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Neue jüdische Presse · 1921-06-02 · Heft 21 (2.6.1921) · p. Seite 6

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 21 (2.6.1921)
Date
1921-06-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Nr. 21 Seite 6 Neue Jüdische Presse. von -ereil Beantwortung offenbar die Zusendnyg des Werkes abhängig gen,acht werde,, sollte. Wir" haben es natürlichi abgelchnl, -dein Verlag die gewünschten Aiisknnftr zu erteile». ' Letzte Berichte. Wien. Unter der Uebcrschrift „Am 2-beide- Wege" schreibt Pros. Dr. Weitzmaii», der Präsident ^er Zion. Organisation, über die Erfahrn » q en seine KÄ n s c'n thaltes i n A in e r i,k a. Demnach lehnen die dortigen zionistischen Führer den iiationalen Cbarakter der Bewegung ab» da sic in der zionislischen Literatur unbewandert sind und noch tief in der Asiinilation stehen. 'Jnfrlge der Oberflächlichkeit in der Behandlung der zionistischen Probleme habe die amerikanische Zion. Organisation auch finanziell versagt. N c w?) o r k. Prof. W e i h n, a » n erhielt von Sir H c r b c r t Samuel solgcnde Depesche: ' „Ich schließe mich ganz der in der Proklamatiin der 'Zionistischen -Organisationausgesprochenen Ansicht an. tax die indische Einwanderung nach. Palästina, welche momentan eingestellt ist, gänzlich von den Fortschritte» der für die Nvnoniischc Entwicklung des Landes getroffenen entsprechenden Vorkehrungen abhängt." Woche»-Kale»der. Samstag, 4. Juni (27. Isar): Sabbat-Anfang in F-rantsurt 73/, Uhr, Sabbat-Ausgang i» Frankfurt 0 Uhr 25 Min. Wocheuabschnitl: B c ch u k a u s e i. R a u s cki E f: a „ dcsch Tiwaii: Dienstag, 7. Juni. Freitag, 3. Juni, abends: 42. Omer. Montag, (>. Juni abends: 45. Omer. Wochcngottcsdicust: l,f, Uhr 'morgens, 7'h Uhr nachmittags in den meisten Synagoge». Kr«*ks»rter KK«Me»«achrichte». —Barinizwos: Alfrcd von Burg, Friedb. Anlage 8, Isidor Neubauer, Wiudcckstr. 5,0, Lynagogc Friedb. Anlage. — Kurt Berthestn, Schubertstr. 17, Synagoge Börneplay. — Hans Werthan, Lccrbachstr. 7l, Richard Leoy, Beethovcnstraste 40, Synagoge Königsteinerstratze. Gestorben: Ernestine Oppenheimer, geb. Glaubcrg, 72 I., Rückertstr. 57. — Ein,na fasset, geb. Flersherin, 02 I., Ostendstr. l. — Hermann iLtami», 81 I. Epe»de». Bei der Otatioiialsoiidskommissioii (I. Heiman», - Postscheck 41,441) gingen ein: . .Lud. Glückauf und Jos. Misch anl. Hochzeit von Jda Glückauf und Jos. Misch lkär Keren Hajessod) 1500 Mk. B ü ch se» 1 ee r » » g: Mär Goldschmidt, Halbcrstadt, bei Frau Hetz, Hanaucrlandste. 27, 50,20, Hugo Oppen- , licimcf ' 10,05, Wiesen 85,2t», Japl>et u. Freymärk 11,50, F. Weiß 3, Brach 10, Dr. Abraham 1, Eiseniann 0,30, , Perlmutter 5, M. Gabel 0, I. Geimblatt 21. I. L. Goitein 10,10, Oppcnhcimcr 11,35, Dr. Hombnrger 10,80, Martha OchS 1,25, H. Salon,on 12, L- Bendix 1,35, M(Strauß 4,05, Salvmon 6,15, Stricvcr 2,50, Kapknn 5,85, I. Helmann 37,25, Groß 15, Ptaschnik 10,19, M. Cohn 10 Luboivsky 12,25, S. Kaiisman» 0, H, Gans-5, Lipinskh 2,15, Oppenheimer >0,25, Dr. I. Goitein 25, A- Dränger 10 Mk. N a t i v ii a > s v n d s: Schocmaiin 10, Bayda 50, Rauen 50 Mk. Eingesandt. Auf de», ehemalige» Truppenübungsplatz Wegschcidc bei Bad Orb ist feit Mai dieses Jahres, ausgehend von der 'Fraiilsnrter KiiiDcrhilfe, eine K i ii d e r c r - h o l u ii g s st ä t i e große» Stiles errichtet. Sämtliche Ober- Ilasscii aller Volksschulen, die Klassen aller Mittelschulen und Obertertia aller höheren Schulen halten sich während der Schulzeit unter Aussicht ihrer Lehrer und Lehrerinnen je 28 Tage des Sommers über dort aus. Wcgschcide liegt im Spessart, ca. 40» Meter über dem Meeresspiegel .und ist von Bad Orb in einer Stunde zu erreicht.». Die Kinder wohnen gemeinsam mit ihren Lehrern tlasscnwcisc je iir den »o» den Soldaten verlassenen, min wohnlich ein ge richte tcn Baracken. Sämtliche Kinder sind gegen Haftpflicht und Unfall versichert. Es