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Neue jüdische Presse · 1921-09-08 · Heft 34 (8.9.1921) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 34 (8.9.1921)
Date
1921-09-08
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2. Keue Nr. 34. Die des , .. nxd*»c ----- ffgrl^t^b,, J. JöQjtcniJber. Um 10 Uhr war der «on einem1 geschickten Architekten umgebante, inehr als I.äOO Personen fehlende, Zuschauerrmim bereits überfüllt Eitle Stünde später betraten unter Führung des Präsidenten der Organisation, Dr. fe i z - I»7a.« »r ‘ die Mitglieder Der Exekutive den Saal. Starker Beifall der Delegierten und Zuschauer empfing die Führer und hielt an, bis Dr. Weizmann das Wort zur Eröffnungsansprache ergriff. Triue Ülussühriingen mit einem allgemeinen Rückblick ans die Entwicklung der Bewegung einleitend, legte Dr. Weizinaiin dar, wie der Ansbruch des Weltkrieges die Zionistische Organisation, die gerade zu jener Zeit einer Periode ständigen Wachstums nmtgcgensehen dürste, in ihren Grundfestei! erschütterte, und wie. doch gerade jene Katastrophe die Sehnsucht des jüdischen Volkes nach Zion erhöhte- Aber inmitten des ringsum' losendenKriegslärnis konnte - die Hoffnung auf Gehör nur gering sein:, die nationale: Judenh.'it »jar ohne Einflüs; und hatte nichts als die moralische 8 rast ihrer Idee, ihres historische» Rechtes und der Hinweis auf ihre bisherige Arbeit fürdie Wieder-, Delebuna Palästinas. Getreu ihrer Tradition, habe.sie eS unternommen, in einer Zeit verheerender Völkerkämpfe diese Waffen ins Feld zu fuhren für die Anerkennung der jüdischen Ration. Der Erfolg dieses Ringens: die Balfour- -Deklaration, die Bestätigung.dieser Deklaration durch dre verbündeten Regierungen, ihre Aufnahme in den tür- >kisch:n F-riedensvertrag und die Annahme eines Matidatcs für Palästina.durch Grostbritannien mir der ausdrücklichen Verpflichtung, die jüdische nationale Heimstätte zu errichten, -— dieser Erfolg habe einmal wenigstens in der1 .Weltgeschichte blof'e Grrechtigkeir gelten lasjeii. Dr. Wcizniaiiii ging daun auf die S ch wcr e d e r zionistischen Ausgabe ei», die auch, „die mächtigste Re- Pterung im Getriebe der weltpolitischen Entwicklungen »vir -WII vewint-VL l»U UiUV^VlUl|U|lU VilUU'UUUUyi'll Hllt orlmtsäin auf die Durchsetzung ihrer Absichten hi »»arbeiten läßt".!?ie britische Regierung werde aber ihr einmal verpfändetes Wort halten und sich iii ihrer Worttreue durch, nichts erschüttern lassen. Das Fundament des Rationatheiiiis stelle »ach wie vor-fest: au der Energie und Otzferlrcude der Jude» selbst läge es jedoch, die Balsvur-Dcklaracklchh durch Le» trastvolle» Ausbau dieses FnnLanicnts t,cthrrni )vahre». Sinne zu bestimnien. Die Zionistische x?rg,t-- uisätion sei sich dieser Tatsache .üiuner bewußt gewesen.» und jie werde auch auf diesem Kougrest die schöpferische1 Arbeit zum oberste» Gebot crljebeu. Din Erweiterung der zionistischen Kolonisativnsarbeii, die Befestigung der befrchenLeii Siedlungen, die SckIsjnng neuer Kolonien aus .den» kürzlich in Palästina erworbenen Boden werde Gelegenheit z» gründlicken Borbereiinngsarbeiten geben. Wenn der Kongreß die entsprechenden Pläne zum .Woble des . ganzen Landes geschaffen habe, werde sich , die Indenheit mit ganzer Kraft um ihre Ausführung bemühe,» - Auf die B c r h ä l t >t i f f e i n P a l L st i n a übergehend, erklärte Dr. Weizmann, daß der Zionismus der arabischen Bevölkerung des Landes niemals aggressiv gegenüber getreten sei: dennoch habe sich ein Teil der Araber gegen Die Einhalt» »g jener Versprechungen gerichtet, die dein jüdischm Volk von starken