabe machen; 6-Die sorgfältige Arbeit in Jugendgruppen, deren Führer und Führerinnen das Heranreifen, eines, lebensfrohen und von unseren Mreabm bewegten Nachwuchses sichern sollen;; ,77, Die Unterstützung derjenigen jugendlichen Kreise, die aus ernstem Erneuerungsstreben eine Berufswahl oder . einen Berufswechsel vornehmen. - 8. Der- Vorstand des Verbandes, für dessen Zusammen- .. setzung allein opferfreudige Hingabe an unserer Idee , . bestimmend sein darf; 5. daüernde Kräftigung der Örganisation des Verbandes und seiner Untergruppen, der Landes- und Bezirksverbände, didie planmäßige Durchführung der-Arbeit sichert. . . . 10.Die freudige Mitarbeit aller Mitglieder. Der z w e i te Verhandluugstag erörterte zunächst die Frage, der Vertiefung der Verbandsarb e it, Dr. Gustav Löffler leitete die Berichte ein durch -Ansführungen über die. Zusammenhängezwischen Erziehungsarbeit und Masse, die Bedeutung Hes Massenmenschen und der Führerpersönlichkeit. Von religiösen und sittlichen Gesichtspunktes " aus nahm er entschieden Stellung zu den Fragen "Evolution oder Revolution und. lehnte per-. ' fönkich. jede Uebersteigerung materialistischer Auffassung ab. Dr. C o ra Ber l in e r betonte die Geltung allgemein sittlicher Gesetze, unter. die sich der Einzelne bewußt, in sreier Erkenntnis zu stellen habe. Hie verlangte besonders eine neu geartete Einstellung des deutschen Juden zum Staate und zur Wirtschaft, die Ablehnung jeglicher Gewalt und Ausschaltung einer Wirtschafksgesinnung, die iwr die Güter, nicht aber den Menschen int Auge habe. Rabb. Dr: Pauk Lazarus forderte die Rückroberung des jüdischen Hauses durch die jüdische Jugend und unbedingte Rückkehr zum jüdischen Religionsgesetz strotz aller Schwierigkeiten, die sich dem modernen Menschen bei der Erfüllung dieser Forderung entgegenstellten. Kurt Neu-Berlin forderte Bereicherung der Verbandsarbeit durch künstlerische Vertiefung. Der Weg dazu - führe über, die Künstlerpersönlichkeit und ihre Ziele sowie über die Erkenntnis der der Kunst eigenen Gesetze, Unter f Hinweis auf die BSeutzmg und die Gefahren russischer- und französischer Literaturkveise verlangte er ein - starkes Zurückgehen aus die Schiller’sche Jveenrichtmig.; Der politische Teil der Ätzung begann mit der Erörterung"eines Antrages über bas DerhSttni-S znm Zent-ralverein deutscher Staatsbürger jüd. /Glaubens, HierM wurde von Dr. Apfel erklärt, daß vertrauliche Besprechungen mit der Leitung des. Zentral- , Vereins stattfanden und diese Besprechmtgen' noch nicht abgeschlossen sind. .Es wurde aus" diesem ' Grunde von einer Debatte Abstand genommen. - Zur Palästinafrage lagen verschiedene Anträge: . vor» die -Wigunsten eures Antrags. des jüdischen Zagend- ' bün-es Bvlwuschnwig> der die Resolution der vorjährigen Kasseler Whtstrtttgtmg mit der Pimtralitätdes Verbandes unvereinbar, erklärte uns» ,. dem Verband die' .Beteiligung am Aufbau Palästinasuntersag«, "zurückgezogen .' worden 'warru.. > '■ ‘ -r : ] Ist -?!/ ■!?!.!' .?. -Itach<eÄem:'!AeftrM'.'"Dp.^ D'' ab id"5krojtt buch ’s* Essen und" längerer- Debatte"'; erklärte die VerjammlünK mit Aiö , gegen 13 Stimmen: .'