Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1922-05-18 · Heft 19 (18.5.1922) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
20 (1922)
Issue
Heft 19 (18.5.1922)
Date
1922-05-18
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2692297-2693277-2693296--11847-2707357
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seile 2. Neue Jüdische Presse. Nr. 19. MarrdLemetümgei^^^ ’ I »te wir'S ««ffaffen! - Die tu- Jerusalem jüngst gegründete Zeitschrift der Agudas Jtsröel berichtet» daß die oberste Klaffe des hebäischeu Gymnasiums auf einem Ausfluge am Labbat zu Wagen fuhr. Diese Nachricht» die jeden, der noch Empfinden für ' die Helligkeit des Judentums hat, jief erschüttern muß, veranlaßt die Agudas-Zeitschrift zu Ausführungen, die ui folgenden Sätzen gipfeln: / ' , „Diese unglücklichen Seelen sind trefflich bearbeitet! worden, bis sie sich dazu aufschwange», ohne Zagen und Zittern mit kühnem Herzen ihren Eltern, chren! Familien, Jeruscholajinl, allem Ehrwürdigen und Heiligen den Rücken zu kehren. Dieses Erziehnngsergebnis kann nur die Frucht wohl überlegter Arbeit tüchtiger Werkmeister während einer ganzen Reche von Jahren sein, und wer anders kiud diese Werkmeister, wenn! nicht ihr, wenn nicht eure Schülen, wenn nicht euer Erziehnngs-System! . . . Mitten.in Jerusalem, ohne Pogrom, ohne Kriegsschrecken, ist es euch gelungen, Kinder und Jünglinge dem Heiligkeits-Ideal des jüdischen Voltes zu entreißen, unschuldige Kinder im Hause ihrer Eltern, im Kreise ihrer.frommen Fami- ~Iien. Und ihr dürft euch rühmen, daß auch nicht eine Seele euch entronnen ist. Nicht 10°/« eurer Zöglinge fallen dem Schlechten anheim, nicht 20°/« und nicht 99°/«, .sondern hundert Prozent. Wie bebt das Herz und wie ftrauert die «oeelc, wenn man sich vergegenwärtigt, daß eine große Gesellschaft von Jünglingen und ^Jungfrauen,! Knaben und Mädchen, Kinder Jeruscholajims, aufgefordert werden, in Gemeinschaft den Sabbat öffentlich zu entweihen, und keiner, keiner protestiert, keiner weigert sich, dazu zugehören, keinen schreckt die Heiligkeit des Sabbats, keinen das Schantgefüh l, keinen die Furcht vor einem Tadel der Eltern!" Wer sind diese „Ihr", gegen die sich die Wucht dieser furchtbaren Anklage richtet? Es sind die Zionisten: Ohne die Zionisten wäre noch heute das jüdische Palästina eine Chaluka, eine Well im Weder ausgebildeter, bis^zu ihrem , Lebensende hinter den Folianten des ^jüdischen Schrifttums ' fitzender Menscheit, die von der Jnd eich eit der Diaspora ernährt werden. Wundervolle Gestalten menschlicher Größe, sittlicher und inoralischer Reinheit sind in dieser Welt neben leider auch gar .Manchen kleinlichen, häßlichen Bildern zu schauen: — doch dieser alte Jischuw, an dem der Gang der Zeiten spurlos, vorbeigleiten soll und es doch nicht kann, konnte und kann keinen Bestand haben, er mußte und muß aus den gleichen Gründen, aus deneit das Zentrum des jüdischen Volkes, die Judcnheft Osteuropas, schwach geworden ist, die Widerstandskraft dem. Ansturm der Zeit gegenüber einbüßrn. Aus dem gleichen Milieu wie das des' alten Jischuw . stammt der neue Jischuw unter dem Banner des Zionismus. An Weder haben Sic Lehrer ihre Jugeird verbracht, die heute in einem destruktiven Verhältnis zur Tradition.des Judentums stehen. Sie haben der