Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 26 (7.7.1921)
- Date
- 1921-07-07
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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26, iußern und : Pol lichkeit Paria, wegen Ädvondigei; i, de» eit. rsetzten \ Das gehen .3 mit Polen aiiften t des durch seligen t. Di: war treuen Werkender des .' dem s soll i, das; ht die chistei, llschaft Ulnain itlicher K. isent werische höner, tc bis unentwhans verdc» . Verist - Synaglaud) nowiy ragen- Czer- Zuden- Jahre rein ungen : oder g, die aufgezweite rmin: o h », ssident en, ist kilch ' Mäx »Ilgs- Kaschi schul- En . SV. rwäus , 8V2: tmrnl. 6t. A. t. B.). Nr. 26 tküe MWe^Orej^ Sette» WHF. STeu eröffnet! Cafe Sehneider, Zeil 46 Konditorei feinster Backwaren. Spezialität: PraHnos. Mont -'s i ort, Mittwoch, Bl,i; 'Aussprache - Abend iWasserinnnn: „Mein Weg als Deutscher und Jude".) Jüdischer T u r n v e r e i n, I. T. D. Heim und Büro: Unterlindau 21. Turnzeiten: Herrenabt.: Mittwoch, 6, Mauerweg 1; Zöglingsabt.: Montag, 8, Dentschherrnlai 1? i Knabenabt.: ALoutag, 5 Uhr nachm., Mauerweg 1 Damenabt.: Donnerstag, 8 Uhr abends, Wittelsbacher Mee 10; Mädchenabt.: Donnerstag, 4 Uhr nachm., Wittelsbacher Allee 10. —- Soitiitag 7—12 vorm., Riederwaldwiese (Endstation 18): Sport. Ag. Jis r.-Ingen d g r., ^onntag: Bezirkstagung. in Darmstadtl), Montag, 7: Gemoro (Dr. Jos. Breuer, Langestr. 18), Dienstag, 8: Gemoro (Dr. Hofinann), Mittwoch, 7: Gemoro (Dr. Jos .Breuer, Langestr .18), 8^4: '.’lctuiim1) (Unna, Kl .Obermainstr. 30), Donnerstag, 8Ve: ÜhoreirO) (Dr. Ehrnlann), Samstag, OV2: Gemoro (Dr. Posen, Tiergarten 42), lt'i:, Gemoro (Halperit), 5: Gemoro'!Oppenheimer), jeden Vormittag 6»/;: Gemoro (Dr. Ehr-, mann), jeden Abend -,4 Std. vor Nacht:. Lernen. — Mädchengruppe, Mittwoch, 8: Thora (Dr .Ehrmann), Samstag, 11 und 5: Thora, Tesillim (L. .Kahn). . r) islnch für Damen, Jedem das Seiuige. Roman von M. Pulvermann. (Fortsetzung.) . Alice schwieg. Sie sih das Fruchtlose eines Kampses mit einem Gegner ein, der in der Handhabung seiner Waffen nicht wählerisch ist. Es war ihr bekannt, wie die Mutter ihre Verbindung mit deni- Vater als ein schweres Opfer ihrerseits barzustcllen beliebte. Alicekonnte es nicht begreifen, daß ihre kluge Mutter so unklug handelte, sich selbst als ei» käufliches Objekt zu kennzcichneu. Sie ivusite, die Mutter habe oft sonderbare Einfälle. - Ein solcher sonderbarer Einsall der Mutter war es vielleicht auch, das; sie sich einer, unscheinbaren Persönlichkeit, wie cs der. gänzlich unbekannte Schriftsteller Artuv Klästner war, so warm annahm und ihn sogar in ihrem vornehmen Familienzirket einsiihrte. freilich tvar dieser, wie Alice es schon bei den wenigen Besuchen heräusgefunden, ein sehr begabter Mensch und ein edler Eharakter. Sonst aber war er doch in der literarischen Welt gänzlich unbekannt und sicherlich froh, bei irgend einer unbedeutenden Leitung eine kleine Stelle zu bekleiden. Sie konnte diesen Einfall der Mutier nicht begreifen, die doch sonst bemüht war, ihre Bekanntschasteil nur in den höchsten Kreisen zit suchen. - Frau Atahlow schien den Gedunkelt. ihrer Tochter zu erraten; mit ernstem Tone sprach sie: WM knie WM W Im 1b des MTmmiii. ÄnqieldUDgen schriftlich: JOd. Turnverein! Unterlindau LI. „Alice, da wir jetzt