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Neue jüdische Presse · 1922-06-13 · Heft 21 (13.6.1922) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
20 (1922)
Issue
Heft 21 (13.6.1922)
Date
1922-06-13
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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toeitt %. "T';.'.$ie JtflSfäe-.;'^agc^MJMzsehun'gSWschsVR-ilMinaS wird voraussichtlich nicht längerals 3 Jalire dauern. - Hi Hufe dieser P-it ist W hoffeu, da» sich die volitischen BerhSltnisse Äi Lande soweit stabilisiert haben werden, da», die Regierung einerseits, die Gemeinde» durch Bcfteuerungsrechk andererseits de» wesentlichen Teil der Lchnlkosten trageii iverden. Auch die Beoöllcririig wird allmählich -ökonomisch von den Folge» des Krieges gesunden und den Schulgewern einen größeren Prozentsatz leiste», so da» das Schulwerk ii» wesentlichen ans eignem Fn»e wird stehen können. Es handelt jid) um die Rettung dieser hochwichtigen Arbeit in den nächsten drei ÜebergangSjahren. Die Juden der ganzen Wett würden sich ein ewiges Brandmal aüf- .setzen, wenn sie unserer Arbeit in dieser stunde nicht zu Hilfe kämen. , Unser - Jahresbudget beträgt 3 > OÜO bis 3ä OOO Pfund Sterling. Wenn auch Amerika den Löwenanteil - dieser Summe wird tragen müssen, so kann und darf kein Land — namentlich, wo Juden in Massen wohnen — dieser Arbeit entziehen. Bei der Gestaltung der finanziellen Verhältnisse ist das Land selbst der niedrigsten Valuta in der Lage, wesentlich, initzuhelsen, und sei» Beispiel wird auf die valutastärkeren Länder iinisoniehr aneiiernd wirlen. Dr. P. S ch ö n fc l d, Lester des orthodoxe» Erziehnngswescns in Erez Jisrael. Schocken über Palästina. Der Großindustrielle S.'Schocken jr. in Iwickau, Direktor des Jüd. Ratioualfonds, schreibt im „Haacez": ' ' Ich bin zum ersten Mal nach Palästina getominen und 'sehe jetzt — nach zwei Monaten —, da» die palästinensischen US i r t s ch a f t s ui ö g l i ch k c i t e n meine Erwarrungeu wesentlich iibertrosfen haben. .Palästina hat i;cmc Platz für suiige Menschen, die sich haiidelsötoiioiiiische Kenntnisse erworben haben und bereit sind, sich ans tlecucn Aufängen emporzuarbeiten. .Es handelt sich darum, da» junge Leute, die diese. Vorbedingungen ersnllen, sich erst einmal' den Landesvcrhälmisseii anpaisen, um allmählich Geschäfte -zu gründend Ich hin überzeugt, da» solchen Elementen die ökonomische Ziitngil des Landes gehört. Di. tleinen Ausäuge äu Jaffa, Haifa und Jerusalem werden bald verschiedene starte'H a n d e l s z e a I r e n entwickeln und in .ihrer Gesamtheit innerhalb der alten snrische» Grenzen -den wirtschastlichen Mitielpnnit bilden. Ich bin entschlossen^. nach meiner Rückkehr nach Deutschland für Sie Einwanderung wirtschaftlicher Chaluziin zu Wirten. Jur Durchführung dieses Planes ist natürlich ein Unterricht in verschiedenen Gqwerbc» und .Industrien erforderlich. - ■ - ' Die Lage der Industrie ist ebenso wie die des Handels. Die industriellen Persnche, die ich vorgeiuuden haste, machen, eine» guten