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Neue jüdische Presse · 1921-12-29 · Heft 49 (29.12.1921) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 49 (29.12.1921)
Date
1921-12-29
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 49. . '. - . Neue Jüdische Presse. Seite 3. AUmisttsche Rachrichte«. Prag.- DasZion Zentra lk o mite e faßte folgende» Beschluß:' ' ' „Unter Berufung aus die'positive Nesolntw» des 12. Kongresses und die bezüglichen Beschlüsse des tschechoslvwatische» Zionistcntagcs stellt das Zentralkomitee fcft, daß der Kampf Hin die u ä t i o » a t e u M i » d e r h e i ts rechte d e s j ü d i s ch c ii Volkes in der Tschechoslowakischen Republik eine» integrierenden Bestandteit der zionistischen Arbeit in der zionistischen Landeskommission in der Tschechoslowakischen Republik bildet und auertennt den Jüdischen Rationalrat, in welchem die Zionistische Organisation entsprechend vertreten ist, als die znr Führung dieser Arbeit kompetente Körperschaft." „ . London „Haolam", daS offizielle hebräische Organ der Zion.' Organisation, erscheint vom Januar ab wieder. Peri»«alie» «. Uet«e Mitteil«»se«. Berlin. Die erweiterte Vorstandssitzung der Vereins, gnng für das liberale Judentum -in Deutschland beschloß die 'Gründung einer liberalen Wochenzeitung unter dein Rainen „Jüdisch - liberale Zeitung", der als monatliche Beilagen „Das liberale Judentum", unter der bisherigen Redaktion Rabb. Dr. Cäsar seligmann und die „Mitteilungen des Jüd. Liberalen Jngendbundcs" beigesügt werden sollen. München. Die Israel. Re ltg ions g es el lsch oft Ohel Jakob hat in seiner zahlreich besuchten Mitgliederversammlung den einstimmigen Beschluß gefaßt, das Nachbaranwesen ihrer Synagoge in der Herzog Rndolsstraße anznkaufen. Durch diesen Erwerb wird es ermöglicht, die Synagoge beträchtlich zu ve r g r ö ß e r n. Würzburg. Hier wurde eine Symphonie von Max Reumann, de», Dirigenten des Synagogenchors der Frankfurter „Jsr. Religionsges." mit außergewöhnlichem Erfolge aufgesührt. Die Kritik spricht sich in begeisterten Worten über die Komposition-aus, indem sie u. a. meint: „Nach Hunderten von Werken, die' man während einer Konzertsaison'über sich ergehen lassen muß, und die doch all nur mehr oder weniger Mittelmäßiges zu Tage fördern, bereitet cs doppelten Genuß, eine lolch auserlesene Delikatesse vorgesctzt zu bekommen. In der draniatische.i Behänd- ° lnng des Sujets im Geiste Wagner-Liszt-Mahler erzogen, in der Instrumentalisierung aber vollständig neue Wege gehend, die das spielende Vertrautsein mit allen Errniigenschastcn. der moderne» Orchestertechnik zur selbstverständlichen Boranssctzllng haben, dabei von einer glühenden □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □ □Hansa 1787 O Ifl dicke, reinwollene, in vielen Farben und Formen Mocgenröcke, UaterCOCke bester Qualität, grosse Auswahl Woiltot* aus ^vUo und Seide, nur QualitSts- AKltt««* wäre in vorteilhaftester Preislage. Hans Nerger Hocbstr. 