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Neue jüdische Presse · 1922-05-18 · Heft 19 (18.5.1922) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
20 (1922)
Issue
Heft 19 (18.5.1922)
Date
1922-05-18
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Lote 4 Neue Jüdische Presse. M. 19 ZS-ische Legenve«. Sott allein tut Wunder. Pinchas den Jair, ein Meister der Weisheit und der Gottessurcht, unternahm in Begleitung einiger Freunde einen Ritt durch die Wüste, um atro Abend seines Lebens noch einmal das Angesicht seiner Tochter zu schauen. Unterwegs begegneten ihnen zwei Araber und Pinchas fragte diese nach Neuem. f... Sie antworteten: „Aus diesem Wege lagen üt den letzten Tagen Räuber in eurem Hinterhalt. Da zogen einige Judäer' vorbei. Die Räuber wollteir gerade ihre Bogen zum Ueberfalt anlegen, — in diesem Augenblicke schrie, der Esel des einen Jiwäers mit einer furchtbaren Stimme zweimal aus, ein Blitz zuckte über die Räuber hin und streckte sie nieder." > „Für dieses Wort, ihr Araber," ries Pinchas, „möge euch der Lohn werden, vor anderen Räubern gerettet zu werden." ■* Dann sprach er in tiefer Rührung: „Herr der Welt! Wundertäter! Vielleicht hast du meinethalben jene crreitei, und ich wußte es nicht. Wahrlich, du allein tust Wunders" Und sich zu seinen Freunden wendend, sagte er: „Gott allein tut Wunder, dem Menschen unbewußt. Wieviel Gutes erweist er uns Menschen, das nur chm! bekannt ist? Eine Schlange schleicht sich me einen' Menschen heran. Doch - Gott lenkt den' Fuß des Menschen, der die Gefahr nicht ahnt, so, daß er die Schlange zertritt.' Ein anderes Mal wollen Räuber einen Menschen überfallen, doch ein anderer, dein Gott den Tod bestimmt hat, durchschreitet vorher das Versteck der Räuber und-der erste Akensch ist, ohjne in seinem Lebe» jemals etwas davon zu erfahren, einem entsetzlichen Geschicke enttonnen." „Wie kam dir denn der Gedanke, die Araber uqch Neuigkeiten zu fragen?" wandte sich einer der Freunds an Pinchas. „Weil die Araber immer auf ^er Reife find, und ich dachte, ich könnte vielleicht von Simon den Jochai und' seinem Sohne Eleasar, die kurz vor . uns des gleichen Weges zogen, hören. Ihr wißt doch, daß die Stimme Simon ben Jochais Berge erbeben läßt!" Während dessen kamen die beiden Araber noch cinmal zurück und sagflen: „Was wir dir erzählten, geschah vor wenigen Tagen, — doch heute erlebten wir noch Wunderbareres. Zwei'Meilen von hier saßen fünf Männer, darunter ein ehrwürdiger Greis, im glühenden Wüstensand; — doch ein Zug von Vögeln schwebte.über ihnen und spendete ihnen Schatten. Es sah aus, als ob 'der- Greis über, dm Vögel gebiete". , Mit großer Freude rief Pinchas, als er dies vernahm: „Araber, .ich verdanke euch eine zweite frohe Botschaft! Niemand anders als Simon ben Jochai war der Greis!" Da die Araber eine andere Richtung hatten, waren die Freunde ratlos, wie sie ihre Esel lenken sollten; um zu Simon ben Jochai und den Seinen , zu gelangen. Doch Pinchas gab ihnen lächelnd die Weisung, sich ruhig dem Schritte ihrer Tiere zu überlassen. Und wirklich — nach einiger Zeit standen sie plötzlich vor dem Lagerplatz Gesuchten'-- Die beiden greisen Gelehrten küßten sich herzlich und setzten'sich sodann im Kreise ihrer Freunde zu, Siebe und Gegenrede nieder. V Noch immer, hing wer Schwarm , der Kögel als Schutz gegen den wolkenlosen Himmel. Flog eine Rotte Vögel aus dem Heere, sogwich war eine Rotte anderer Vögel da. . „Ermüden uicht die Vögelchen?", wandte sich Piiichas au! £en Freund. „Und wenn sieermüden, müßtest