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Neue jüdische Presse · 1921-06-02 · Heft 21 (2.6.1921) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 21 (2.6.1921)
Date
1921-06-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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51. Nr. 21. Seite 5. Kaffee ttiihland Kaiserstrasse 56 -Täglich erstklassige Kaiserstrasse 56 Unterhaltungsmusik und l'Vi'Orer,-feiertdas 2 5jährige I ub i l ä n m seines Wir- I lens i» Frankfurt. Aus oiejcin Anlaß sinder Sa ins tag. tcidic ■ 1 1- I" ii i, »ach Beendigung des Mvrgengottesdieilstes, im 1 ■ vorsaal Börneplatz eine a k ad e m i s-ch c Feier statt. Kleine Notizen. .Die Agndas I is r a e 4-J n g e» d gr u p p e teilt: init: Der Gemorv-Schiur Dr. S. Ehrmann findet nicht Montag abend statt, sondern jeden'Morgen nur 6-/, Uhr.' Allabendlich :i/i Stunde vor Nacht spricht Dr. 2. Ehrmann über „Parschas Schiro". Der Jiid. Turnverein unterninnnt Sonntag einen ' AnSslug nach dem Spessart (Absahrr 6'/« Uhr Ostbahnhof). Frankfurter Beranstattnugen. Talmud-Thora-Be re in. (Hörsaal Gemeindeshiiagoge Börneplatz.) Lamstag, nach Schacharis: I i: Schnlchan Arnch (Unna)*), 3%: Raschi (Lipinskh), u/j Stunde vor Nacht: Mikro (Unna). Sonntag, nach Schacharis. Mischna (Groß), fltyi: Schul» chan Arnch (Lipinskh), Skd. v. Nacht: Menanras Hainoanr (Dr. Brau»). " Montag nach Schacharis: Mischna (Groß), 3/i Stunde vor Nacht: Menanras Hainoanr (Df. Branni, 7: Geiiwrv (Fortbildung s. ja. Leute). . Dienstag, nach Schacharis: Schnlchan Arnch (Unna), % Std. Vor Rächt: tziew.iim (Unna). Mittwoch, nach Schacharis: Mischna (Groß), 6>/i: Chauwaus halewowans (Dr. Bratiit), »/, Std. v. Rächt: Menanras Hainoanr (Dr. Braun). Donnerstag, nach Schacharis: Schnlchan Arnch (Unna), SV»: Genioro (Unna)*), % Std. v.. Nacht: Menanras Hantoaur (Dr. Braun). Freitag, nach Schacharis: Mischna (Groß). Fortbildung für Knaben: Samstag, 3>/-: Schnlchan Arnch (Abt. A. Dr. Unna, Abt. 8. Groß, Abt. 6. Dr. Braun). Dienstag, 6: Schnlchan Arnch (Abt. C. Dr. Braun), Mischna (Abt. A. Unna), Mittwoch, 0: Schnlchan Arnch (Abt. B. Groß). Donnerstag, V: und Freitag, 4: Genioro (Abt. A. Unna). Schinr f. Damen: Mittwoch, I>(): Dinim (U»na). A g I i s r. - I u g e u d g r n p p e, So.intag, 8 vorm.: Relo > de,, erz. g des stunde I ' ri't- Kencit oe unreiner- .Ciiiiira-.si-1 am,»-;! . Per- I so be- :. Dcr s Ansdischeu I eiitum) i tute C i i >: »i [ a, brr I : Bali! schrlfit io j igciii!» Iiaben! I lim.; io | Wolle: -chlai, schloß! te der chiile:', j ihrer*. Siedcrrtrit.’cl bvaclitc | schima, teri.m* {iU’llL'l I schätztt »elicbtc I liönchS I ntiiflci, I laligei, I Geister I als in I n mxb 1 :n linbl ergänz I Spitzet e auch! ers i» I niciucl r »acht ech dick 1 dirslj lr eincer ich! Deines ins die >a sich isichteu j I» NN ivußte I I, NNd ich im c jeder onsiaii araktcr wirkte n vcreriiscn. inlegen I öelena, : Gott östingc gegen s zum ich die liverc» inder Gen.o.o (Dr. Ehrmann), Donnerstag,S'h: Sxrechst. Anqestelltenansschuß, «1: Chaurew (Dr. EhrnianiiUj, Samstag, g/: Genioro (Dr. Posen, Tiergarten 38>, 1t: Genioro (Helpern), 11>/s: Mischna (Hirschberg), -1: Genioro (Dr. .vor-, mann), 5: Genioro (Oppenheimer), Mädchcngr., Mittwoch. Tauro (Dr. Ehrnian»!, Samstag, 4: Tauro (Hirschberg) I » d i s ch e r T irr n v e r c i » , I. T- B. Heim n: d Büro: Nntertindan 21. Turnzeiten: Herrcnabt,: Mittwoch, s, Maneriveg 1; Zöglingsabt.: Montag, 8, Dentschhei rn-!ai 17: Knabenabt.: Mvichag. 