Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 49 (29.12.1921)
- Date
- 1921-12-29
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4. Eeue Jüdische Presse. Nr. 49 Montag, n. Schacharis: Schnlchai: Uruch(U). 6'/«: En.Jaakaum (Ü). . Dienstag, .nach Schacharis: Mischna (&>■). Mittwoch, nach Schacharis: Mischna (G), 6*A: E Hauwaus - Halewowaus (SS). Donnerstag, nach Schacharis: Schulchan Aruch (U), 8>J*): Gemoro (U). Freitag, nach Schacharis: Mischna (G). Fortbildung für jg. Leute: Samstag 3—1, Montag, 7vi.it- 8, Mittwoch, 7»/«: Gemoro (JI. u. G.). Fortbildung s. Knaben: Samstag, 3: Schulchan Aruch (Abt. A. 01), B. (0), C. (Ö), D. 4V« (0), 6Vü: Gemoro (U),.. Montag, 4ty»: Mischna (Abt. C. und J). (U), Dienstag, 4i/s= Mischna, B. (G). 6: Mischna, A. (U). Donnerstag, 4i/»: Gemoro, A. (U), Mischna, B. (G). Ez Chajim (Dozenten: Rabb. Krieger, Liverhant, Turcinskr, Temersohn, Schereschewskh), Kurse in acht Klassen nnd einer Vorbereitungsklasse in Chumesch, Tefilloh, Mischna, Gemoro hauptsächlich für Schüler hiesiger Schulen, Zahl der erteilten Stunden 70, Unterrichtslokale Hermesweg 27 a und Unterlindau 23 >>. Sonntag, ly«—4Vä 1 * •' Montag—Donnerstag, 2'/«—S'/i „ S amtag, 2i/«—5 „ Montag, Dienstag, Donnerstag, 3>/«—7V-> *' Samstag, &U—63/i V e re in für jüd. Geschichte und Literat u r, Mittwoch, 8Vi, Frankfurt-Loge: Jehuda Halevi und Mai- . monides (Dr. Heinemann, Breslau). Verein Hauptsynagoge Samstag, 4, Hauptsynagogc: Lehrvortrag. Die siebe« guten Jahre. Bon I. L. Pcrez. Diese Geschichte hat sich in Turbi» ereignet. Dort gab es eimnal einen Träger, der Tojwje hieß und sehi> arm war. Er war an einem Donnerstag auf dem Marktplätze. Tojwje stand da — die Schöße seines langen Rockes hinter den -Strick geklemmt, der ihm als Gürtel biente — und lugte nach etwas Verdienst aus. Er hatte noch nichts für den Sabbat. Aber wie zum Trotze blieben alle Läden ringsherum leer. Kein Käufer zu sehen, kein Packet zu tragen! _ Betend sah er zum Himmel: Daß ihm der Labbat nur nicht verdorben werde, nur nicht am heiligen Tage hungern müssen! Da fühlte er -plötzlich, wie ihn jemand am Rockschoße. zupfte. Er wandte.sich um und sah einen fremden Mann in Jägertracht vor sich stehen, eine Feder auf dem Hut und grüne Ausschläge auf der Jacke. Und der Mann sprach zu ihm: ,Hörc, Tojwje! Es sind Dir sieben gute Jahre beschieden, sieben Jahre in Glück und Reichtum. Aber Du mußt'Dich entscheiden, wann Dn sic haben willst. Willst. Du, so kann Dir Dem Glück noch heute werden, und Conditorei und Cafd Wilhelm Wendel Ken renoviert nnd vergrSssert. fltaguH 6 Talefon Haara 1288. JVanktnrter Brauten u. Betm änn chew. ehe die Sonne untergeht, die jetzt über Deinem Haupte I steht, wirst Du,genug. habe», uni.ganz Turbin samt Um- | gebung zu kanse». Doch, daN,, wirst Du nach sieben. Jahren | wieder so arm ivcrden, wie Du bisher gewesen bist. Du darfst Dir aber .die sieben guten, gesegneten Jahre auch für das Ende Deines Lebens wünicheu, nnd daun wirst Du als der Reichste» einer von hinnen gehen." Wie sich später herausstellte, war der Fremde, der diese Worte