du da nicht des Satzes gedenken: Gottes "Erbarmen erstreckt, sich über alle seine Geschöpfe?" der einzige lebende Mensch sind, den ich zweimal aufsordern mutzte, mich 'zu besuchen, .und bei dem ich-zweimal meine Karte abgab. Weder dränge ich mich andern auf, ' noch will ich von andern belästigt werden. Sie aber machen -eine Ausnahme. Ihre Freundschaft ist mir lieb und wert. Nein, nicht diesen Stuhl. Kaminen Sie-und nehmen -Sie hier Platz. Haben Sie schon gespeist? Soll ich Ihnen etwas vorsetzen lassen? Mein Koch' hat es in fünf Minuten fertig. . . . Nein? Aber hier ist Wein und hier sind Zigarren. Bitte, bedienen Sie sich nach Belieben. . . . Komisch! Erst dor zehn Minuten bin ich Mach Hause gekommen, da meine Herzrnskönigin mir schon gestern sagte, daß sie heute ans Mine angenehme Gesellschaft verzichten muß.» Ich habe deshalb, außerhalb gespeist, ttnd jetzt sitze ich da und weiß nicht, was ich mit mir beginnen soll. Gerade sing ich an, michj ein wenig zu mopsen. .... Sagen, Sie,' Klaßner, Sie haben doch keine Eilt? Wollen Sie hier über Nacht bleiben? das Fremdenzimmer steht zu Ihrer Verfügung." „Ich mutz für Ihre Liebenswürdigkeit danken.' Meine -Mutter erwartet mich, nicht zu spät zurück." Beide machten es sich bequem und Burger begann wieder:- - ,Mas ich noch sagen wollte, Freundchen, mit Bezug aus die Angelegenheit, die ich neulich mit Ihnen zu erörtert» die Ehre hatte — t— sie hat zu allgemeiner Zufriedenheit ihre Erledigung gefunden. Ich war. sioohl damals ein bischen' stumpfsinnig, als ich mit Ihnen darüber sprach, und bin daher wohl etwas gewaltsam vorgegangen, Mädchen sind doch ganz komische -Tierchen, und je weniger man sie zu etwas drängt, desto schneller laufen sie gerade dorthin, wo man sie. haben will! Hätte ich die Sache vorher! nur «in wenig, leichter genommen, daün 'wäre es mit desto Her gelungen, meine Herzensdame herumzubekommen. In jedem Falle merkte sie, daß sie' die Sache ein wenig Lbertrewt, und nnnx brennt sie lichterloh vor Zorn und Mir, daß ich sie beim Wort nahm und die etwas ausgedehnte Berlobungsperiode nicht gewaltsam tzu kürzen, versuche. Was Mr nun die Folge? Vorigen Sonnabend kommt sie selbst zu mür, ans eigenem, freiem; süßem Antrieb, um mir ■jju sagen, wenn ich die Gewogenheit haben wollte, mich noch einige Tage zu gednlden, dann wird auch sie die große Gewogenheit haben, den Freudentag unserer Hochzeit endlich - zu bestimmen!" - , ' w . . , . , , ' ^Habest sich die Tatsachen wirklich so zugetragen. wie ' 'Sie'es utit eben erzählten?" fragte Hmßner dreist - Laissrstrssss 56 Laissrstrasso 56 iSglleh erstklassige Unterhaltungsmusik „Ich habe sie nicht herbcmüht," erwiderte Simon, „ich glaubte, daß Gott es war, der sie zu unserer Beschattung sandte, — und was uns Gott gibt, haben wir kein Recht, znrückzuweisen." ' Gemeinsam setzten die beiden Gesellschaften nun die Reise fort. Unerwartet und ungeahut winkte ihnen plötzlich eine Oase: eine Quelle sprudelte gar lieblich unter dem Schutze dreier dichtbelaubter Bäume übers Gestein. Wieder brach Pinchas in die Worte aus: „Gepriesen seist d»^ Gott, der du allein Wunder tust!" Und wieder gab Pinchas Worte der Weisheit, indem er sagte: „Wie glücklich ist diese Stunde, da uns Gottes Wort wird. Denn sehet, her Quell ist ein Bild jenes, Quells! aus dem alle Erkenntnis, alles Gute und alles Schöne hervorgeht. Die drei Bäume aber gleichen drei Zedern, Zedern des Libanons, und die drei Stammväter unseres Volkes, her Ursprung seines Lebens, werden Zedern genannt. — Ein