Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 20 (1922)
- Issue
- Heft 11 (16.3.1922)
- Date
- 1922-03-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 r Die Politik,. die. die ^britische Regierung mit der ,BalsomLekloratioii" eingeleitet hat, ist «ne ernste Politik und eine gesunde Politik, der Aufbau eines großen zentralen Heims, die Wiedererrichtung jener großen Universität, der Ausbau einer .mächtigen Brücke zwischen Oste» und West-en, die von gewaltiger Bedeutung sür den künftigen Frieden der Welt sein wird. Wir sehen, wie der Rist zwischen Osten und' Westen . sich dauernd vertieft. Wir sehen es in Indien;.und hier haben wir ein Medium, das als Bindemittel zu wirken imstande sein sollte. Der Jude gehört einer östlichen Rasse an und hat doch.seit vielen Jahrhunderten westliche Denkungsart kennengelernt; so ist er ein Element der Einigung zwischen den grotzen Zivilisationen und Kulturnatünen des Orients und des Otzideuts. Das ist die große Bedeutung dieser PoMk für die ganze Welt und nicht bloß eine Frage voii Zahle». Zahlen bedeuten ja in dieser Welt sehr wenig. Die großen Nationen der. Welt waren nicht die zahlreichsten Völker der Welt. Griechenland war ein kleinä Land und Athen war eine kleine Stadt, nicht so groß wie Chicago, aber Achen hat viel mehr für die Kultur der Welt geleistet, als Chicago jemals leisten wird.. Die Juden haben eine große Mission/ ebenso groß wie jene, die sie in der Vergangenheit hatten, nmnlich den 'Westen dem Osten znzuführen und den Osten, dem,Westen»" - Diese' Worte sind vom englischen Standpunkte aus gesprochen. Sie zeigen, daß England uns Jü»en die Heimstätte in Palästina nicht etwa aus Gefühlsmvtiven, weil der Engländer die Bibel licht, errichten will — wenn ®esühlsmotive auch nicht ganz unbeteiligt sein mögen, — daß vielmehr in erster Linie wohlerwogene realpolitische Erwägunge'n zu diesem Schiritte veranlaßten. Die englische Politik hat -sich stets — mehr als die Politik irgend eines anderen Volkes — durch Weite und Klarheit des Blickes ausgezeichnet. Man darf daher wohl annehmen, daß auch zeitweilige politische Konstellationen' das mit der »Balfour-Deklaration" für die englische Politik gesteckte. Ziel nicht ändern werden. Wir spielen niBt «eh» mit! Eine traurige Erscheinung unseres jüdischen Lebens ist die Zersplitterung. In irgend einer jüdischen Organisation kann ein Teil derselben seinen Kopf nicht durchsetzen, — flugs tritt er aus, wenu auch darüber die ganze Organisation gefährdet.sein sollte, wenn auch dadurch, wichtige Interessen, 'der jüdischen Gesamtheit geschädigt werden können. Sv geschah'es jetzt in Kowuo, wo der Jüdische Gemeindelag Litauens wahrend zweier Wochen tagte und glücklich über alle Klippen gebracht war, bis infolge der SchlüßabstimMung die Arbeitergruppen sich plötzlich veranlaßt sahen, chren Austritt zu erklären. Was war geschehen? Die Majorität war der Allsicht, daß auch chas religiöse Moment gesetzlich verankert werden müßte» während die Liberalen dies bekämpften. 'Wie Kinder wollen sie nun nicht mehr mitspielen. Und wirklich: diese organisierten Proletariermassen des .Ostens sind wie Kinder, die nicht die Folge»! übersehen, da sie noch nicht die Schulung haben» die Folgen ihrer Handlungen zu überdenken. Eine Tagung vo« historischer Bedeutung» ohne Analogon in der Golusgeschichte des jüdischen Volkes ging in Kowiw vor. sich. Die höchsten Träger der Regierungsgewalt des Landes erschienen persönlich» um der jüdischen Bevölkerung ihre gesetzliche Anerkennung als besondere nationale Minderheit und ihre nationale Gleichberechtigung — eine Gleichberechtigung ohne das Aufgeben des jüdischen Wesens, wie es bisher die anderen Gleichberechtigungen forderten — zu gewährleisten. Doch all dies ist den ArbeitervertreteLu in dem Augenblicke gleichgültig, da irgend eines ihrer Theoreme sich nicht durchsetzen kann. Dieses Schweben in Abstraktion kam' auchbei der