Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 25 (30.6.1921)
- Date
- 1921-06-30
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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35‘ Nr. 25 - -■7' .Beue - ^fäbVft9e. . . Seite 3 taaten ebung ' das; rstänsunha nächte preche rnheit adeln. :b die »datc, •30 e eine i in hinter mterf, - lgn.i^g -! da- , und i eheiudenwrher ilugen s des z der wenn i der g der -sind Bor- ), das; jaficn, g des rt. ollten f> ui» ühent Zeit ungen lösen Stru- - und idruck, nheit, lpunkt; ent- ^Kaffee Ruhland^S Kaiaeratrasse 56 " Kaiserstrasse 56 Täglich erstklassige MT* Unterhaltungsmusik Bvetn Immigration Aide Syciety) ein Schreiben, in dem er die vorbildliche jüdische Wohltätigkeit und Liberalität rühmt. Perso«atte» ». kleine Mittettnngl «. BerU«. Indem Säuglingsheim des „Fürs o r g e v e r e i n für hilflose jüdische Kinder" in Niederschönhausen wurden im vergangenen Jahre 32 eheliche und, 45. uneheliche Kinder verpflegt. — .kustr.itte aus dem Judentum, diks7.vor-dem,.Kriege^lchMbrlitt,OW^lich.M.'25v.betruig, HÄ;sich-nach dech'MieÄ mmdestWÄ/e-r h opp eil.,' , - jWsrtfö- ^aj/s a r>rken^«EiteMWft e»die' über^ K at töiüttz-NLchDentschlmchsahrenwoüten, siyd üon den- FWischen: SrWWMchHEWWWfM-.w«??M' - ist dÄstr-anzu^en,7 HW. äWivEMs -Ee andere- Grery,: stelle als Kattowitzzuni-'llebergang "nach' Deutschlandzu wählen.' -- .... «retS Offenbach. Zum Rabbinatsbezirk Offenbach werden immer noch 12 jüdische Gemeinden zähle», wovon Dietzenbach und Dreieichenhain die kleinsten Gemeinden sind. Wenngleich dieselben keinen Lehrer mehr haben, so ist doch für Religionsunterricht von auswärts genügend gesorgt. Größere.Gemeinden bilden Bürgel, Seligenstadt, Steinheim und Sprendlingen. — Einer der ältesten Glaubensgenossen unserer Umgegend ist der 86 jährige G. M a h e r in Messel. Derselbe wurde noch von dem verstorbenen Rabb. Dr. Formstecher-Offenbach zum Schachet autorisiert.. Zürich. Dr David Strauß früher Herausgeber des Jsr. Wochenblattes für die Schweiz, ist int 50. Lebensjahre verschieden. New Mark. Proseffor Albert A. Michelson, Direktor der physikalischen Abteilung der Universität Chicago, wurde von der Köuigl. Akademie in England mit der Alb ertm edai l le nnd von der Universität Dublin mit dem E h r e n d o k t o r r a t ausgezeichnet. — Im 82. Lebensjahre verschied der angesehene Arzt Dr. Simon Baruch, Vater des Finanziers Bernard M. Baruch. . Jerusalem. Der Budapester Kinderarzt und ehemalige Primarius der Ofener Poliklinik Dr. David Barsi eröffnte die erste Mch tter-Beratungs- und SäuglingssürsorgestellePalästinas. Die neue Einrichtung-wird bereits in-zahlreichen Fällen benutzt. ritt». rzliche ie Leiwerde lischen n. Zuuel sei in intischer lraber ir die Frankfurter Berichte. verein Moutefiore. Die Vereinsräume sind wieder wie in früheren Jahren geöffnet von 8—10 werktags und von 3—7 und 8—10 Uhr Samstags. Lese- und Schreibzimmer, Bibliothek, Kurse verschiedener Art. Jeden Mittwoch-Abend Bortrag im Der- MI kW »Nil»Tonn in Mllinmii. Anmeldno gen schriftlich: Jfld. Turnverein, Unterlindau 21« Sepphoris und Rom. Ein historischer Roman aus dem vierten Jahrhundert. > . Bon