Quell int Garten, ein Born lebendigen Wassers, der vom Libanon kommt, nennt Salomo die Gemeinde Gottes. Doch es gibt verschiedene Quellen. Der Quell der- Wüste, der den Wanderer erquickt, sprudelt sonst fast nutzlos. Der Quell des Gartens aber ernährt tausende Pflanzen und spendet dein Menschen nicht nur sein kühles Wasser, sonder» auch de» Duft und dir Schönheit der Blu- 'mcn und die Nahrung der Früchte. Ein solcher Quell vielfältigen Nutzens ist Israel,'wenn es Gottes Lehre befolgt." - Der Urteilöspruch. Zu Zeiten des Königs Salomo trafen nn einem Freitag drei Rcisei'ide vor-den Toren Jerusalems ein.'Da sie große - Geldsummen mit sich führten und doch ni» Sabbat das Geld tiicht bei sich tragen durftcit, erschien cs ihnen das Beste, da sie in der Stadt fremd waren, das Geld an eineni verborgene» Orte zu vergraben. Sir taten also. Des Nackits schlich sich einer von den dreien zu dem Verstecke, - grub das ganze Geld ans und verbarg -es an einer anderen Stelle. Als sie nun nach Ausgang des Sabbats ihr-Geld wieder holen wollten, suchten sie vergeblich. Einer nannte den andere» Dieb, und in'großer'Erregung eilten sie zum Palast des Königs, damit er Recht spreche. Der König,-zu dem ei» jeder im Volke in jeder stunde Eingang fand, hörte sie schweigend,an. .schwieg auch zu ihren gegenseitigen Vorwürfen. Als sie endlich erschöpft iniie hielte», sagte er: „Wartet hier! In einer Stunde beginnt die Gerichtssitzung!" Bald füllte sich der. große Saat, denn viel Volk folgte stets mit Spannung dem Verlauf der Verhandlungen. Der Gerichtshof nahm Platz und in seiner Mitte der König. Der König wandte sich"- an die drei Fremden und begann also: - . „Da ihr teilte Zeugen habt, weiß ich noch nicht, ob ich Licht in das Dunkel eures Streites zu bringen vermag. Doch dg. ihr-hier seid, möchte ich euch als weitgereisten, erfahrenen Kaufleiitcn eine Frage üortegc», in der-.ich mit meinen Räten nicht einig werde. Höret: Ein reiches Mädchen schwur cincin armen Jünglinge, als er den Wanderstab er-' griff, um sein Glück in der Welt zu versuchen; keinem wideren Manne die Hand zu reichen, wenii er sie nicht von, ihrem Schwure vorher entbinde. Durch den Zlvaitg der dem Krankenheim Gumpertz'scheS Siechenhaus dittch Geldspenden auf Konto ..Hilfsfonds " bei der Frankfurter Bank, Postscheckkonto 154. „Alter Freund, was soll das heißen?" „Ich möchte gerit wissen, ob die Tatsachen sich wirklich so zugetragen haben, wie Sie mir eben erzählten," erwiderte Klaßner. . ' . „Ihre Frage habe ich schon das erste Mal verstanden, nur wollte ich Mich vergewissern, ob Sie wirklich die Dreistigkeit . . . Sagen Sie selbst, Klaßner, haben Sie nicht eine komische Frage gestellt?" „Nein! Sogar eine sehr ernste." „Das mag schon sein: aber um deutlicher zu sprechen: ich bin miir innner noch nicht klar, warum Sie Ne eigentlich stellten?" „Weil ich alle Ursache habe, anzunehmen," erwiderte Klaßner, Burgers gespannten Blick mit Offenheit begegnend, „daß' Fräulein Mahlow nicht aus freie,» Willen, wie Tie anzunehmen belieben! sich entschloß den Hochzeitstag zu bestimmen, sondern auf Drängen, durch Zwang ihrer Mutter." - Burgers Augen wurden starr. „Lieber Freund, ob das nun zutreffend ist oder nicht, so kann ich" nicht eistsehen, welchen Unterschied dies für Sie machen kann. Verzeihen Sie nur, daß ich etwas scharf zu Ihnen spreche." Klaßner erwiderte: „Weil,ich es Ihnen beibringen will, das; Sie nicht nur' jetzt, sonder» schon die ganz« Zeit über unaufrichtig handelten. Schon damals, als Sie sich die errungene. -Zustimmung