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Neue jüdische Presse · 1921-07-14 · Heft 27 (14.7.1921) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 27 (14.7.1921)
Date
1921-07-14
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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6ette 4. H. Plochmamn, Verwalter Hanaaerlandstr. 2 Telephon; H. 2802 UrinUntersnchnngen — ' _ rasch und gewissenhaft. - — Mensch von zweiundzwanzig Jahren, schlank wie eine Gerte, mit schwarzen Augen und regelmäßigen Zügen, — jedoch das weiche Kinn und die herabhängenden Lippen bekundeten, einen Mangel an Energie und Festigkit. ,Du hier, Juli?" fragte die Schwester gedanknlos. „Warte auf Dich," war seine phlegmatische Antwort, hattest wieder einen langen Schwatz mit der alten Dame, wie inir das Mädchen sagte. Ist wieder etwas nicht in Ordnung?" „Nichts von "Bedeutung," sprach sie gleichgültig. Es würde ein schwaches Rohr als Stütze nehmen heißen, wollte sie von diesem großen Jungen Rat und Beistand erwarte!». „Mir lieb zu hören," kam es von seinen Lippen mit einer gewissen Erleichterung. »Hatte schon Angst, daß es wieder einen Krach geben werde. Du weißt doch, mir sind alle Aufregungen verhaßt. Mir ist es da immer, als müßte ich einschreiten, da ich doch das einzige männliche Glied bet Familie bin. und das ist mir Salz und Pfeffer in den Augen. Alice, warum! verstehst Du denn nicht. Dich doch mit unserer alten Dame etwas besser zu stellen?" „Wirklich?" sprach er zweifelnd. .Kann Dir nur sagen, daß dies gar nicht so schwer ist. Brauchst sie ja nur ruhig -reden zu lassen, bis sie fertig ist. Habe das schon längst herausgefunden und handele auch danach. Weißt Du, Alice," er blinzelte ihr schlau zu, „früher pflegte es auch bei mir bald überzukochen, wenn sie mir über Müßiggang,^Schuldenmächen und dergleichen eine Standpauke hielt, «schließlich aber mußte sie doch den Geldkasten auftun und berappen. Habe aber bald eingesehen, daß es nur Kraftverschwendung meinerseits war, ihr zu widersprechen und die unangenehme Situation zu verlängern. Ich bkibe darum immer stumm wie ein Fisch, bis ihrderAtewausgeht und der Geldschranf ausgcht. Guter Witz, was? Allerdings hat es viel zu bedeuten und trägt auch zur gegenseitigen Beruhigung bei, daß ich ihr Heizblatt, ihr ausgesprochener Liebling bin." Nach einer Weile sprach er weiter: ,Weißt Du, Alice, Du könntest mir einen Gefallen tun. Ich meine: Ellen Dumont?" .Mas willst Du denn non Ellen Dumont?" Er drehte die Zigarette noch etwas schneller, und ein Lächeln wurde noch etwas einfältiger. „Sie ist doch Deine beste Freundin, und Du kannst ja mit ihr machen, was Du nur willst.". ' .Das wohl nicht ganz, Julius. Ellen hat ihre Meinung für sich, -und sie läßt sich nicht so leicht von einem vnHern beeinflussen. Indessen sage mir ruhig, was Du willst und was ich — Ah!" sie brach plötzlich ab, dal sie den Bruder zu verstehen glaubte. ' »Ja, ja; das meine ich," nickte ei: ihr verständnisvoll^ zu, mit einem der fast komisch wirkte, die Schwestev 'ober mit tiefem Ernst erfüllte. „Ja, Alice, es ist wahr, ich bin in Ellen total verschossen. Hast Du es denn noch gar nicht bemerkt?" ' 7 Wice war mit ähren eigenen Gedankn beschäftigt und Hörte kaujm, was er noch sprach. Er aber, unbeirrt durch ihr Schweigen, fuhr fort: ' „Eigentlich weiß ich Vs selbst nicht, aber ich glaube, ctz (ist durch