so offen miteinander sprechen, möchte ich noch den dringenden Wunsch zum Ausdruck bringen, daß Du Dich nicht gav so viel mit dem Schriftsteller Klaßner beschäftigen darfst; damit würdest Du den Unsinn auf die Spitze treiben. Gewiß ist er ein tüchtiger Mensch, und sicherlich steht ihm auch eine glänzende Zukunst'bevor, aber auch mn günstigsten Falle werden seine finanziellen Verhältnisse sich nicht mit Burgers messen könne». Außerdem glaube ich, bemerkt zit haben,- daß seine Wünsche nach einer ander» Richtung zielen. Weißt'Du vielleicht, ob Deine Freundin Ellen Dumont heute kommen tvird?" „Sie hat es wenigstens versprochen," erwiderte Alice tonlos. „Das ist wir lieb. Sie bildet einen geeigneten Rahmen für Dich. Reben ihrem bleichen, farblosen Gesicht erscheint Dein Mienenspiel lieblicher und lebhafter. Nebenbei bemerkt, will ich Dich noch bitten. Deine Frisur etwas zu ändern und das Haar nicht so an die Stirn zu kleben, wie Du es iii der letzten Zeit zu. tun beliebtest." Alice zuckte schweigend mit den 'Achseln. Sie hatte bereits die Tür erreicht, um das Ziminer zu verlasse»,' als Frau Mahlolv loiedcr zu sprechen begann: „Ich niöchte Dir nur »och mitteilcu, daß ich in Deinem Ehevertrag mit Offenbaclier Druckluit-Anlage! - Offenbaoh a» ■> Telefon 123. I Unübertroffene Teppicbreinfgug mittelst Druckluft. I Drei Iflillionen Mark -fallen im günBt. Fall auf .eine Nummer der Preussisch - Süddeutschen Klasseniotterie in welcher über 172 Millionen Mark ansgelost ' werden und jedes zweite Los gewinnt. Ziehung I. Klasse 12. und 13. Juli 1921 Ich offeriere Lose Achtel Viertel Halbe Ganze zur 1. Klasse: Mk. 10— 20.— 40s— 80.— 1.-8. Klasse: Mk. 50.— 100.- 200— 400.— Potto 60 Pfg. Gewinnlisten 1.—5. Kl. — Mk. 5.— Auf Wunsch liefern anstatt des Ge- (Ifininül UdIIm wahrsamscheines 1.—5 Kl. das neue ullyllKU ", ■UHUS Staatl. Lotterie-Einnahme Ph. Andrene, fiaifDit a.M„ «iiMM.ii. Postscbeck-Konto 15-154. Tel. H. 4269. Bürger eine Teilhaberschaft für Deinen Bruder Julius zur Bedingung gemachi'habe. Julius wird niemals etwas Selbstständiges unternehmen können, darum müssen andere es für ihn tun. Ich mache Dir diese Andeutung, damit Du Deine Antwort dementsprechend einrichtest, wenn Burger heute mit Dir spricht." Alls Frau Mahlow tvieder allein war, warf sie sich i» ihrem Sessel zurück 'und war bald in tiefe Gedanken versunken. Doch schienen diese nicht unangenehnter Natur zu sein. Wenn sie ihr bisheriges Leben einer Prüfung unterzog, so hatte .sie, keinerlei Ursache, sich zu beklage». Sie war der Mittelpunkt eines großen, angesehenen Kreises, alle in guter Position, von denen man keinerlei Belästigung zu -befürchten brauchte. Ihr verstorbener Gatte hatte sie in einer sehr guten Vermögenslage zurückgelassen. Ja, ihre gesellschaftliche Stellung hatte in jüngster Zeit, durch die Heirat eines entfernten Verwandten mit einer Ministcrtochter, "noch bedeutend gewonnen. Auch ihre Tätigkeit für das Gemeinwesen, für das öffentliche Wohl, mit der sie sich hin und wieder eine müßige Stunde vertrieb, fand allseitige Anerkennung und wurde in-den Jahresberichten der betreffenden Vereine gebührend hervorgehoben. Was aber allem die Krone aussetzte, war die nicht mißzuverstehende Huldigung, die der interessante Dr. Jarvis ihr schon bei der ersten Begegnung entgegenbrachte, die