Kultur der nichtjüdischen Welt ihrer Zell ihr Opfer gebracht, während der alte Jischuw diese Kultur als nicht vorhanden betrachten will, cs jedoch aus die Dauer nicht vermag. Nur deshalb war es möglich, daß diese Lehrer fruchtbaren Boden für ihre Anschauungen fanden. Warwn schicken denn die Eltern ihre Kinder in derartige Schulen? Warum ließen sämtliche Eltern ihre Kinder den Ausflug mitmachen? Das beweist doch/ /daß eine Bevölkerung vorhtmden ist,, die derartige Schulen verlangt! Hieran vermag muh die Agudas Jisroel so wenig wie die Zionistische Organisation zu ändern. Selbst wenn der- Völkerbund die Verwaltung Palästinas nicht der Zionistischen Organisation, vielmehr der Agudas Jisroel übertragen würde, ließe sich an diesen Erscheinungen nichts ändern. -;! Nicht der Bruderkampf innerhalb der jüdischen Reiheit, sondern nur eine Reorgmiisation - und Regeneration des alten Jischuw vernrag der Abirrungen des neuen Jischnws von dem Wege der Tradition Herr zuswett>en! Hierzu ist es aber notwendig, deit Kampf mit dein Zeitgeiste ausszunehmen. Hierzu bedarf es ferner der Bruderliebe zu den Angehörigen des iwuen Jischuw) die in Liebe zum jüdischen Volke ihr Alles einsetzen, um aus Palästina ein Land jüdischer Arbeü zu machen. Nur mit jüdischer Arbeit in Verbindung mft der Tradition des jüdischen Volkes wird sich das jüdische Palästllia vor der Welt erhalte!» können. Nicht int Kampf, in der Versöhnung zwischen altem -und neuem Jischutp liegt die. Lösung des Rätsels. Das will der Misrachi, dem die Tradition des jüdischen Volles nicht wenigerteuer ist als der Agudas' Jisroel. Er^ Israel. Der Herausgeber der „New Kork Time8"über Palästina. N. Ochs, der Herausgeber der „Nüv Zjork Times", machte einem Mitarbeiter des Newyorker „Day" Mitteilungen über seine in - Palästina empfangenen Eindrücke. „Ich glaube," sagte er n. 'a., „daß diejenigen, die an der Errichtung eines jüdischen Nationacheims in Palästina wirken, weder Kritik noch Feindschaft veroieaen. Der Idealismus und die. ernste jüdische Ergebenheit dieser Männer verpflichten jeden Zeugen chrer Arbeit zu größter Achtung. Nach allem, was ich gesehen habe, meine ich, daß .es keinen . Juden geben kann, der angesichts der jüdischen Leistungen ch Palästina nicht stolz wäre ans sein Judentum. Ich darf - chinzufügen, daß ich tnich keines Augenblicks in meinem Leben erinnere, der mir soviel Befriedigung und Freude gegeben hätte, wie mein Auftnthalt in Palästina." ' Das JRnfennt für NatarkmrLe. Die Zionistische Exekutive in Palästina Hai in Jerusalem ein Museum iur Naturkunde eingerichtet, das seit seinem Bestehen sich der besonderen Bcliebcheit aller Touristen erfreut. Aus einer Veröffentlichung der Museumslcitnng-gdjt ^c^»or, daß rm Jckhre 1921 nahezu 5000 Besucher eingetragen wurden. In den ersten drei Monaten * dieses Jahres sind bereits 1500, int Mviiab.April, während der Ostcrfeiertäge, 3000 Besucher eingetragen worden: Die Sammlung enthält die gesamte palästinensische Floral 3« Rade «ach Palästina Die „B. Z. am Mttag" meldet: Infolge einer Wette um 150 englische Pfund begaim am 7. Mai der 27jährige. Jakob Staroselski, aus Riga stammend», eine Reise' ans dem Zweirad von Berliit nach Jerusalem, die Sex Sagenmkige ganz allein uitternintmt. Sie soll etwa 60 bis 70 Tage dauern. / ZangwlllS