sprach, kein Geringerer als der Prophet Elias. Tojwje aber hielt ihn für einen eiiuachen Zauberer und gab ihm eine abweisende Antwort: „Lieber Mann, laß mich in Ruhe! Ich bin ei» armer Hungerleider und habe nichts, um Dir Deine Ratschläge nnd Deine Mühe bezahlen zu können." Doch der Fremde ließ sich nicht abschrecken,. wiederholte vielmehr seine Rede,. einmal, zweimal, ja auch ein' drittes Mal, — bis »die Sache dem Tojwje doch in den Kops ging. ' „Weißt Du, lieber Mann," «sagte er schließlich- „wenn Du es wirklich ernstmit mir meinst und Dich nicht etwa nur über einen armen Teufel lustig machst, so muß ich Dir sage», daß ich gewohnt bin, mich in allen Dingcnl mit meinem Weibe Sserel zu. beraten. Auch jetzt kann ich Dir keine Antwort gebe», ehe ich nicht mit ihr gesprochen habe." Der Fremde sand,das ganz recht so, Tojwje solle nur gehen, um den Rat seiner Frau einzuholcn. Er wolle hier auf die Antwort warte». Tojwje sah noch einmal rnnd herum: nirgends eine Spur von Verdienst! Zn verlieren ist ja übrigens nichts dabei, dachte er, ließ die Rockschöße hinab und ging zur.' Stadt hinaus, nach .seiner Lehmhütte, die weit draußen, schon fast auf freiem Felde, stand, lim die Lache mit seiner Frau zu besprechen. Als diese ihn des Weges kommen sah — es war Sommerszeit und die Tür stand offen —, lief sie ihm mit großer Freude entgegen, da sie. meinte, er bringe, ihr schon das ersw Geld für 'den Sabbat. „Rein, Sserel," sagte er, „der liebe Gott hat mir noch nichls zugeschickt. Aber es kam ein fremder Mann zu mir ..." Und nun erzählte, er ihr die ganze Geschichte von den sieben fetten, guten Jahren, die ihm beschieden seien: Rur müsse er wählen, ob er sie gleich haben wolle oder, erst vor dem" Tode lind darum komme er, sic um Rat ' fragen, für wann er sich entscheiden solle. Sserel überlegte nicht lange und sagte: „Geh, mein Lieber, nnd sag' dem freniden Manu, daß Dn sieben .gute Jahre jetzt gleich haben willst." Tojwje ,var erstaunt: „Warum, meine Liebe? Rach den sieben Jahren werden wir hoch wieder arm werden. Und Du weißt ja, der Herabgekommeiie ist schlimmer daran, als wer van Hanse arm ist." „0, wer wird auf so lange hinaus denken, mein Guter. Vorläufig nimm, was man Dir gibt nnd sprich: Gelobt sei der Herr für jeden Tag! Zumal wir Chedetzgeld (Schulgeld) fiir die Kinder brauchen. Sieh, man hat sie mir nach Hause geschickt. Da spielen sie im Sand." Damit war Tojwje überzeugt, und er. eilte mit der Antwort, daß er die sieben guten.Jahre unverzüglich haben wolle, zu dem fremden Mann zurück. „Uebcrleg' Dir's noch," meinte dieser. „Heute bist Du noch ein kräftiger Mensch und kannst verdienen, bald Konditorei nnd Cafe Pli* Lanbenstein Hohenzollernstrarae 18. Telephon: Hansa 985. Spezialität: Ananas-Törtchen und Pralinen* etwas wehr, bald etwas weniger. Was wird aber später sein? Wenn Du in den älteren Jahren plötzlich arm wirst und keine Kraft mehr hast, zu arbeiten?" Doch Tojwje blieb fest. „Mein Weib hat,mir so geraten," antwortete er. „Erstens, sagte sie: Gelobt sei der Herr für jeden Tag,- und! zweitens hat man uns die Kinder