ist ein ständiger Arzt nebst Krankenschwester am Platze. Die Verpftegung ist sehr gut. Rach der Statistik einer Schule erfährt das Längenwachstum und die Gewichtszunahme eine deutliche Steigerung. » Die Ziele der „Wcgscheidc" sind nicht nur gesundheitliche, sondern auch pädagogische, also cthisch-sozial-kiilinrclle. Gemeinsaine Arbeit, gemeinsame Feste, geineinsaine Freude an der Natur aller Schulen (Volks-, Mittel- und höhere Schulen) wirkt im Siiinc sozialen Verstehens und Ausglcichcns. Das' Gemeinschaftsleben der Klasse lvirkt ethisch fördernd aus die Erziehung des Einzelnen, der sein eigenes Wohl hinter das der Gesamtheit zurncksiellen und für dasselbe leben und arbeiten lernt. Die Verbindung vv» Unterricht, Arbeit und Natur wirkt pädagogisch fruchtbar. Sie festigt das Vertrauensverhältnis vo» Lehrer und Schüler, bringt den gbstraktcn Wissensstoff dein Leben )iähcr und zieht aus der lebendigen Natur lebendiges Wissen. Das Leben in den primitiven Verhältnissen regt zu deren Kultivierung an und zwingt so zur praktischen Anwendung des Wissens aii der Natur. ES fördert den Wirjlichkcitssiiin. Die KlasscnauSwahl ist vom .Gesichtspunkt geleitet, daß die starken, für das Lebe» erzieherischen Potenzen, die der Wcgscheidc.inncwohneii, vcsonvers den demnächst Schickem lassenden zugute ivunncn müssen. Die seitherigen Erfolge sind ernintigend. Kinder, Eltern und Lchrer sind sehr befriedigt. Die Kinder dringen Freude und Gesundheit nach Hanse. Den jüdischen Schulen sind eigene Baracken und eine eigene Küche 'zwecks ritueller Verpflegung angebvten worden. An dieser könntcii auch die rituell lebenden jüdischen Kinder der Simultanschulen teilnchmcn, die sonst gezwungen wären, statt dessen die Schiilziinmerliift in Frankfurt zu atmen. Die Unkosten für Die Eltern belaufen sich ans 3 ® t. p r o T ag. Für die jüdischen Eltern würde sich dieser Latz erhöhen zur Bezahlung der Köchin und zur Brschassung der rituellen Lcbensiniitcl lFleisch, Fett, Milch,. Auch wäre ein einmaliger Beitrag zur Beschaffung der Küchengeräte und Essgeschirre erforderlich, soweit dieselbe» nicht durch Sammlung in den Familien der jüdischen Kin der aufgebracht werde» könnten. Säuit ichc rituell einwandfreien Lebensmittel — also Gemüse, Kartoffel, Eier, Mehl srnchte, Brot — würden gemeinsam mit der anderen Küche bezogen werden. Die Kosten hierzu bestreitet die Gesellschaft Wegscheidc- G. in. b. H. Vielleicht köantc inan auch . den entsprechenden Beitrag für die rituellen Lebensmittel von ihr erreichen, sodaß nur der Mehrbetrag von jüdischer Seite zu leisten wäre. — Die täglichen Gebete könnten gemeinsam in den Baracken, vielleicht in einer für diese» Zweck besonders hcrgcrichteten Baracke, verrichtet werden, woselbst auch der sabbatliche Gottesdienst — wenn er nicht in Orb besucht werden-soll — abgchallen werden könnte. Gelegenheit-zur Pflege jüdischer Werte wären, also ans der Wcgschcide gegeben.*) ' W. *) Wie mir hören, sind Schritte eingcleitct lvorde», das Interesse der hierfür in Frage konimcndcn jüdischen Organisationen anziiregen. D. R'cdakt. Neu eingetroffen Beachten Sie unsere diesbezügliche Schlafens er- Aasstellang. aus lfoile und Frotfe in sehr vorteilhaften Preislagen. noitrvsoii\ Zeil 127, neben der Katharinenkirche; Erstes Spezialgeschäft am-Platze. Ein neues Wunder ist erstanden - Willst Du das Wunder Dir beseh'n, Es ist nicht weit, ist hier zu Landen —' Und riesig billig zu ersteh n. Für wenig Geld sich gut zu kleiden, Modern und elegant zu sein, Hast Du bei mir Gelegenheiten In Stoffen billig, gut und fein. gegenüber dem. alten Präsidium Erstes Spezialgeschäft am Platze. A. Unfeinstem Uhrmacher u. Goldarbeiter 59 Allerheiligenstrasse 59 . Wanduhren :: Taschenuhren Wecker Reparaturen in eigener Werkstätte zu bekannt bill. Preisen Privat-Korrespondenz mit Druck oder Prägung Wilhelm. 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