Klaßner gekommen. In letzter Zeit habe ich . bemerkt, daß sie stets zusanünen sitzen und fortwährend- «inander allerki Geheimnisse zuflüstern. Ich bin ganz wütend darüber, und es macht mich rasend, wenn ich daran! denke, daß er sie mir wegschnappen könnte! — Nicht war, Alice, wenn man wütend ist, daß ein anderer Kerl mit . qinqn Mädchen spricht, dann ist man doch gewiß in dieses! Mädchen verliebt?" - - „Ich denk, darüber brauchst Du Dich nicht zu grämen; es wird schon wieder vorübergehen," versuchte ste ihn zu - bchchwichtigen, als ob sie ein schmollendes Kind vor sich Hätte. „Soviel ich! weiß, warst Du doch schon öfter verliebt, und Tch bist nicht daran gestorben,- Es wird auch - diesmal wieder vorübergehen." » <),Aber jetzt könnte es doch leicht geschehen, daß ich daran sterbe. — — Mein größter Kummer ist es auch, daß ich nicht wqiß, ob Elkn mich wieder liebt, und Du sollst mir helfen, es herauszufinden. Du kanntest ja auch Gllen chn bischjen bearbeiten, und die Sache für mich deichseln." ■ Der bekümmerte Blick in ihren Augen vertiefte sich noch mehr. „Die Sache ist mir so neu, daß ich noch kinen richtigen Gedankn fassen kann. Julius, laß mir Zeit, daß ich-es mit überlege." ',Was ist denn da viel zu überlegen?" rief er fast weinerlich. „Oder hast Dy etwas dabei einzuwenden, daß Ellen Deine Schwester wird? Ach so! Das-' wird es wohl sein, . well Ellen Christin ist! In dieser Hinsicht warst Dü ja schon rnüneo «in bißchen beschränkt, und keiner hat Dich davon abhallen können, jeden Sonnabend nach dem Tempel Zil läüfen. Aber Du warst schon immer so eine Fromme, und darum paßt Dir Ellen nicht. Aber cs ist doch gar -ichht so schlimm! Wie viele Mensche» haben schon eine Ehe mit Andersgläubigen geschlossen und sind dabei gar nicht schlecht gefahren. Kn" Gegenteil! Ich habe irgendwo in einem Buche geksen, daß dieses noch viel häufiger geschehen Ij. Fassbenders ■Indnr In Frankfurt in Frledansqualltlt. Kaiseratraase 32. Ec« Bene JMWe Presse. müßte, lün.-durch eine Blutvermischung die Rassezu heben und zu verbessern. Ich will es Din daher ganz offen gestehen, daß ich sofort bereit bin, dieses. Opfer für die Rassenverbesserung zu bringen! Ich bin auch überzeugt, daß unsere alte Dame nichts dagegen einwenden wird."/ Die letzte Bemerkung traf das Mädchen wie ein Dolchstich im Herzeii. Es 'war wohl eine besondere Laune des Schicksals, daß das Problem der Mischehe sich ihr in doppelter Gestalt ausdrängte. Das Herz wurde chr zentnerschwer;— doch da sah sie Julius' glühende Augen auf sich gerichtet, und das brachte sie zum Bewußtsein,' daß jetzt keine Zeit zum Grübeln war. . „Julius," sprach sie matt und abgespannt, „es wird vielleicht doch besser sein, wenn ich die Angelegenheit Dir allein überllasfe. (Sä wird auch auf Ellen keinen guten Eindruck machen, wenn Du ihre Liebe durch einen Vermittler tzu erlangen suchst; nicht einmal, wenn ich der Vermittler bin?' „Endlich sprichst Du wenigstens ein vernünftiges Wort," rief er eifrig, „und wenn Du mir einen Augenblick Gehör schenken willst, sollst Du bald erfahren, warum ich nicht die Sache auf meine Kappe nehmen will. Mich nimmt nämlich keiner für voll; Elkn mich nicht und Du auch nicht; aber da Du wir helfe» willst, sollst. Du mich alles erfahren. Vorigen Mittwoch waren wir beide zufällig allein im Gewächshaus. Während sie nun dix neuen Pflanzenarteq die so zart und