Eindruck, und ick tann nur sagen, da>. es auch hier erwünscht ist, da» . Leute ins Landl koinäncn, die, mit den notwendigen Kenntnissen auSgerüstec, sich durch eigene Kraft cutsalten wollen. Die Ehalnziin. an die ich hierbei denke, werden auch geeignet fein, die kooperative Arbeitsweise nach ökonoiuischen Regel» fortziiiel-en oder anznbahncii und zwar in bezug ans die Produktion wie auf den Konsiim. Desoiiders tvertval! erscheint mir der bereits uiiter.ioiiunciie Versuch der Arbeiterorgchiisätidnrn für Unternehmungen mannigfacher Arr. - ' Den Stand der l a n d w i r 1 sch a.f l l i ch e n Verwaltung thlbe ich in Perbinvung mit der Arbeit des Jüdische» Rationalsonds geprüft. Wenn man ^anch über diese Dinge nur urteilen kann, wenn man sie i» bestimmten zeitliche» Zwischenräumen "oesichtigk, so zeigten mir doch die indischen, Siedlungen, die jedem wie Oasen erscheine», was indische Arbeit bereits geleistet häc, und was sic uock leisten kann. Besonders gefallen habe» mir die -neuen Arbeiter- Äwuzoth bei ihrer ersten Arbeit, die sie unter äußerst Härte» Bedingungen, aber srohuiüzig vollbringen. Unsere 'Bemühungen werden jetzt darauf gcrichre: sein, die Wirtschaftlstt)kcit der einzelne,r Betriebe .so rationell zu gestalten, da» die Produttivstäl jeder Kivuzah und damit auch die Lage ihrer Mitglieder gehoben wird. Diese Anstrengnngc» werden in ihren letzten Konsequenzen zur Stärkung. der Kaufkraft des ägyptischen Pfund und zur Berbilligniig der Lebenshaltung führen. Hat das Geld im Laude aber erst seine alte Kaufkraft wiedrrerlangt, so iviro man mich mit dem AnSlandc konkurriere» können. Die Eiuwaiidernug neuer, ausgcbildetcr Arbeitsclemeutc wird die' Berrvaliung in alle., ihre» Zwerg.» günstig beeiiislusien und die Grundlagen des Ansbaus festigen: Ausgcbilde.'e 'Arbeiter, die ans vielen Arbeitsgebieten noch fehlen, rniijsen natürlich im Golus bereitstehcn. .... Ich habe mich während meines-Aufenthaltes vornchnilich mit der Lage der Rat, o n a l f o nd s a r b eilen besaht und besonderen Wert aus das Studium unseres u e n c rr . D o d e n b e f i tz e s in Emct I cs reck ge'egt. Der Wert dieses Bodens tritt jedem klar zn.agc. Wir hassen, da». es uns gelinge» rvird, die laiidwirtschastliche» Arbeitsmethoden günstig zu ennvictelri, ohne dabei auf graste --pekuniäre' Hindernisse zu stoßen. Graste Freud: hat wir die Beliebtheit des I. R.'-F. in Erez Israel bereiter, da sie tiiid) hoffen last» da» die bevorstehende Ucbersiedlriiig der Leitruig des I. R. - F. nach Palästina eine neue Äcra eirrleiteu wird. Beim Studium der Arbeite» in der Ebene Jesreel ist mir so recht zuin Bewustlscin getoninieii, w i e rv i ch 't i g die m a t er i e l l e S.t ä r t >i n g a l l e r n a t i o rr a l e » I rr - st i t n t i o u e it i st In allen Ländern waren die Jahre seit Abschluß des Krieges Jahre der wirtschaftlichen BedrüiigniS: inan »ins; sich jetzt bemühen, das Gleichgewicht einer gesunden -Wirtschaft zu erzielen. Palästina befindet, sich heute aus der erster. Entwickln,igsstirse nach dcm,Kriege, Wir haben