Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 19 (18.5.1922)
- Date
- 1922-05-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 5 tzrr. 19 ’ v Neue Jüdische Presse- Er empsindet das selbst Die-Sehnsucht nMGemclnschastbrennt in ichn^— unerlöst. Und hierin, in dieser Tatsache, daß er in sich eine Niedergangserschrinnng klar darlegte und anderen die Wege bahnte,zur Synthese, die er nicht erreichr, — hierin liegt die Bedeutung einer kulturellen Sendung, diz, uns heute seines 60! Geburtstages gedenken macht. . Die Westendbühne brachte zu Schnitzlers Ehrung drei jür seine, Gestaltungskraft wie für seine menschliche Erscheinung wesentliche Einakter: „Paracelsus", Aufhebung eurer - sestgegründeten Wirklichkeit durch einheimlich schweifende Geisteskraft; „Die. Gefährtin", Zusammenbruch eines Einsamen, dem der Wahn seiner Aufopferung genommen wird, schließlich den „grünen Kakadu", in dem aus wirrem Aufprall von Spiel und Wirklichkeit ein Reflex der Weltgeschichteentspringt. Unter Robin Roberts sicherer Führung gewann besonders das letzte Spiel intensives Leben (die ersten Stricke mit Frau Reiter -und den, Herren Weber und Gerdein tragenden Rollen verblaßten daneben). Der „grüne Kakadu" strafte in dieser hinreißenden Darstellung die Philosophie des Autors Lügen. Durch Herrn Großnianns gerissenen Revolutionswirt, Herrn Almas scharfgeschnitiene Schurkcnphysiognomie und Herrn Gerdes lebenssrotzenoen Schauspieler Henri vor allein — wurde aus dem Bühnrnspuk rasend hinströmende Lefensfülle. Alfred Jacob. Henriette Goldschmidt . (Ihr Leben und ihr Schaffen, dargestellt von Josep hi n c - Siebe und Dr. Johannes- Prüfer. 180 -Seiten und 2 Bilder. 1022. Leipzig, Akadennsche Verlagsgcsellschaft.) . - . Die vor zwei Jahren im- 94. Lebensjahre verstorbene mutige, rastlose und hingebungsvolle Vorkämpfrrin der Frauenbewegung verdient es, das; inan sich niit ihrer Biographie beschäftigt. In jüdischer Hinsicht stellt Henriette Benas, trotzdem sie in Krotoschin in. jüdischem Milieu auswuchs und trotzdem sic einem Rabbiner, freilich einem Reformrabbincr, Dr. Goldschmidt, zum Weibe ward, leider den Typ einer radikalen Assimilantin dar. Henriettes Standpunkt war: „Meine Erzväter sind Schiller, Lessing und Goethe". Zumj Judentum bekannte sie sich nur als monotheistische Welianschau-- iing. lind der fünfjährige' 4lnfciithalt an der Seite ihres Mannes in Warschau ließ die sonst so hellsehende Frau nicht den oberflächlichsten Einblick in das interessante, in seiner Eigenart abgeschlossene Leben der Ostjudenheit tnn. , Notizen. ' Am 15. Mai waren es hnndert Iahr e, daß L e op o l d K o m v er t, der Verfasser zahlreicher, znm Teil „ochheute gern gelesener Ghettonovellen, zu..Miinchengrätz in Böhmen geboren wurde. Sein Enkel, Dr. G o t tj r i e d K u n w a l d, läßt ans diesem Anlaß eine Zluswahl der .Kompertschen Novellen erscheinen. Bf. Sandgassis 17,1. St. Fahne Ä C) r-r «j» lO nj I/» «] «A . t4 Qualitätswaren unseres Geschäftsaufbaues! ' Das Vertrauen bat unsere Kundschaft. (( Beehren Sie uns auch. . Sie bleiben treuer Kunde. Wäsche-Aussteiier für Ihre Töchter Handtücher für Zimmer und Küche 1050 32.50 29.50 25.50 21.50 'Q— Cretonne für Hemden, Hosen u. Kissen QCOO 42.50 39.50 Oü— Weis% Hemdentuch extra schw. Ware A Q50 57.- 52 - T’ö— Beft-Damast in allerfeinsten Künstlermusfern Bettuch-Steff, Halbleinen, extra billige Preise Zephir* u. Percal für Hemden und AA50! Blusen . . . 