Ansicht . . ' Israel Zangwill, der stets Paradoxe, schreibt in .der Londoner „Times": ' ' . . . „Es ist wahr, daß in dem Versprechen, Palästina den. Juden zu geben, unsere Staatsmänner ebenso rücksichtslos die Existenz von 600,000 Arabern vernachlässigt haben, wie die zionistischen Führer selbst . . . Nur durch dra- - stische Maßnahmen — wie sie kein jüdischer Gouverneur übernehmen konnte — hätte England die Aufgabe., vollziehen können, die es mit Annahme des'Mandates auf sich gciioimncn hat. Aber das Aeußerste, was jetzt durchführbar erscheint, ist die Entstehung einer semitischen Schweiz, wo die Juden einen gleichen Status hätten wie die Araber. So ein Staat wäre ein Welt-Aktivposten und noch mehr rin Aktivposten * für England, keinesfalls aber ein englisches Defizit. Aber als jüdisch nationaler Aktivposten oder als Lösung der Iudenftage. wftd er verhältnismäßig wertlos sein." Deutsches Reich. Die iiftjüllisLe Einwanderung/ (JPZ) B e r l i n. — R. — Der deutsche Reichs,ninister des Innern har dem Reichstag auf dessen Wnnsch eine .Denkschrift über die Ein- und Auswanderung von 1910—1920 vorgelegt. Darnach ergibt sich eine Eiwomiderung von insgesamt 1,000,000 Personen/ davon der größte Teil Ausländsdeutsche und Deutsche aus den abgetretenen Gebiete». In der Statistik werden 5 0—6 0 00 0 O stj »den angeführt, als Ueberschuß der Einwanderung über die Auswanderung, also etwa 5—6 Prozent der g:samten Emwanderung, was eine schlagende Widerlegung der antisemitischen Behauptungen einer Ueberflutung Deutschlands durch die Ostjuden ist. ' Deutsch-Oesterreich. Sin Lehrer-Schicksal ' Volksschullchrer Julius Muschel wurde vor 20 Jahren vo» der Israel. K u l t u s ge m e ind e - W i c n als Religionslchrer angrstellt, und der damalige/inzwischen verswrbene Vorsteher Dr. Kohn sagte.ihm mündlich, die. Anstellung sei eine desinitive. Als Muschel mm 1917 nrilitärisch eingezogen wurde, prüfte der Vorstand den Austellungsvertrag und fand, das; ein schriftlicher Vertrag nicht vorlag. Auf diesen fornialen Mangel fußend, verweigerte der Vorstand dem Lehrer, der stets in jeder Hinsicht seine Pslicht getan hatte, die Wiederaitstellung. Es kani zu einein Prozeß, und hier ivar des Lehrers lstachteil, daß er das jüdische-Sittengesetz, und des Vorstandes Vorteil, das; er das österreichische Zivilgesetz 6e|)cr kannte. Der Richter, der »einen peinlichen Eindruck von dem Verhalten der Gemeinde hatte/ schlug eine gütlich: Einigung vor. Die Vertreter der Gemeinde meinten infolge der richterlichen Worte, der Lehrer 'möge ein Bittgesuch an den Kultuspräsidente» richten. LptionSverweigerung. Der Schauspieler des Deutschen Volkstheatcrs Artur R a n z e n h o f e r, der sich als Darsteller von Tiroler Bauernrollen einen sehr guten Namen erworben hat, ist Jude. Er stammt aus N iko ls b u r g, das jetzt zur Tschecho- Slowakei gehört, ist aber seit vielen Jahren an österreichischen Bühnen tätig. Trotz der gewiß nicht zu widerlegenden Tatsache, daß Ranzenhofer viel dazu beigetragen hat, deutsche Kultur und deutsche Schauspielkunst zu pflegen und zu fördern, trotzdem er akademische Bildung besitzt und deutsch seine Muttersprache ist, wurde das Optionsgesuch Ranzen- Hofers, ihm als Staatsbürger des früheren Oesterreich- Ungarns das Sta'atsbürgerrecht