Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1921-04-15 · Heft 15 (15.4.1921) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 15 (15.4.1921)
Date
1921-04-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2692297-2693227-2693242--11444-2706902
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Ar. 15 Neue Jüdische Presse. Seite 3 16.. sch«! Spi^ie 1 eine»! tonen ] 'bciits Uten, ä Ullbj »rch.i nmn-1 tiuertj vbe.ij die- 1 diil ) diel :r aij ch>-. - di! Nm. tosuijj uiüj glich jiitl itrciij cichenl bieff 1 iibenl Ani-s MijH fanf> erben) ljan<; nfjeiti liberal bifct»! 5 bell and)} biefetj 2o( lmifj öfcn 1 midi eilte] H. Ploeliinann, Verwalter lanauerlandstr. 2 Telephon; H. 2802 Ia. Qualität I , das Beste zur FrObjabrskor. ni). In erster Linie konnte die Jugenbgruppe mit Erfolg m ber Linderung der Not der Flüchtlinge ans dem Osten irdeitc». Sie richtete profane Kurse ein, beschaffte Mittel •uv Versorgung mit Winterkleidung, verschaffte —- wenn [midi nur in bescheidenem Maße — Stellen und versorgte [die Emigranten mit Kleidung und Nahrung. Ein neiigegrün- Iretcv Zimmernachweis vermittelte Zimmer für die Mitglieder, und an dem 'Aufbau für das „Jüdische Heim" war die Jugendgruppe in besonderem Maße beteiligt. Für die Kausch-Chaudesch-Spende für Erez Jisroel, gelang cs der Ziigcndgruppe, große Beträge zu sammeln. Ein Antrag, einen Kurs znr Vorbereitung für die wesiedelung von Palästina einzurichteu, wurde cinstiinmig für gut befunden. Weitecre Anträge werden späterhin noch besprechen Die Wahlen ergaben die Wiederwahl von Dr. E h r in a n n, jSr. Hof in anu, H u g o K a tz und Theodor Klein, iJudith v. Gelder und die .Neuwahl von Edwin Ißeist, Nathan Ic ide l, I oe l S äu g er, stud. chem. s a k S ch u e r b, Else G o t t l i e b , R o s y ,F e i st, : a r a Landsberg, Hanna F l ö r s h e i in und [Frieda Hirsch. Wolf Pappenhcim bei Sir Herbert Samuel. Wolf Pappcnheim, Präsident der Wiener Agndazcntrale, [ist in Jerusalem von Lir Herbert Lamuel empfangen worden. Dberkommissar sprach seine Befriedigung über die An- Itkiluahme der 3lg»dakreise am Aufbau Palästinas ans und [versprach seinerseits die Förderung dieser Arbeit. [«onstitu'.erung des Zentralrates der Augudas-Jisroel. Die schon aus der Preßburger Tagung beschlossene [.livnstiiniernng des Zentralrates fand in der lebten Adarwoche in Wien statt. Tie Berfamnilniig zeigte in ihrer [Zusammeiisetznua die überwiegend starte Beteiligung des Osten? an der Hlguda. Unter den ca. 50 Delegierten waren besonders die chaffidischen lind rabbinischcn Führer [ans Polen, Galizien und Tschecho-Tlowakei bemerkenswert. Tic Tagung faßte einmütig den Beschluß, an Stelle [des bisherigen provisorischen Komitees, die Leitung auf eine breitere Grundlage zu stellen, und zwar stellt der ans den Delegierten aller Länder zusammengesetzte Zentraliat die oberste Instanz dar. Als Vertretung der Gesamtoiganisatioii nach außen sowohl wie in organisatorischer, finanzieller und pvlitiseher Hinsicht wurde daS Exekutivliomitc in Londo n bestimmt. Das ihm unterstehende [ Bureau führt den Namen „Central Oss' ce o i STeu eröffnet! 