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Neue jüdische Presse · 1921-03-25 · Heft 12 (25.3.1921) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
19 (1921)
Issue
Heft 12 (25.3.1921)
Date
1921-03-25
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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t u 'S Hs.-12.. Seite 5 »dsxik,! au iß rrrloS! rüu- Schluß le«, durch bildet >S, sie und «erlich ebunz «tlich «hkrii, Meo- » ihn ewua-.> echrrni Yestrr' MsvKv-KusrlLWngvn Lsu«k««8 ’ Spezialität: Hapren>Obarh«md»n nach Maas Defekte 'Wfteehe iriid sergtüitig repariert. Frankfurter Gross-Weissnäharei Langestraeea 18, HLnterb»a. u. TeL: B#mer 5308. Fat) nP af,| köparlsj der iül weiter«! : wertqi lgesej! des chl illr ftbcl innt uiEJ ebrSisch! t e in4i, j n an(wl k». führrvl > früh«» — «I bachiepl eilt. Sri habe»! cheramtl ahr b«I espielt." , «m-I uenver.s 0 61 inj rg ia| Randiti cht enrs k« Auf-1 >ge, «i.j Ile urn-s ,'meindej m Pre-s >en bcä | ftlings. kit jal heim! es ist. r Heim I immenrr Ischen >« will. I d Z-. :t nach alt iete in | ganjtn 8/ war lachtest S seine [ Zedok». ramm-1;e de» ebruar I starben Weines Schah- U. I. s ysteme Stag. md durch seinen unvergeßlichenLehrer N» sende NM ., dem er. ein treues Andenken bewahrte, »in« auLlezeichnet« .jüdische Erziehung Und Einführung in Tenach snd Talmud. Und wenn der Würzburger Raw, R. Seligtitn Bä» Bamberger f. &. zur Gchulprüfung nach ütsenfeld kam, so nahm er sich den jungen Abraham rünbaum besonders vor mit einem Blatt Gemoro, und >ie glücklich und begeistert erzählte uns Abraham Srüninm davon, wie ihn der Raw in seiner berühmten liebenSirbigen und herzlichen Art ermunterte und aneiferte, > tief er aus ihn gewirkt und ihn zeitlebens in seinem lanzen jüdischen Denken und Handeln beeinflußt 7t. Und daS wurde noch verstärkt, als Abraham Grünim die Realschule in.Würzburg besuchte und im Hause R. I i z ch o d Schlenker f. «. erzogen wurde. Sein» kaufmännische Lebensbahn führte ihn dann nach chwabach, wo er trotz seine» beruflichen Pflichten noch in fleißiger Schüler von R. Löb Aißmann s. A. und >»r allem von R. H i l a Wechsler s. A. war. In itifcn Jünglings- und ManneSjahrsn hat «r sich, dank seiner lang ausgezeichneten GeisteSgaben, jene tiefgründig« taldische Bildung ' verschafft, die ihm Leitstern seines ins war. Hier hat er im Alter von 31 Jahren im Verein mit seiner ebenbürtigen Gattin, Frau L e a h, geb.. Goldch m i d t auS gell bei Würzburg «in jüdisches HauS ge- Mnbet, das in seiner Innigkeit und Hilfsbereitschaft, seiiem lebensfrohen und gesunden Optimismus, seiner grenze»- »sen Hingebung für alles Jüdische und Menschliche nicht leicht cu überbieten sein dürfte. Und bald war Grünbaum in Schwabach der Mittelpunkt des jüdischen und allgemeinen politischen Lebens. Cr war ebenso berufen, Kultus- Vorstand zu sein, wie «S kein politisches und kommunales lAmt gab, daS man ihm nicht anvertrauen konnte. Ueber» [all war er Meister und souveräner Her, der Situation, witzig, schlagfertig und weitblickend wie ein Weltmann. Und der ist er auch bald geworden. Rasch wuchs er hineuS über GchwabachS Grenzen in allen Dingen, jüdischen wie allgemein menschlichen. j Scho» mit 26 Jahren unternahm er.für die Amsterjdamer Palästinaverwaltung lim Verein mit dem seligen >R. Benj. RooS, später tn Werneck i. Unterfr.) eine sStudienreise nach Grez JFraek, und «ine