Ludwig PhiliPPsohu. en ist n der dneten; Ber- - Hilft der allenig, ist digen. stände i Anirter tion nähme m zunichts lischen solche iS Erirnhen ibunc" >ervor. Einschrillenden verlas lm.tes, lästina nsischc wilden ächtet, ig des!' (Hetzsortsetzung.) Und warnm pocht Dir dennoch, Patrika, das Herz so heftig? Warum hältst Du alle diese Bilder so fest vor Denier Seele, und suchest sie immer wieder Dir znrückzürnfen? Und warum, folgst Du dennoch unwillkürlich den Impulsen Deiner Seele, und. jagest aus Deinem Rosse voran, immer schneller, immer heftiger? Er passiert das Thor; er reitet in die Straßen hinein; schon zeiget sich seinem Auge hier und da das Werk der Verwüstung. Paläste weisen die Spuren der Zerstörung,, die an ihnen vollbracht worden; die Türen zerbrochen, die Fenster zerschlagen, zertrümmerte Geräte; hier und da eine Feuersäule anssteigend, die bald wieder gelöscht wurde, selbst Blut war geflossen. Patrika schaudert, und lenkt fast unbewußt sein Roß nach der Gegend, wo das Haus Meschullams stand. Er gelangt dahin; er sieht wilde Gestalten einnnd ansströmen, Männer mit Beute beladen davoneilen, ec hört die Wutausbrüche des Pöbels, der den Tod des verhaßten Juden verlangt; überall Gefahr und Verderben. Da stürzt er sich, vom Pferde,, zieht das Schwert, und bricht sich durch die Menge Bahn. Er dringt in das Hans, verfolgt die ihm bekannten Gänge, eilt von Gemach zu Gemach, und gelangt endlich in das Zimmer, in welches Meschullam und Jddo sich geflüchtet, und das jetzt von wütenden Soldaten erfüllt war. Sie hatten Jddo von chrem Vater losgerissen und hielten sie ür einet Ecke des Gemachs zurück, während Andere dem Meschullam, der regungslos mit'-starrem Blicke dasaß, 'die Schwerter auf die Brust setzten, um ihm das Geständnis der Verstecke zu entreißen, in denen. seine Reichtümer verborgen lägen. Der gedankenlose Greis.vermochte nicht zu antworten, und im nächsten Augenblicke mutzte er entseelt zu Füßen der Wüteyden liegen, die für Trotz nahmen, was Erstarrung des Geistes war. Im Nn war Patrika an seiner Seite, schlug mit seinem Schwerte dje gezückten Waffen zurück, drängte'die Nächststehenden bei Seite, stellte sich vor den Bedrohten, und rief mit donnernder Stimme: „Zurück, ihr Krieger Julians l Nehmt was ihr findet, nndihr sollt mehr haben, aus mein Wort! Aber schont das Leben von.Greisen.und Weibern!" einslokal. NKheres ist im Verein Goetheplatz 51 zu erfahren. . - ( ' Treff-Fahrt der uationallüdischen Jugend. Am Sonntag, den 26. Juni fand in Lorsbach bei prächtigem Wetter eine Tresf-Fahrt der nationaljüdischen Jugend von Frankfurt und der benachbarten großen Städte statt. Nach einer herrlichen Wanderung durch das Lorsbachtal trafen sich, auf verschiedenen Wegen marschierend, di« Vereine auf einem kleinen Sportplatz, der in einem schönen Wald gelegen ist. Ueber 250 Jungen und Mädchen nahmen an der Fahrt. teil. Um halb 12 waren alle in Lorsbach angekommen, wo sie der Leiter des national-, jüdischen Jugendausschnsses, cand. rer. pol. A. Goldmann, begrützte. Der Nachmittag . wurde 'hauptsächlich mit sportlichen Veranstaltungen ausgefültt. Es wurden dabei glänzende Leistungen erzielt. Besonders