26,P Phantasie, haben wir ein Meisterwerk vor uns, das zwei» ' selsohne siegreich seinen Weg gehen wird." Nürnberg. Der Redaueurder „Bolksstlwme" Schulze hatte sich in eincnj Ülrtikel init der'Ueberschrift „Das gepfändete Hakenkreuz" in der in-der „Volksstimme" üblichen Tonart darüber aujgehalle», daß Jnstizrat Dr. E r l a » g er und Assessor H e r z den bekannten Antisemiten Strnmsdörser im Gerichtsgebände haben pfänden lassen, weil dieser seinem Hauswirt die schuldige' Miete und die Kosten für die Reinigung deS Zimmersnicht bezahlt hatte. In dem Artikel wurden die Privatkläger in ihrer Eigenschaft als Inden gröblich beschimpst. Das Gericht verurteilte Schulze zu einer Geldstrafe von IHW Marl, zur Tragung der Koste» und Veröfsentlichung des Urteils. Mrttweröa. JnOAlrer von 110 Jahren starb die älteste Jüdin Deutschlands, Iran Stark geb. Blank. Schönebeck n. 9. Slbe. Rabbiner Dr Julius G a l a n d t istv e r st o r b e n. Wien. Josef Popper-Linkeus, der geniale Denker, ist — 84 Jahre alt — plötzlich verschieden. Er ersand die Kessclsteineiiilagen und einen Kondensator für Bcrgiverke. Er ivar der einzige, der für das von Robert Mayer gesnndeue Gesetz von der Erhaltung der Energie eintrat, als noch die ganze Gelehrtenwelt dagegen war und dadurch den unglücklichen Denker in den Wahnsinw ir-eb. Cr har in der Theorie der Lustschiffahrt Hervorragendes geleistet und lauge vor Deprez bei der Wiener Akademie eine Denkschrift hinlertegk, in der das Prinzip der elektrischen Kraftübertragung beinahe bis ins Einzelne durchgearbeitet war. Doch seine Lebensarbeit lag auf dem sozialen Gebiete. 1878 verlangte er in einer Schrift „Das Recht zu leben und die Pflicht zu streben" die Einführung der allgemeinen Rährpslicht. 1!>U erschien sein „Die allgemeine Rährpslicht als Lösung der sozialen Frage." Seia ..Phantasie eines Realisten" erlebte t-> Auflagen. Warschau! Dr. Meier Bat ab au, Leiter des misrachistlscheil Lehrerseminars, bekannt als Historiker, dürste als Rachfolger des verstorbene» Oberrabbiners Dr. Poznanski in Frage kommen. Ltvn«. In Rosinen wurde die aus vier Personen bestehende Familie Edelstein ermorde t. Es handelt sich nur Raubmord. Die vier Opfer.sind der Kleider, beraubt und i» eine» Keller geworfen worden. Jernsmem. Wie „haaretz" mitleilt, mußte die Amerikäreisc des Oberrabbiners K u k verschoben werden, das Rabbiner G r a d z c n s k y - Wilna sich gegenwärtig »'chk anschließen kann. Jerusalem. Hier starb Akiba Frusch, ein Nachkomme des Maharil in Prag. Früsch hatte sein ganzes Leben dem Thorastudinin geweiht und er genoß daher in der hiesigen Orthodoxie hohes Ansehen. Er war ein scharfer Gegner jeglicher Modernisierung des Schulwesens, bei seiner imposanten Bestattung wurde daher dreimal ausgerufeii, daß Leute, die ihre Kinder in andere Schulen schicken, seine Bahre nicht berühren, dürfen. Im vergangenen Jahre veröffentlichte Frusch eine Sammtniig alter kabalistischer Handschriften. 'Aus dein Gebiete der Astronomie war er sehr bewandert. Montreal. S. W. I a c o b s, der einzige jüdische 'Abgeordnete Kanadas, ist bei den Parlamentswahlen miede r g c w ä h l t worden. Der Sieg der Liberalen dürfte-vielleicht eine baldige Milderung der. Einmandernilgsgesetze zur Folge haben. Offenbacher Druckluft-Anlage Qfieabaoh ». ». Telefon 123. Unübertroffene Teppichreinfgug mittelst Druckluft Kraskfurter Berichte. Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der TnHerknlose (Gegründet von der Weiblichen-Fürsorge E. V) Rach eingehenden Vorbereitungen ist unter obigem Rainen ein Ausschuß, der sich aus Vertretern alter hiesigen maß." gebenden jüd. Wohlfahrtsvereinen und Logen zusainmensetzt, gebildet worden. Es sind dies: 1. Weibliche Fürsorge, 2. 'Aliiiosenkasten der isr. Gemeinde, :t. Frankfurt-Loge, 4. Francnverein Esras Roschim, Franeiwereinigung der Frankfurt-Loge, Fürsorgekasse der Israel. Religionsgesellschaft, 7. Hermann Cohen-Loge, 8. Israel. Armenverein Bockenheim, '.>. Israel. Hülfsvereia, I». Jüdische Frauenvcreiniguiig, >1. Ostjüdisches Hilfskomitee, 1'2. Vereinigung jüdischer Wohtfahrtscinrichtnngen. ltz. Zentrale für jüdische Wohlfahrtspjlege. Die Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sind Berta Pappe n he im, Berta Holzmann »iid Henri e t t e B e st h o f f. Der Arbeitsgemeinschaft ist znr Bearbeitung deS vorliegenden Materials cia Arbeitsausschuß angegliedert, dem eine Reihe bekannter hiesiger Aerzte angehören. Mit der praktischen Arbeit ist bereits bcgomien worden. Die Tätigkeit der 'Arbeitsgemeinschaft znr Bekämpfung, der Tuberkulose soll im Einvernehmen mit den bestehenden staatlichen und städtischen Fürsorgestellen für Tuberkulose erfolgen und insbesondere da eiiigreifen. wo es sichi darum handelt, de» jüdischen Kranken eine ihren religiösen Anschauungen entsprechende Fürsorge angedeihen zu lassen. Große Sniiimeii sind notwendig, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Darum Herzen auf, Hände ans! Geschäftsstelle: Langestraße 80 ll. , Postscheckkonto: Dr. Eugen A. Mayer Rr. 42 27:1 Frankfurt a .M. Notizen. Dr. I s a a c Heine »i an», dessen geistreiche und - eratorisch yervorragenden Reden gerade in unserem Frankfurt, seinem Geburtsorte und langjährigen Wirkungsstätte, bekannt sind, spricht Mittwoch im Verein für jüd. Geschichte und Literatur, i Siche Inserat.) Ünudlarttr. 6ma8<ttni|ts. T a l in ii d-T Hora-Verein (B: Dr. Braun. G: Groß. L: LipinSky,- U: Unna. O: Oelbanm), Hörsaal Börnepkatz. Samstag, 11*): Schnlchan Aruch (U), 3>/*: Raschi (S), nach Mincha: Mikro (U). Sonntag, nach Schacharis:. Mischna (G), 9: Schnlchan Arnch (Ll, i>r »*): Gcmoro (U). *) Neligioiisschnle Hennestveg 27. Jedem das Setuige. Roman von M- Pulvermann. (Fortsetzung.) Die ging natürlich nicht, da jeder Schritt ihr große, nncrträglichc Schmerzen verursachte. Ebenso natürlich war es, daß auch Ellen zu Hause blieb, uni! die Kranke zu pflege» und sich den häuslichen Aufgaben zu widmen. Ellen konnte eine gewisse Befriedigung nicht nnterdrücke», da sie dadurch bessere Gelegenheit fand, noch mehr ihren eigenen Gedanken nachhängen zu können, die doch, wie Chase Rachels Bein, ebenfalls verzerrt und verrenkt waren. XVII. Ellen hielt-Wort, keine Fragen zu stellen und keine Schlüsse zu ziehe», sonst, wäre sie,' durch die Bereitwikligkeit, ' mit der sie sich, am Ausgang des Feste? der alltägliche» Beschäftigung hingab, in . nene Zweifel geworfen worden. Aus dieser Bereitwilligkeit, hätte sie ja folgern inüssen, daß die Erbauung keine hervorragende gewesen sein konnte, da sie keinerlei Nachwirkung hinterließ und für eine länger anhaltende Weihe sich nicht stark genug bei ihr zeigte. War