seiner mächtigsten Wirkungen dort galt der Erneuerung des Schaare gedek- Spitals, und «ine wunderbare Fügung deS Himmelö hat ihm die Gnade gewährt, hier in diesem. Hause einzugehen auf heiliger Erde zur ewigen Ruhe, di« er sich bis an sei» Ende nicht gegönnt hat. AlS ar vor etwa 80 Jahren »ach Nürnberg übersiedeltr, fand er hier einen Wirkungskreis für seinen Schaffensdrang'und feine unerschütterliche, ewig jugendlich« Arbeitskraft vor, den er bearbeitete und auSdehnte, wie es nur solch außerordentlichen Menschen möglich ist. Ganz »on selbst siel chm die Führung der AdaS ISrael zu. die damals noch ganz in ihren Anfängen steckte. Was Grünbaum da leistet«, daS allein könnte «in Menschenleben ausfüllea. Rach einander schuf er im verein mit treu ergebenen -IE- ' ... i - - | Sepphori- ««d Rom. Vst 'tztstzerischer Re««» ev» bm »irrten Zehrtzuodrrt. Ben Lutzwt, Philttztzseh« U»rtsetzull».j Siv Mirjam wieder zum vollen Bewußtsein kam. kennte wau ihrer dringenden Frag« nach ihrem Kinde bi« Wahrheit nicht lang« verbergen. Wer sie nahm die Kunde ruhiger aus, ,alv man geglaubt; nur ihr» Tränen flössen, und ein« unwiderstehliche Wehmut zog sie nach der Stelle, wo daS Pfand der Liebe, welches ihr Patrika hinterlolsen, auf immer geborgen , lag. Ihre Seele war von der Schwäche ihres Leibes gebunden, und daö Leben erschien ihr so inhaltv- und wertlos, daß ihr besten Verlust für ihr Kind kaum bedauernswert vorkam. Wer kaum hatte sie ihr Lager verlassen, alö sie Amuon zwang, fit zu dem Grabe r» führen, wo sie bewußtlos niedersank. . Amnon sah ein, daß Mirjam vorerst eine weitere Reise nicht ertragen könne, daß sie sich aber um keinen Preis von der Gruft ihres SindrS werde entfernen lasten. Karchemisch war damals von den Römern wie von den Persern verlassen, da beide kämpfenden Parteien sich hinter stärker« Bollwerk« zurückgezogen hatten. Die Stadtdehördr hatte kräftig di, Zügel der Herrschaft ergriffen, und Ruhe und Sicherheit wohnten in der Stabt ringö um sie. Amno« beschloß daher, hier zu bleiben, kaufte der alten Frau, di» er für alle Müh« und Freundlichkeit reichlich belohnt hatte, daS Häuschen ab, nahm zwei Frauen zur Bedienung MiejamS und zur Haushaltung an, und macht» «» nun zum Berufe seines Lebens, für die Gattin seines Freundes, die er selbst so innig verehrte und liebte, oie Sorge eines zärtlichen Bruders z« übe». Mit dem seinen Gefühle edler Seelen, auch wenn sie keine höherq Bildung besitzen, ordnet« ex daS Leben Mirjam», ILeß ihrfreie .Bewegung und wahrte sie doch ängstlich vor jedeni Schaden. Mirjam saß. noch in der Laube, daS Auge in die letzten Strahl,» der unter gehenden Sonn« gesenkt, und Amnon stand vor dem Eingang jener, als rin Fremder am Gitter otS Gartens sichtbar ward und Amnon anredete. Dieieq hatte ihn bereits-früher bemerkt, wie er mtt langsamen, Weichenden Schritten die-Hrerstraße herangekommen war und vor großer Ermüdung wum sich weiterschleppen konnte. 