aus dem Cheder nach Hause geschickt . . ." . „Na, wenn'S so ist,".sagte der Fremde, „dann geh' Heini, und ehe Du noch in Deine Hütte trittst, wirst Du ein reicher -Mann sein!" Spräch's und verschwand, ehe Trojwse Zeit fand, ihn'noch zu fragen,.wie-es nach den. sieben Jahren sein: werde. - Tojwje ging nun wieder zur Stadt hinaus. Wir wissen ja, daß er ganz weit draußen schon fast, auf freiem Felde wohittc. Als er vor seiner Hütte ankam, sah er die Kinder im Sande spielen und genauer hinsehend, bemerkte er, daß sie aus einem Grübchen nicht Sand, sondern Gold berausscharrte». . . . Wirkliches Gold, lauteres Gold! tlnd damit begannen natürlich die siebe» Jahre, die sieben glücklichen Jahre. ... . * *• > * Mit dem letzten -Tage des siebenten Jahres stellte sich der Frenide ein, um Tojwje zu melden, daß abends das ganze Gold .verschwinden'werde, — sowohl das in dev Erde, als das im Hause und selbst jenes, das ihnen etwa bei Leute» zu verstecken gelungen war .... Er fand Tojwje ganz so wie vor sieben Jahren, auf. dem Marktplätze, die Rockschöße hinter de» Strick geklemmt, der ihm als Gürtel diente, nach Verdienst'anslngcnd.- „Tojwje, die sieben'Jahre sind um," sprach ec ihn an. „Das mußt Dn meinem Weibsage»," antwortete dieser. Denn der Reichtum war die ganzen sieben Jahre lang ihren Händen anvertrant. . ' - Und sie gingen selband zur Stadt hinaus, kamen zur selben Lehmhütte/weit draußen, fast schon ans dem Felde, nnd trafen Sserel -vor der Tiir, ebenso ärmlich gekleidet wie vor sieben Jahren. Rnr daß über ihr Gesicht.' ein Lächeln gebreitet war. Der Fremde richtete nun auch ihr seine Botschaft aus. Da antwortete sie, die siebe» guten Jahre hätten für sic und ihren Mann noch nicht begonnen, da, ska das Gold nicht als ihr «eigenes betrachtet hätten. Rnr was der Mensch mit seinen Händen sich verdiene, sei sein. Ein/Reichtum aber, dereinem ohne Schweiß lind nicht gesucht znfalle,. sei bloß ein Gut, das der liebe Gott den Menschen anvertraue, damit sie den-armen-Leuten davon gebe . . . Darum habe sie auch von dem, .Golde nur sür das Chedergeld genommen. Für Gottes Thora durste sie schon von Gottes Golde nehmen. Sonst habe sie. aber für sich nnd ihr Haus nichts, gar nichts verwendet. Und wenn jetzt der liebe Gott einen bessere» Verwahrer für sei» Gold habe, —- ',»a, dann solle er es eben nehmen'und andern übergeben.' . . ' Kinderspiel heißt: ,Hier habe ich ein Ding, einwunderschönes-Ding; sag an, wer» gehört dieses Ding?" „Nicht doch," .lächelte sie, seine Hand wegziehend. Kaum aber hatte sie den Gegenstand in seiner geöffneten Hand bemerkt, als sie ein lautes „dich!" hervorstieß, um,blitzartig nach dem Gegenstand zu greifen. Was er in der Hand hielt,'war ein kleines, silbernes — — Kreuzchen. „Da — da — hast Dn cs," rief er noch finmer heiter, während er es in ihren Schoß sacken ließ. .Herzlieb, warum 'regst Du Dich denn dabei so auf? Mm: könnte meinen, daß ich es verschlingen will! Ich fand es heute unter Deinen: Nähtisch, als Du noch schliefst, nnd um niht zu vergessen, es Dir lviederzugebcn, steckte ich es in meine Zigarrentasche. Hat