5 Uhr nachm., Mauerwea 1; Dainenabt.: Donnerstag, 8 Uhr abends) Witietsvacher Allee 10; Mädchenabt: Donnerstag, 4 Uhr nachni.. Wirtetsbacher Allee 10.-—- Jeden Dienstag abend 8'1-, Bitter« linda» 21: Heimabend. Ein Besuch in der jüdischen Heilstätte Etauia, Davos. Will), v. Humboldt sagt: „Der körperliche Zustand hängt sehr viel von der Seele ab. Man suche sich-vor allem zu erheitern und von alle» Seite« zu beruhigen." , Steigt inan beit Heilten Hügel hinauf, so isoliert a: schönster Stelle des Ories me.Etania steht, wird inan von iincr Schar heller, klarer Kindersrimiueil empfangen, die, vergesse» Sorge und Leid, hier »en anslebcn und. Kraft sammeln für jetzt und spätere Zeiten. Der Schnee liegt fußhoch, es stürmt und iviiidet, aber | Sonne ist im Herzen der kleinen Wesen, ihre Augen leuchtat ob der mannigfaltigen Schönheit, die ihnen,geboten ivird. Lieder kommen von ihren Lippen in fröhlichstem! Klang. Nur immer singen nud fröhlich sein: der Himmel j.scheint ihnen ans Erden, wie int Märchenreich ist ihnen d.'e Welt voller Wunder. Man svielt, lacht und sch-erzi, Freude, Freude überall. . Man glaubt nicht, daß vor ca. 2 Wochen'die Kinder, müde und matt, zum Teil mit osfene» tuberkulösen Wunden, von Deutschland gekommen sind, die nur in dieser Höheunter sorgfältiger Pjlcge der Aerzic „nd Schwestern gcheill werden können. Fern von dem WAtge-ümi.e', von des Al'tags Hast, ist' dort oben auf steiler Felsenhöhe, in freier Bergeslnfr, eine Heiinstniie im wahrsten, erhebendste» Sinne des Wortes *) Religiousschule Herincsweg 27. :1) . Auch für Daiiien.. . Farekhnstfertjge Ausführung Prämiiert Düsseldorf 1902 Moderne Mnlerei feinen Anstrich u. Lackierung fahrt preis'weit ans. » i Ia. Referenzen. — W. Beols.©r Hochstrasse 59. Tel. H 6866. Atelier Schäfergasse 15.. Neue Jüdische Presse den armen fraukeii Menschen geschaffen Avordeii mit uneruiüdlichenk Eifer, mit den. größten Opfern, mit eisernem Willen. 4lufs Nene wurde alle Kraft angespannt, als die Tücke des Schicksals den herrlichen Ban nnter seinen Schneemasscii begrub. Und gerade, iveil >vir vor den Drnmmerii lande», ist n»s jeder Stein, jedes Stück' doppelt teuer gelvorden. Zum neuen Leben mußte man ivecken: durch Liebe im Dienste der Menschlichkeit steigt aus den Ruine» das Leben neuer Tatkraft, neues Wollen entgegen. > Man verläßt das sonnige „Winierheiin" der Kinder, geht ei» paar Schritte iveiter in das Hauptgebäude der Etania. I» der schönen breiten Borhalle überkoiniiit einem schon das Gefühl des -GeborgenseinS, der wirklichen Ruhe, der schönsten Harmonie. — Aufs allerherzlichste wird inan vom Direktor, Herrn Oscar Iurovies, begrüßt, der von den Kindern „Papa" genannt wird. Wo inan hinschäut, blitzt alles von Sauberkeit, die Tische mit Bkumen verziert, Bilder, die Gemütlichkeit mit sich bringen, Stühle, die zu», ruhen einladen. Rechts in dem Salon sitzen cinige Patienten, sich niiterhaltend, Schach und Klavier spielend, fchrelbend. lesend, oder wozu 'sie sonst Lust haben. Neben dein Salon ist ein kleines Gebetziminer, in dem allivöcheiitlich Gottesdienst abgehalten wird. Der Sp'eisesaal ist ein herrlicher