es win ihr fester Wille oder war es die Absicht, sich vor sich selbst zu verkrieche», genüg, diq Tatsache blieb, daß sie sich »nt einem Eiser und einer Beflissenheit den häuslichen und wirtschaftlichen Obliegenheiten unterzog, die es jedem' klar machen mußte, daß geistige Anregungen ihr jetzt vollständig fernlagen. Die natürliche Aussöhnung mit 'ihrer Schwiegermutter hatte znr Folge, daß ihr fortan auch gestattet wurde, sich etwas ausgiebiger mit Küchenangelegenheiten zu befassen. Sie wußte, daß die Zeit zwischen dem Neujahrsfeste lind, dem Versöhnnngskage die sogenannten Bußtage waren, eine"Periode,, in der man sich für den-Ernst des großen,' erhabenen Tages vorbereiten mußte.. Die Weihe und Heiligkeit dieser Tage, die das ganze Haus mit tiefem Ernst erfüllten, blieb Ihr nicht verborge», da die Altemit Wort und Tat es ihr unaufhörlich zum Bewußtsein brachte, besonders durch ein stilles, sanftes Benehmen, das sich sogar" auf die Scheuerfrau - erstreckte, die in Anbetracht ihrer Erfahrungen init Chaje Rachels Temperament diese kaum .wieder-erkannte. Ellen aber, gewollt oder nirgewollt, blieb bei ihre.m Vorsatz und vermiedjede Frage. -Vielleicht auch war sie-zu. diesem Verhalten durch einen andern Gedanken veranlaßt, der sie stark beschäftigte: das Schicksal des Buches. Es waren seit der Absenon.-rg des Manuskriptes bereits vierzehn Tage vergangen, und die Entscheidung konnte jeden Augenblick eintrefsen. I» der ersten Woche versuchte Klaßner, eine mühselig' aufrecht erhaltene Gleichgültigkeit zur Schau zu tragen; jetzt aber, da er einsah, daß cs kindischwar, mit sich selbst Verstecken? zu spielen, suchte er sein Gleichgewicht dadurch wieder zu erlangen, daß er Ellen zum Ableger seiner Hoffnungen und Zweifel machte. Ellen natürlich war mit voller Sympathie und mit ganzem Herzen bei der Sache, um seine Hosfunng zu bestärke», seine Zweifel zu beseitigen. Das waren kostbare Stunden, wenn sic des Abends ans den breiten-Parkwege» Hand, in Hand ivandcllcii, die schöne Berlobniigszeit in der Erinnerung nochmals durchlebend/ wobei natürlich das Buch das Hanpttheina bildete. Beide kannten sie gs fast auswendig, und sprach-:? bald über diesen, bald über jenen Satz, jede schöne Stelle durchkostend, einer den andern durch Zuversicht anfrichtend, so daß sich der Gedanke des nninnstößlichen Erfolges bei beiden festsetzte. Absichtlich blieben sie an jedem Abend etwas länger fort, um dem Briefträger noch etwas mehr Zeit zu lassen und um eine etwaige Enttäuschung in Gestalt des leeren Briefkastens noch etwas länger hiiianszuschieben. Innerlich waren sie jedesmal froh darüber, da ihnen noch mehr Spielraum für ihre Hoffnung blieb. — In Eltens äußerem Benehmen gegen ihren Gatten hätte auch der anfmerksainste Beobachter nicht das geringste Anzeichen ihres inner» Kampfes ivahrgenommeii, ivril sie zu dem festen Entschlüsse gekommen war, beide Sachen, Gatte und Religion, nicht von einander abhängig zu machen. Warum auch sollte ihre religiöse" Unfruchtbarkeit die Gefühle für de» Galten beeinflussen? Sie hatte nie daran; gedacht, daß ihre Zusammengehörigkeit init ihrem Manne sich zn einer seelenerhebendcn religiösen Kraft gestalten« - sollte. Im -Gegenteil, sie war bestrebt, das religiöse .Moniknt bei ihrer Liebe anszuschalten. Es war doch nur logisch, daß sie den inneren Konflikt so unpersönlich iore möglich gestalte. Religion war eine Angelegenheit, die sie.nur zwischen Gott und sich abmachen konnte, die aber; nicht durch Indirekte Rücksichtsnahme »och komplizierter und verwickelter -werden'durfte. Und Klaßner erleichterte ihr dies. Seit ihrer Berheiratuiig hatte .er mir selten die Verschiedenheit dev Religionen mit ihr.erörtert. 