im Laufen und Springen wurde Vorzügliches gezeigt. Nach den Kämpfen wurden etwa 40 Preise in Form! von guten Büchern vertültEineBronzestatue fiel der Staffelte des Jüd. Turn-G. -,-Fran^urtLzu,- :dvr auch bei;;ben .anbeten Wettbcwerben fast dürchweg-aut.:.heften. «wschkitt--. Nach gemtirfamem Gesang dex'Hätihvah'.schkötz die-harmonisch. verlaichenir Beranstaltnitz. / " i,;;rViMetwe Nsttzeu. -7 < Die - antisemitischen „F r a n kchNOÄL« R-n ch-r t ch.t c » ziehen' jede Gelegenheit an den HaavenHtrbeh den Ostjilden eins zu versetzen. Ein Bericht über einen Rmrbänfalkbeim Postscheckamt wird mit einer Betrachtung über die Zustände auf der Hauptpost eingeleitet, — uni# da heißt es: „Wer seine Beobachtungen etwas eingehender betreibt, dem wird ferner unter diesen Bassermannschen Gestalten gar nicht so selten der g a l i z i s.ch e Typus auigestoßeii sein, von welchen in krimineller Beziehung bekanntermaßen mehr als zweifelhaften Eleiiieiiten unsere Stadt arg infiziert ist. (Zn gewissen Abendstunden kann man auf der Zeit mehr polnisch und den bekaniiien gutturalen Ostdialekt vernehmen als deutsch!)" Der naive Leser muß unwillküflich meinen, polnische Juden seien an dem Ueberfall, der von christlichen Ariern ansgeführt wurde, beteiligt. Denn was soll die Bemerkung gerade in diesem Berichte? Die hebräische Sprachschule, Unterlindan 21, nimmt für ihre Kurse neue Sch ü i c r an. Während des Ferienmonats Juli wird-don neu aiigemetdeten Teilnehmern unentgeltlich in süiif Wocheiistniideii ein grammatikalischer Borbereituiigskurs erteilt. Frankfurter veranstaltnngen. Talmud-Thora-Derein. (Hörsaal Gemeindesynagoge Börneplatz.) Samstag, 11: Schulchan Aruch (Unna)*), 32/4.: Raschi (LiplNsky). % Stunde v. Nacht: Mikro (Unna). Sonntag, nach Schacharis: Mischna (Groß), 9Vi: Schulchan Aruch (Lipinsky), 9V»: Gemoro (Unna). Montag, nach Schacharis: Mischna (Groß). 6V4: En Jaaiauw (Unna), iVs: Gemoro (Unna). Dienstag, nach Schacharis: Schulchan. Aruch (Unna), 8ty» abends: Newiim (Unna). Mittwoch, nach Schacharis: Mischna (Groß), 6Vr: Chanwaus halewowaus (Dr. Braun). Donnerstag, nach Schacharis: Schulchan Much (Unna), 8V2: Gemoro (Unna)*). Freitag, nach Schacharis: Mischna (Groß). *). Religionsschule Hermesweg 27. Vüvudaohsr Draekluft-Ailage Offrabaoh a. ■> Telefon 123. Unübertroffene Teppichreiniguvg mittelst Drncklufr gortbildiing für Knaben: Samstag, 3Ys: Schulchan Lrncb (SC6t. A. Dr. Unna, Abt. L. Groß, Abt. 6- Dr. Braun). Montag, 6: Mischna (Groß). Dienstag, 6: Schulchan Aruch (Abt. 0- Dr. Braun), Mischna (Abt- A. Unna), Mittwoch, 6: Schulchan 'iltnät (Abt. B. Groß). Donnerstag, 6: und Freitag, ±1 Gemoro (Abt. A. Unna). Schiur f. Damen: Mitttvoch, 61/4: Dinim (UimÄ. Fortbildung für jg. Leute: Montag, 7i/a: Gemoro (Abt. Ä. Unna, Abt. B. Groß), Mittwoch, 7y2: Gemoro (Mt- B.). M 0 ntefi 0 re, Mittwoch, 8lA: Gottsnche.; Jüdischer Turnverein, I. T- B. Heim und Büro: Unterlindan 21. Tnrnzeiten: Herrenabt.: Mittwoch, 8, Mauerweg 1; Zöglingsabt. r Montag, 8, Dentschherrn- - kat-17; Kchchenabt-: Mviüag, 5 Uhr nachm., Mauerweg 1; DtzmyiW:: S-Ww abendS^-Wittelsbacher Mee IS; Mädch-nabL'r Donnerstage 4 Uhr nachor^ Wir- - LrlSbacher