'W Cafe Schneider, Zeil 46 Konditorei feinster Backwaren. Spezialität: Pralines* AgudaS ISroel." Das Präsidium des Zentral rates besteht aus neun feiner proemiuentesteu rabbinischcn Mitglieder. Der Geschäfts, ii vrc » de 3( n 3 f ch u ß des Zentralrates besteht ans sieben in Wien und Franlsnrt a. M. domizilierenden Mitgliedern. Dem GeschüftSsührenden Ausschuß untersteht das Zentral b nrcGii O st in Wien, dessen Ausgabenireis die Organisation sämtlicher östlichen Landesverbände, die Herausgabe beS „Haderech", der Betrieb der Emigracioaszcntcalc, die AnSsührung der vorbereitenden Arbeiten zur Eiiibernsnng der Kenuessio gedauloh. sowie die Errichtung eines Jugendamtes umfaßt. Der Rabbinische Rat wirc> bis zum 15. 3tiu 5G81 zu lonstituiercu sein. Die vorbereitende Kominission untersteht dem Vorsitz von Rabbiner F irr st, Wien. Für die Palästinaarbeit werden in jeder einzelnen Landesorganisation, soweit nicht schon vorhanden, Palästina-Zentralen gegründet, deren oberste Spitze der Geschästssührcnde Ausschuß darstcllt. In Bezug ans P a l ä st i n a - Arb ei t wurde neben der Eiurichtnna von B o l t s k ü ch e n und Uuterbri n g - ungSstärlei: von Einwanderern die sofortige Uebersührung ukrainischer Waisen nach Palästina beschlossen. Es wurden zu diesem Zwecke zunächst ein Fonds von ca. einer halben Million Mark zur Verfügung gcjtellr. Zwei großzügjgc K v l o n i s a t i o u S p r o j e l t e' jind der englischen, beziehungsweise der deutschen Polästina-Zeutrale zur Bearbeitung und baldigen Inangriffnahme übertviesen worben. Mir Gcnugtnung wurde die Gründung der TrauSportaeseilschast „Siloah" begrüßt. Der Palästina-Delegation, welche im Anschluß an die Sitzung unter Führung des Gcrrer Rebbe sich eiuschisste, wurden eine Reihe politischer Aufträge übermittelt. , Die in Deutschland bereits ciugesührle R o s ch - C » a udescii'pende wird auch von bqn anderen Landesorganisationen eingerichtet werden. Der Ausbau der Wiener Eniiarationszentralc, respektive die Emigrativnsarbeit jn allen Landesorgauisalionen wird unter Führung von Dr. N a t l: an B i r n b a u in weiter ansgebaut werden. Die Einrichtung von F a ch s ch u l c n s ii r Handwerker in Wien wurde für die allernächste Zeit in 'Aussicht genommen. 'Als wichtigste Gegenwartsaufgabe wurde die Förderung und Hebung der Erziehungsanstalten (Schulen, Eliadorim, Jcschiwot etc.) sowohl in der Diaspora wie auch in Erez Jsroel — in Uebereinstiminung mit den rabbinischeii Autoritäten der betrcsscndeu Länder — bezeichnet. Die Beteiligung am zionistischen Keren Hajesiod i» seiner jetzigen Gestaltung wurden s ü r 3t g n h i st e u c i n st i m nt i g a l s u n st a t t h a s t erklär t."1 In Bezug aus die von Oberrabbiuer O u d e r w e >> z e r eiugcleitetc Verhaudlungsvorschläge mit der zionistischen Organisation wurde die bisherige Stellnngiiahme des Londoner Bureaus, welche darin bestand, zunächst konkrete Vorschläge von der zionistischen Organisation zu erbitten, cicbilligt. I Diienbacfter Druckluft-Anlage lÖlie 8 Offenbaoh a. ■■ Telefon 123. 