Mächten gemacht tvorden sind. „Wir »volle»," sagte Dr. Weizmani» in diesem -jusamuieu- Hang, : „fein Iota der uns durch die Balsonr-Deklaration gesicherten RÄ;te preisgeben, und die Anerkennung dieser Tatsache durch die Araber ist eine wesentliche Vorbedingung für die Herbeiführung befriedige»,der Beziehungen zwischen Juden »nd Arabern. Aber wir erklären aufs feierlichste und unzweideutigste, das; »vir keinen Gedanken" in nilseren Herzen hegeu und keine 'Absicht haben, die l e g i t i,» c n R e ch t e unserer Rachbar» anzntasten. Dir lwssc» aus eine Zn tu »st, in der Juden und Araber in Palästina nebeneinander leben und gemciiijam für das Gedeil-Ln des Landes arbeiten.. Nichts wird dieser- Zukunft im Wege stehe», wenn erst unsere Rachbar» einsehen, das; uns unsere Rechte ebenso heilig sind ■ wie ihnen die ihren." Im letzten Teil seiner Rede, der sich vornehmlich aus die innere Lage des In de »tu ms bezog, beschrieb D»7- Dciznian» die drückende 'Not der O st j » d c Die unendliche Qual dieser Volksgenosse» sei geeignet, das hol»e Verantwortungsgefühl i» jedem einzelnen Gliede der jüdischen Volksgemeinschaft gegenüber dein Ausbauwerk zn . stärken F ü r jene Inden aber, die sich n o ch h e 111 e si lt f;c i lia I b der z i o ,ri st i s che n O rg a » i s^a t i o n'. -befänden, sei aus dem Gebiete praktischer Tätigte it i n P a l ä st i » a sowie kultureller und erzieherischer Arbeit1 ein weites Feld, aus ivelchem, ungeachtet der Difscrenzeii in der Ausfasjung, gemeinsames Dirken möglich sei,,' wird. Er, Weizmann, hoffe, das; die Berührungspunkte jener Iriden niit den Zionisten die Difserenzen der Gegenwart überdauern »verde». Die Zionistische Organisation sei bereit,1 zuzugebe», das; wehr als ein Weg nach Palästina fübref und es fei nicht/der Wille der Zioinstischen Organiiatiou, andere Wege für jene zn sperren, die nicht den ziotlistischen Weg gehen wollen. Der das Werk de? Ausbaus äüsrichtig unterstütze, dürfe der bereitwillige» Anerkennung sicher sein. Ter gegenwärtige Kongreß aber werde Durck, Entschlossenheit, zähe Arbeit und Opferfrende Hindernisse überwinden, die heute noch gewaltig erscheine», »kud -Dies um-so inehr, als Die Zionistische ^Organisation heute Diel--stärker sei als je zuvor. „Mut, Selbstvertrauen und Einheit," so schloß Dr. Deizuiaii» unter stürmischem Beifall der Versammlung, „tun uns not. Mit ihrer Hilfe werden »vir siegen." R a chuin Sokolow, der zweite Redner, knüpfte in, seiner- Eigenschaft als Vorsitzender der Exekutive an die Worte Tr. Wcizmanns über die Noi-des Ostjndentums an, nur zur.-Unterstützung der besonders bedrängten u k r a i ii i - sche» Jude n aufzrlrufen, die seit langer Zeit1 schmählichen Verfolgungen ausgesept sind. Europa beobachte diese Vvr-- gänge iuimer n o ch in i t Schweig.en. Auch i»> der . Ütraine räche sich die Taubheit derjenige», die Theodor .HerzI bekämpften, »veil sie eine Erlösung des Judentums ohne nationale Wiedergeburt für »Nöglich. hielte». Hätte das jüdischrtzVojkseineganze Kraft bereits nm die Jahr? ^hnnderjwende'sür.Die Verwirklichung des zionistischen Ideals «ingesetzt, so Iväredie ^nationale Heimstätte schon lange Ereigstls. Run habe die Balsonr-Deklaration das jüdische - Volk endlich wieder in-die Weltgeschichte eintreten: lassen und - den Zionismus zum vcrbriesten- Völkerrecht gejnacht. Das wiedererstandene jüdische Volk.müsse aber notwendig der Bnndesgeiwsse aller nach nationaler Freilstit ringender Völker sei», zn -denen vor allem die Volksgemeinschaften deA Orients gehören. Nicht los Gom Orient, sondern »ui i>eni ganzen Otleniwerde der Zionismus sein Ideal