Allee — Gonntag 7—12 vörm., Rieder- . waldwiese (Erckstätkon löj:. Spotts - Jedem das Setnige. Roman von Dt. Pulvermauu. (Fortsetzung.) „Vielleicht war der Wunsch der Vater des Gedankensc^. Alice atmete erleichtert auf. Es ist doch gut, eine Angelegenheit erörtern und besprechen zu können, die schon seit einiger Zeit, wie ein Gespenst henungcspucki, alle Gedanken beschäftigt und das Herz jo schwer betastet hatte. Wenn sie doch nur so energisch wie die Mutter sein könnte! Während sie diesem Gedanken nachging, betrachtete Frau Mahlow die Tochter mit einem Lächeln, das ans Mitleid und Geringschätzung zusammengesetzt war und sprach: „Weißt Du, >A1ice, schon oft bist Du mir als ein Rätsel erschienen. Eben hast Du Dich energisch gewehrt, als Kind behandelt zu werden, jetzt aber gebärdest Du Dich wie ein Kind und nicht wie ein Mädchen von dreiundzwanzig Jahren! „Dennoch hoffe ich, daß Du wenigstens so viel Berstandes» reife besitzest, 11m nicht «rin großes Glück von Dir zu weisen, das sich Dir 'förmlich anfdrä.ngt. Oder steigern sich etwa Deine Ansprüche noch höher, als Adolf Burgers Frau zu werden?" „Im Gegenteil, Mutter. Ich bin weit entfernt, solche hohe Ansprüche überhaupt zu stellen." ,Aas mag sein. Deshalb wirst Du es begreiflich finden, daß ich es für Dich tue. Meine Pflicht ist es ja. Dich zu versorgen." „Ich erkenne das dankbar an; aber um meine Zukunft brauchst Du Dir wirklich keinerlei Sorge zu machen. Schlimmstenfalls habe ich doch Imeine Prüfung als Lehrerin bestanden, und da ist mir vor meiner Zukunft dnpchaus nicht bange." Conditorei und Cafd Wilhelm Wendel Alte0*ssa 6 Talefou Haas» 1288. ~ Frankfurter Brenten n. Betjnänncheu. Einen Augenblick stutzten die Soldaten; sie erkannten den höheren Ossizier, — bald riesen einige Rädelsführer: „Wer Du auch bist, Du hast hier nichts zu befehlen — wir haben die Erlaubnis des Kaisers, alles was hier ist gehört uns, — bet Hund hat uns seine Reichtümer versteckt, er soll sie uns herausgeben, oder sein faules Blut muß fließen!" Sie drangen von Neurin ans den Greis und seinen Beschützer los. Vergebens rief dieser: „Zurück, im Namen des Kaisers, es soll kein Blut vergossen werden!" Mit Riesenkraft stieß er die Dränger zurück, und ließ sein Schwert unaufhörlich kreisen, daß die Vorderen zurückwichen. Aber die Hinterstehenden drängten nach vorn, und schrien: „Hauet ihn nieder! Seid keine Memmen, vor Einem werdet ihr euch nicht fürchten!" Und die- Schwerter klirrten, und bald dieser bald jener wurde -verwundet, und auch Patrika blutete. ... Da rief es plötzlich von den Gängen her: „Patrika! Patrika! drauf und dran, es lebe Patrika!" Und durch aufgesprengte Seitentüren stürzten Umnon und seine Leute i„ das Gemach, und hieben mit den flachen Klingen auf die Soldaten ein, daß diese, die Uebermacht erkennend, nach und' nach aus dem Gemache flohen und die nächsten Zmrmer sich leerten. Amnon's und Patrika's Leute besetzten diese, während draußen Plünderung und Zerstörung nur um so schonungsloser hausten. Kaum war dies geschehen, Meschullam und Jddo gerettet, als diese zu Patrika, der mit gesenktem Schwerte dastand, eilte, und mit leuchtenden Augen und ansgestrecktem