Raum. An zwei großen Tafeln speisen die Insassen des Heims mit den Schwestern geineiiisanl. Nud wie groß ist die Freude, wenn' der Chefarzt erscheint, wie es zum Beispiel an Purim der .Fall war, voller Lust wurden da Deklamationen. Lieder, Posseir aller Älrt aufgeführt, bis zum späten Abend. Die freundliche tztrt, das Interesse, die Herzlichkeit, die von allen Vorgesetzten ausgeht, ivird von den Patienten auf Schritt und Tritt verspürt. In vier Stockwerkui, zu denen breite Treppen führen, sind die Patientcil in schöllen, säuberen, geschiiiackooll eingerichtete» Zittiniern mit anschließendem Balkon nntergcbracht. lind wo inan auch eintritt, zu welchem Patieiltei» man kommt, aus Ost oder West stamnlcnd, überall hört man dos gleiche große Lob: „Ich fühle iilich hier dahe'm", das Gefühl des FremdseinS koiilint nicht auf. Man sucht seden Meilscheu zu verstehen, ihm z» helfen mit zarte». Fühle». Wohltun und Freundlichsein heißt die Parole, glücklich inacheil, Leid in Freud verwandeln. Neuer Mut, neues Lebciisglück erhebt das Menschenherz durch alles Schöne und Gute, das gereicht wird. Ganz besondcier Erivühnullg bedarf es, >vie geschmackvoll und ansprechend serviert wird —- die Sveisen selbst iind so Vorzüglich und beköminlich znbereitct, daß cs kein Wunder ist, wenn die Insassen bald und viel ziulelnicen. Ter ganze Kücheiibetrieb untersteht der Leitung des verehrten Herrn Lichtenstein. Das ganze Hans gehört zu den inodernst eingerichteten in Dnvos, nichts fehlt an Komfort: Fahrstuhl, Laborgtoriunc. eine schöne Röiitgeneiurichtlliig ist vorhanden. Die Liegekällen. der Hauptaufeiithaltsort der Patienten, verbreite» s» viel Bebaglichkeit, so viel Schönheit, daß sich jeder, auch meint sich die Sonne am Firmament versteckt hält, reich und glücklich fühlt. Alle diese Eindrücke sind nicht das Ergebnis einer flüchtigen Bor- oder Nachmittagsvisite. sondern Wahrnehniuilgen mehrtägige!! Wohnens in der Eiairia. Was heute gefordert werden kan», ist-die Aiierkennung. die i»i vollsten Maße de» Herren Moritz Horn und A. I.. Rom zukommt. Wohl hat die ganze Schweiz dieses vhilaniroviiche Werk materiell »uterstützt. ivas aber weitaus nicht dem gleichkoinmt. ivas die beiden verehrte» Herrcil von erster Stunde an bis znm heutigen Tggc gegeben, ihre Kraft, ihr Strebe». ihr starkes Wolle», in allem ihr Bestes zu tun. Und cz ist ihlien gelungen, durch ihre echte Freude am Wirken, durch ihre rührige, nie endende Arbeitsamkeii, durch ihr hohes Pflichtbemußtsei!! gegenüber der Menschlieit, ivoht ans steilem, aber iicherem Pfad ein Heitigiuni znni grosten Zweck für Alle. Alle. Nah und Fern zu bauen mit des Allmächtigen Hilfe sich segnend forisetzend. „Nicht was ich habe, sondern Ivas ich schaffe ist niein Reich." Sclina Guggenheini, Allschwil b. Basel. Literarische Rundschau. Albert Einstein, Euftäv Maüler — eine Schicksaisgemeinschast. Bon Salomon Horoivitz. Eisen. Die Antisemiten beliauvten, Kunst und Wissenschast Iiaben keine rein objektive, qualitative Eigenart, sondern jedes KnnsNvcrk und jede wissenschasttiche E»tdeck»ng müsse» sich erst auf den rassigen Ilrsprnng ihrer Autoren' hin legitimiere». Ist der Urheber des Kunstwerkes oder der wissenschaftlichen Eiltdeckiliig arischer Abstamniung. so ist das Kunstwerk echt iind die wissenschaftliche Erkeiliitnis