es denn fiir Dich 'irgeick» einen besonder» Wert?" „Cs ist das einzige Andenken von meiner verstorbenen Mutter," sagte sie beklommen und seufzend. „Darum aber solltest Du es besser ausbewahren," sprach er freundlich." „Ich weiß nicht, wie mir dies passieren konnte?" fuhr iw -mit unruhiger Stimme und Miene fort, ivährend die bebenden Finger das -Kreuz umklammert hielten. '„Ich hatte es stets in meinem Arbeitskorb bewahrt: Sicherlich ist -es mit einer Zwirnsrolle herausgefallen." - „Sicherlich," sprach er mit mehr Ernst, über ihre Aufregung nicht wenig verwundert. „Es ist nur gut, daß ich es fand und nicht meine Mutter, sonst wäre es Dir für immer verloren gewesen." „Uh 'glaube, sie wäre vor Schreck in 0hnmacht gefall»:." Mahner zuckte mit den Achseln. „Es hat nun einmal jeder seine, eigen»: Anschauungen." „Du nicht auch?" Sie warf ihm dabei einen ängstlichen Blick zu. Er schwieg einen Augenblick und sprach dann: „Ellen, wozu stellst Du diese Frage?" „Ich weine, hast — hast Du gewußt, daß — daß — ich es besitze?" „N—n—nein! Ich, wußte es nicht," erwiderte er gedehnt. .Find da Du es jetzt weißt —?" fragte si«^ gespannt. Er streichelte ihr lächelnd die Hand. „Ach so! Darum ist mein kleines Frauchen so ängstlich! Dn glaubst, daß ich etwas einzuwenden habe! Ich hübe dabei keine Einwerwung, weil ich es nur als Andenken an Deine Mutter betrachte: allerdings Hätte ich es lieber gesehen, wenn es eine anderq . Horm' hätte. Schließlich,- warum sollen wir uns diese ruhige Stunde durch eine solche unerquickliche Unterhaltung verkümmern?" „Du hast recht. Aber ich bin doch froh, daß ich es behalten darf. Ich mühte Dich eigentlich um Verzeihung bitten, daß ich Dich nicht erst darüber befragteaber der Llublick war mir von Kindheit auf so vertraut, so zur Gewohnheit geworden, daß ich an die historische Bedeutung gär nicht gedacht habe. Und gar erst seit ich Dich traf, war es für mich nur noch ein Erinnernngszeichen! an meine Mutter, das sie in ihren Händen gehalten, mit ihren Lippen berührt, und wenn —" Tränen erstickten ihre Worte und sie konnte, nicht weiter sprechen. „Aber, Ellen, Liebling, warum regst Dn Dich denn auf? Ich mache Dir doch nicht den geringsten Borwurf n:ü> werde cs auch, nie tun." „Was aber soll Deiner Mutter wegen bannt geschehen?" „Neue Sorgen und neue Rätsel?" rief er mit gemachter Verzweiflung. Sie achtete nicht auf seinen Einwurf, da sie trotz seiner Versicherung»: ein gewisses Ui:behagcn in seinem Blicke wahrnahm, nnd sprach n:it wieder geivonncner Ruhe weiter: „Deine Mutter hat keine Ahnung davon, daher ist mir der Gedanke peinlich, ein Geheimnis vor ihr zu haben und aus ihrer Ahnungslosigkeit einen Vorteil für mich Fu ziehen. -Schon das Vorhandensein des Kreuzes in diesen: jüdischen Hause bedeutet .cinei: Betrug gegen sie. Sollen wir daher die Toten ehren, indem wir gegen die Lebenden lügen und sündigen?" Er nahm ihre beiden Hände und blickte ihr tief in die tränenvollen Augen, die sie zu ihm ausgeschlage» hatte. „Ellen, Du bist zu gut sür mich!" sprach er gerührt. „Schmeichler!" rief sie n:it wehmütigen: Lächeln. „Da- :nit aber kommen wir 'nicht über die Schwierigkeit hinweg." „Was gedenkst Du also zu tun?" „Ich weiß es nicht," sprach sie traurig. „0der ichwerde meine Tante bitten, daß sie es sür mich in Verwahrung nfinmt." Er vernahm den Seufzer, der diese Worte begleitete. „Ich wußte, daß Du diesen Vorschlag :nachen wirst, da Du Dich nicht davon gänzlich trennen möchtest. Darun: lvilt ich Dir einen andern Vorschlag machen, der uns beide besser besriedigcn dürfte. Wie wäre es, wenn wir dieses! Kreuzchen zu einem Acker umarbeit»: ließen?" „Zu «inen: Anker! Zn einem Sinnbild der Hoffnung!" schluchzte sic. „Jawohl, Liebling. Es bedeutet dann fiir Dich Glaube und Hoffnung, zü denen unsere Liebe sich hinzügesellt."' „Und Bannherzigkeit," sprach sie noch siniieniü „Welche BaNnherhigkeit hast Dn denn noch nötig?" „Gott hat noch keinen Menschen geschaffen, der nicht früher oder später seiner Barmherzigkeit bedürftig wäre." -Er sah sie wieder scharf an. Ans ihren Worten hörte er wohl eine» bcsremdliche» To» heraus, aber er war, ::::: sich nicht, in unfruchtbare Grübeleien zu verlieren, entschlossen, heute keine weitern Fragen zu stellen. XVIII. Es war am Vorabend des Versöhnungstages. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz besetzt, und .eii: tiefer Ernst hatte sich' aller Anwesenden bemächtigt/ Auch Ellen war voller Spanniing und Aufregung. Sie sah in diesen Betern die Beterairen der Religion, gerüstet, :nit den: irdischen Geschick zu kämpfen, entschlossen, die breite Bahn deS Lebens zu wandeln bis zum Ende aller Zeiten. Und aus solchen Tagen wie der heutige schöpften sie das Bewußtsein ihrer Kraft und Größe, sich in Schlachtreihen zu ordnen, um mutig und furchtlosvorwärts in eine ungewisse Zukunft zu stürmen, beseelt von'der Zuversicht, daß ihr höchster Führer ihnen schon den richtigen Weg zeigen werde. Und Vennoch! Dieser Herr der Heerscharen, dieser Gott des Schofarschalles, der gepanzerte Schlachtenlcnter, dessen Grinu» Berge verzehrt, dessen Barmherzigkeit aber auch dem getretenen Wurm heilenden Balsain sendet, dieser Gott war ihr immer noch fremd geblieben! Woran dies lag, wußte sie selbst nicht. 0b es ihm tli seiner unersorschlichcn Weisheit gefiel, sie zu verwerfen, oder ob sie durch ihre geistige Unzulänglichkeit ihn nicht zu erfassen vermochte, — sie wußte es nicht; nur'das stand fest, daß sie ihn noch nicht gesunde» hatte. Doch deshalb war sie ja hier, um sich ihm zu nahen,, um sich v:it ihm zu versöhnen, um mit ihm Frieden zu schließen. Mit -Andacht und Inbrunst wollte sie sich diesem' Verlangen hingeben, und -sollte es ihr auch heute nicht gelingen, — dieser Gedanke jagte ihr eine Todesangst ein — dann, dann — lvar es auch zwecklos, noch weitere Versuche (anzustellen, dann war ihr Leben ein verlorenes, dann fehlte auch Uhrer. Liebe die Heiligkeit, und ihre Ehe würde dann eine andauernde Lüge! Das waren die Gedanken, die-sich ihr während des ganzen Abendgottesdienstes aufdrängten, die sie auch noch am nächsten Morgen beschäftigten, als, sie sich wieder im Golteshause einfand. Fortsetzung folgt. ) «. -^