Arme ihm zurief: „Dank, „ Patrika, Dank Dir für Deine heldenmütige Rettung, Dank dem Herrn, der Dich zur rechten Zeit erscheinen ließ!" . . . . Aber ein eisiger Blick Patrika's war die ganze Erwiderung, die ihr wurde. Sie wich erschrocken zurück. „Was ist das, Patrika? Warum schweigst Du auf den heißen Ausbruch des Dankes für die eole Tat, die Du an uns geübt?" .... Patrika steckte jetzt sein Schwert in die Scheide und trat Jddo einige Schritte näher, „Jddo," sprach er ernst und gelassen, „wir sind jetzt quitt." Du hast mich aus dem Kerker befteit, ich habe Dich und Deinen Vater 'ans den Händen der Soldaten befteit. Ich bin Dir nichts mehr. Du mir nichts mehr schuldig., Und darum nimm dieses Papier zurück, das ich von Dir empfangen habe, und das vielleicht sonst auf der einen oder auf der andern Seite die Rechnung vergrößern könnte/' Bei diesen Worten zog er ein Maft aus seinem Gewände und hielt es Jddo vor die Augen. Es war jene Bescheinigung von dem Tode Mirjam's. Ein Blick darauf lehrte Jddo, daß ihr Spiel verraten sei. Sie erbleichte, brach zusammen und sank auf den Divan zurück. Patrika aber zog das Blatt zurück, zerriß es und warf die Stücke vor die Füße Jddo's. Nach einer Pause sprach er: „Nun ich das Werk begonnen, muß ich es auch beenden. Ich gehe znm Kaiser, um eure Begnadigung zu erbitten. Ich bin gewiß, er wir» sie mir nicht versagen, wenn sie euch auch ein bedeutendes Strafgeld kosten wird." , Er wandte sichznm Ansgang des Zimmers mit raschen, Schrftten, und wollte es verladen. Da entrang sich ei» fntchtbarer Schrei der Brust Jddo's; sie sprang auf, eilte' ihm nach, ergriss seinen Arm, und rief: „Patrika, bleib-, höre mich!" Er wandte sich um und blieb stehen. „Patrika," ftihr sie fort, „ich kann deine Verachtung nicht ertragen. Dein Unwille ist mir mehr als der Tod. - Du weist jetzt, was mich zu solcher Handlung trieb. Wohlan, Du sollst mich wieder achten lernen; Dein Herz soll mir mcht ganz verschlossen bleiben. Auch ich habe ein Blatt Dir zu übergeben, ein Blatt zu zerreißen. Sie, hier . . \ -" Und mit zitternder Hand zog sie ein Blatt aus ihrem Gewände, hielt es Patrika hin, und zerriß es dann vor seinen Augen in tausend Stücke. Es war der Eidschwur Mirjams, durch welchen sie für das ganze Leben von Patrika getrennt 'bleiben sollte. „Wie ich dieses Blatt vermchte," sprach Jddo mit dumpfen Tone, „so vernichte ich auch jenen Schwur^ und hebe alle Ansprüche auf Dich und Mirjam auf. Möge Gott euch zusammenführen und bei einander erhallen, — ich, ich werde mich in alles finden, was mir noch beschieden ist!" Patrika hatte staunend das Tun Jddo's gesehen nn» chre Worte vernommen. Ein Lächeln unendlichen Glückes zog über sein Antlitz, das vor Freude leuch tete. Er Tonnte sich nicht zurückhalten; er umarmte Jddo, preßte sie an seine Brust,.drückte mit der Hand rhr Haupt mif.seine Schulter. ,^abe Dank, Jddo. tausend Dank« ries er mtt bebenden Stimme, „Du hast überwunden, und reicher, schöner, gesegneter bist Du so, als je zuvor. Jetzt werden wir Deinen Namen mit Freuden und Segnungen nennen, und die Ham» auf immer verehren, die mir die Psorte des ewigen Kerkers erschlossen!" . EafotA ' X