in deu - letzten vier Jahren reiche Er-, sahrungcn gesammelt, die uns beim' Ausbau bcüilskich sein iverden. Ich sehe überall sin Lande das Bestreben, die - - ... >. -■. . n. . Neue Jüdische Presse jüdische Arbeit zu. kräftigen und.so den Ausbau zu beschleü-' rngen. Mit, der sortschreitendenz Rationier,iriz unserer Verwaltung auf Grund. der gewonnenen Erfahrnilge» wird das) Tempo des Aufbaus sich 'beschleunigen.' Ich bin überzeugt, da» die jüdische Arbeit in Erez Israel, die sich auf cin starkes Gefühl stützt, allmählich alle Hindernisse überwindcii wird. J»r Laufe der zwei Monate, die^ich hier verbraü)te, erschlost sich iuir das Land irr seiner. Tchöiiheit niel>r und mehr, riird wen», ich setzt Palästina verlasse, so hasse iii) zuversichtlich, das; meine Arbeit und mein Leben .von jetzt an mit dein 'Aufbau Erez Israels noch snniger vcrknnpst sein werden: ' ' Das Wiener Palästiua-Amt. . Das Rovcmbcr 1918 gegründete Wiener Palästina- Aml erstatter Bericht über die. Jcit bis.1. April dieses Jahrcs. Es fungierke als Ansgarigspiiiikt für zirka liOUU, als Durchgangsort für mehr als 70:10 Paläftiirafahrer. Allen diesen Palästriiasahreri, hat/es Ivähreiid ihres Anjeuthalte-s iitz Wie» die einschlägigen Irr f v r nr a t i o » r ii erteilt, ihnen — rvo cs not rat — Rechtsschutz gewährt, Niro, war ihnen bei der B-rdnung ihrer siiranzielleis Äi'.getegciiheiten lNebcrwcisungen von und »ach Pa'.ästinas Geldwechsel nsiv.) bebiiflich, Während ihres Ausenthaltes in Wien, der normalerweise zurzeit 8—10 Tage dauert (weil die Sanitätsbehörden iu Triest die Einschiffnng von Palästinasahreri, erst am 12. Tage nach Ucbcrschreitnng der polnischen Greiize gestatteni, fxiiöct der gröstte Teil der Palästiila-Fahrer' in den Heimen des Palästina-Aintes — ein Männerheiin mit 90 Betten und cin Franenheiin.mir k:> Bet en i» der Stadt, sowie ein grostes iienes Landheim mit getreriiiteii Räumen für Männer »nd Frauen iziisaninic» In» Bette») in der üingrbuiig Wiens — llntortuiift. .- Bei ihrer, Aiitiiust in Wien tveroen die Pal'istiiiafahrer von den Benmlen des B a h n h o f d i e n st e s' erwartet, die insbesondere bei der zollaiirtlichen Behaiidlnng und den Transport der Gepäckstücke behilflich sind.-Sie iverdendann -zur Desinfeklion in die städtische Desiiifettioii-?- Aiistail gcjnhrl, wo sie 2k Sl>uide» verbleiben. - Bor 'ihrer Abreise, aus Wienwerden alle Palästinasahrer durch den von, Palästina-'Amke eingrzrichletc» Sani t ä l s d i c n ft ärztlich untersucht. - , B e r t ö st r g n' n g wird u»>' daiiu gewährt, wenn die Palästinasahrer durch unverschuldeten längere», Aufenthalt in Wien ihr Bargeld ansgczehrt und daher ans Unterstützung niibedingt angciviescn sind. jUebcr die durch die Jmmigrakionsjperre im - Mai HI21 hervvrgeriifenc katastrophale Lage r» Wien, wo infolge des Landuiigsverbote-s mehr al^ »"» Palästiiiawanderer »ichrerc Monate festgehalten ' ivnrdc», ist ini Bericht der Jivnistische» .Exekutive bereits ausführlich bcrichter worden. In 'jener .Zeit, mristte naiürlich hiiriderten von Personen monatelang gratis Kost und Berpslegnng gegeben iverden.) R e r > c z ii s ch ü s i c wurden vom l. Januar 1!