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Neue jüdische Presse · 1922-02-16 · Heft 7 (16.2.1922) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
20 (1922)
Issue
Heft 7 (16.2.1922)
Date
1922-02-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Neue Jüdische Presse. Leite 4. Nr. 7 Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe veranstaltet am Sonntag einen Festabend mit einem vielversprechenden Programm- (Näheres siche Inserat.) Personalien. Siegfried Selig mann, Hermesweg 38, begeht am 22. Färuar den 70. Geburtstag. Seine aujopsernde Tätigkeit im herein Gegenseitigkeit" hat chm die allgemeine Wertschätzung erworben. Frankfurter veraaftaitaa-e«. Talmud-Thora-Berein (B: Dr. Braun, G: Groß, L: Lipinsky, U: Unna, O: Oelbaum), Hörsaal Börneplap. Sams Mg, 11*): Schulchan Aruch (U), 3>/i: Nascht (L). nach Mincha: Mikro (11), 3!i Stunde ö. Nacht: Sidra- Bortrag (Ui Broch). Sonntag, nach Schacharis: Mischna (G), 9: Schulchan Aruch (L), 9>/r*): Gemoro (U), nach Mincha: Newiim (ll). Montag, n. Schacharis: Schulchan Aruch (U), 6l/i: En Jaakauw (U). Dienstag, nach Schacharis: Mischna (G-), S1/«: Tesilloh- Bortrag (I. B. Levy). Mittwoch, »ach Schacharis: Mischna (G), Chauwaus Halewowaus (B). Donnerstag, nach Schacharis: Schulchan Aruch (U), 8Vs*): Gemoro (U). Freitag, nach Schacharis: Mischna (G). Fortbildung für sg. Leute: Samstag 3—t, Montag, llU und 8, Mittwoch, 73/«: Gemoro (U. u. G.). Fortbildung s. Knaben: Samstag, 3: Schulchan Aruch (Abt. ' A. (U), B. (SD), C. (O), D. 4i/. (O), 6Vs: Gemoro (U), Montag, SV«: Mischna (Abt. C. und D. (U), Dienstag, 5y«: Mischna B. (G), 6: Mischna, A. (U), Donnerstag, Sy«: Gemoro, A. (U), Mischna, ß. (G). Schiur für Damen: Sonntag, 6>/->: Dinim (U). Ez Chajim (Dozenten: Liverhant, Turcinski s : .Temersohn, Schereschewsky), Kurse in acht Klassen und einer BorbereiMngsklasse in Chumesch, Tefilloh, ■ Mischna, Gemoro hauptsächlich für Schüler hiesiger Schulen, Zahl der erteilten Stunden 70, Unwrrichtslokale Hermes- «eg 27 a upd Unterlindau 23 d. Sonntag, iyt—iVs a MoMag—Donnerstag, 2y.—8lA „ - Samtag, 2ys—5 „ Montag, Dienstag, Donnerstag, &/s—7Vs b - SamsMg, 5%—6% „ > BereinHauptsynagoge, Samstag, 51/2, Hauptsynagoge: Lehrvortrag (Rabb. Dr. Salzberger). Freies Jüdisches Lehrhaus, Elisabethenschule, SamsMg. 7% Uhr: Jüdische Erneuerung im Spiegel der jüngsten Dichtg. (Dr. Salzberger), Sonntag, IO1/1 (Hochsches KonservaMrium): Religion als Gegenwart (Mart. Buber), 11: Chassid. Texte (Mart. Buber), , DierSMg, SV*z Krankheit und Heilung (Dr. Koch), 7}k: | Wissen vom Menschen (Dr. Rosenzweig), Donnerstag, - 71/4: Heilige Schrift (Dr. Straus). Tiferes Bachurim, Langestr. 33, Sonntag, 8>/.: Relig. Erziehung (Willy Müller). Äg. Jisr.-Jugendgr., Hanauerlandstr. 17, Freitag: Bortragi) 8 Uhr: geselliges Zusammensein. — *) Mligionsschule HermeSweg 27. 1) Auch für Dmnen. CostOm«, Mäntel Nachmittags- und Abendkleider nach Maas. . Vorteilhafte Ehnfgelegenheit zurfiokgesetzter seidener Modell» Kleider. Hans Nerger, Hochstr. 