63.— 58.— 48.50 — Rat er Bett-Inlett nur gute Ware Damee* kemden feine. Stickerei ' *7(150 130— 120.— 98.— 3— Oamen-Bosen . :. /. 135_115 - 75.— jKlssenbeeOge m. Einsätz. u. Stickerei, TQOO gestickt u. glatt 135.— 120.— 98.— * O E Frottier-Wäsche k Bade-Handtflcher— Badetücher —' Bade-Mäntel _ '■ in grosser Au8wahl.( 119* Billig nnd reell! 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Josef, Fischerfeldstr. 16 (20. Mai). Gestorben: Jda Gotthenner, geb. Stern, 62 I., Fischerfeldstr. 5. — Salomon Simon, 68 I., Cronbergerstraße 36. — Rosa Szkolnik, geb. Marcus. — Emil Stern, 61 I., Holbeinstr. 14. | Auswärtige Familiennachrichteu. * Gestorben: Jettche» Roßmann, geb. Stern, 64 I., Wölfersheim. — Philipp Humberg, 67 I., Georg Goldstücker, 73 I., Bankier Martin Jacoby, 66 I., Adolf Arnheim, Direktor' der Geldschrankfabrik Hermann Arnheim, A.-G-, 51 I., David Misch, 77 I., Berlin. — Natalie Poz-> nanski, geb. Pleßner, 73, I., Liegnitz. — Amalie Blum, geb. Lewiu, 85 I., Neuzittan. — Salo .Kaffe, 68 I Mojs bei Görlitz. Spende«. Bei der Nationalfondskasse (I. Heimann, Postscheck 41441)l gingen ein: . . Rabb. D r. Nobel G e d ä ch t n i s h a i n: Ernst Herzfeld, 6 B., C. Metzger. Börnestr., 6 B„ Gebr. Grünebamn, Salmünster, 1 B.» Ruth Loew 1 B-, Dr. Arthur Rosenblatt 2 B., zus. 16 Bäume, 800 Mk. N ation a lfo nds: ' Archur Rubinstein anl. Geburt eines Sohnes 100 Mk., Gnndetshenner 25 Mk, Dr. Arthur Rosenblatt 25 Mk. Eingesandt. Die gewöhnliche Rödel he im er Tefilloy, die früher 60 Pfennig kostete, tostet jeyt 3 6 M a r t. Das bedeutet eine 60sache Becteuerung und stellt damit sicherlich einen Rekord der Preissteigerung auf dein Büchermärkte dar. Gibt es denn kein: Möglichkeit, mich jetzt noch dem Publikum eine Tefilloh zu annehmbarem Preisen zu liefern? Ploni. Briefkasten. L. Während der letzten f ü n f M o n a t e ist der Teucrnngszuschlag für Lax und Druck von 900 auf 3000«b gestiegen, und der Preis des P a p i e r s hat sich v c rvierfacht. S.. Sämtliche Opfer des Bndapefter Bombenattentates ivaren Juden, da auch der einzige Ehrist als Jude geboren wurde. Mannheim. Paul Kornfeld, der die Stistungsgabe der Fastenrath-Stiftung crhieli, ist Jude. Ob auch Leo Weismantel, der gleichfalls mit der Stifinngsgabe ausgezeichnet igurde, Jude ist, wissen wir nicht. K. D. 22. Adar. Zur Beachtung! Die nächste Nummer erscheint nicht am Donnerstag, de» 2». Mai, sondern als Schewuans-Nnmmer am DienLtag, de» 3V- Mai. Für die nächste Nnmmer ist Schlug der Redaktion und Inserate»-Annahme Montag» 29. Mai morgens 8 Uhr. der Wilnaei* Truppe zu Gunsten des Jüdischen Volksheims. Festsaal der Liederhalle, Langestrasse 26 Dienstag, 23. Mai» 8 Uhr abends. Die Truppe bat in Berlin durch ihre Darstellung des: „Dybuk" im höchsten Masse Aufsehen erregt; Statt Karten! Meine Vermählung mit Frl. Sophie Gesang, Tochter des Oberstabsarztes Dr. Dagobert Gesang und dessen Ehelrau Gutta geb Schläier aus Wien gebe hiermit bekannt Heinrich Aberbach. Heinrich Aberbach Sophie Aberbach - , geb. Gesang , Vermählte Den Haag Wien. Frankfurt a. Ä, Mittelwegs 16. Mai 1922. Versilberte Frankfurt am Mai« Nur Sandweg 81. Telephon Hansa 1040. Zwei Zimmer mit Küchenbenutzung für junges Ehepaar in streng koscherem Haushalt per sofort gegen hohe Biete gesucht. Offei t. n. Nr. 3267 an die Expedition ds. Bl. erbeten. 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