verwirklichen. Unter lebhafter Zustimmung ries Sokolow ans: „Ihr Völker des Orients, wir bringen En ch fe i u e Botschaft der Ds c d e r g c b » r t, des Fortschritts und der E r l^ö s n » g". , Bemerkenswert waren .Sokolows Arnsternngen über die Heiligen Stätten, von denen er ineinte, das; jeder Dell von ihnen dein 'Zionismus1 heilig sei. Sokolow crunuTtc daran, das; die Zioiiistisckst - Organisatio» seinerzeit dem Papst eine scicrliche Erklärung, in diesem Sinne abgegeben und dafür, de» vollen Ausdruck'Der me»sche»sreu»dlichcn Gesinnung des ehrwürdige» Oberhauptes der kathojischen Kirckstempfangen habe. Vom 'drste» Begimie sei cs aber die schwerste Sorge der -Iioniste» gewesen, e-:- möchten andere Geister sich cindrängen und soviel ivie möglich das Gitie wieder verderben, tvas im Beivnsttstiu höchster .Veranttvorrlichkeir begönne» ivorden sei. Gleickgvohl ivolte die zionistische Organisation nicht von der Hofsnnng ablassen, das; die Macht der Dinge auch dieses MistverftäaDniS glücklich überwinden lverdc. Für das Endziel der zwnistischrn Bcmegnirg prägte1 Sokolow folgende Formel: „In Palästina erstreben wir eine iwrmale Ausgestaltung unseres sozialen und natioiraleu Lebens. Das nationale Heim des iüDrscheii Polles ist jene Forw, welche .mit der Grundfori» einer fetbstäildigen Existenz. Lkierhaupt zlifamiiiciistiiiimt, cs k>>- die Harmonie de»" Einzelorckcheiiiungeu unseres Lebens mit dem Endzwecke einer Gemeinschaft. Deshalb ist der ZioniEis nicht nur für nnterdrückte Jude« bcstiimat, cs ist vielmehr der Drang nach Höherem, da S Le.1; z c n u a ri? E inhc i lt. Persönlichkeit n »,d freie r Eigenact." Nach den illedstider beiden Führer ivnrde eine »leihe Don Bcgrü s; u n-g s s ch r e i b e n verlesen, an deren Lpitze ein Brief F. G.< M-afar p k's> des Präsidenten der tschechoslowakischen gtepnblik. Ntasaiil bedauert darin, das; besondere Verpflichtnngen und die „mit einer solchen Feierlichkeit untrennbar verluindene Anstrengung:" es ihm bei seinem gegenwärtige» Gesiindlreirsziistmid nnnrög.lich mache, »e» Koiigres; zu besuchen^ Er bilir'' daher,- der zionistischen Orgänlsation „seine Shmpathie nud seine besten Dünsche für den Erfolg des Kongresses" zu überniitieln. Eine älstilichc Erklärung enthielt der da»ui. verlesene Brief des Ministerpräsidenten der tschechoslowakischen gchpublit, E z e rn q, sowie des gegenwärtig ür Genf, weilenden Austeii- Äiinislers Dr. Benes ch? Hebsäuohe Aufnahmen gesungen von BCerrn O-berkantor Salomo > Plnkasovicz bekannt als der jgäisebe Cisrnso a-ssf Komokönl-PJatten neu opschlanen« Bereitwillige Vorführang im Masikhftns Reiiigr|Bber Stiftstras«e 9yi7. . Tel. Heuse 7,920. S: i r Georges E l a-.rC, Der tz> e f a >r D t e Der britischen Rcgiernng lr>ei d er t sch ech os l vurakis che». Republik, er'hab fick; numnehr,- rnnden ttongres; im Namen seiner Regierung zu begrüßen. Sir Elark, ein früherer Mrartbciier. Balforlrs, führte folgendes ans: „Es ist nicht meine 'Absicht^ nach den ziver;liedeu, die Sie eben gehört ljaben, lairgo zu Ihnen zn spreche». Ich will Sie von der großen Ausgabe, deren Erledigung Ihnen.bevorsteht, nicht lange abhakte». 'Aber ick. will es bei der feierlichen Gelegenheit Ihres ersten Kongresses nach dem .Kriege nictjt unterlasse». Sie auf dem Boden der tschechoslowakischen Regierung namens der britisch e n R e g i e r u n g zu b e fl v ii ß e ». Biele von Ihnen kennen schon die Gastsrenndschast der tschechoslowakischen Republik, die übrigen werden sie jetzt kenne» lernenaber ich kan» Sie versickern, als jemand, der selbst die angenehmsten Ersahrungen gemacht hat, daß Sie nirgends eine großzügigere, ansrichtigere und vssenere.Ansnahme sindeir »verden. Vielleichthabe ich -.ein ganz besonderes Recht, hier ei» paar Worte zn spreche», da ich die Ehre habe, die Regierung seiner Britischen Majestät in diesem Lande zu vertrete». Lassen S-ie mich die D e k l a r a t i o n meiner Regierung vom 2. November 1!