26 pt Samstag, 11%: Mischna (A. Hirschberg), l l>/-: Gemoro (Halpern), 3: Gemoro (Dr. Hofmann, 6h«: Raschi (L. Oppenheimer), 41/,: Grundgedanken der jüdischen Gesetze (Rabinowitz), 5: Gemoro (Dr. Ehrmann), Montag, 8: Mischna (H. Hirschberg), 9: Gemoro (Dr. Ehnnann), 9: Gemoro (L. Oppenheimer), Sprechstunde Angestelltrn-Ansschuß.i) — Dienstag, 9: Gemoro (Dr. Hofmann). — Mittwoch, 8i/»: Zirkel (Dr. Hofniann). — Donnerstag, 8»/»: Bücherausgabe.i) 9: Mischna (H. Hirschberg), 8: Gemoro (Dr. Ehrmann). — Mädchengr., Samstag, 4: Tanroh (A. Hirschbcrg), Montag, 8%: hebräischer Sprachkurs (Frl. Horovicz), Dienstag, 81/»: Tesillo (Kausmann). — Donnerstag: 9: Chaurew (Dr. Ehrmann). Mekor-Chajim, täglich nach Schachris, Hörsaal Fricdb. Anlage: Schiur, Sonntag-Donnerstag abens 8%, Montag-Donnerstag abend 7 Uhr, Langestr. 18: Schiur, reitag nach Mariw, Samstag 12%, Hörsaal: Vortrag, 3%, angestr.: Vortrag. Jüdischer Turnverein, I. T. V. Heim und Büro: Unterlindau 21. Turuzeiten: Herrenabt.: Mittwoch, 8,. Mauerweg 1; Zöglingsabt.: Montag, 8, ,Deutschherrnkai 17; Knabenabt.: Montag, 5 Uhr nachm., Mauerweg 1; Damenabt.: Donnerstag, 8 Uhr abends, Wittelsbacher Lllee 10; Mädchenabt.: Donnerstag, 4 Uhr nachm., Wittelsbacher Mlee 10. — Sonntag 7—12 vorm., Ried cito aldwiese ' (Endstation 18): Sport. Tolstoj über «ischinew. Die Petrograder „Wjestnik Literaturij" veröffentlich.:» einen Brief Tolswjs an Linezkij vom 27. April 1903, in dem es heißt: „Meine Stellung zu den Juden und den schrecklicheck Kischinewcr Begebenheiten müßte wohl allen jenen klar sein, die sich für meine Weltanschauung interessierten. Mein Verhältnis zu den Inden kann nicht anders sein, als bic' zu Brüdern, die ich liebe, nicht etwa, weil sie Inden sind, sondern weil sie wie wir und wie alle Menschen Söhne unseres Gott-Vaters sind. Diese Liebe kostet mich keine Uebcrwindung, da ich persönlich sehr gute Menschen unter den Juden kenne. Wochenbett-Ausstattungen Hugo Rothschild Langestrasse 85. Telefon Hansa 8926. Meine Stellungnahme zu dem Kischincwer Verbrechen bestimint sich von selbst durch meine religiöse GLltanschaunng. Obgleich ich, »och nicht alle fnrchtvaren Einzelheiten kenne, empsinoc ich doch die volle Bedeumng des Gräßlichen. Ein drückendes Gefühl des Mitleids mit all den unschuldigen Opfern der vertierte» Masse, Zweifel angesichts der rieriiche» Roheit dieser Menschen, die vorgebeu, Christen zu sein, das Gefühl des' Ekels und Widerwillens vor allenz die sich gebildete Menschen nennen und doch! die Masse ausreizren, mit ihren Taten sympathisierten, erfüllt mich. Bor allem aber graut mir vor den wirklichen Schuldigen an all den Geschehnissen, vor unserer Regierung mit ihrer die Leute vcrdilnimenden und fanalisierenden Geistlichkeit., und mit ihrer Räuberbande von Beamten. Die Greuel'-, tat von Kischineiv ist nur-eine „nmittelbare Folge der" Politil, der Lüge und Gewalttätigkeit, die mit solchem. Eifer und solcher Ausdauer seitens der Regierung geführt wird." - ’; f ' ' 1 Rabbi Simon den Haiephla. (Talmudisch'e Legenden.) .Rabbi Simon bcn Halephta spürte gern dem Grund von allen! nach. Das Unschsinvarste lvar ihm nicht zu gering, sich mit ihm zu beschästigen, und die anerkayillcsten'Worte ocr größten Weisen inchr hock;, genug, sie vor die Sonde seines prüfenden Verstandes zu bringen. Ein Weiser erklärte ein Hichn, dein die Federn genonimen sind, als unbrauchbar. Was tat Rabbi Simon? Er nahm ein Huhn, setzte cs in einelij.warmen Ösen und bedeckte es mir einer Schürze, wie sie die Llipferschmiede haben, — und siehe! nach einiger Zeit wuchsen oem Hnhir die Federn trästiger und dichter als vordem. Rabbi Simon beobachtete in seinem Garten einen Wiedehopf beim Restdauen. Dies -mißfiel ihm, lind er nahm bas Rest weg. Doch der Vogel hatte bald ein neues gebaut. Erbost rief Snnon: „Ich will doch sehen, wer von uns beiden recht behält!" —-• iinjs er nagelte ein Brett vor den Eingang des Restes. Er hatte aber den Wiedehopf noch nicht vesiegt, denn dieser kanij nach kurzer Zeit mit einem Maut im Schnabel angeflogen, das die Kraft hatte, die Nägel durch Rost zu zerstören. Da sagte Simon: „Ich tue besser daran, das Kraut zu verbergen, damit nicht etwa die Diebe das Geheimnis des Krautes lernen. Dann wäre die Welt verloren!" lind cp ließ von nun an den Vogel in Frieden. Ein anderes Mal las er in den Sprüchen Salomos: „Fauler, gehe hin zur Slmeise, sieh' ihr Treiben — und lerne! lieber sie herrscht keiu Herr, kein Aufseher, keiii Fürst, und dennoch bereitet sie ihr Brot im Sommer und jainmelt zur Zeit der Ernte ihre Speise ein." Da sagte, er: „Ich muß doch, zu erforschen jujdjen, ob die Ameise wirklich niemanden über sich hat." tlnter der heißen Sonne legte er eine Decke neben! ein 9lmetfci,uejt,' Bald kam auch eine Ameise und freute sich, des Schattens unter der Decke, denn den Ameisen ist die Somie unan/- genehin. Dann lief sie zum Rest, mit jauch den andeven. Aineisen die Botschaft von dem Schatten zu bringen. Schnell war der ganze Hausen unter die Deckes geeilt. Jetzt nahm Simon die Decke ivcg, und die sengenden Sonnenstrahlen! brannten aus die Ameisen nieder. Erbost stürzten, diese aus ihre Genossin, die sic durch die Nachricht von dem Schatten aus dem Neste herausgelockt hatte, und töteten sie. Ihre Antwort war «in abermaliges Zusammenschauern. Sie befand sich bald aus der Straße, ohne noch etwas denken zu können, nnd das schien ihr die erste Gottcsgabs zu sein. Auf dem ganzen Wege hörte sie auch nur die Worte: »viereinhalb Uhr!" die ihr in allen Tonarten in die Ohren klangen. Das wird sicherlich auch das Losungswort am Tage des Gerichtes sein, wo zwei Engel neben ihr hergehen werden, Vereine blutige Tränen vergießend, der andere himmlische HoMung ihr.einslößend, von ihrem kleinen Kinde droben empfangen und freudig begrüßt. XXII. Es war bereits nach Mitternacht, als Chase Rachel noch immer vor der Haustür stand, den Kopf mit einem biden Xud) umwickelt, um (sich vor der kalten Nachtlust zu schützen. So