Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1921-08-11 · Heft 30 (11.8.1921) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 30 (11.8.1921)
Date
1921-08-11
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2692297-2693227-2693257--11560-2707033
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Seile 2. Reue JMWe V-ekle ’Jlx. 30, . rischen Banken in München, Nürnberg, Augsburg, Aschafsenburg, insbesondere fotzende Unternehmen sestzestellt: Earl v. Eichthal (jüdische Abkunft), Emil Frhr. v. Hirsch, Max Wilmersdörffer, Moritz Guggenheimer, Victor ». Erlanger, I. L. Kohn, Solomon Stern, Julius' Scheuer, I. M- Wertheim der. - Trotzdem ist cs unrichtig, die Banken, wie es Sombart tut, als jüdische Erfindung anzusprechen. Die Darmstädter Bank, die heute noch von Juden geleitet wird,. -- ~~ ist allerdings eine Gründung der R o th sch i ld., die Reichsbank ist aus den finanzpolitischen Grundsätzen Ludwig Bam berge rs aufgestellt, unter den Gründern der deut- .' - scheu Bank solle» die jüdischen Elemente überwogen haben. /Aber es-tag die Gründung der-Banken damals sozusagen in der Luft, so daß die jüdische Beteiligung das Aus- ■J’ kommen dieser Geldinstitute nicht allein oder vornehm- - "tich bedingte. Die Geschichkk der Banken bezeugt die vielen stetig fortschreitenden Bemühungen zur Errichtung von Kreditinstituten. und Zettclbanken. Aber ob die -Dürchführung, die Einrichtung dieser Banke», ihre Methodik und 'Arbeitsform, die in manchem von ausländischen'Mustern " absticht, teilweise aus jüdische Einflüsse zurückzusühren ist, wäre zu überdenken. Die angezogene Deutsche Bank j. B. — lange Zeit das Musterinstitut Deiitschländs — ver- : dankt Georg v. Siemens die mustergültige, echt deutsche, großzügige, säst militärische Organisation, Stcinthal die kaufmännische Schmiegsamkeit der Direktiondas Eingehen auf..finanzielle Unternehniungeil, kurz das Wirt- - fchaftsverstSudnis der, Leitung, was'die'Deutsche Bank so ' stark fördernd und zur vorbildlichsten Anstalt Deutschlands -^"machten. Sluch heute noch sind unter den .Triebkräften “ der Deutschen Bank vor allem jüdische Direktoren. Die . ' Diskoirtogesellschafr.hatoinevähnlichüberragenden Leiter . an Sälomönsvhn gefNiiden, die Dresdner Bank an . -t Eugen Gutmaunnrid?Jndell, Julius Stern >-»- gab der Nationalbank ihre Btzveutung und- F ü r st c ii b c r g - - . -der Berliner Hastdelsgesellschast. . F ü r st e. n b erg lvdr - der erste'Bankier, der ein Auge V für die Entwicklungsfähigkeit der deutschen Industrie chakte, und der in den 80er und ilyer Jahren für die Banken '' - Pie Notwendigkeit erkannte, die. deutsche Industrie zu unterstützen. So ist er," wie-Ganz in der „Weltbühne" einmal" schrieb, eine — nehmt alles nur in 'allem — eine erhaben»! •- Terrasse im Verhältnis zu Gwimier und Helfrich, die eava -den finstern Keller bedeuten, wobei.-übrigens Gwinncr durch feine Ehe mit der Jüdin Beit von Speyer in den Rauinkreis '7der jüdischen Hochfinanz hineingezögen wurde,' die ihre Wirtschaftsinteressen bis nach Amerika ausdehnten und Frank- - furt lange Zeit zum Markt für die Bahnkanten der Ber- .