9s setzte daher in W» esirm «qchöpstes 8»» dS4rftig^ üdeatzenosten etile ReWoMchuK eine'-Synagoge mtt .eÖen: müMrgiÜigen AdÄchtUngen and daS 'Rabbinati WaS - daS- Sr die b<u>r. Verhältnisse überhaupt und insbesondere in ürnberg bedeutet, kann nicht überschätzt werden! Seinem unerschöpflichen und sicheren Optimismus/ gegründet auf leltene Erfassung der LebrnSverhältnisse und der Beherrschung . der M«isch«n, ist «S gelungen, die AdaS Israel zu einer kraftvollen Gemeinde zu gestalten. Grünbaum wuchs ebenso selbstverständlich in all« Ausgaben d»r Gesamtgemeinde hinein: es "gibt keine Jnsritutien, in der er nicht schaffend und führend mitvnEe. ' ' (Schluß folgt.) Starnffatter Berichte. Wie uuS der Boltöbund Deutsche KriegSaräberfürsorgcOrtSgruppeFrankfurta. M., Mittelweg SU, mirteilt, besitzt er aus Afrika, Pitermaritzburg und auS Palästina Abbildungen von Grabstätten in der Gefangenschaft verstorbenen jüdischen Kriegsteilnehmern. Der Iüd. Frauenbund ist aufgefordert worden, «ine Delegation in den Bolksbund zu entsenden. Jüdische Jämilienküche. Dies« seit Mitte Januar dieses Jahres Theobaldftr. 5 geführte Mittelstandsküche erfreut sich guten Zuspruchs, und wiederholt haben Gäste der Leitung ihre Zufriedenheit ausgedrückt. Indessen scheint diese Wohlfahrtseinrichtuna noch vielen, für die sie eine Erleichterung der jetzige» schweren Lebensführung wäre, nicht bekannt zu sein. Wir sind deshalb ersucht worden, auf die Familienküche er. neut hinzuweisen. In den beiden Hellen und freundlichen Räumen derselben wird zu dem mäßigen Preise von J& 3.— ein ausreichendes, schmackhaftes Mittagessen geboten, das auch abgeholt werden kann. Allen, die keinen eigenen Hausstand führen, insbesondere Geschäftsangestellten und .Studenten beiderlei Geschlechts, aber auch Kleinrentnern und Pensionären ist die Jüdische Familienküche auss wärmste zu empfehlen. Damit sich niemand aus falschem Vorurteil vom Besuche derselben abhalten lasse, sei ausdrücklich betont, daß diese Wohlfahrtseinrichtung keine Wohltätigkeitssachv ist, indem die Kosten durch die Einnahmen ihre Deckung finden. ES ist beabsichtigt, nach Pessach auch Mendessen einzurichten. WotzttStkgkeUSkonreict. Wie schon berichtet, findet am Mittwoch, den 8. April in der Frankfurt-Loge ein Konzert des „Jüdischen Orchester- Vereins" statt. Veranstaltet wird dasselbe von der JüdischenFrauenverein.igung,die den Reinerlös unter- Fttr kunstfertige Ausführung PrBmiieTt Düsseldorf 1Q02 Moderne Malerei feinen Anstrich n. Lackierung führt pieisweit ans. ' ■— - Ia. Referenzen. ——> W. Beolter Hochstrasse 59. Tel.H 6fi66. Atelier SrhäferKnsae 15. Wanderer voraus, und dieser Gedanke allein genügte schon, ihn an daS Gitter zu ziehen und den Worten des Fremde» lauschen zu machen. „Ich bin ein Fremdling," sprach dieser, „komme von fern her und bin erschöpft; ich bitte, eine Stunde ruhen zu können in Eurem Hause» um einen Bissen Brotes undeinen Trunk Wasser." - ,Das soll Dir werden, und mehr," erwiderte Amnon, „tritt nur zur Tür herein,-die an der Dorderschte des! Hauses." Er kehrte darauf zur Laube zurück, geleitete Mirfarn in ibr Zimmer, und nahm den Fremden in dem anstoßenden Gemachs auf. Nur ein Vorhang, der hernntergelassen war, schied die beiden Zimmer, welche den größten Raum des kleinen Hauses einnahmen. Eine Magd trat ein und trug reichliche Speisen und einen Krug guten Weines auf. Des Wanderers Auge erglänzte vor Befriedigung, und gierig genoß er von dem Dargebotenen als einer'wahrscheinlich lang entbehrten Stärkung. Jetzt eröffnete sich auch leicht ein Gespräch zwischen den beiden Männern, und der Fremde verhehmlichte nicht, daß er ein Jude aus Tyras sei, der, da er ohne Familie und die Verfolgungen und Bedrückungen der Glaubensgenossen immer unerträglicher wurden, seine Vaterstadt verlassen hätte, um im glücklicheren Oste» eine