des Mädchens zu ihrer Verlobung mit Ihnen nicht eingestehen wollten! Natürlich lag nichts Strafbares darin, daß Sie sich in das Mädchen verliebten und' bestrebt waren, es zu Ihrer Frau zu machen. Es war auch nichts Strafbares in Ihrer Hossnnng, daß die Gefühle 'des -Mädchens -im Laufe, her Zeit zu Ihren Gunsten sich gestalten würden. Da aber diese Horfnunq sich nicht erfüllt, obwohl Sie ein ganzes Jahr sich darum! bemüht und darauf hin gewirkt haben, finde sch, es unbegreiflich, wenn nicht int höchsten Grade ungerecht und' verwerflich, daß Sie, ein - Mann in; Ihrer Sbrß-, lung und von ihren Fähigkeiten,' sich dazu hergeben, eine solche unrühmliche Rolle gegen ein wehrloses Mädchen zu spielen und. hinter'' der Schürze von Frau Mahlow' sich zu verstecken. Ich kann wich nicht für einen Augenblick annehmen, baß Sie Ihr Grschäftsprinzip auch" bei Ihrer , Verlobung- Ihrer Braut gegenüber anwenden wollen. Zis . ist ' doch mtch das häusliche -Zusanünenleben mit einer Frau zu tbersicksichtiqen, die. nicht aus -froiem Willen 'Sie zu Eltern müßte, sie dennoch einen andern heiraten. Doch sogleich nach der Hochzeit erklärte sie diesem Trennung von Tisch und Bett, bis sie ihres Schwures ledig gesprochen -. , sei. Sie erkundeten den Wohnort-des Jünglings und reisten" mit einer großen Summe Lösegeld in ihrem Beutel nach, dorten. Der Jüngling aber sprach seine Brwtt frei, ohne einen Pfennig anzunehmen. — Wer von den dreien. verdient nun, darauf sollt ihr mir Antwort geben, das größte Lob?" Der erste der" Fremden erwiderte: „Der .Ehemann!! Er. hielt den Eid der ihm angetranten Frau heilig und war zur Hergabe einer großen Summe Lö>egeld. bereit,' damit der Eid gelöst werde." Der zweite der Fremden zollte de»' Frau die Palme des größten Lobes für ihre Treue zu: dein gegebene,« Worte. - Anders der dritte. Er meinte, er hätte dem Jüngling ' seine Bewunderung gezollt, wen» er nicht so töricht gewesen wäre, das Lösegeld abzulehnen. ' In diesem Augenblickeerhob sich der Königin seiner ganzen Größe, zornig funkelten seine Augen, und seine Stimme donnerte dem letzteren entgegen: „Du, du bist,der Dieb! Wisse': Seine eigenen Lippen werden! dein Toren zur Falle! Wer llneigennntzigkeit für Torheit," Habsucht für Tugend hält, ist fähig, einen Diebstahl zu begehen." , So hatte^ wieder einmal die Weisheit des Königs dem Rechte zum Liege vcrholfen, denn durch die Plötzlichkeit der'. ■ Anklage bekannte der Dieb seine Tat. Er ( brennt i daß er i anderen —, hieri feig, uns Die für sein nnng w sestgegr," Geistesk: samen, schlleßlü prall vl schichte um ders do mit Fr tragend! kadu" s sophie I neu Rei kenphysi spieler : rasend Literarische Rundschau. Schnitzler-Abend im Neuen Theater. Ein reicher Genuß, vor diesen Szenen zu sitze», diese Welt voll blendend-geistreicher Ironie an sich vorüoerspieleit zu sehen. Es liegt zaubrisches Flimmern und ein betörendes Parfüm über Arthur Schnitzlers Werke» und Gestalt, kein Licht des Tages aber und kein Ruch der Blüten. Theater — so naiv und so notwendig aus einer Weltanschauung ge- . wachsen nur immer. -Theater sein kanii. Alles Sein ist für ihn Spiel, alles Spiel Wirklichkeit. Müßig, feste Grenzen zu juchen. Wir können darüber lächeln, weit wirs nicht ernst nehmen dürfeir — das Leben wird Komödie. Und^wir zweifeln doch und suchen im Wahn ‘ Wahrhell, im Schein die Tragödie. Eines im Andern, weil v wir ja im Leeren 'stehen und aller Boden unter-unseren Füßen e»tschwi,idet. iSo bist du einsam und breitest die Flügel nach der Heimat schwesterlicher