weich ist, und — und — da — ich bewunderte, hatte sie ihre Hand auf das Gitter gelegt, tonnte wirklich nicht dafür, — da — da beugte ich mich nieder und drückk -einen Kuß auf die Hand. Sie blickte Wich erst eine Weile mit ihren großen Augen so verwundert an und sprach dann ruhig: ,Sie einfältiger Junge! Was machen Sie denn?' ADer sie sagte es nicht. so wie feie andern Mädchen, wenn ich dasselbe tat, sondern sie sagte es so — so —, daß ich wie «in begoßner Pudel dastand und nicht wußte, wohin ich meine Augen wenden sollte. Darüber ärgere ich mich heute noch, und darum sollst Du die Sache für tnich besorgen, weil ich Angst habe, daß sie mich wieder so wisieht. Wirst Du es tmr, Alice?" Sie antwortete nicht gleich. Eine Weist glaubte« sie, die ganze Angelegenheit noch weiter von der heitern, harmlosen und scherzhaften Seite betrachten zu können!. Aber sic besann sich bald tmb sprach: „Julius, ich will es versuchen, Ellens Gesinnung für Dich zu erforschen, aber nur unter der Bedingung, daß Du mich nicht drängst, bis ich den geeigneten Leitpunkt für gekommen halte." „Aber selbstverständlich," gab er bereitwillig zu. „Du sollst Dich gar nicht beeilen und die Sache nicht überstürzen. So gar ellig habe ich es nun doch nicht, unter die flaube zu kommen. In jedem Falle danke ich Dir unlj in auch! zu 'jedem..Gegendienst gern bereft. Wenn Du willst, kann ich ja auch Klaßner so einen Wink mit dem Zaunpfahl geben. Eine Hand wäscht doch die andere." ,/Du willst Klaßner einen Wink geben, daß Du in Ellen total verschaffen bist?" „Unsinn! So dumm werde ich nicht sein! Ich meine -nur Deinetwegen. Ich könnte ja auch die Sache für Dich so fein deichseln; Du weißt doch, wie schlau ich bin!" „Julius, Du bist albern," unterbrach sie ihn ungehallen. „Schon gut, schon gut! Ich habe es wirklich gut gemeint. Denn, wenn ich auch mit meiner eigenen Sachp vollauf beschäftigt bin, so habe ich doch bemerkt, daß Du. . . ." Sie unterbrach ihn abermals und so schroff und streng, daß er einen Schritt zurückweichen mußte. „Ich weiß zwar nicht, was Du bemerkt haben willst, ebenso wenig weiß ich, auf was Deine Worte anspielen, — aber ich danke Dir doch für Deinen guten Willen. Und jetzt wollen wir weiter nur über Deine eigene Angelegenheit sprechen." „Alice, Du bist ein famoser Kerl!" rief er überschwenglich. „Es tut mir Kid, daß ich mich Dir nicht .schon früher anvertraute; aber ich habe das Unglück, daß miv alles erst später einfällt. Du bist wirklich eine gute' Schwester. Auf Wiedersehen, Alice! Ich werde doch noch auf ein Stündchen nach der Stadt fahren. Du hast mir wieder neuen Lebensmut eingeflößt." Einen Gassenhauer pfeifend, stelzte er aus dem. Zimmer, während Alice ihm ernst nachblickte. 'Sie dachte traurig ihrer hoffnungslosen Liebe zu Klaßner und bereitete unlustig ihre Toilette für den heutigen Abend vor, als die Tür aufging und eine lachende Stimme ihr zurief: „Alice, darf ich eintreten?" Es war Ellen Dumont, die nach einer kurzen Debatte über die Toilettenangelegen-» heit sagte: „Ich wollte Dich nur fragen, ob Artur Klaßner heute zu Euch kommen wird?" „Er hat zusagend geantwortet!" „Mir aber hater geschrieben, daß er nicht kommt." „Er hat Dir geschrieben, daß er nicht kommt?" wiederholte Alice mit heiserer Stimme. Ellen zerrte nervös an. ihrem Taschentuch. „Eigentlich nicht, ganz direkt. Er schreibt, daß er nur kommen wird, wenn