Schulsrage zum Ausdruck, in der die Arbeitergruppen mit aller Krass für die Erhaltung des Jüdischen» des sogenannten. Jargon/ eintraien und vollständige Gstichgültigkelt, ja Feindschaft dem. Hebräischen gegenüber an den Tag legten. Das Hebräische erscheint ihnen so überflüssig wie das Religiöse, — denn für sie besteht nur die Lex Lasalle-Marx und bereif Geisteskinder, doch sie negieren'die gewaltigen viertausendjährigen Kulturleistungen ihres eigenen Volkes. Erez Israel. Die «uSgradungen . Der sich gegenwärtig in Paris aufhaltende Professor Slousch teilte einem Vertreter der JPZ mit: Die. von ihm gekeiteten Ausgrabungen in Liberias haben die berühmt Synagoge von Hamata bloßgelegt, die im Talmud häufig Erwähnung findet, ferner pltq Kapitölreste mit jüd. Motiven, farbige Mosaiken, geometrische Figuren, einen siebenarmigcn Leuchter ckus Marmor, das Tlchernacle des Moses, sowie viele-andere Kult-Gegenständ^ und' zahlreiche Grabsteine. Alle Stücke dieses wichtigen Fundes sind nach Jerusalem verbracht worden und im Davidsturm aufbewahrt, der in ein Museum umgewandelt werden soll. Das Museum wird eine spezielle jüdische Abteilung haben, die alle archäologischen Gegenstände enthalten wird, die in Palästina gefunden wurden. Diese, Abteiüing wird der Leitung Prof. Sloufchs unterstehen. Der Oberkommissär, Sir Herbert Samuel, der sich für die Ausgrabungen besonders interessiert, hat der Jüd. Archäologischen Gesellschaft die Erlaubnis erteilt, in der Umgebung von. Jerusalem, beim Denkmal Absalons und der Quelle von Silos Ausgrabungen vorzunehmen. Man hofft aus gute'Resultate. Stratzendanten Die Straßen Haifa-Ghedda, Afulla-Nazareth und >Tiberiäs-Zeinach werden noch! im März sertiggestellt sein: Zwei stärkere Gruppen jüdischer Kolomsationspioniere arbeiten noch än der StraßeTiberias-Tebach; bereit Herste l- Neue Jüdische Kresse. lung Mitte April beendet sein wird. Die Verlängerung der Allenby-Straße bei Tel Awiw ist nach den Plänen des Magistrats durchgeführt. Schließlich sind Vorbereitungen getroffen, um *bie jüdische» Häupftolouien Judäas durch Straßenzüge zu verbinden. Geplant ist vorerst der Pan einer Straße von Beth-Dagan über Rischon-le-Zion nach Rechoboth. ' . " Deutsches Reich. 7 Antisemitische AnSschrxftunien in Berlin. Im Anschluß an eine Mittelstandskundgebung zogen« Mitglieder einer rechtsradikalen' politischen Jugendorganisation zum Kurfürstendamm', eine schwarzwerßrote Fahne an der Spitze. Es waren etwa zwei- bis dreihundert junge Leute, zum Teil mit alten Militärmützen, Trillerpfeifen und Hakenkreuzen versehen. Dauernd schrien sie: ,Hurra!" und „Schlagt die I u d e n t o t!" Alle Passanten» die von ■ den Demonstranten für Irden gehalten wurden — auch einige Serben und Rumänien traf dieses Schicksal —, wurden deschimpft uitb zum Teil verprügelt. - Die ersten Versuche von Schutzpolizisten, Len Zug auseinanderzutreiben, waren vergeblich. Als die Demonstrierenden jedoch begannen, Straßenbahnwagen und Droschken anzuhalten, um die „Juden" herauszuholen, griff ein größeres Aufgebot von Schutzpolizei ein und konfiszierte die Fahne. Etwa zehn der Hmiptschreier wurden. verhaftet; sie werden sich wegen Landesfriedensbrujchs zu verantworten haben. Lettl««*. . Jüdisch» Auto«o«ie. Nach dem vom Parlament bestätigten Entwurf der jüdischen Autonomie bilden die Juden zur Befriedigung ihrer national-kulturellen Bedürfnisse eine autonome jüd. Volksgemeinschaft öffentlich-rechtlichen Charakters. Die Volksgemeinschaft ist berechtigt, bewegliches und unbewegliches Ergentum zu erwerben, wirtschaftliche Unternehmungen zu fiihren und vor Gericht aufzutreten. Die Tätigkeit umfaßt das Schuüvesen, Einrichtungen, die der nationalkulturellen Entwicklung' dienen, soziale Fürsorge und Fürsorge für die öffentlichen» religiösen Bedürfnisse, mit Ausnahme der Erhaltung von Synagogen und Bethäusern. Organe find: der Volksrat» der Ausschuß, die örtlichen völkische» Gemeinden