^einigten Staaten ausgestalteten." -: - Einen Ueberblick über den Einjluß, den jüdische Baukfirmen auf den Werdegang der Banken nahmen, vermittelt - vielleicht ein Hinweis, der einem" Büche Rießers über die —Banken entnommen ist. Darnach hatten sich die Gr.oß- ' 7banken mit folgenden jüdischen Firmen liiert. _ " D ie Bank für Handel u nd. In d ust rie in .' Darmstadt gegr. 1853 hdite Kommanditäres (190ö): Herm. Arnold u. Co. in Halle, Schmitz, Heidelberger . ji. 6o in Mainz, Ed. Löb u. Co. in Neustadt a. H. - 7 Tochtergesellschaften waren u. a. die wilrttembcrgischr. -Bantanstalt vorm Pflaum u. »Co. und die Banca Mar- --uro rosch Blank u. Co. In sich ausgenommen hatte die Eank die Firma Gust, Majer u. Io., Frankfurt, H. Oppenheimer, Hanuover Otto Davissou, Hannover, Bernhard Lilienthal, Güstrow, Robert Warschyücr u. Co., Berlin. Durch die, Interessengemeinschaft mit der Breslauer Diskontobank und die Ost- -banst für Handel und Gewerbe waren in ihren Konzern getatcn: H. M. Fließbachs Wwe., Glogau, Oppen- -h'o i m u. S ch w e itz e r, Breslau, H. C. P l a u t, Berlin, aricdlSnder,Frehmerkn. Co., Berlin, Ed. Calo, -rlin, Landsberger u. Co., Katiowitz, Heimo » n Saul in Posen. -- (Schluß fotzt.) 7 K Randbemerkungen. 5 - Aus R ußland kommen böse Nachrichten.. Die zer- . -rütieten politischen Verhältnisse und die Hungersnot infolge cj-r der andauernden Trockenheit haben Zügellosigkeit und Ge- 7walttat zu Herren gemacht, — und wo der Machtinißbrauch 7p, -herrscht, da ist stets der Jude der am meisten Leidende. " ' Nur spärlich sickern die Nachrichten aus dem unglück- L'- - lichen Laude. Nach den Berichten, die uiis erreichten, läßt sich jedoch nicht mehr daran zweifeln) dgß im Gebiete 7?:.-^vo?i Weißrußland, das die Gouvernements Mohilew, Minsk, -i/"- JBitefisf und Smolensk umfoOt, eine Reihe von Pogromen tp --" stätrgefundeil haben, denen Hunderte der jüdischen Bevölkezum Opfer fielen. Ob das Morden weiter wütet, " ob die Ukraine in Weißrußland ihre furchtbare Fortsetzf J 7 iuig gefunden hat, — wir wissen es nicht. ''-v - ’ - Doch das wissen wir, daß es vor dem Kriege nur noch - unter den Millionen der russischen Judenheit ein jüdisches, von, Assimilation freies Eigenleben gegeben hat, und -daß die Zerreißung des russischen Reiches mit Ihren Fotzen »festen Teil der Gesamtjudenheir zerstört hat und weiter zerstört, der ihr Stolz «nd ihre Kraft war. 1- Erez Israel. \ Die Sew»»ssrensar »«d d«S evgNfche Parlament.? Im englischen Unterhaus fragte K e u n w o r t h y an, .weshalb in Palästina die Freiheit der Presse nicht erlaubt fei,7 und weshalb' Teile aus .einer Rede des Kolonial^ 7 Ministers im Unterhaus vom palästinensische» Zensor gek" ' strichen worden seien. $£~‘' Für die Regierung antwortete Wood: Die Zensur ist fetzt, da die zum Teil völlig umoissende Bevölkerung Palä- ■J&r*', Kiuas durch' .akute politische Fragen in Unruhe versetzt n^vird, notwendig. Hinsichtlich der weiteren Anfrage mutz T--"i «ft> .Information «ngeholr werden. ' ----- . 