er bestimmt weiß, — daß — daß er mich zu Tisch führt." - - " (Fortsetzung folgt.) Literarische Mtuudfchai» - Rofinketz mit Maudlen. (Aus der Volksliteratür der Ostjuden Schwänke, Erzählungen, Volkslieder und Rätsel, gesammelt von Dr. Immanuel Olsvanger, 300 Seiten. Basel, Verlag der Schweizerischen Gesellschaft, für Volkskunde). : Eine wertvolle Leistung! — Der Witz des' Ostjüden läßt sich nur im! Original würdigen. Die Proben, die bisher in deutscher Uebertragung gegeben wurden, waren abgeblaßt und dafür häufig auch abgeschmackt, sie hatten mit der Uehersetzung den Schmelz, den Glanz eingebüßt. Bei Otzvanger sind nur dk Drucktypen nicht jüdisch, der Wortlaut ist aber jüdisch geschrieben; jede Pointe wird genau so gegeben, wie.siejich im Munde der' OsyDen gebildet, hat? Geräoe ideshalb^ wird den: Deutschen Leserder Volk. Ge-, Nr. 27. Frankfurter Künstlerspiele Kaiserstrasae 69. Beginn 8 Uhr. Tel. Hansa 5516. — Täglich 4 Uhr-Tee ■' ' -=- _ unter Mitwirlcnng erster Knnstkr&tte. nuß an dem Abschieße» dieser feinen Wortpfeile gewährt. Doch nicht nur das, — was eigentlich noch wertvoller ist: der deutsche Jude wird in der. ostjüdischen Welt heimisch, ohne sie je betreten zu haben. So vollbringt das Buch die Kulturaufgabe der Annäherung des Westen an den Osten. Das war nur möglich durch die ständige Uebersetzung unverständlicher Worte und Redewendungen in Fußnoten. Hattetufoh. (Hebräische Vierteljahrschrift. Herausgeber: Ab raham Josef Stiebet. Hauptredakteur: David Frischmann. Tischri-Kislew 5681. Warschau.) Man steht staunend vor dieser Fülle. 520 Seiten in großem Format. Wissenschaftliche Aussätze und Kritiken, Belletristik und Poesie..Wir greifen einiges heraus: HillelZeitlin gibt einen Schlüssel zum Sefer „S a u h a r", R a w Z o i r schreibt zur Entstehung des Schulchan Aruch, Frischmann schreibt Literaturbriefe. Es ist in dem uns zur Verfügung stehenden Raum nicht möglich, kritisch an Einzelheiten heranzutreten. - Jude» und Deutsche. Zum Problein .Deutschtum und Judentum" nehmen zwei Schriftsteller jüdischen Blutes das Wort: Auto n Kuh in seiner Schrift „Juden und Deutsche" (bei Erich Reiß, Berlin) und Jakob Wassermann in einem schmalen Buch „Mein Weg als Deutscher und Jude" (bei S. Fischer, Berlin). Ueber Deutschtum und Judentum in ihrem inneren Verhältnis zueinander ist in Deutschland vor einigen Jahren viel geredet und viel zu viel gesagt worden. Im Banne der patriotischen Begeiskrung verloren auch kluge Köpfe chr Gleichgewicht und glaubten,, ohne große Schwierigkeit die Wesensähnlichkeit oder gar Wesensgleichheit. der deutschen und ' der jüdischen Mentalität Nachweisen zu können. Und sie „konnten" cs ohne viele Gewissensbeschwer. Was aber über die Lösung des Problems, d. h. über die im Geistigen vollzogene Aussöhnung zwischen Deutschtum und Judentum, geschrieben und veröffentlicht wurde, hat nur zum geringsten Teil den Tag, den Krieg, überdauern können, weil es unsachliche Konstruktion und Spekulation war. Von den geistigen Gemeinsamkeiten beider Nationen, der Juden und der Deutschen, ist auch/ in den Büchern von Kuh und Wassermann die Rede. Kuh macht die Wesensähnlichkeit der jüdischen und der deutschen Geistigkeit zur gedanklichen Grundlage seines ganzen Werkes, Wassermann streift sie nur kurz in seinen Darlegungen. Worin besteht nun nach beiden die gemeinsame geistige Eigenart des Juden und