und. die ernannten oder gewählten Vollzugsbeamten. Der Volksrat bildet das jüd. Parlament,. dessen 50 Abgeordnete entsprechend denk Gesetz über die staatlichen Parlamentswahlen gewählt werden. Zur Bestreitung der Ausgaben hat die jüd. Volksgemeinschaft nach der Stärke ihrer Bevölkerung vom Staate, resp. den Kommunen; Beiträge zu erhalten und ist außerdem berechtigt, spezielle Zuschläge zu den direkten Staatsstenern festzusetzen, zu deren Zahlung alle Angehörigen der Volksgemeinschaft verpflichtet sind. Der Ministcrrat hat das Recht, Aufhebung der ihm' vorzülegenden Beschlüsse des Volksrates, insoferne -sie ungesetzlich sind, beim Senate zu beantragen. Dem Ministerrat ist alljährlich ein Tätigkeitsbericht einzureichen. Auf die Errichtung eines speziellen Ministeriums für jüd. Angelegenheiten, wie ein solches in Litauen existiert, mußte angesichts der Schwierigkeiten der Durchsetzung eines solchen Gesetzes inder Konstituante verzichtet werden. (JPZ-) Amerika. Seren Hajeffod-Arbeit der jüdischen Frauen. Am 15. März wird in Newyork die Stadtkampagne sür den Keren Hajessod beginnen. Die unermüdlichen Organisatoren des amerikanischen Keren Hajessod haben in den letzten Wochen in de» Frauen neue Helfer gefunden. Schon im Februar wurde in NewyorF ein Frauenk o m i t e e gebildet. Das Ziel her Mitglieder war die Anwerbung von tausend Frauendie unmittelbar nach Eröffnung per. Kampagne als freiwillige Hilfskräfte durch die jüdischen Stadtviertel ziehen sollen, um die.einzelnen Familien' an die Erfüllung ihrer Maaser-Pflicht zu erinnern. An der Spitze des' neuen Komitees stehen die bekanntesten Mitglieder der jüdischen Gesellschaft. Mitte Februar wurde im Hotel Pennsylvania ein großer „Nachmittag für Palästina" abgehalten. Jetzt ist der „Nachmittag für Palästina" schon so populär, daß er eine ständige Einrichtung zu werden verspricht. Ztouiftische Nachrichten. Berlin. DaS Aktionskomitee tagt hier vom 15.—17. März. Prof. Weitzmau», der Präsident, wird anwesend sein. — Rasswjet, während 17 Jahre unter Abraham! Z. Jdelsohn s. A. das Organ der russischen Zionisten/ wird in Kürze in Berlin wiedererscheinen. S. Gebstein wird das Blatt leiten, Dr. SchechtMann, Dr. Victor Jacobson, M. Kleinmann und Dr. M. Hindes werden die Redaktionskommission bilden. Persanalte» ». kleine MittetlNnge». München. Benno Elkan, der Frankfurier Bildhauer, hat das Denkmal sür „Wedekinds Grab" auf dem' hiesigen Waldfriedhof geschahen. Kürth. Dr Neuburger. der.langjährige Rabbiner der hiesigen Gemeinde, ist verschieden. Hamburg Emil von Son, Vorsitzender des Shnagogenverbandes und besonders verdient in der Waisen- und Armenpflege, ist verschieden. __ Zürich. In Baden verlchied - 7D-Jahre, alt <— Samuel Wyler,'Mitbegründer des Schweiz. Israel. Altersasyl. — . . ' Nr. II. Hier in Lürich verschied Bankier Julius H.är- Er spielte im jüdischen Leben der Schweiz eine führende Rolle. ' - Warschau Der ..Monitor Polski"teilt die Ernennung des Ing. Henrhl Tennenbauni zum Departementsdirektor im Handelsü»d Gewerbeministerium mit. '—' Der leitende Direktor der anterikailischen )Hias", Adolf Held, trifft dieser Tage wieder hixr pl». Lrernomitz. Bei den Genatöwahlen wurhp der gewesene Bürgermeister Dr. S. Von Weisselbergeif (Jude), mit 3800 Stimmen, gegen den Sozialisten, der mit 1991 StipPren in der Minderheit blieb, gewählt. Czernowstz (RnmLnicn). Dr. Benno Straucher ist ins Parlament gewählt worden. Paris. Baronin Sal o m o n Roth - s ch i l d, geborene Rothschild, ist verschieden. Mnukgeg. Der Chassidimrebde Rokeach, der sich während des Krieges hier ansiedelte, kehrt jetzt mit seine?» aus 80 Köpfen bestehenden Familienkreis und zahlreiche» Anhängern nach Galizien zurück. Re» Park. 119036 Juden find -nt der Zeit vom 1. Jim 1920 bis '1. Juni 1921 in den Vereinigten Staaten eingewandert. Mehr als die Hälfte von ihnen kamen aus Polen. ' Berichte. Bin Appel an die nationaljüdische