Ruhestätte für seine alten Tage zu finden. ES war natürlich, daß hieran von Seiten Amiuns Fragen über die dorttgen Zustände knüpsten, und daS benachbarte Galiläa bald der Gegenstand ihrer Unterhaltung wurde. Ach, die Nachrichten lauteten so traurig wie nur möglich. Die jüdischen Bewohner dieses Landes ioaren gänzlich verschwunden. Ein Dekret deS Kaisers hatte sie auf fünfzig Jahre daraus verbannt und jeden Juden, der seinen Fuß über, die Grenzen setzt, mit der. schwersten Strafe bedroht. Ein großer Teil von ihnen war im Kampfe gefallen edeü von den Siegern niedergemetzelt, ein andrer ohne Unterschied deS Alters und des Geschlechtes fortgeführt und als Sklaven verkauft, nur eine kleine Zahl hatte sich durch die Flucht gerettet. Aber mitten in diesem furchtbaren Unfall hatte sich die unerschöpfliche Lebenskraft des jüdischen BolksstammeS von Neuem im hellsten Licht gezeigt! Die Flüchtigen fanden überall bei ihren Glaubensgenossen, so schwer diese auch selbst bedrückt waren, gastliche Ausnahme, bereite Weiterbesörderung und zuletzt Heimat und Herd. Für dir Sklaven aber bildeten sich allerorten Bereine, um die Mittig stz loSzukaufen, zusammenzubringen, und de» -r-tzt» Offenbäciier Drncklait-A&lage Offenbaoh a. M. Telefon 123. Unübertroffene Teppiohrefnigug mittelst Druckluft. ernährten jüdischen Kindern zukomme» läßt. Der Umstand, daß die gesamte künstlerische Leitung in den Händen des Dirigenten Max R e n m a n n ruht, gibt sicherste Gewähr, daß ein vielversprechender Abend in Aussicht steht- Außer dem -Iüd. Orchesterverein, der u. a. die zweite Symphonie von Haydn bringen wird, ist noch Herr GerliH (Tenor) gewonnen worden, der im ersten Teil Jargonlieder, «m zweiten Teil Lieder allgemeinen Inhalts Vorträgen wird, darunter auch eigene Kompositionen des Herrn Neumann. Das Programm verzeichnet ferner noch zwei Trios, die von Mitgliedern des J--Oausgeführt werden. Im Interesse der guten Sache wäre ein „auSverkauft" zu wünschen. Karten im Vorverkauf in den Buchhandlungen von Sänger und Friedbcrg, Hofmann und Rachrlsohn — {tob jetzt schon erhältlich. Ekutralverein deutscher Staatsbürger jüdische« Glaubens. Im Centralverein sprach Dienötag abend vor eiurur Publikum von etwa 1500 Menschen Dr. Js m ar F rau ob- Berlin über ,/Vaterland und deutsche Jubeir". Der Redner zeigte.anfangs seiner Rede, daß die gleichen Vorwürfe und Beschuldigungen, die heute die Antisemiten gegen uns Juden schleudern, solange daS römische Kaisertum heidnisch war, den Christen gemacht wurdes. Redner suchte sodann, die Frage zu beantworten, wie der Begriff des jüdischen VolkStumS zu verstehen sei. Zu den Worten der Thora „Ihr sollt mir sein ein Reich vou Priestern und ein heiliges Volk" und in dem Gebot« der Thora, daß der Fremdling mit Gerechtigkeit und Liebe zu behandeln ist, findet er das Spezifische für die Auffassung eines jüdischen Volkstums. ES führt zum Menschentum. So konnte denn auch Jeremia, als unsere Vorfahren in die Verbannung zogen, ihnen das, Gebot mitgeorn: Fördere daS Wohl des Landes, in daS du kommst. Und wir Juden haben überall, wohin wir kamen, daS Wohl de» Landes gefördert. In Deutschland habe« sich unsere ersten Pioniere schon zu römischen Zeiten angesiedelt. Deutschland ist unS das Land unserer Ahnen, bi« Heimat unserer Seele, die Gemeinschaft unserer Kultur. Da daü Christentum unserem Judentum entstammt, ist UNS die