ihr Herz laut schlagen machte und ihr auf der Höhe des Lebens ein Liebesglück vorzauberte, das ihr an der Seite ihres verstorbenen; Gatten versagt blieb. Mit einem Worte, sie hatte gar keinen Grund mit ihrem Geschick zu hadern, oder unzufrieden zu sein. Um so verdrießlicher war es daher, -daß. der einzige Mißton in ihrer harmonischen Lebensmelodie gerade durch'ihre eigene Tochter Alice hineingetragen wurde. Aber Alice war ja schon von früher her so störrischer Natur und nur sehr schwer zu behandeln. Schon als Kind war sie so eigensinnig, ihren ursprünglichen jüdischen Namen „Leah", nicht mit dem viel aristokratischer und christlicher klingenden Namen „Alice" vertauscheni zu wollen. Erst als sie nach dem vornehmen Pensionat in Brüssel gebracht wurde, erst da gelang es der Vorsteherin, ans Betreibe» der Mutter, sie zu überzeugen, daß, nachdem der Himmel sie mit einem so vornehmen Familiennamen beglückte, es mehr als eine Sünde sei, ihren orientalischen Ursprung durch den Vornamen zu verraten. Seit damals hieß sie „Alice". lind zu der Mißstimmung, die von jeher zwischen Mutter und Tochter herrschte, hatte sich in letzter Zeit noch ein weiteres störendes Element hinzugedrängt, das die Abneig» ung der Mutter in offene Feindschaft verwandelte und die 'Auflehnung der Tochter zu trotziger Empörung steigerte. Es rührte seit damals her, als Dr. Jarvis seine Besuch«: derart gestaltete, daß man es bezweifeln mußte, ob sie einen ärztlichen oder einen andern Grund hatten. Nm der Frau Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, mutz gesagt werden, daß sie lange mit sich gekämpft hatte, ehe sie sich dein Einfluß hingab, den der stattliche Mann auf sie auszuüben begann. Doch bald ließ sie sich seine Aufmerksamkeiten gefallen, ohne sich zu fragen, ob dies nur ihren persönlichen Vorzügen galt, oder ob nicht etiva ihr Vermögen auch eine Rolle, wenn nicht gar die Hauptrolle, dabei spielte. sie blickte in den «piegel und kam zu der Gewißheit, daß sie trotz ihrer zweiundvierzig Jahre noch so viek körperliche Reize besah, um einen Manu anzuregen. Sie war sich auch der abfälligen Ansicht ihrer Bekannten bewußt, mit der jene dieses Verhältnis betrachteten. Sie konnte sich der spöttischen und hämischen Anspielungen nicht verschließen, die ihr durch die besten Freundinnen mehr oder minder versteckt, in das Ohr drangen. Sie machte sich auch keinerlei Gedanken darüber, daß ihre gesellschaftliche Position durch eine etwaige Verbindung mit einem Andersgläubigen, ck>er dazu noch viel jünger als sie war und über keine Belastung mit irdischen Gütern sich zu beklagen brauchte, einen gewaltigen Stotz erleiden könnte. Ihr Conditorei und Cafd Wilhelm Wendel AHegasse 6 Telefon Hansa 1288. Frankfurter Brenten u. Betmännelien. Sepphoris und Rom. Eiq historischer Roman «US beut vierten Jahrhundert. Bon Ludwig PHUiPPfoh«. (Fortsetzung.) Lang« besprachen sie sich mit einander, und beide wurden ruhiger und gesahter. Patrika brach auf, um von Julian das Wort der Gnade zu erwirkend 15. Der Rabbi Gideon hatte Bovillae nicht verlassen wolle», — und so weilte auch Mirjam »och dorten. Amnon eilte, sofort zu ihr, um sie vorzubereiten. Bald darauf traf Patrika ein, stürzte in das Haus, ein Ausruf des Glückes tönte von den Lippen Beider, — sie haben sich wieder, sie umschlingen