Ingen»., Der Verein der Ostjuden „Tikwas Zion" erläßt folgenden Aufruf: „Es ist eine bedauerliche Tatsache, daß weite Kreise der nationaljüdifchen Jugend' durch politische Schlagworte irregeleitet, die Beschäftigung mit jüdischer Kultur und die nationaljüdische Arbeit vernachlässigen. Unterzeichneter Vorstand ruft daher auf zur Sammlung aller bewußtnationalen jugendlichen Kräfte, die sich der nationalen Tat weihen wollen in dem' Gedanken, daß unsere.dringendste Aufgabe die Arbeit für Palästina ist bezw. unsere Vorbereitung für Palästina. Wir sind der festen Ueberzeugung, daß eS lediglich durch vorbildliche Arbeit uns möglich sein -wird, in unserem Sinne auf die jüdische Jugend einzuwirken. Wir fordern Ost- und Westjuden vom Misrachi bis zum Hapoel-Hazair auf, sich uns anzuschließen, nicht nur um unseren Verein zahlenmäßig zu vergrößern, sonder» mit dem - besten Willen, Mit uns gemeinsam. zur Tat zu schreiten, indem' sie sich zur N.-F.-Arbeit, zur Kerejn- Hajessodarbeit usw. zur Verfügung stellen und sich mit uns, in die Geistesschätze jüdischer Ideenwelt vertiefen. Möge in der heiligsten und ernstesten Zeit unsere» Geschichte die Jugend nicht versagen, möge sie sich ent- . schließen für unser Volk, für unsere Zukunft zur Tat zu schreiten."*) Gemeindevertretung der Jsr. Gemeinde. Bevor im Etat weiterfortgefahren wurde, erklärte die Gemeindevertretung sich damit einverstanden, daß bis zu 131000 insgesamt für die Liquidation des Heinenranwschen Lyzeum bewilligt werde, wenn das Schulmaterial des Lyzeum in den Besitz der Gemeinde übevMft und die Auflösung der Schule eine endgültige ist, also auch nicht eine Grundschule bestehe» bleibt. - Das Hervorstechende bei den Anträgen zu dem Etätsp osten war wie in der vorigen Sitzung auch diesmal wieder die Lösung des finanziellen Problems. In den Synagogen sollen die' Sitzplatzmiete und die Trauungsgebühren wesentlich erhöht werden. Jacob Wolfs verlangte .als Ziel, daß die Synagogen sich aus fick selber erhalten, während Syndikus Dr. Meyer' dem widersprach, da es ein wenn auch leider nicht zu verwirklichendes Ideal sei, den Synagogenbesuchs nicht mft Gebühren zu belegen. Es wurde beschlossen, daß die Vermietung der freiwerdenden Plätze in die Hand der ' Synagogen-Vorständch gegeben werde, (bisher Gömeindebüro), und 'daß die Gebühren für die Ehrenverrichtungen in die Kasseder Gemeinde kommen. Der Vorstand solle Maßnahmen ergreifen, die Erbplätze in der Hauptsynagoge zu beseitigen. Bei dem Mehrpreis, den die Metzger' unter Aufsicht nehmen, sei es berechtigt, -die Schacht- und die Aufsichtsgebüchren zu erhöhen. Es solle noch eine Konditorei unter Aufsicht genommen werden. Für das Ritualbad werden die Preise auf 20, 10 und 5 Mark erhöht. ' . Die Frage der Modernisierung und nutzbaren Be», triebsgestaltung der M azz osbäckerei sei' zu prüfen. Im Bestattungswesen sollen sich die Gebühr ren an die städtischen anlehnen. Schließlich, wurde der Vorstand' aufgefordert. Maß-, nahmen zu ergreifen, die G emeindebibliothe k deir Benutzung zugänglich zu machen. . .. Israelitische Religiousgkftllschaft. Nach 14jähriger Pause veranstaltet der „Sy nagogen-Chor" der Israel. Religions-Gesellschaft am 23. April ein Chor fest. Daran anschließend findet im großen Saale der „Frankfurt-Loge"" ein Fest-Abend statt.' ' Diese Feier.soll, wie auch früher stets, ein K'hilloh- F e st werden und auf seine Art eine angenehme und.^ wünschenswerte Belebung im Kreise der ganzen Gemeinde auslösen! . ' : . t Der Chor hat z. Zt. dank der Hervorragenden Führung seines jetzigen Dirigentenein hohes künstlerisch^ Niveau erreicht und hierdurch auch den 5kreis seiner-L^räfte bedeutend erweitert. Die allgerühmten Leistungen des Synagogen - Chores, dm naturgemäß in der Synagoge auf ein nur kleines Maß beschränkt bleiben können, geben Gewähr .?) Anmeldungen bezw. Forderung der Vereinsstatuten erbeten an Rudolf Harüvig, Sandweg 8. '.