oft ein verspäreter Fußgänger um die Ecke bog, lief sie die drei Steinstufen hinunter, beugte den dünnen Hals lauschend hervor und versuchte, das nächtliche Dunkel mit ihren brennenden Augen zu durchdringen, um aber' jedesmal enttäuscht, unverständliche Worte vor sich Hinzumurmeln und sich noch, fester in das/ Tuch. zu hülle». Einmal stieß sie einen schwachen Freudenruf aus, als pin schwerfälliger Wagen heranrasselte, um aber' nur das Schinchsen und Fluchen, des Rosselenkers mitanzuhören, daß er sich bei der Finsternis der Straße geirrt hatte. Im Zimmer aber saß Klaßner, Ellens Abschiedsbrief vor .sich. Es waren (nur wenige Zeilen, ohne Anrede und ohne Unterschrift. Sie lauteten: „Du hast es wohl gemerkt, daß ich mich nicht wohl gefühlt. —-Mir war auch nicht wohl, so lange ich .mich hier befand, deshalb verloste ich! Dich, um dem Vikar Stromer zu fvtgen. Ich habe Dein Vertrauen mißbraucht, ich habe Dich schmählich betrogen und alle Deine Lebenshoffnungen vernichtet, — dennoch bitte ich Dich, barmherzig gegen mich zu sein." Diesen Brief hatte er vor einer halben Stunde vorgefunden, als er nach Hause gekommen war. Seitdem saß er da, um diese Zeilen wieder und wieder zu lessn. Endlich konnte er den Sinn erfaffen, nur der Schluß blieb ihm noch rätselhaft. Wenn eine Frau mit einend Liebhaber ihrein Manne fortläust, ist es doch ein wenig viel gewagt, die Barmherzigkeit des betrogenen Ehemannes anzurusen! Wer das war ja nebensächlich. 'Es war klar, daß Ellen geflichen'war, und um die Sache endgültig, unwider-i Mann genannt, den sie ‘ilfm vorgezogcn hatte. Das war die Hauptsache, alles andere ohne jede Bedentnng. Er war auch, gar nicht so sehr erstaunt: seit er sie damals vor dem Kreuz tiiiccnd aiigelroffen hatte, bohr!« in seinem Innern der Gedanke, es werde,zu einer Katastrophe koimncn. Halte doch sogar dir alte Äluttcr die duinvsc Atmosphäre im Hause verspürt . . . Er empfand es sogar als eine Erlösung, daß die böien. Ahnungen zur Tatsache geworden waren. Ja, ja, natürlich war es eine Erlösung, .und zum Zeichen dessen nalsnt er den Brief unc» überflog den Inhalt >znnt zwanzigstenj Male ... . Chaje Rachel erschien wieder im Zinnner. „Ich warte, und warte, und sie!kommt doch nicht," sprach, sie fast weinerlich, und barg die Hände unter der Kttcheiischürze. Der Sohn schien gar nicht zu hören,, was sie sprach. „Es war nämlich so," fuhr sie traurig sort; „sie kam »in zwölf Uhr nach -Hanse und ging nach ihrem Zimmer, wo sic in allen Schrünken und Schiebfächern räuinte und herumstöberte. Ich wollte ihr Helsen, aber sic hatte die Tür verschlossen. Ich rief sie zum Essen, aber sic kain auch nicht, und die schöne Suppe ist kalt geworden und ganz verdorben. Nach, einer Stunde kann sie die Trevpe herunter, ei» kleines Bündelche>r in der Hand. Als sic mich erblickt, fällt sic mir um den Hals und küßte i»ich. sehr heftig, als wollte sie ein Stück von mir abbeißen, nnd bevor ich recht zur Besinnung kam, war sie schon sort. Das' aber bedeutet gewiß