. — . .. I ber Beschluß /der Kasseler Führertagung wird', vom .: Dclegicrtentag bestätigt, , ' ' - 2. der Delegiertetttag chü'ree - es freudig begrüßen, . meitit ' es gelingen würde, die Neutralität"des - gesamte»"'Ke r e ii - H" a j c s s ob in . Rücksicht aus . die von - einigen - Vereinen und Mitgliedern eingebrachten Bedenken zwei" selsfrci tlarznstrllen, um dadurch die Mitarbeit alter Kreise am Palästiiiaausbnmverk zu ermöglichen. Im übrigen beschäftigten sich" die Verhaudluiigen .mit einer Reihe interner Vcrbandsaiigelegenheiten. Besondere , Zustimniung sand eine I n t e r p r c t a.t i o n der Vcrbandsleitung über die 9i eutr a li t ä t dahingehend, daß der Verband zu allen jüdischen Problemen bewußt "Stellung nehmen müsse, ohne zu prüfen, von welcher Richtung oder .welcher Partei das betreffende Problem aufgerollt worden sei. Maßgebend für die Stellungnal>tnr des Verbandes im'Einzelsalle-sei allem die sachliche Bedeutung für das Judentum. :. . ' Raudbemerknugev. Die soziale u«d die religiöse Krisis im'jüdische« Volke. / Die 'Anomalie des Golus hat auch zwischen traditio'nelietn Judentum, und Sozialismus einen Gegensatz gefchasjen. Und dies .— trotzdem das Judentum in der Thora eine soziale Theorie und GesetzgLbimg für das Dciiken des Enizelnen im jüdischen Volke sowie für die Grundlagen des Aüfbäus des Gesellschaftslebens der jüdischen. Gesamtheit gibt. Dieser Sozialismus ist für jeden, der bic 613 Gebote und Verbote der. Thora mit seinem Leben zu verwirklichen erstrebt, verpflichtende Richtschnur, — und cs bedeutet daher cine starke Abirrung vom Geiste des Jtidentums, wenn ein traditionsireucr Jude kapitalistisch denkt und. die Uiunöglichkeit, iiii' Golus das jüdische soziale Leben nach eigenem Gesetze frei gestalten zu-können, nicht schmerzlich empfindet. .Trotz allem durch, die Ungunst des Golus verursachten Spießbürgertum und Achtung vor dem Kapitalismus lebt jedoch selbst heute noch so viel, gesunder-sozialer Instinkt in der jüdischen Gesamtheit, daß sie den Weg-: zur alten jüdischen sozialen Gerechtigkeit schon finden wirb, sobald sie nurdie Möglichkeit hat, in Palästina wieder die Gestaltung ihres sozialen Lebens in die Hand zu nehmen.. . Infolge, des sozialen Geistes des Judentums werden des ferneren — das ist gewiß — auch,vic religiös gleich-, gültigen und die religiös feindlichen und daher äntitraditwnellen Kreise, wie sie. 'die sozialistisch gesinnte neue jüdische Bevölkerung Palästinas in ihrer Mitte zählt, gleichfalls allmählich den LVeg zurückfinden, nämlich über den Sozialismus des JudentüMs " zum . Judentum - selber. .Ihr sozialistisches. .Deuten trägt heute" ebenso" Goluspsyche wie das antisoziale Anbetertum. des Kapitalismus, das leider unter-den Traditionellen nicht, selten geworden ist. Wird erst diese Psyche des Golus geschwunden "sein, dann' ist der Weg geebnet, zwei entgegengesetzte Strömungen im zeitgenössischen nationalen Judentum zur Einheit zu ..verschmelzen. . - , Noch steckt aber das jüdische Volk mitten in drq sozialen und religiöscii Krisis. Unendlich schwierig ist die Situation, und die wenigen, die sich mühen; den gordischen Knoten zu entwirren, änöch.ien verzweifeln, wenn ihnsn nicht /die Gewißheit voranleuchtete, daß allmählich — wenn "vielleicht auch sehr langsam — der. Knoten sich entwirren wird. Der Boden-Palästinas wird dieses Wunder vollbringen. In diesem -Sinne klang auch ein Vorkrag ü6ejdie soziale und die religiöse Krisis im jüdischen Volke ans, den.wir vor einigen Tagen in der Frmiksurter 'Misrachigruppe' von Dr. Robert Weiß, hörten. - . ' . - J») Schöchtiin üttd.Softlin: Aabb. Dri- B a m b er g s r, ärissingen. - - .. . " : Chinuch: Äiabb." Dr: "K t,e"t!n , Nürnberg. ' . - «."Aussprache' init Vertretern orthoü.' Organisätionen über "jüdisch-politische.Fragen der'Gegenwart, ») Agudas Jsroel: Jakob Rosenlseim. . / i>) Freie Vereinigütig s. d, Jiiteressen des' orlh.. Jnventiims und Bluiü gcsetzestreuer.Gemeinden: Rechts- " anivalt Dr. I. B reue r. - e) Palästtnazentralc der Agudas Jsroel" Uiid ,d.'i>tsch- , , -holländische Palästinaverivaltuiig: Dr." Si E h r- " mann.. - Erez Israel. Ukralulsche Waise«. (JPZ.) Auf Grund einer besonderen.Verfügiitig.derenglischen Regierung erteilte das britische Könsulat-. in Warschau l50 jüd. Waisenkindern aus. der Ukraine taxfreie Bisen zür Uebersahrt .nach Palästina, Paleüiue La«d Developuleut E»«ilia«tz. Auf der letzten Sitzung des Direktoriums der Palestine Land Development Co. in Jerusalem. wurde eine Dividende von 6»'o-bewilligt. Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, baß tut Jahre' 1921 Bodenkäufe im Werte von 600 000 Pfund Stekling abgeschlossen wurden. Im Jahre 1921 wurden Bodenslächen im Werte von,400000 Pfund verkauft. ‘ Die Gesellschaft wird demnächst in der Umgebung von Haifa und. Jaffa 30 000 Dunam (11’ Duiiniu gleich 1 Hektar) erwerben. Ei» jüdisches Häuserviertel für Jerusalem. Die Vereinigung „Bonc . BajitV wird noch in'diesem Sommer in Jerusalem 80 Häuser errichten. Die vyn der zionistischen Brandeis-Gruppe gegründete. Hypothekenbank hat die ersorderlichen Kredite gewährt. Ein Ruudschrcibe« der drei jüdische« Beamtenverbänüe ' An unsere Berstssgenossen!. . - / ';; Der D c uts ch -Is r ae lit is.che G em eind eb u nd ist durch Beiträge, die er.von ihm »angLschlossenen Gemeinden erhalten hat bczw.' noch erhalten'wird, in. der .Lage, die Gehälter einer Anzahl sehr schlecht besoldeter Gemeindeb'eamten durch Z.u"s ch ü s s r aufzubessern. Rabbiner, Lehrer-und Kantoren, welche, auf" eine Zuwendung ' aus diesen Mitteln Anspruch erheben, wollen-sofort, spätestens, bis zum 1. Juli an die Vorsitzeiideii ihrer Vereine,. bez. Verbände, ein begründetes, Gesuch einreichen. . . . . Gesuche, die iiäch dem .1. Juli eingehen, können unter keinen Umständen .mehr Utrrücksichti'gt werden:' " v, Rabbineroerbafid in Deutschland: Baeck, Horövitz. )/ . Verband" der jüdischen Lehrrrvereme im' Deutschen Reiche: Stern, " Steinhardt." / ’•:- Allgemeiner Deutscher Kautorenverband: v;-’V .. ' Fabisch, Zivi. Aus dem Müuchener jüdische« Gemeiudeleben. x Zwischen der Js r. Kultus-Gemeinde und ^r orthodoxen . Jsr. R elig io.nsgeselisch aßt „Ohe l Jakob" wurde ein Vertrag auf der folgenden Grundlage abgeschlossen: . . - - . Sämtliche Ritiialitiftituciotteu - der Gemeinde -.werden der- Aussicht des Rabbiners der Religionsgesellschaft'-imterstöllt. Letzterer Rabbinerist" hinsichtlich deck Vornahme von- Trauungen usw. dem Rabbiner der Gemeinde gleichberechtigt. .Die Religionsgrsellschaft, die ihre E'iurichtungeii äls ihr Eigentum behält ütü/ die daraus ftießenden/Hinnahmeti bezieht, hat den. Sachbrdarf ihrer JitstitutloK zu decken und zu de» Gehältern ihrer Angestellten ein/Biertcl bcizntragen, während -drei Viertel und die Pensionen-von der Gemeinde übeniommen^ werden. Derttsches Reich. Geueralversammlung des Orthodoxen RabbiuerderbaydeS. Am 28. und 29. Juni, beginnend vormittags 9 Uhr, sind,et im Sitzungssaal der Jsr. Religionsgesellschaft Frankfurt a. M., Fricdberger Anlage 4, die Generalversaminlmig . des Orth.. Räbbinerverbandes init folgender TagesörÜ-- nung statt:;. / - 1. Berichterstattung des. Vorstandes. .2. Halachisches Referat: Rabb, Dr/ S. Brauer, Frankfurt a. M. (Bcizoh 34, Chulin 