>2I bis 31, März 1322 an ö>9 Personen gewährt. . Die Bewilligung der Reiseziischüssc erfolgt in der Form von Darlehen, die den Palästrnasalirern gegen Schuldscheine gewährt werden. Palästiaafahrer, sür, die Wien nicht der Ausgangsvuntt, sondern cin Tnrchgang-sort ihrer Wanderung ist, erhalte» Vinen Rcisezuscha» mir.iit ganz besonderen Aii-snah»icsälle>i. » Mit reger Anteiliiahine und mit iatlräs.tiger, Unterstützung begleitet das -Palästina -?lüit die Beniührrngei! der „Ehalnzorganisalioii für Desterreich", g e w c r b - l i ch e und I a n b w i r t i ck, a s r l i ch c A u S b i I d n n gL 4 m.ö g l i ch k c i t e ii für Palästinasahrer in 2tzien und in der Umgebung Wiens zu schafsca. So wurde ei» Tclegraphisten-Kur-s mit 12 Teilnehmern im Rahmen der staatliche» Telegraphisteuschnle ins Leben gerufen. Ansjerdeni besteh! ein elektrotechnischer Kurs mir Lehnvertstätle i'2» Teilnehmer,, sowie eine Schlosjergruppe "(12 Teilnehmer!, die theoretischen Unterricht in einem von der „Ehaluzorganisation für Deiicrreich" eiiigerichleien Kurs geilte»! und ihre praktische Aii-sbildi»ig teils in Privakniiterncbniiingcii, teilein der Tchlosserivcrkstätte des „Indischen GciverlicsvrdcriingsaiiiteS" erhält. 23 Chaluziin! werden von der „Cb"- luz-Drganisatiow für Tester reich" zurzeit in 3 landwirtschaitlickeii Gruppen in der Umgebung Wiens ausgebildet. Der in Wien domizilierende Weltverbmid' des „Hechaluz" hak einen für k» Personen bestimintcii Bausachknrs ervfinet. dessen Teilnehmer i» deir Heimen des Palästina- Amtes wohnen. In der letzten Zeit wurde auf Grund von Kaniairstr.ägcn oder von Anfragen des Departements für Handel lind Jirdustrie bei der ZionisUschen Erekutive in Palästina begonnen. H a ii d e l.s b e z i r h u n g c ii zwischen hiesigen und t palästinensische» Firmen hcrznstclle». Die Mittel für die Fürsorgetätigleir ziigunslen der: Chaliizjm (Uiitcrkiiiift, sanitäre Fürsorge, i» Einzelfällen Berlöstigniig, Reisezuschüsse) izinß das Paläsiina-Anit durch eigene Aktion?» int In- und Airslarid.' aiisbriirgerr. . Ucberweisiingcn ziignnsteu des Für-sorgesonds sind unter der Bezeichiiuiig „Fnrsorgesond für jüdische Palästina-Enri- "graiiteir" an He Allgemeiilv Depositenbank, Filiale' Wien, ll„ Tabörstraste 7, oder direkt a» das Palästina-Amt, Wien, I., Bauernmarkt 2k, zu adressieren. , Die eufte hebräische Tagung iu Rheiulaud-Westfale«. In das Präsidiuiii wurden Dr, Sackheim, Rabb,. Dr. Es cke l b a ch er, Dr. & rii nrb c-r g, Herm'o tti und S i-e ci e 1 w achs - Mühlheim gewählt, als Schriftführer Mohr und :>i o s e ii b er g. . ' Rabb. Dr. H ahn- Essen sprach, über die hebräischen Lehrbücher. Er'klagte über den Mangel eines guten Lehrbuchs. ‘ ■!