eine ivahrheitsgetreue. Ist aber ein Jude der Schöhser des Kuuskwerks oder der Erfinder der wissenschaftlichen Erkeimtnis, .so ist selbstverständlich das Kunstwerk Kitsch und die wissenschastliche Entdeckung mizulänglich. Den» also argunientiercn die Antiseiniten: Die Juden sind sämtlich ihrer virtuellen psvchischen Beranlagung zufolge nicht in der Lage, ettvas Selbständiges, Originelles und klrsvrünglcchcs zu leisten. Sie sind vielmehr alle 'Nachahmer, tziachäsfer, Leisetreter, mit einem Worte: Plagiatoren. Dieser grausamen Theorie zuliebe iverden in unseren Tagen von antiseniitischer Seite zivei Persönlichkeiten, auf die unser Zeitalter mit recht stolz sein darf, geopfert. Es sind dies Albert Einstein und Gustav Mahler. . Albert Einstein ist insofern der glücklichere, als seine Popnlaritär bereits zu seine» Lebzeiten eingeseirt hat. Einstein gehört zweisetlos zu de» hervorragendsteir Denker» der GeisteSgeschichke der Menschheit. Seine wissenschaftlichen Ergebnisse reihen sich denen eines Kovernikus. Galilei und Newton würdig an. Seine Relacivitätsrheorie bedeutet solvohl -ein physikalisches Gesetz, als auch ei» philosophisches Svstein. Seinem eigenen Wisspruche zufolge ist die uatur- Ivissenschastliche Sekte der Relativitätstheorie rein indnk- Billla* W“ Süromöbel H Gelegenheitskäafe in Flach-« Büro-, Schreib» maeohinantlschen. Stahlen« Sesnetn« eiserne Kaator-SobrSake. Freyn, Bfiro-Einriehtangen, Theaterpl. 14. tiver giatur, während der philosophische Gehalt derselben deduktiver Art ist. Ueberall im Ausland huldigt »,a» ihm, zahlreiche Uiiiversitäten' haben ihn zum Doktor honoris causa eriianilt. Nur die dcinschen 'Autisemiten kviinen ihm diesen Ruhm nicht gönnen. Auf dem letzten Kongreß für diaturwissenschaftcn in Bad Nauheim stellten sie den Antrag, die Relarivitätslheorie ans ihre Echtheit hi» zu prüfe». Freilich ist Einstein als Sieger hervorgegangen. Die Herren Antisemiien köniicn de», D'e»tschtn»i im AuSlande keinen schlechlern Dienst erweisen, als ivenn sie die Koryphäe» der Wissenschaft im eigene» Lande betämpfen. Ein ähnliches Schicksal wird dem jetzt nioder» gewordenen berühmten Wiener Komponisten Gustav Mahler zuteil. Gustav Mahler hat seine Popularität nicht mehr erlebt. Er gehört zu denjenigen geschichttichen Perjönlichteiten, die zu Lebzeiten vertannt, verschmäht und mißachtet waren. Bielleicht ist schon Dieses äußere tragische Schicksal Mahlers ein Beweis,, daß er zum Klassiker geboren war. Mahler's 'Hauptbedeutung besteht darin, das; er eine achte Symphonie geschaffen Hai, »nd somit rückt er an die Seite eines Beeihoven. Die Sachverständigen setzen Mahler an die Seite der auserlesenen, gottbegnadeten und intuitiven Künstler. Die im vorigen Jahre z» Ehren Mahlers in Holland, in Köln unv in den allerletzten Tagen auch in Wiesbaden ftattgefiindenen Mahler-Feskspiele haben diese 'Auffassung noch mehr bekräftigt. Die Antisemiteit köniieit aber auch dem toten Mabler diesen Lorbeer nicht gönnen. Niax Brvd als guter Jude und Zionist will ans dem inaiinigsache» n»d töncnreichen Resonanzbodeil Mahlerschcr Syinphonie eine melodische Berwandtschaft mit den Aricit ostjüdischer Liturgie, wie sie in den gottesdienstlichen Gesängen unter den Chassidim in Galizien Üblich sind, entdecken. Was folgern hieraus die 'Antisemiten'? Die