5/ ' - -• -. - ' Deutsches Reich. Billige Berpfleguug für jüdische Kultusbeamte t« Kurorte«. Die Zentrale f ü r j ü d.' W o h l s a h r t s p f l e ste in Frankfurt a. M. unierbreitete der Zentrale w o h l f ah r t s st e I (e der deutschen Jud en, Berlin, vor kurzem folgende Anregung: . - Infolge der gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisse sind ein großer Teil des Mittelstandes, insbesondere jüdische Knltüsbeamie, Lehrer, Kantoren, nicht mehr in der -Lage, in Krankheitsfällen irgend ein Bad oder einen Kurort aufznsnchen, da die Preise für Wohnung und Verpflegung für diese Kreise in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen stehen. Es .sollte nun. versucht werden, ..mit de» bereits öestehcnden Kuranstalten in den Bädern zu vereinbaren, einen.Mittagstisch.zum Selbstkostenpreise einzurichten. Dir 'Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden setzte sich-mit dem V er e i n z ux F ö rj> e r uShg ritueller Speisc - h ä u s e r i n H a in bürg in Brrbindung, der eine Umfrage bei den ihm angeschlosseiien Speisehäusern veranstaltete. ' DaS Ergebnis war 'ein günstiges. Es haben sich bis jetzt Hotels und Speisehäuser in nachstehenden .Kurorten l'ftcit erklärt, jüdischen Kukusbeamte» zum Selbstkosten-- bezw. zu riiicm ermäßigten Presse Verpflegung zu geivährcii: . Baden-Baden, Bad Brückenau, Bad Kreuznachj 'Bad,' Mergentheim,. Bad Nauheim, Bad Neiiiidorf, Bad Orb. Bad Reichenhall, Srgebcrg, Bad Tölz, ^Wiesbaden, Wildbad,. Bad Wildlingen. " ’ - ' . Wegen -weiterer Mitteilungen wolle inan sich an den B e r e in zur Förde r u n g r i t ii c (lcv Speischä u « se r E- B-, Hambu rg, K ö n lg stra ße wenden. ' - auf Gardinen, Stores, Madras- /. Garnituren. Bettdecken Tiscii - nnd Divandecken, Dekorationsstoile, Spitzen etc. Vertrieb von Erzeugnissen sächsiscber Gardinen-Fabriken F. W. H O Ii T Z Stiffcstrasse 29—33 SmStn. Müde Urteile. Der „Ostsries- Volksztg." entnehiiien wir sotzende Gericht s v c r h a n d l un g: „Im Anschluß an eine kaiidivirtschaftliche Bersaminliing in Bunde saßen der .Kaufmann Ja ko b Ja n sse n ans B u ii d e r ii e n l a ii d und der- Znchtinspektor-'B e r - thold Jansseu aus Je mg um in einem Restaurant. In.dein. Lokal befand sich auch ider Viehhändler Max de L c w i c aus Oldenburg und sein Kominissionär. Die . beiden Jansseu ergingen sich nun in Beschimpfungen gegen die Juden, sodaß cs selbst dem Wirte zuviel wurde und er die Landwirte auffatderte, sein Lokal zu verlassen. B e r t h o l d Jansseu ries dein harmlos an seinem Tische sitzenden de.Leivie zu: „Du verfluchter Jude mußt auch raus!" Während die ganze Gesellschaft nun am Tresen stand, um zu zahlen, ergriff Jacob Jansseu eine auf dem Tisch stehende Zuckerdose und warf sie de Lewie an den Lropf mit den Worten: „B istDu no ch ni cht hin. Du verfluchter Jude!" de Lewie trug ei'ne Verletzung am Kopfe davon und mußte sich vom Arzt in Bunde verbinden lassen: Später war er. noch einige Zeit in.Behandlung beim Arzt in Oldenburg. Wegen dieses Vorfalles waren voui ,S ch v f s e n -.G e - richt in Weener Jakob Jansseu wegen Beleidigung und Körperverletzung.zu 1600 M-, B- Janssen wegen Beleidigung zu 600 M- Geldstrafe verurteilt worden. Ferner -wurde dem verletzten -de Lewie eine -Buße von 6000 M. zugesproche». Gegen dieses Urteil