sich, ihre Herzen, schlagen wiederan einander . . . Julianus hatte seine Verheißung erfüllt. - Nach seiner Ankunft 'in Rom erließ er die in seinem Manifeste versprochenen Dekrete. Ohne der christlichen Kirche in einem wesentlichen Rechte nahzutreten, setzte er den heidnischen Kultus wieder in seine volle Gleichberechtigung ein, öffnete wieder seine Tempel, stellte seine Altäre wieder her. Nicht minder hob er alle Erlasse des Constcmtin uiid des Constantius, welche irgend eine Rechtsbeschränkung der Juden enthielten, wieder auf, und ehrte sie und ihren Glauben durch die Anerkennung als gleichberechtigt im ganzen römischen Reiche. Ja, noch mehr: er veröffentlichte eine Ansprache au die gesamte Judenheit, in weicher er. ihr kundtat, daß er zu Rom bereits vom Kaiser Unterzeichnete Schriftstücke vorgefunden, durch welche sie besondern schweren Abgaben lüfterworfen werden sollte,, die er, Julian, aber selbst wieder vernichtet habe; er hebe feruer ihre Verbannung aus dem Lande! ihrer Väter, aus Judäa und Galiläa auf, ein jeder Jude könnte die Grenzen dieser Provinzen wieder betreten und sich nach seinem Belieben daselbst niederlassen. Endlich wollte er auch den zerstörten Tempel zu Jerusalem wieder erbauen, damit daselbst die Opfer wieder gebracht und sich sein Wohl undsein Leben der Segen der höchsten Gottheit erfleht werden könnten. Er bestimmte den Baumeister Aphlius zu i diesem Werke und wies - die nötigen Gelder und Baumaterialien an. < Diese Beweise der kaiserlichen Huld und Gerechtigkeit machten einen begeisternden Eindruck auf die Juden. Sie jühlten eine ungeheure-Last von. ihren Schulter» gefallen. ein Joch auf ihrem Nacken zerbrochen und dessen Stücke auf den Boden geschleudert. Ihre Dankbarkeit gegen Julian kannte keine Grenzen und Leben und Gut hätten sie willig für ihn geopfert, wenn er es verlangt. Aber weiterhin folgte ihr Enthusiasmus dem Kaiser nicht. Die Absicht, den Tempel von Jerusalem wieder zu erbauen, ließ sie kalt. Zu sehr lebte in ihnen der Glaube, daß der Messias nur aus dem eigenen Schoße ihres Volkes hervorgehen, daß sie von Außen zwar Ruhe und Sicherheit, nicht aber Wiederherstellung und Erhebung erwarten dürften; zu oft hatten bereits ihre bedeutensten Lehrer sie gewarnt, die Messiaszeit nicht stürmisch herbeiführen,,— als daß sie das Heiligtum aus. Zion von der Hand eines heidnischen Kaisers wieder erbaut haben mochten. Drei Feldherren des Julian waren mit ihren Heeren durch Pannonien nach Thracien eingezogen, und Julian selbst setzte mit einer kleinen, aber überall sich mehrenden Macht nach Hellas über, um so von allen Seiten die dort befindlichen Truppen des Constantius einzuschließen, und in Syrmium, der Lieblingsresidenz des Constantius, zusammenzntresfen. Uns diesem Feldzüge hatte auch Patrika dem Kaiser versprochen, ihn zu begleiten und das Schwert nicht eher niederzulegen, als bis die Herrschaft Julians überall siegreich und anerkannt wäre. Nur wenige Tage durfte er daher bei seiner wiedergcfundenen Gattin weilen. Tage unendlichen Glückes,, in denen die Trauer der Erinnerung zu um so höheren Entzücken,'zur wahrhaften Weihe ihrer Wiedervereinigung wurde. Mirjam verlangte, daß, um nicht ganz wieder von Patrika getrennt zu sein, .sie in einiger Entfernung dem Heere Nachfolgen dürfe. Er willigte gern darein, und