8 UnShertroffene Tepp ichrelnlgung mittelst Dracklnft Aus der Misrachi-Bewegmrg. Leistungen des amerikanischen Misrachi' Von' Mitte Ottover bis Februar überwies der Misrachi in 3lmcrika an die Zentrale in '4>aInftina_20 662 Dollar. Das Geld wurde zum größten Teil für L-chnlzwecke verwendet. *• Dieser Beschluß ist gerade zu der Zeit gefaßt worden, da der Misrachi durch den Eintritt seines Führers Professor Dr. Pick in daS Dircktoriuin dcS Keren Hajcsjod zu erkennen gegeben hat, daß die Ortbod o;• i c sich mit aller Kraft (in diesem beteiligen sott. Die persönlichen Bcrhandlnngeu Prof. Picksin London haben zu diesem Ergebnis geführt. Neoakt. Persosstte» «. UeturMMeUrmge«. Berlin. Eine für das Fortkommen der ausländischen, besonders der ostjüdischen 3lrbeirer wesentliche Entscheidung hak das preußische 3l r b e i 13 m i n i jt e r i u m getroffen. Danach können . 1. in Orten unter 100 000 Einwohnern grundsätzlich Arbeitgeber auswärtige und ausländische "Arbeiter ohne Befragung des 3lrbeitsnachweises oder anderer polizeilicher Stellen euistellen. 2. Für Orten über 100 000 Einwohner gilt dasselbe, es sei denn, daß die Zahl der unterstützten Arbeitslosen mch» als li/»«'» ber gesamten Einwohnerschaft bilden. Dies sind im ganzen kaum zehn Städte im ganzen Reich. Die Entscheidung ist mit dem 1. 3lpril in Kraft getreten. Breslau. Seminarrabbiner Dr. Saul Horovttz ist im 63. Lebensjahre verschieden. Er war ein bedeutender Gelehrter. Den Talmud beherrschte er so, daß er jedes Zitat ans seinem Riesengebiet« sogleich an seiner Steile aussand. Bewundernswert war auch seine Beherrschung alter und neuer -sprachen. Aus dem Gebiet der jüdischen Religionsphilosophie des MittelaltrrS war er Fachmann. Rom. Der Kongreß der jüdischen Gemeinde n Italiens beschloß n. a. Errichtung eines jüdischen Kunsnunsenins und Förderung des Emigrantenkon-ctees. In das Zeniraltoiniiee wurden auch vier Zionisten gewählt. New Aark. Henry Fords antisemitische Zeitung „D c a r b o r n I >i d e p c n d e n t" ist in St. Louis und in Detroit verboten worden. Januar Srvantfnrter Berichte. Austritte in Frankfurt a. M l. A n S ber Gemeinde (ohne Zugehörigkeit zu einer anderen Gemeinde) 7. Bernard Seidel, Buchhändler» Kl. Friedberggrstraße 1, 7. Johanna Seidel geb. Neu, Ehefrau, Kk. Friedbergerstraße 1. I«! km KMh zu Im ii in 19 t Tann. Anmeldungen schriftlich: Jüd. Turn wer ein, Unterlindau 21. amk>[ Iner j midi »g. ceiä I deal ibichl Sepphorts uud Rom. [ Lin historischer Roman aus beut vierten Jahrhundert. Bon Ludwig PhiliPPsohn. (Fortsetzung.) Mirjam fuhr von ihrem Sitze ans, Entsetzen hatte sie [ergriffen; wie eine Marmorsäule stand sie da, den 3lrm ausgestreckt und das niibcweglichc Auge ans Jddo gerichtet. Ans ihrer keuchenden Brust drängte sich nur wie ein Schrei [der Verzweiflung ein „Ha!" . . .' heraus. Jddo blieb ruhig | itnb fuhr fort: „Verstehe mich recht, Mirjam, ich verlange nicht, daß Tu ihm entsagest, damic ich Deine Rechte erlange. Auch ich [will ihm fern bleiben; ich werde ihn niemals anssnchen, ich I flcloöe cs, ich werde nichts tun, ihn miznlocken oder zu fesseln — aber ich mag und will ihn nicht befreien, um ihn I in die 3lrme einer andern znrückznsühreii." Sic