■■<-,. ■ 1. '/ >M4k- C o h n - Dortmund sprach die'Meinung ans, nur durch die palästinensischen Arbeiter werde' hebräisch-lebendig: BW? - den anderen, jüdischen Kreisen sei die Sprache nur Mitke! zum Zweck. . ' - Nr- 2l. - - Dr-. E i ch .c.l kach e r .hesp,imh'<ö«-.. Mäagrt 'der. -vop-" handeneii Lehrbstchett > Lebhaftes Interesse erregte ctit von - ihm gezeigter Sthzuß der . rlstnisaieu Bespasianus-Sieges--. riiilnze ziim Arrdenke« an die Untonversniig Judäas. ,,Wir sehen, nun nach zwei, Jahrtaiiseilden die alten :>iöi,ier. .von der Bildsiäckie verschwnwderi," schloß.fliedirxr seine. Aussührungen. „Wir über - lebe» »och .lind unterhalten nns in der Sprache" der Bäter." Lehrer I äe ck e l - Tberhäusen dcinonstriert ein . von ihr» aiisgearbeiteteshebe. ABC. j - HauvUehreriii L oed-Eölu wies auf. de» Dualismus der aschkcuasische» „ad sefardijche» Aussprache hiii, dieden Ausänger verwirrt. De» Religiouslehrerir sind die,. »wderiieu llcbräische» Lehruiethodcii fremd.' Tie vermißt ii» Religivn-siintcrrichi Leben und Freude, der Unterricht ist zu abstrakt. . - G r ü » e b a n in - Solingen berichtete übdr die von ihm durch konibinicrse Methoden erzielte Erfolge. . In der Rachniittagssitznng hielt Dr.-Sackheini sein Referat über „Hcbräische Arbeit in Deutschland":^Dem Retigwnslelirer steht zu'-wenig Zeit zur-Berfüguiig, um den Schülern ,gediegene, ljtzbr. Kenntnisse beiznbringen. Rach, de» alten Methoden ist es auch nninöglich, viel zu er- -reicheii. Wenn nia» eine», Kinde, das d'entsch lernen soll, als erstes Lesebuch das Bürgerliche Gesetzbuch, in die Hand gibt, so würde es nicht vorivärtskoiiimeii. Rach de» neuen ' Methoden erzielt inan in kurzer Zeit glänzende Erfolge, weil sie hebräisch wie jede andere lebende Sprache lehren. .Rcserenl criiwickeltc .ein anssührsiches ArbeikSprogNumn: Grüiidnng einer hcbräische» Trganisation „Waad Jbri" in Rheinland-Westjaleu, die sich an die neu zu belebende Histadriit anschlicstcii soll, Gründling von moderne» liebräischen Sprachschulen, die von den Sprachvereinen, nnrerstützt iverden sollen. Periodische hcbräische Borträge und Tagnilgen, II»! de» Fortgeschrittenen Gclcgenheii 'zu geben, hebräisch zu sprechen.-Um das Interesse für das Hebräische zu lvccken, sollen einjühreiide Borkräge und Rezitationen Über die lxebräische Sprache und . Literatur veranstaltet werden. Ebenso Kurse, uni die ckteligionslehrer mit dem »wderiieu Hebräisch bekannt zu mache». Durch Bpryandlungen rnit Rabbinern und Gemeinden soll nach Möglichtcil' der hebräische Unterricht in de» Religioii-sschiileii,eriveitert werden. Auch in de» Lehrerscininare» soll das Hebräische inchr Platz einiiehme.i. Die sinanzielle Basis der h-ebräischcn Organisation soll ein h e b r ä i s ch e> Fvnds «Keren Jbri« bilden. - ' ' Der Organisalionsenlwnrs Dr. Sackheiins wurde eiustimmig angenommen. Dr. B ü s ch e l-Elberfeld schilderte die Ecfahrnilg der' Ei.berselder Sprachschule. Dr. .Sack Heini betonte, daß man .'aus dem Umwege der Sprachschule zum Berständiii-s' von Gebete» und :1>e!igionsschrifteii schneller kvimne, als wen» pian ohne Sprachtcniikiiisse direkt mit den..G.ebecen beginlit. Es wurde ein Komitee aus-Vertretern aller Richtn.igen gewählt. «Adresse: Dr, Sackheini-Hagen i. Wests., Eilpev--: .stratze r>>>.) - - I Die Essener Tagung war eine positive Deiiionftratwll des lebcuidrii Hebräisch . und der jüdische» Wiedergeburt, Alle Teilnelinier schieden-inil dein Wiiasche.