Mahler'sche Musik habe überhaupt keine» ivestlichen, sondern einen östlichen Charakter. Andere machen ihm den Vorwurf, er habe es geivagt, Gassenhaiiermelodien in die Syinphonie einzuflechteii. Als ob nicht in jeder tlajsische» Oper, so z. B. im „Parsifat" oder in der ,,'A>da", heterogene ivic orientalische Motive herauszufinden wären. Eben diese Maniiigfaltigkeir des Aricnreichmins und das Variable im Konstanten bedingeit das -Wesen des Klassischen. Weil aber Mahler ein Jude tvar, sucht nuiii aus der Tugend eine Schande zu machen, und die Antisemiten reisen seine achte Symphonie herunter. „Der Aufstieg des Morgenlandes". (Bon H. M. Hyndina», ans dem Englischen übersept von W c r >i e r - O r t o v o » H e »t i g. 216 Seite». 34 Bit., geb. 40 Bik. 1021. Verlag von K'. F. Koehler, Leipzig.) Ein wertvolles, zum Nachdenken veranlassendes und rin iutercssaiites Buch! Obwohl Hyiidman als Engländer fiihll , gibt er sich Müde, bei der Würdiguiig der asiatisck>eit Bölker als Mensch Bienschen objektiv gegenüberzutreien, die Leistungen dieser Völker nud ihr Recht anzuerkennen und die Siinden der iingeriiscnen ,^tnltlirlräger" aus Westeuropa nicht zu vcrheimiichell. Man gewinnt besonders in das politische Schachspiel-der Großmächie während der letzten Jahrzehnte Einblick. Doch die neue asiatische Großmacht, Japan, ist znni geleheigen Schüler geivordeu, und die Zilkiinft zeigt Möglichkeiten, durch die Europa »och recht fühlbare Lehren znccil werden können. Bei dem Pernehmen des Schicksals asiatischer Ansivan-- derer, die trotz hoher sittlicher O.iialitäten sich nur deshalb^ Ziitücksctzungen, Kränknngea und Beschimpsungen s.'i'ens der Weißen »bieten lassen mußien und »och inüssen. weil ihre Genügsanlkeit iind ihr Fleiß sie znni fühlbaren Wettbewerber im Wirtschaftsleben macht, ist inan univillkürlich versucht,' an das Schicksal unserer jüdischen Gemeiiischast zu denken, denn auch der Antisemiiismils hat im Grunde genonimeu kcine andere Ursache, als daß der Antiseinit Mitmenschen die Mitfrende an der Sonne neidet. Wer zn Hiiiidmans Buch greift, wird großen Gewinn ans ihm ziehen und immec wieder zu ii»» greifen. Notizen. Der ziveitr Teil von H e i >, r i ,l> M a r g n I i e s' ,„Sl r i - tik des Zionismus" ist im Verlag R. Löwit, Wien, erschienen. „Der Zionismus als Boltsbewegung" bildet das Grn»dU>c!»la der kritischen Unlersilchungen von Margnlics in ' diesem Teile ieiiics Werks. Es wird sich vielleicht noch Gelegenheit bieten, aas die vollständige .^Kritik des Zionismus" näher ciiizngehcn. Die literarische 'Anstalt Rncte» und Loening, Frank« fnrt a. Bk., hat vor knrzqm ein umfangreiches Nachlaßmerk von G u st a v Landauer über Shakes v e a r e (in zwei Bänden! herausgcgcbe». Wir iverden aus das be-t dciitende Buch des Iilde>r Landauer »och ziirückloninicii. Im Verlag P. E a f s i r e r , Berlin, ist unlängst ei» Buch über den T a l in n d von Jakob F r o »r e r. erschienen. Wir haben u»; sofort an den Verlag mit der Bitte gewandt, »ns das Buch zwecks Besprechung in der „N.. I. Pt." ziizuslclle». Daraufhiit erhielten wir vom Verlag — als Entgegnung —- einige unangebrachte Fragen gestellt, DM" Ken eröffnet! <ic Cafe Schneider, Zeit 46 Konditorei feinster Backwaren. Spezialität: Pralinös* .

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