noch einmal war Amnon bestimmt, der treue Hüter Mirjams zu sein. Aber der Feldzug war ein gefahrloser. Wie die Geschichte uiid das Leben so oft zeigen, traf auch hier Schlag auf Schlag den Unglücklichen, der einmal zu sinken begonnen. Die Truppen des Constantius wichen überall, ohne den Kampf aufzunehmen. Er selbst eilte nach Asien, schloß mit . dem Perserkönige Sopor einen höchst unvorteilhaften Frieden, um das gegen diesen bestimmte Heer gegen Julian zu führen. Da ereilt ihn die Nachricht, daß seine Gemahlin Eusebia in Byzanz verschieden sei. Ihn selbst ergreift ein heftiges Fieber; aber er gönnt sich keine Rast, sondern treibt seine Begleiter immer hefttger vorwärts. In seinem Gemüte tobt ein leidenschaftlicher Sturm. Die Wut über die erlittenen Nachteile, die Furcht, nun endlich dennoch einem Gegner gänzlich zu unterliegen, wechseln mit den Vorwürfen, die er sich machte, durch die. Begünstigung des Arianismus einen Riß durch die Christenhett bewirkt zu haben, der ihn selbst der besten Kräfte beraubte, der weder durch Blut ausgesüllt, noch durch trockene Formeln zugedeckt werden konnte, und noch viele Jahrhunderte das Fundament der christlichen Kirche erschüttern würde. Bald rast er gegen sich selbst, und verwünscht das Andenken seiner Gemahlin, daß er, durch ihre Vorstellungen bewogen, Julian aus dem Kerker entlassen und zum Cäsar erhoben habe; bald wieder treten die Schatte» seiner von ihm! ermordeten Verwandten, der hingeopferten Glieder der kaiserlichen Familie vor ihn hin, und .weissagen ihm höhnend den ncchen Untergang. So kommt er bis nach dem Städtchen Mopsucrene an den Grenzen von Cilicien an dem Fuße des Taurus. Hier üherwältigt ihn das Fieber, und er mutz verweilen. Bald liegt er bewußtlos, von wildchr Phantasien beherrscht, sein schvacher Körper von Fieberftost durchschütteft. Er unterliegt, und zwei. Tage später hatte Julians Gegner den letzten Seufzer auSgehaucht. Der Krieg war zn Ende. Mlerorten huldigte man Julian als Augustus. als dem einzigen Imperator des ganzen römischen Reiches. Er verlegte seine Heere in die- Winterquartiere, um im nächsten Frühjchre sie gegen die Perser zu führen, und entließ hie Hilfstruppen, die sich ihm zugeftllt hatten. Er bereiste jetzt die Provinzen des Reches, um überall den Rechtszustand, wie» er ihn auffaßte, herznstellen. Nimand wagte, sch ihm zu widersetzen, und Unzählige segneten seine feste und doch so milde Hand. Auch Patrika durste die Waffen niederlegen. So fanden sch denn die beiden Gatten für immer wieder vereint, und unter dem Sonnenscheine dieses Glückes erlangte Mirjam bald ihre Jugendkraft und Frische wieder, und die Leiden der Vergangenheit schwebten ihr nur noch wie ein böser Traum vor, äüs dem Ihr ein seeliges Erwachen geworden. AE die beiden noch in Byzanz weilten, erhielten sie ein Schreiben Jddo's, das Patrika den Tod ihres Vaters mttteilte. Er hatte sch von dem schweren Schlage, der ihn getroffen/acht wieder erholt; das Licht seines Lebens erlosch allmählich: vor seinem Tode jedoch svrderte er von Jddi^ daß sie nach seinem Scheiden Patrika möglichst den Schaben ersetze, den er dessen Vater zugefügt. Jddo mußte es ihm geloben, und dieses Versprechen schien die Unruhe und Beängstigung seiner Seele vor den nahenden Schatten des Todes zu mildern. (Fortsetzung folgt.) Am