'Boiler Begeisterung hatte er ihr: damals "die Vorzüge »einer. Religion erklärt und sowohl die ethischen .Lehren wie auch die Gedranche ihr erläutert. Weites aber ging er nicht. Er befragte sie nicht über ihre An-. schauungeii, und er vcrmied cs gesiisscntlich, nähere Erörterungen anzustellen. Vielleicht tat er es aus Zartgefühl, in dem Bewußtsein, daß sie gewiß noch inanche! ErinneriurA erst überwinden müsse, vielleicht auch war es das Widev- . streben, seinen Glauben durch irgend welche Redekünste znr Schau zu stellen! Welchp Gründe er für sein Verhalte» auch 'haben mochte, er machte es ihr klar, daß er an ihre-. Ehrlichkeit nicht de» geringsten Zweifel setzte. Sie hatte ihre PrvseUitenprnfiliig so glänzend bestanden, daß sie es nicht verdiente, in ihrer Aufrichtigkeit verdächtigt zu werden. In den letzten Tagen war in Elle» die. Frage aufgetancht, vb sie aus ihres Mannes Vertrauen stolz sei» oder -seine Unbeküminertheit bemitleide» solle? Ihre Zweifel, ansäiigtich mir ein geringes Mißbehagen, hatte sich bal» zu einer innern Unruhe, zn einem förmliche» Ansrnhv verdichtet, der mehr und mehr -.znnahm, je näher dev Versöhnnngstag herankam. "Nicht minder beunruhigte eS sie, vb sie nicht in ihrem Selbstvertrauca z» weit gegangen ii>tuv ob sie nicht ihre 'Anpassungsfähigkeit überschätzte, als 'sie die wohlbekannte Heimat verließ,' um ihr Heil in einer gänzlich fremde» Gegend zn suche». Jetzt freilich war es zu spät, andere Maß'nahnien zn ergreifen; auch nur die geringste Andeutmig, daß sic in ihrem Seetenzustandcl eines Beistandes bedürfe, ja. daß sie überhaupt eineck Seelenkanipf durchzumachen habe, würde er, in seinem nnerschütterlichcn Vertrauen zu iyr. mit Unglänbigkeit auf-- »ebmen und mit einem Lächetzi begegnen. Bald über sollte sie auch in dieser Angelegenheit Klarheit erlangen. Unerwartet, gleichsani in der zwölfte» Stgnde, kam ihr der Zufall zu Hilfe, um ihr Gewißheit über seine Gesinnung zu verschaffe». Der Bersöhmliigstag traf an einem Donnerstag-,' u,M Klaßner hatte es so eingerichtet, schon am Mittivochvon der Redaktion wegzubleiben, da dieser Tag schon als! Festtag betrachtet wird. Er hatte deshalb am Dienstag vorgearbeitet, und Ellen erwartete erst spät seine Heimkehr. „Darf ich mir noch; eine Zigarre anzüilden?" fragte er gemütlich an 'diesem 'Abend nach beendeter Mahlzeit. „'Aber gewiß, Liebling!" sprach sie. . Er griff in die Tasche, wo er aber die Hand eine Weile ruhen ließ, und als er sie wieder hervvtbraHte^. hielt er sie geschlossen, während sein Gesicht eine getvisscl Spannnng zeigte. * „Einen Augenblick, Herzlieb," rief er. Er legte seine Hand aus ihre Augen und sprach dann, wie es bei venr

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