Deutsch-Oesterreichs zu gewähren, jetzt abschlägig bejchieden, weil — nun weil Ranzenhofer eben Jude ist. Eine unglaubliche Zumutung. Der bekannte sozialdemokratische Politiker und Nniversitätsproscssor Dr. Ludo Hartmnnn verlangle von der Jsr. Knltusgemciudc in Wien die Auslieferung der Leiche seines vor 50 Jahren auf dem jüdischen W äh ringer Friedhöfe begrabenen Vaters, des Dichters M oritz Hartmaun, da diesem die Stadtgemeinde Wien ein Ehreitgrab aus dem ch r i st l i ch e u F r i e d h o f e zuerkannte. Aus die Einwendung der Knltusgemeiiidc, daß sie der Entfernung einer jüdischen Leiche zwecks Beisetzung ans einein nichtjüdischen Friedhose nicht zustimmen 'könne, hat Pros. Ludo Hartmann erwidert, daß sein Vater sich nie als Jude gefühlt habe. Der-Vorstand hat di: Beweiskraft der Aussage nicht anerkannt und dahin entschieden, daß dem Gesuche 'nur dann -stattgegeben .werden " könne, daß Moritz Hartman» zu Lebzeiten aus dem Judentume rechtlich.ausgetreten sei. ' - Uttgtr*. ErrimUcheS a«S Budapest Als Sonntag abend iu der'Sn nagoge Rontbach-' gasse der Sckjamines. die Jahrzelllämpchcn entzünden' wollte, gab es eine gewaltige Explosion und/daim einen Brand, zur dessen Löschung die Feuerwehr einige Stunden.benötigte.. Die Untersuchung ergab, daß jenmnd/' das ^Oel ausgegosjen und -statt deffcu Be.n»inin ..dtzlr Mchälter .'getan hatte/ Wie in allen/,Aitentatsällrn/Ler letzten Zeit tvird auchhier dev Verbrecher .bei den E r Mach enden Ungarn.;» suche» sem, und da diese die Herveitz. des Landes sind, straflos auSgehen. ,. Auf Verfügung des Unterrichts- und Aultusministers. Vaß mußte das städtische-Theater seinen jüdi-- . scheu Mitgliedern, unter denen' seinc hervorragendsten Kräfte sind, kündigen. . ..' R«tzla»o. Gegea die Sabbathrühe. . Wie '»der „Wiener Morgenztg/' ans .Riga gcschrieben- .. wird, hat die jüdische Abteilung des Volkskoiiliiiissariats sijr die Nationalitäten an alle Prooinzsektionen nachstehendes, von den Leitern.M e r e s i-n e und' K a r k l r n e gefertigtes. Zirkular zur Bekämpsüug der Sabbatruhe versendet: „In allen Ortschaftenwird gegenwärtig eine , große Kampagne, gegen die. Sabbatrnhe geführt, da sie für. die Produktion schädlich ist, in 'der Führung von Unterneh!- munge» überflüssige Kosten verursacht und die Verwendung., jüdischer Masseü für produktive Arbeiten hindert. Um eine/ gute Führung dieser Kainpagne zu ermöglichen, ist es angezeigt, über genaue statisttsche Daten zu verfügen betreffend die Lage der jüdischen Arbeiter in den einzelnes Unternehmungen, ihre Zahl und Teilnahme . an der allgeineiiien Arbeitcnnosse, ebenfalls ob ein oder' zwei Ruhetage gehalten werden und' welche Kosten zwei Ruhetage;'' verursachen, sodann Daten Tiber das Alter'und Geschlecht der Arbeiter und dergleichen. Die jüdischen Unternehmungei^ könnten ans diese Weise den Organen, die die Propaganda gegen die Sabbatruhe führe», wertvolle Daten ausfolgen. Demzufolge ordnet die Zenträlsektion an, diesen Agitatoren die vollste. Unterstütz-, u»g zukommen zu lassen." Pole». . Ei« rabbinisches Verbot. Um der außergewöhnlichen Teuerung der Fische/ die ., selbst dem Mittelstand den Fisch auf dem Sabbarnsch zun Seltenheit macht, zu begegne», erlies; das' Warschauer Rabbinat ein.Verbot, Fische zu genießen. Jniolge dieses Verbotes