einen großen Kummer für uns alle, weil sie so sehr getveint hat." > „Du hast mir schon vorhin erzähll, Mutter,"' sprach! er tonlos. ' „Schreibt sie denn im Briefe, wann sie wiederkommt?" „Sie wird nie mehr wrederkommen." - , „Sie .wird nie mehr zurückkommen?" Sie lächelw zweifelnd, schmerzlich. „Sie ist doch! aber Deine Frau!" „Sie war -es, Mutter; jetzt ist sie es nicht mehr." „Gott soll behüten! Ist -denn meine Ellen tot?" „Ja, -tot für uns!" kam es leidenschaftlich! von seinen Lippen. , - ' - Traurig schüttelte die Alte den Kopf. „Wenn Du es mit einer solchen Stimme sagst, dann wird es wohl ivahL sein." — ' Eine unheimliche Stille herrschte jetzt im Zimmer. Nach einer- Weile stand Klaßner auf und streichelte zärtlich das eingefallene Gesicht yeiner Mitter. „Geh schlafen,- Mutter. Es ist doch nicht mehr zu. Sie lies; sich seine Liebkosung gefallen, dann aber/ bog sie den Kops zurück und stieß seine Hand fort. „Nein, nein, Du darfst mich nicht streicheln!" jamincrie /sic. „Schlagen mußt (Du michdenn ich bin doch der schuldige Teil. Jck)j habe doch den Tag verflucht--«11 dein sie ihren Fuß über die Schwellcs dieses Haiiscs setzte. Ich fluchte dem Tage, ich fluchte ihr, nnd säst hätte ich auch Dich; incin Aivroinele, 'verflucht! Jch-niuß' wohli die Fluchioortc in einerbösen Stunde ansgespwchen haben. Meine arme, arme Ellen ..." „Beruhige Dich, Mutter. Dein Fluchen hat es nicht verschuldet!" < „Was denn?" „Ich iveiß e» nicht. Gehe zu Bett, Dlutter. Ich werde mich auch, zur Ruhe begeben," seufzte er mit verhah.- teneni i'ltein, noch einen Blick ans den Brief werfend. Seine Furcht vor dem Tageslicht, das' ihn schon am Abend vorher peinigte, ivar begreiflich; denn als der Morgen endlich anbrach und mit diesem die Notwendigkeit, doch etivas zu unternchinen, da erst ivurde es ihm klar, daß er die ganze Nacht nur wus die Glockenschläge der gegemiberliegenden Kirck/e gelauscht - hatte, ohne, irgend einen richtigen Gedanken fassen zu können. Er wußte auch jetzt nichts weiter, als daß seine Frau ihn verlassen hatte. Er tappte noch immer in der .Finsternis herum, — um aber doch ivenigstens einen Schritt weiterzukommcn, eutschloß er sich, den alten Dumont aufzufuchen. „Ich. dachte es mir, daß Sie konnneu werden!" „Dann wissen Sie auch ......" .„Alles." Er zog .einen 'zcrknitherten Brief aus der Tasche, den er wortlös Klaßner überreichte. „Und. Ihre Frau?" „Sie ist nicht Wohl, -daher will ich noch damit warten." Es entstand eine Pause.. '- - „Was gedenken Sie zu tun?" fragte Klaßner endlich voller Spannung. > - „Entsprechend ihrem Wunsche, habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht. Sie bittet mich, daß ich sie nicht verdammen soll." - „Aber sie muß doch irgend einen Grund angegeben! haben!" rief Klaßner und biß sich in die Lippen. „Wenn ich Sie nicht so gut keimen würde, müßte ich glauben, daß alles uur ein -schlechter Scherz von ihr sei/' (Fa. tsetzung siehe Seite 5 oben.) . ,

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