hatten! sowohl die Staatsanwaltschaft wie der Privatkläger Berufung eingelegt; die Staatsanwaltschaft, weil die Buße zu hoch »sei, der Privatkläger, weil nicht auf Beröfsentlichung des Urteils erkannt war. . In der nunmehrigen Verhandlung vor der Straskammer in Aurich wurde auf eine nochinalige. Beweisaufnahme -verzichtet: Der 'Staatsanwalt beantragte für die. Beleidigung die Erhöhung 71^r Geldstrafe auf-1000 Mark. Es sei ja Tatsache,-daß gegen das Judentum ein Kampf geführt werde. (!!) Dieser Kampf müsse aber anständig geführt werden. Eine Freiheitsstrafe halte er aber nicht für angebracht» Als Buße halte Lr 500 Mark für ausreichend. (Der Auricher Staatsanwalt scheint ein milder Vertreter eines sonst nicht milden Standes zu -sein. D. Red.) Der Vertreter des Privatklägers, Rechtsanwalt E h ie r - mann aus Oldenburg, bezeichnete die Tat der Angeklagten als eine recht »rohe und feige. Was.würden die Auge-» klagten wohl für ein Geschrei erhoben haben, iveiiu umgekehrt Juden oder gar Arbeiter die Angreifer gewesen wären. Er müsse.daher unter den -heutigen-»-Umständen beantragen, daß die Geldstrafe, in ei^f Freiheitsstrafeinngewandelt werde. Nach kurzer Beratung verkündete das Gericht, daß die sestgesetzien Strafen bestehen bleiben,- die Buße wird von 6000 Mark auf 300 Mark herabgesetzt. Die Publikation des Urteils wird abgelehnt." Ein zweiter Prozeß sei hier angeführt. Vor der Strafkammer in Cassel wurde jüngst gegen Dr. Dinier, den Führer der Deutschvölkischen, wegen Gotteslästerung verhandelt. Er hatte n. a. in einem Bortrage gesagt, der Judengott, sei ein Gott der Geschäftemacher, ein über de» Wolken thronender Geschästsmann, das Alte Testament sei ein Tagebuch jüdischer Betrügereien u. dglch. Das Gerich, sprach i h ii f r e i, da er „nur subjektiv die jüdischc Lehre habe .aiigreifen wollen." MitztraveuSvolum gegen die Regier««» .. ~ Bei der Biidgetberatung sprach Abg. T h o n namens der iiatioiialjüdischcn Abgeordneten der Regierung Witos das Mißtrauen aus,-weil sie die Lösung':der Jüdenfrage'als Exportartikel betrachte, während tatsächlich, im Jimeru. das System der Schikanen und Berfolgüngey fortgesetzt werde. Die Regierung habe sich -in ihren Verhandlungen iiiit de» jüdische» Parteien unaufrichtig gezeigt und nur sürdas Slnsiand ein beruhigendes Cömmuniqiiß heransgegebech-von drin hauptsächlich der polnische Gesandte in. Amerika, Luboiiiirsti, Gebrauch gemacht hat . - - * 4 RumLnien. —- vom Schnlwtse«. >- Die Abgeordneten Dr. Strauch er und Dr- P-ist hier sowie der Präsident der Zionisten^Dr. Eb ne r nahnie» als "Vertreter der jüdischen Minorität an einer Besprechung bei Minister Pop ovi ei teil, die dem Schnliveseii der Minoritäten galt. ■; Die jüdischen Vertreter protestierten.gegen die Versüguiig, die jüdischen Volks- und Mittelschüleu zu rumänisiereu und forderten ans Grund des Friedrnsvertragcs die jüdisch n ati 0 » ale Sch n l c. Die Frage lvird int Parlament entschieden werden. Amerika. Las Billard i« der Stz«ag»ge. - In der „Jüd. Gazetten" erzählt ein Mitarbeiter, daß er in einer Stadt in New -Jersey die Synagoge besuchte. Schon äußerlich fiel ihn? als merkwürdig