Seelen. Und schließ- - lich findest du mir Schein. Aus starkem! Eros Ivird müde Erotik. ~ i - .Schnitzler kann diese Seelenhaltnng ausprägen mit einer phantasttschen Gestaltuiigsfülle, mit, köstlicher Virindfitfit. Bewundern wir ihn darum' und — hüten «ns vvr ihm. Er ist gefährlich in seiner hinreißend blasierten Geste;.' ebenso haltlos wie tragisch in seiner nienschlichen Situation; ebenso begrenzt' in wahrhafter Gestaltttng wie prunkend an ironisch-skeptischer Phantastik. Die Basis seiner Ge- ' dankewvelt ist Auslösung aller Gebundenheiten und damit: der große» kuliiirelleii Ziismninenhänge. Und darum zeigt Schnitzler die tiplsche Seelenhaltnng des westjüdischen Literaten: i» seiner Generation roman-; tisdi, weil zur Feinnervigkeit wienerische Blasiertheit'sichqesellt; heute ist sie exp ression istisch,. wenn fiebrige-' ' Aktivität hinzukommt, — wenn sie in Naivität und blutvollen! Ernst münden wird, ersteht Dichtung. Das ist auch die Lösung für.^Schnitzler:. Wäre er ein jüdischer Mensch, d-r nnter den Füßen Boden fühlt, so wäre er ein Dichter mit weiten Horizonten geworden. ' : ihrem - Gatten erwählt. Nach meiner Ansicht gibt esnur ■ einen Weg, wenn Sie sich selbst wieberfinden wylleDM-, Geben Sie das Mädchen frei!". ' Eine tiefe Röte überzog Bürgers Gesicht, und dehnte sich ' über seinen kahlen Lchädel.aus. Aber abgesehen von die-, sein Anzeichen innerer Erregung, blieb er ruhig und gelak- - feit. Seine Fähigkeit zur Selbstbeherrschung, durch Klaßners - Anspieliing'auf sein Geschästsprinzip-noch verstärkt, kam b'ei-' ihm jetzt zur vollen Geltung. Als er das Wort ergriff, klang seine iTtinüne fest, äiur seine Worte waren 'ctwas rätselhaft, verschleiert und unklar.: - r ' ■ . „Gesetzt den Fall, daß, ich sie freigebe, was geschieht dann?" ' ' : -V \ „Dann werde ich sie heiraten." -..f .: „Das werden, Sic gefälligst bleiben lassen! Wer! hates Ihnen übrigens gesagt,-daß sie Sie heiraten wird?" ' > „Alice!" -; ' „Wirklich?" sNagte Burger scheinbar »och immer ruhig wie vorhin. „Ich weiß zwar nicht für was Sie odet/sie. mich halten: in. jedem Falle aber werde ich-so frei sein, um auch jetzt mein Losungswort anzuwenden, das da lautet: ,Was ich habe, das. behalte ich!' Erinnern Sie sich noch ' daran? " : , „Und tnit Ihrer Erlaubnis-werde ich mir. den Nachsatz. Ihres eigenen Losungswortes zur Richtschnur üehmön und.,- 'er' 'lautet: ,Was ich nicht habe, das werde ich: erhalten'!" erwiderte .Klaßner. , ..! '! / . .. „Das Wort schenke ich Ihnen zur freien Verfügung,, doch das Mädchen werde-ich,-behalte».-Ich habe es ja immer gesagt, haß die . so. ruhig. scheinende»: Habenichts den Teufel ini Leibe habe. Sie aber, Klaßner, -scheinen zehnj Teufe! im' Leibe zu haben, . Sie gefallen mir, daruimi wrll ich Ihnen einen guten Rat geben. Seien Sie nicht töfW richt und hängen Sie Ihre Federsuchserei, für zehn Pfennig pro Zeile, an den Nagel. Gehen^Sire in die Geschäftswelt und mit Ihrer — verzeihen Sie den Ausdruck — mit. Ihrer nnverschämten Dreistigkeit werdest Sie bald Millionär sein. — Oder 'fehlt Ihnen gar das Bewußtsein. Ihrer Dreistigkeit. wenn Sie. von einem fManne in. aller Srelenüiahje . verlangen, "daß er seine Braut anfgibt, wtil Sie dieselbe heiraten, wollen? ' (Fortsetzung folgt.) . . "Seiten J gcsellsch Du J bene im I-rmien! f gräphie ' In >ie in K sc cim Goldschi kalen A Erzvätc tuin b'e ung,! ll Mannet nicht d seiner C An p 0 l d nochh grätz i> feiet» der,Ko ei u io Q) l/I I« ns CO «] ia t« »M

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