hatte lauge Zeit aus eine 3lniwort zu warten; [endlich stieß Mirjam die 'Worte ans: „Ich kann es nicht, ich kann cs . auch nm seinetwillen nicht. I h weiß es, sein Herz gehört mir, mir allein. Du magst ihn geliebt habe», er Dich nicht. ES ist keine Falte seines edlen Herzens mir verborgen geblieben, aber in ihm war nichts als die Erinnerung an Deine Güte, die Sliicrkennnng Deiner Schönheit und Deines Geistes und das- Gefühl der Freundschaft Zurückgeblieben. Mich verlieren zu müssen, würde ihn niiiäglich unglücklich machen, und auch er zöge den Verlust [des Lebens vor." „Tod und Gefailgcnschast sind sehr verschiedener 3lrt. [Der Mann kann sterben, aber Jahre lang im Kerker schmachist ein ganz anderes Los. Du irrst sehr. Er wird die [Nachricht Deines Tode» mit großem Schmerz erfahren. [Aber der Freiheit wiedergcgeben, im rüstigen Schassen [und Treiben des Lebens wird er seinen Gram überwinden [und stark und fest seinen Weg weiter gehen wie früher. [Ich loitl nichts, als daß er ans der 3lhnnng Deines [Todes, die jetzt in ihm lebt, znr Gewißheit gebracht lvcrde. [Glaubt er diese zu haben, und verpflichtest Du Dich durch [einen Schwur, ihm diesen nie zu nehmen und unter allen [nmstäichen ihm fern zu bleiben: so wird er frei." 1 „Ich kann ihn nicht belügen!" ries Mirjam aus, „ich sann ihn nicht.auf nieinem Grabe weinen lassen, während ich unterden' Lebenden-umherwandle! Ich kann nicht tot fein, während ich! lebe. O Grausame, er. allem ist die Sonne meines Lebens, er ist mein Herz, mein Gedanke, mein Odem, und Du willst alles Dies mir nehmen, daß ich ein belebter schatten auf dieser Erde einherwanke? Ich werde' es nicht tun. . . ZorneSröte zog über das 3lntlitz Jddo's. „Wie," rief sie, „das ist Deine Liebe? Von mir verlangst Du, von mir, die ich ihn nie besessen, daß ich alles aufopsere, allem entsage, nur um ihn Deiner Zärtlichkeit wieder zu überliefern — von Dir selbst aber verlangst Du nichts. Du willst nichts opfern, und ich alles! Das ist Selbstsucht, größere Selbstsucht als' Du mir vorwerfen kannst, da sehe ich keine Liebe darin, es weht kein Hauch derselben in allem Diesem. Doch ich will Dich nicht drängen. Ueberlcge cs Dir, geh mit Dir zu Rate. 'Rur da» eine steht unabänderlich fest: Seine Freiheit gilt Deine Entsagung." Mirjam machte eine Geberde,' ais ob sie antworten wolle. Doch schnell hielt sie zurück,' iv.indte sich und verließ das Zimmer. 3. Trog der tiefen Erschütternng, in welcher Miriam sich bejanv. führte ihre unbegreiizie Liebe, ihre unendliche Hingebung für Patrila sie doch in wenigen Stunden zu einem Entschluß. Sie hatte so viel ertragen gelernt, der Prüfnngen so große überstanden, daß ihrer Seele nichts näher tag, als auch die größten Opfer für den Mann zu bringen, der ihr ganzes Dasein erfüllte. Wie ein muliger Leefahrev auch in die Eisregion des Weltmeeres hiiieiiizusteuerii nicht zögert, wenn es sich zeigt, daß dort sein Ziel gelegen sei, so wollte auch sie die schwerste Entsagung übernehmen, wenn Patrika dem Elend des Kerkers entrissen würde. Sie war daher .schon völlig entschieden, als sie den Rat ihrer Getreuen znsammenberief. 