auf, daß das „Mogei? Dovid" über, der Tür nicht mit "der--jüdische», sondern mit der christlichen- Jahreszahl versehen war. I» der Synagoge erhielten gerade jüngere Schulkinder aus der Frauengalerie Unterricht, lvährend-uiiteii im Hauptraum: sich ältere Lknabe» an einem Billard belustigten. Ein Billard in der Synagoge! Der Besucher stellte einige anwesend: Mitglieder der Synagoge deshalb zur Rede, und es tvurd: ihm erwidert, daß dies nicht die einzige Synagvge init einem Billard sei; es bezwecke, da nach der. Barniizwoh die Jugend, sich nicht mehr für den Rcligionsunterrickil verpflichtet fühle, sie auf eine "ihr" genehme Weise wenigstens, an das Milieu der Synagoge zu fesselii. In der gleichen Zeitung beschäftigt sich eiii weiterer Artikel damit, daß in den letzten Jahren Millionen. Dollar für Prachtbauten von Synagogen verausgabt wurden, bi: nicht dem Bedürfnis, sondern nur dem Verlangen?;» repräsentieren, ihr Eiirsteheii verdanken. Manch eine dieser Synagogen kostet nicht weniger als eine halbe Million Dollar gleich 40 Millionen, deutsche Mark und wird nur an de» hohe.» Feiertagen von ihren Mitgliedern besucht. Und das zu einer Zeit, da in Osteuropa Millionen Juden verhungern und unendlich, .viel für den Aufbau eines jüdischen Palästina infolge Geldmangels versäumt wird. Kurze politische Rachrichteu. Berlin. Im Hauptausschuß des Landtages sollte nach Angabe zahlreicher Zeitungen Minister D 0 m i n i c u s von „ einer Einwanderung von mehreren hunderttausend Ostjude» nach Deutschland gesprochen haben. Auf eine Anfrage des Arbeiterfürsorgeamtes der jüdische» Organisationen Deutschlands hat der Akinister mitgeteilt, daß er keineswegs von einer EinlSanderung von mehreren hunderttausend Ostjuden gesprochen habe, sondern von mehreren hunderttauseüd Freindstämmigen. - . .. ' Die Zahl der. in den Jahren 1914—1921 nach DeutHland eingewanderten Ostjuden..beträgt, wie aus dest Mitteilungen des Arbeiterfürsorgeaintes bekannt ist, im'-ganze» ca. 100 000, von denen über 40 Prozent inzwischenentweder in die eigentlichen Auswanderungsländer abgewandert oder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. - Wie«. Der in der früherenösterreichischen"Stadt Bielitz geborene, vor 30 Jahren.vom Judentum-zum Katholizismus übergetretene Chemiker Otto R. wolltedie ö st e r r e i ch i s ch e S t a a t s b ü r g e r s ch a f t erwerben, .— sie wurde ihm aber verweigert, da nach.eiiier Entscheidung des VerivaltUngsgerichtshofes jüdische Optionswerber abzuweisen seien und er doch der -semitischen Rasse ailgehöre.",— . : Der einzige jüdische Sommergast des Salzburger -Ortes Se.ekirche.u veranlaßte dessen Gemeinderat zu folgender Bekanntmachung: , : .7. „Die Gemeinde' Seekirchen (Märkt Seekirchen) hak.eiüstimmig beschlossen, jeden.Zuzug voii Juden zu verhiuder», und zwar mitallen inseiner Macht stehende 11 M i t t e l n. Gasthofbesitzer und. sonstige Vermieter, welche bereits, an Juden vermietet? haben, , werden, hiermit dringendst aufgefordert, denselben^sösort: zu kündigech ansonsten gegen sie der.f chärf ste Bo.yko'tt verhängt wird." sr,--

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.