>17 wiederholen." Der Gesandte führte nn» den Text der Baisonr-Deklaration an, nm dann fortziifahren: - „Sie als Zionisten stehen vor Problemen, die höchste Staarsknnst erfordern: aber Sie haben Führer, die voll befähigt sind, sie zn lösen, .Führer wie die, die Heine hier gesprochen haben, und ick; bi»'-überzeugt, das; Geduld ii-nb loyale P e in n h nnge n ans der Grundlage j e n e r D e k l a r a1io » z » e i »cr Z u tnn ft v i e l v erspreche » d e r Hossnungen »» d E r s ü k lu»g e n s ii h v e n »v e.r d e »." - Diese» Worten,folgte begeisterter Beifall, der sich immer wieder erneuerte.. Dr. Weizmann erwiderte dem Gesandten mit.solgeuden Worteit: ' . . 7 . „Im Namen! deF hier zniit.ersteir Male seit Dem Weltkriege versannnelteir Kongresse gestatte ichlinir. Jhnen' nnü durch Sie Seiner 'Majestät? Regierung unseren innigsten Dank anszudrücken für die 'Botschaft voll Hoffnung und Erniutigiing, die Sie uns heute' gebracht haben. Mi der schworen 'Aufgabe, vor. der wirsteheil, bedürseil wir.'der fichernng erfüllen können, zum' Wohle des Volkes, zur Ehre Der Mandatarniacht und znin Heile der Meiischl)eit überhaupt." Es folge» die Begrüßungsreden des .Karlsbader Vertre- .ters der tschechoslowakische» Regierung und Des .Karlsbader Bezirishaiiptmannes. Der Präsideiit dankte den Ehren gästeu. Unter den eingegaugenen Begrüßungsadresse», die in. Lause der ersten Sitzung verlesen wurden, befand Hch ein S ch reiben de r U k r a i n i s ch e n Volk S rep u b' l i, t,. dessen Inhalt, besondere Beachtung verdient,. weil er sich im wesentlichen ans eine Frage bezieht, die Sokolow' in feiner oben1 mitgereilte» Rede - als ein europäisches Problem bezeichnet hat. Der Ehcf der ukrainischendiplomatischen Mission in der Tschechoslowätei begrüßt1 i» 'seiheiii Briese zunächst den 12. Zioiiistenkongreß als die „repräsentative Vertretung des jüdischen V o lk e s der ganzen Welt". Er wü;>sck)e dieser, Versaminlniig den besten Erfolg und wolle die Gelegenheit nicht vorüber- P'heit lassen, ohne die wichtige -Rolle zn bewnen, die von Scucih Teil des jüdische» Volkes,-der den Boden der llkrainc bewohnt, in der Geschichte des Landes gespielt wird. .In dem Schreiben heißt es dann: „Dies ist mir nm so schnierzlichvr1 scstzm'tellen, als in den letzten Jahre» die nkraknischen' Inden schreckliche Versolgnngen von verschiedenen Seitcn> z„ ertragen hatten. Die Ausschreitniigen, deren Opfer' sie gewesen sind, tressen düs ukrainische. Volk ebenso schwer ivie die jüdische Rasse. Der bewußte Teil der nkrai-- nisck.-en Nation kann nicht nur dafär verantwortlick, ge1mackt tttröen, sondern, niißbilligt und verurteilt die verbrecherischeil 'Angriffe, deren sich »»verantivortlrck.e Elemente schuldig machen konnten.. Die wollen möglichstbald init dem jüdischen Botte aus brüderlichc», Fuß leben: nud mit ihm ziviliÄtorische 'Arbeit ans dem Geriete d.-r Ukraine verrichten. Was wir1 am .'heißeste1» wünschen1, ist die Wiedertelir des Feiede-nsin1 unser Land, die uns gestritten wird, sie Wunden zu heileup welche unsere» jüdisthrn. NHcknlrgerir!« de» tetztrrn Jahren1, geschkrtgei« wurden." Der Aufban des 12. «ongreffes. (TprznrkbrrkchL) Karlsbad- A.. 