hatten die jüdischen Fischhändler — einige/hundert -4nichts inehr zu tun und sahen sich gezwungen/ das. Rabsbinat um geineiiisame Bildung einer iicutralen Preisfestietzungskomimission und Rücknahme des Verbotes zu ersuchen. Die Forderungen der Wiluaer Juüenschast. In einem Interview erklärte der Präsident der Wilnaer jüdischen Gemeinde, Dr. W i g o d s k i, daß die Wiliraey Judenschaft, die Stellungnaljme der polnischen, Regierung zu den n a t i o n a l c n R e ch t e », die das Hauptprinzip der jüdisch-nationalen Politik bilden» abwarte. Die erste Probe dieser Stellungnahme wird bei der Organisierung der Judeugemeinden im Wilnaer Gebiet: gegeben werden köimen. Sollte die polnische Regierung der Judenschaft eine ReligionSgemeinde mtszwingeu, so wird sie den Beweis haben, daß die polnische Regierung nach wie vor den falschen! Standpunkt vertrete, die'Jnden nur als eine religiöse Gruppe und nicht als eine.Nattou mizuerkennen. Wir nnisscii unbe-. dingt eineweltlich^ nationale jüdische Gemeinde besitzen», ähnlich wie es die gegenwärttge Wilnaer Gemeinde ist. Äie^ Schafsung solcher Gemeinde.n kmui ans leinen Fall dempolnischen Staatsgedanken-Abbruch tun. Im Wilnaer.Gebiet betrachten sich die Juden als Mitglieder der südischett Nation und nehmen für sich alle dmnit verbundenen Rechte in Anspruch, ohne dadurch ihre Pflichten als Staatsbürger zu verletzen. „Wiener Morgenztg." 5k»rze politische Rachrichte». Berlin. Bei der Beratung des Postelats beschwerte sich Abg. S e p p e l (Soz.)'-u. a. über die antisenntische Ge- > sinimng der höheren Beamten. / Staatssekretär Tencke widersprach dieser Behauptung. In dem Fall des Staatssekretärs v. Bredom' habe kein Anlaß Vorgelegen/ ihn wegen seiner sogenannten antiscntttischen Aeußerung zur Rechenschaft zu ziehen, Semit in der DiSziplinaruntersuchung seien die Angaben des beleidigten Herrn Pereles in vielen Pnnkten 'von den Zeugen /widerlegt worden. -- _ ' /. /: ■ Mg« (Lettland). Die hier emgetrostenen. Direttionsmitglieder des Vereinigten jüdischen Emigrätionskömitees, Dr. Klee (Berlin) und Dr. Kowalski (Newyortz;,führen ntit der Regierung Verhandlungen über die Legalisie)-. rung der Durchwanderung aus Rußland. Zionistische Rachrichle». Genf. Professor Weizmann, der Präsident den Zionistischen Organisattmi,. ist itnmlltelbar 'vör7 EröfsnunT der Völkerhimdstägung hier eingetroffen. In seiner Begleitung befinden sich D'r. Feiwel, Mitglied des.Zionistischen! Finanz- und Wirtschastsrates, und Joseph C o w e n, der Schatzmeister der'Organisation. ' . y. ■. Karlsbad. Gesinnungsgenossen, die nach hier kommen, werden daraus anfmerksam gemacht,'daß der Jüdische Dolksverein „Zion" auch dieses Jahr: wieder jeiue regelmäßigen Vereinsabendc iin Hotel „Linkoln", Egersrraßc, abhält. Diese Abende werden vielen Gesinnungsgenossen mts derganzen Welt vom vorigen Jahre her gewiß noch in angenehmer Erinnerung sein. Der Dettiit wird auch heuer bemüht sein,, durch /regelmäßige Borträge,. Referate und Veranstaltungen "dem zionistischen Publikum Gelegenheit zu bieten, -mit Gcsinnungsgeiio;;en zusammenzurrrfsen und /in ihrem "Kreise anregende und angenehme -Abende zu ber- .bringen. . Auskünfte erteilt der Obmann, Med.-Dr. W. K o h n e r, Haus Riva. - ' / H!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.