51). " 3. Halachisches Referat: Rabb. Dr; Schiffer, Karlß-J ruhe, „Das Verhältnis der standesamtlichen Trayungest-' und Slbcidunaen *um iüd Rcliaionsaeseti." -' ' ’ und Scheidungen zum jüd. Rcligioiisgesetzck - 4, Rituelle Fragen der EDiMtlärt; - ' a) Agunost-Mabb. Dr. M annes,FMchwabach. Erwachtes jüdisches Lebeu tu Dresden : Hätte jemand twch vor wenigen Jahren ^behauptet, in Dresden herrsche' jüdisches Leben, so - hätte - silh. Hies zweifellos wie ein Märchen angeh'ört. Allein-/der'"Krieg und seine Folgrerschemungen haben auch hier Wandlung geschaffen. In den , letzten Jahren fittb auch in Dresden Ostjuden zugezogen nnd haben, jüdisches Leben gebucht. Sie unterhalten drei Betlokalc. und eine' schön aüsgebauie Talmud-Thoraschnle. In dieser Schule ivird täglich T-uach und hcbräiscsie" Sprache 'gelehrt, in den oberen Massen,auch Mischnah und Talmud. Ällsabbatlich hält Rabbiner S a.l o - mo.ii Ho row itz .einen Perekschiur. ab." Drei SchoMim, Talmudgclchrtc und streng örthodgxe Männer, die . aus Galizien stammen,,versehen die Schechitoh für zwei-Metz* gereien, während die isracl: Gemeinde nur -einen Schöchet beschäftigt.' . " - / . In jüdisch-nationaler Hinsicht haben dir Ostjuden folgende Jnstitutioneit geschaffen. Esbesteht eine Zionistische und eine Misrachistische Ortsgruppe, Beide Gruppstu haben genteinsame Bereinsräume und, eine Lesehalle! Außerdem gründeten die Ostjudeu einen jüdisch-nationaletck-Fräucu-, verein Agudas-Noschint. Ein Verein „Hasamir" macht sich; die Pflege des hebräischen, und" jiddischen Volksliedes zur ' Ausgabe. Auch ein jüdisch-nationaler Geselligkeitsostrein mt v v 9 I! " «i d ( l d it e e a - S n \n -N : II :.,s .•a ■;C s Li ■yi i,ti io ter dem. Nmnen. „Haschachack’ und em D.ilrttautenverein für die Pflege jiddischer Kunst und Dramaturgist" haben sich gebildet. Es darf nicht außer acht gelassen >werden, ' dab sämtliche Institute.".und- Vereinigungen, ganz spontan-aus de» seelischen Bedürsinssen der Ostjuden" heraus erwachsen sind. , R«tzla»o. ' : . Neue Ponrome! > - - Nach in- W ars ch a>u eingetrosfenen Berichten-'fänden in zahlreichen -kleinen Plätzen — besonders in der.(Ukraine — neuerlich Pogrome statt, denen Hunderte - Juden zum Opfer sielen. - TschechoSLovakei Bund der jüdische» vemeiudeu iu der Slovakei. . In P ie statt y sand eine aus. der ganzen rSlowakeE ehedemnngarisches Gebiet —. besuchte'/ Versammlung) ' statt; die die jüdischen Gemeinben der'Slowakei zu einem Bunde vereinigte. - ' Auf Antrag des Rabbiners Dr. B enno Fischer*) Trencin wurde der Schul ch a n - A r u chi ein st i m m i g ’ als Grund läge des Gemeilnbebundes er* klärt. . ' > ' Auf Antrag Dr," G uth.'s wstrde beschlossen, den - ./.Volksverband ste'r Juden für die Slowakei" als Vertretung 8er politischen,- wirtschaftlichen unst^ und sozialen jüdisch!» Interessen gutzuheißen, . > / * - 7" Es ' wurde beschlossen, die religiö sen" An"ge> legeiiheiten in hebräischer Sprache zu cr> . ledigen.' - '* ■ . ' Die.Versammlung nahm eine Erklärung an,/welche . besagt, daß der " Volksverband von - dem Grmeindebundr " die^.vollste moralische und auch materielle llnlerstützung stw7strhalttn. habe. Und ipdem dies ausgesprochen wurde, Mt' damit zugegeben worden, daß das Judentum nicht "wie bisher nur .als. Konfession aufzüsassen sei,-.sondern als eine Volksgemeinschaft, die als solche auch andere außerhalb der Konfession liegende- Interessen im Leben zu verwirklichen und zu wahren-habe: - - b Sv