3lmnon, nachdem ihm Mirjam versichert, das; bei Jddo an eine 3lendermig ihres Willens nicht zu denken, stimmte ihr bei. „Bor allem," sagte er, „müssen wir Patrika der Freiheit znrückgeben. Ihn der Gefangenschaft überlassen, heißt ihn dem Tode übergeben, dessen Bitcerkeit nur durch die Dauer jener vermehrt tvird. Das klebrige, teure Mirjam, steht in der Hand Gottes, in welcher die Geschicke und die Herzen der Menschen nur wie weiches Wachs in der Hand "des Bildners sind. Ihm wollen wir vertrauen, daß er das Werk der Erlösung an uns vollenden werde!" 3lm wem'gsten konnte sich Rabbi Gideon in die Sache hineinfindcii. 3lns der heiligen Stadt TiberiaS, aus der Mitte seiner alten Studieiigeiiossen in das Getümniel der Weltstadt geschleudert, hatte ihn die kindliche Naivität des Gelehrten, der nur zwischen seinen vier Pfählen und in seiner Gedankenwelt Bescheid .wußte, nicht verlassen. Rur von fern her vernahm er die Brandung des tobenden Meeres und verstand dessen Wellenschlag, seine jagengenden und brechenden Wogen nicht. Er konnte es nicht enträtseln, weshalb Jddo ein solches Verlangen wider' Recht und Gesetz stcltie, und cs mit ihrer sonstigen Freundlichkeit und Wohlrätigkeit gar nicht vereinbaren. Äch, er lvnßte nur wenig von den wüsten Leidenschaften und Lastern, welchen die Menschen Roms verfallen waren. Er bot sich daher immer wieder zum Vermittler zwischen den beiden Frauen an und glaubte zuversichtlich an seinen Erfolg. 'Mirjam lächelte bitter. 3lber man mußte sich seinen Anerbietungen fügen, und da 3tmnon jetzt erst recht in der schützenden Dniikeibeit vor Jddo bleiben wollte, war der Greis als Zwischenträger bei den weiteren Verhandlungen willkommen. Jddo hörte der langen Rede d.'s Greises ruhig zu; als aber auch die Oucile selbst seiner Beredtsainkeit erschöpft war, fragte sic ihn statt aller 'Antwort, ob ihn Mirjam mit keinem weikeren 3lüftrage sandte? Der alte Gideon sah ein, daß er das Rätsel nicht gelöst habe, und ergab sich niedergeschlagen in dce Notwendigkeit, cs ungelöst zu lassen. Er gestand daher Jddo, daß Mirjam zu allem bereit sei, und nur zu wissen verlange, was Jddo von ihr verlange. Es war bald gesagt: Mirjam sollte ihr durch, einer» Eid geloben, Patrika niemals wieder aiizngchören, ohne daß sie — Jddo — Mirjam von diesem Eide entbinde; und cs müßte ans irgend eine Weise ein Dokument herbeigeschafft werden, durch welches dem Gefangenen die Ueber» zeugiiiig vom Tode seines Weibes beigebrächt würde. In letzterer Beziehung aber stieß Jddo bei dem Greife selbst auf einen hartnäckigen Widerstand. Jddo wünschte nämlich, daß die Bescheinigung vom Rabbi Gideon auSgche, weil dann jeder Zweifel an die Glaubwürdigkeit der Nachricht bei Patrika gehoben sein würde. Llber er verweigerte cs entschieden- „Nein," ries er aus, „ich liebe Patrika, ich liebe Mirjam fast mehr als eigene Kinder, ich könnte alles für sie opfern, — über mein graues Haupt mit einer Lüge in die Gruft hinabsenken, meine zitternd« Hand zu einem Betrüge herzugebcn, bevor sie ansgezittert, das kann ich nicht!" (Fortsetzung folgt.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.