'Augnst, (—) Der diesjährche Uangres; Hirt eine gpnz befvndere Bcchutung. Nach: acht Jahren'des Kriege-:> der Revolukw», des Chaos und der Willkür wieder eine Jegßüne Repräsentonz der Beweg,ing. Frühere Kongresse, die sich alle? zwei Jahre foirchen, hatten: ihre Tradirio»-, es bestand eine kontiimiertiche Lücke-, die eszu verfolgen galt: selbst in der Aimofphäre der Kongresse bestand eine gewisse .Kontücuität: ein Kongreß trat sozusagen die Erbschaft des fnrherew an. Diesmal ist es anders: zwischen dem letztest und diesen, klafft eine Lücke, eine Kluft. Der. Kongreß, sängt gcwisjermaßen von nrnem an. Hinzu kormiit, .daß. inzwischen auch die politische Titiiätioir des Zionismus eine völlig andere geworden ist. Neue Bedingungen, neue Ungleichheiten, neue Perspekrweii: eine ganz andere Ln,p', eine neue Wirklichkeit. All. dies ließ diesem .Kongreß mit besonderer Spann»»g enlgegenseyen. Er »niß die Zionistisüte Bclveguug geivissermaßeii neu. gründe». Er muß der Krise der letzten Jahre ein Ende marfp. Er muß die Wege weise» z»w Anfbau Palästinas. Er muß die Bewegiulg de» neue» Bcdiilgiiuge». anpafß:». , Seil den, 1. Kongreß war wohl keiner fo bedentnngsvvll wie dieser.. Man spürt dies schon an der Atmosphäre, in der sich der Kongreß vorbereitet. E>» ivahrer Kibnz - Gotians Sr hier in Karlsbad. Das gesamte - geistige undliterarische, das nationale Judentiii» in seine» besten V'e'.U-eterv! ist hier versammelt. Nach t> Jahren Trennung, und Ailseiiiaitdergerissenseili wieder ein allgemeines Sicht reffen. Frendenszeiie», uuvermuiete Ueberraschiinge», Ausrufe: man ist glücklich, sich iviederzusiiiden; man ist beglückt, wieder deisamMen zn sein. Pogrome, Kriegsjahre, nkraiilische Greuel, bolscheivjstischer Terror, «»d man findet sich, doch wieder! Unser Volk ist lliiüberwindUch. lieber.alte- Greitzen und Meere-hinweg finden tvir iinS: man kann nutz trennen, man kann uns nicht ausei»aderreiße».— ' . - 1 So ist die menschliche Stinniinng, die persönliche; —- die zionistische ist iveniger erfreulich ... : > - Nach dc>c große» lauten politischen .Erfolge», der. Jahre lcklK und >!>!!> die Rückschläge voir. -ISA) - und 492-1. -.Die Pogrome in Jernsalem1 und Jasfa, die Haltung. Herbert Samuels, die Schwierigkeiten des Aufbans, die Differenzen innerhalb der Bewegung, die furchtbare Lage im Osten,1— all dies bewirkt Enttnuschiiltg, Sorge,-. Zweifel, Apathie.- Das Schlimmste ist die Desorientierung. Alles ist eigentlich oppositionell. Man begreift, daß die Hurrahpolitik der letzten Jahre verfehlt war: fiktiv, illnssionär. Man fühlt sich dcgouticrt, getäuscht. Weil alles oppositionell ist, ist keine Scheidung da. Man ist oppositionell gegen sich, denn die Hauptschuld trägt die Betveguilg, tragen wir alle, die wir uns von den änßeren Erfolgeil?, blendchl ließe». Man macht sich Vorwürfe, man ist mit sich ilnznfricdcn. Aber klare Richtlinien für die Zukunft; hat man nicht. . . - Die Gllchpiernng der Parteien vollzieht sich. Die stärkste Gruppe ist der Misrachi, der etwa 120 Delegierten, hat, ei» Viertel - des Kongresses. -. Er ist auch qualitativ eine ansehnliche ^Gruppe: viele bedeutende Rabbiner (tzaruiiicr Nr. 3- 8»osi Oberro a. M.. k e s-'j Junge, es best sammci -D-!'» e m ei» kla bleiben iV greß 4 auch t unter den A Sitliat der Bö stina ll Ameril rachi, der Ei vorsteck zweitg, peu öl -seire Dinid ej präge. leidenf Protest Volke 1 anrgert erbiete, Kreuz' crsülle, „C vom c Art e Bitte »lick t El Du ve> Al Festigt cs gel anszuri Rücksid Handel, 7,'t ivohl s Lebens jroh . u fürui. erkling Hufriel ja eine darum damit1 -..li liiuft;». oh sein. , den, g, Glaube rigkeit - »»« Freunt m

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