christlich-germanische Kultur wesensverwandt. In de« schweren Zeiten deS Krieges griff daS deutsche Volk nicht zu der Bedda und zu den Nibelungen, sondern zu «mseren ethischen und religiösen Fundamenten, zu «mseren Psalmen, zu den Worten unserer Propheten. Wir haben im Krieg alS Glied deS deutschen Volkes die schwersten Opfer an ®ut und Blut gebracht, — und wenn wir auch siir dieses unS Selbstverständliche keine Dankbarkeit verlangen, Gerechtigkeit müssen wir aber dafür erwarten. Mr Inden sind nicht schlechter als die anderen, freilich: für unsere innerjüdisch, Arbeit müssen wir fordern, besser alS die anderen zu fei«, denn jede Missetat eines einzelnen wird unserer Gesamthait von unseren Gegnern aufs Schuldkonto gesetzt! Der Redner schloß seine Worte unter starkem Beifall. Doch wie bei derartigen Veranstaltungen »ich«liegend, entstand sogleich eine unerquickliche Debatte mit den Antisemiten. Diese wollen nun «inmak nicht belehrt sein, unb Teil von ihnen begrüßte nach fiwjje» Frist die Freiheit wieder. Wer Galiläa lag verödet und verwüstet da; die Städte waren bis auf weirige zeetrünnnert. di« Dörfer verlassen, die Landstraßen vereinsamt» und die Fluren, der sleißigen Arbeiter beraubt, drohten, in kurzer Zeit P» Steppe zu werden. Auch die Erdstöße hatten sich wiederholt und zu Ruinen gewandelt, was «och stehen geblieben. Die Männer schwiegen lang« Zeit. Ties« Traurigkeit erfüllte ihre Herzen. Als das Gespräch von neuem beaan», wandt« es sich auf die Nachfrage nach einzelnen Familien und Männer», bia ihnert bekannt waren, nach deren Schicksalen, soweit der Fremde Kunde von ihnen besaß oder nicht. Da sagte dieser: „Ich weiß nicht wer oder woher Du seiest; aber auS allem erkenne ich, daß Du auS Galiläa stammest, und so kann ich Dir doch wenigstens «ine erfteuliche Nachricht geben: Du mußt doch Don dem gehört oder ihn selbst gekannt habere welcher mit so vielem Heldenmute an der Spitze deS KmnpfeS gestanden, — nun, Dn wirst wissen, daß man ihn für gefallen und tot hielt, aber eS ist nicht so: Patrika ist lebend nach Rom gebracht worden." Bei diesen Worten war Amnon von seinem' Sitze aufgesprungen, und eine brennende Röte hatte sei« Angesicht bedeckt. Aber noch hatte er den Mund zu einer Antwort nicht öffnen können, als ein lauter Schrei ans dem Nebenzimmer gehört, der Vorhang zurückgerissrn wnrde und Miojam bleich, zitternd, in wildester Auftegung hereinstürzt, «nd zum Fremdling gewandt, aufschrie: „Patrika lebt?' I« Rom? . . WaS sagst Du? Ist dies die Wahrheit? Um Gottes Willen, sprich! . . . . " Der Gast hatte sich auch seinerseits erhoben, mit erstarr»- ten Blicken schaute er auf daS Weib und den Mann, nafc leicht erriet er, daß er vor de« nächsten Anverwandten deS totgeglaubten Helden stehe. „Ja," erwiderte er mit fester Stimme, „ich kann S beschwöre», denn in TyruS wurde er eingeschifft, und alleunsere Brüder alldort hielten an diesem Tage einen Betuud Bußtag, um für daS Leben und die Erlösung PatrSakS zum Gotte JSraeC zu flehen. Schwer verwundet war er an den Mauern von GapphorS aufgehoben und sorgsam verpflegt, dann aber nach Rom geschickt worden, um sein Schicksal aus den Händen des Kaisers za «npfangen. Roch vor meiner Abreise auS der Heimat vernahm ich, daß sei« Fahrt ein« glückliche war und bat er noch immer elUMche« fei- WütieS vettz strV»." '

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