- da«ä solche. Beranstaltnnge» sich vir iviederhoie» nno das; das von Dr. Scuckheim nnjgestellie 2lrl>.-ii-svrogra»»ii bald oerwirc-- licht ivcrde. - - A. K. LauSeöverbauÄ für jüv. Wohlfahrtspflege in Hessen und Hessen-Nassa«/ Rabb. Dr. H o r o v iH , der Vorsitzende,-erösfnet'die Borsiaudssipung. ) . Zu Pnillt! rvird berichtet, das; Binge», Eaisel,-Eschwegc, Mainz, Marburg, Weilbiu-g, .Hoinburg, Ofsenbach, Hanau mit Mt. 2.— pro Steuerzahler jeder Genieiiido beigetreten, sind (7930 Mark) und Darmstadt II und Gießen sich anmcldeten. Der Beitrag ivird zu niedrig gcjnuden,- Puntl 2 besastt «ich mit der Eiurichriing einer r i t u e l - -len K est i >! de r I d i v t e » e r z i r h u» g -s a n st a l t I d st c i n. Die Anstalt hat sich bereit erklärt, evenkuell eine jüdische Köchin aiizustcUen und die Sätze nur mit?-dein Betrag in Aurechliung zu bringen, der die allgenieijicn Kosten übersteigt. Es sollen zunächst die nötigenstatistisch^: Erhebungen angestellt werden'. Des weiteren soll beiiu Landesverbaiid eine Zentrallaisc errichtet' werde»- bei der die ciiizeiiicn Gemeinden ihre Beiträge einzuzahlcn hätteii. Eine Kommission wird sich mit der Frage besasseu, ans welche Weise dies am zweckmäßigsten geschieht.. . ' Saiiitätsrar Dr. Feuchi w ang er ^behandelt, dir Frage der U ii ter b r i ngnug schwer erziehb arer Kinder. Der Leiter der Erziehungsanstalt Steiiirnnhle, Prof. Dühring, hat sich, einverstanden erklärt, jüdische» Lehrern, die derartige Knabe., 'in ihrer Familie erzieheil wolle», einen zweiiiionatlichen Kurs zu geben. Dir: Errichtung einer jüdischen Abteilung Ii» Steiiiinühle ist vorerst wegen der hierfür fehlende«!' Mittel nicht zu' verwirtliche». . ' . - " . S l a in in - Fraiikfnrt referiert über die Unter-, b r i» g ii n g v o n K ideru in P slege.stc lle» au f dein Lande.' Die Konimission für jüd, Kinderfürsörge -zu Frankfurt ist bei den heutigeu materiellen- Zustände,r nicht, mehr i» der Lnge, altera dir Aufgabe.'zu löse». Es müsse» zur Alifbriiigiiiig der Mittel und zur Ermitcluiig vort Pilegcstelle» aiich die kleincrcii Genieiiiücn hcrangezogeit ivcrde»-. :? , / Else 'Eiseinann.spricht über Berufsbera-' tung. Es inaugele an fachkundiger Beratung. Besonders >ei die Mitarbeit,von: Lehrern itzid Aerzten erforderlich. -Auch stete Fühlungnalstiic mit dein -Arbeitsmarkte sei - not* wendig. - - , - - - .Dr. Man u'h e i in -betont, das; bei de» Ost j u d e u die B e-r ii f s.nm s ch i ch t >« i: g viel leichter durchzusülire» sei, weil dieselben-sich bewnstt sind, daß sie sich im. Ausland ».nur durch' gelernte Berufe eine Existenz sichern können. Sv-, istes der Berätuiig-sstelle für ostjndische . Flüchtlinge ' in Fraiiksilrt gelungen, bereits. eine große Anzahl voir Ostiuden handwerklichen. Bernfen (namentlich Maurer) zuzüsühren. Dr. Mannheim fordert die anweieiiden Vertreter

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