des Deutschen, als reine Typen genommen? Sie kommt zum Ausdruck in dem übersteigerten Intellektualismus, in dem ethischen Radikalismus, in dem Stolz der Auserwähltheit, in dem Bewußtsein, von de» „Anderen" gehaßt und verspottet zu werden. Hieraus ergibt sich die Gegensätzlichkeit im Leben und Wirken des Juden wie des Deutschen. Beide kämpften in sich einen ewigen Kamps für den Intellekt gegen den Instinkt, beide überwinden die Versuchung des Eros — im weitesten Sinne genommen—, um ihm dann immer wieder, unter moralischer Begründung, zu folgen, zu erliegen. Scharf forinuliert, heißt das: dem Juden und dem Deutschen fehlt die reine, weil unbefangene Einstellung zum natürlich-triebhaften Leben. Meint Kuh. Zwischenbemerkung: Kuh redet, wie es ihm wohl nur halb zimi Bewußtsein gekommen sein mag, von dem' Westjuden; den Typus des Volljuden, i,m Osten zu finden, kennt er.nicht. Und er kennt auch! das Judentum nicht. Er sieht aber ein jüdisches Problem (die Parallele zu der „gleichen" Lebensproblematik des Deutschen zu ziehen, war eigentlich nicht nötig), zweifellos, ein allgemein menschliches Problem überhaupt: das von denk Verhältnis zwischen Geist und Trieb, zwischen Ethos und Eros. - Es ist allzu bequem, eine 'Frage von einer solchen geistigen und praktischen Bedeutung mit einer großen Nietzscheanergebärde leicht abzutun. Dies Problem.überhaupt erst zu konzipieren und zu skllen, wie.es zuerst in der Geschichte, soweit sie uns bekannt, das jüd. Volk getan hat,-war eine machtvolle Leistung und ein entscheidender Fortschritt jm geistigen Sinne. Wie allerdings die eine Lösung des Problems: Die Proklamicrung des Primats des Geistes praktisch verwirklicht wurde und vor allem: heute verwirklicht wird, ist eine zweite Frage. Wo Kuh über die Moralität der heutigen Juden Westeuropas, d. h. über ihre sittliche Heuchelei und innere Unwahrhastigkeit spricht — und er tut es mit viel Geist .und Scharfsinn in r einem lapidaren, nur allzu stilisierten Stil —, wird ihm der ehrliche Jude mit Einschränkungen zustimmen müssen. Das Verzerrte und Entstellte, das Anmaßende und wieder Scheue, das Ueberlegene („Auserwählheit") und das Unterwürfige („Gefühl der Zurücksetzung") am! entjudete» Westjuden (und am Deutschen) wird von Kuh rücksichtslos bloßgelegt und gerichtet. Der Weg zur geistigen Gesundun'g aber — die Lösung? Kuh hat iwch keine gefunden. _ Wassermann macht den Antisemitismus zum Kernpunkt seiner autobiographischen Aufzeichnungen. Vom eigenen Erlebnis dieser Fremdheit zwischen dwn. Deutschen und dem Juden oder eigentlich : der Feindschaft des Deutschen — gegen! den Juden geht er aus; er fragt nW 'den Gründen des deutschen Hasses gegen den in Geist und Seele, nur nicht in Blut Deutschen-Juden, für'»den Wassermann sich hielt/und hält. Darauf wird ihm keine befriedigende Antivort—weder von seinem eigenen Denken noch Kulilaml 5! . Kaiserstrasae 56 Kaiserstrasae 56 sWtLlussigo vntsri^iun^smusiL ^WW Nr. ' 2 von >erm lichen Fl dcr Freu jüdische ' envählth Tro! — den Werk nu also und Jui Lösung Deutsche Ziel, da Gib Problem von sei er könnt n i ch t Z durch di nismus, - Kuh nicht ai durch dl pathie j Kuh wi beste Li und des Wasserm dcntum. den Zio wie veri lich die national Wahrhaj fruchtbai tum, ne Heide! S Ba weg öl, Franl HQlde Statt Niede z. Bi B m noter Ai tta: Tägl n

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