Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 6 (11.2.1921)
- Date
- 1921-02-11
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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SeÜrM. ^SohMafgai Kein Weinzwang. v’;&&'i f*tzeli f'i sche Kut-t üs'ge m ein d e hat> sich iwdlich -infolge ihrer schweren finanziellen.Lage. Lazu7ver- HMdwr»Äinen<: neungliedrtzen M a h I r e.f o i m a.u s. s ch u ß'< ÄMzusetzem ■{'' " . Dagegen wurde der-Antrag des Zionisten StriLer, die Forderungen der streikenden Religionslehrer zu bewil» ) figen, .mit L3 gegen LLGtimnwn abgelkhnt. Hammer und der derzeitige Präsident Siegmund Sorn. ..DieFknyjlst^Caro.gründete..die Julien«.uwd» Dgildorhütte, .Rud o l f.P ri ng sh eim dieEisen-und SWlilchWcie-.A.*,G., .er «sowie.Eugen rSieg heimhabttl .für, ,die«Ausgestaltung des i^erschlesischen Eisenbahn« netzes' Geniales geleistet. In - der > Kohlenindustrie -waren Emanuel Otto .Frixdlaender, Dr. Moritz Mannheimer, Herm. -Zekowski und Caesar Wollheim führend. Hermann Roth, Breslau, be- .mriMlrtf i-die Zinkiudustrie. TDer -Hohhaudek,- die Textll-,- Leher«, .Email« und Zigarettenfabrikatton Oberschlesiens, sind in ihrer Größe Schöpfungen jüdischen Geistes. Osborne erzählte uns nichts Neues. Wir Juden -Müssen, wie-.sehr wir überall unsere .besten «Kräfte dem nWohle-des Landes -widmen» in dem -wir wohnen.' Die-Anti« 'csemiten .-lassen sich aber auchdurchdie -überzeugendste .Statistik, nicht belehren. Doch .da toir von Statistik reden: Interessant-wäre -es-, auch«festzustelstn, wieviel Juden in den von Juden ge« -gründeten -industriellen Unternehmungen heutenoch beschäftigt -werden- Sicher ist,nach-unseren Erfahrungen, dvß <-die Gründung..von jüdischer Seite durchaus kein Hindernis Äst, -daß bald .wichtige- Posten -Anttsemiten inne haben/*die prinzipiell keine Jprden anstelle». Sst-tscheSUrbettSbÄwMrLffeutUcheMrbettt» > Wne Zentcalstelle. zur Uebernahme öffentlicher Arbeiten - und chre-Verteilung auf jüdische . Arbeitskräfte ist durch die. kürzlich ins jltben getretene Gesamtgenossenschaft geschaffen! -worden,---in« der -alle -jüdischen -Arbeiterparteien -Palästinas! -vertreten sind. Das -Büro. des . Komitees befindet sich in . Hajsa. urü» desteht aus.den Herren- Harubi, Hiz, Schochat.und Twersky. Die Zionistische,Kommission ist durch ihren Generalsekretär Dr. M. E l i a s h vertreten.' (3- K.) i -Kersch iesepes. In Mewyork,wurde die„Palestine.Commerce L Navigation Cy" mit % Million Dollar Kapital -gegründet. Das erste-Schiff, die »Aadimah", ist bereits! .unterwegs.! DLe.deutsche Levantelinie erhebt jetzt fürj .Um-nasgut, ohne Umladung von Hamburg nach Jaffa/Haifa! 45 Shilling pro Zdm. -! Ein arabischer Unternehmer beschäftigt jetzt beim! 'Wegebau in,Tul-Karn 100 Juden mit 5 Shilling (25 -Piaster) Tageslohn. ( 'Aus Saffed wird.berichtet, .daß Olivenöl, Zucker,! »Milch, Seife und Manusakturwaren erheblich im- Preise gefallen sind. Em sehr interessantes Bild bietet seit Mo«! nateu die 12 Kilometer lauge- Chiausfee.zwischen Ti«! berras und Sam ach. -600 jüdische, meist junge Wn-j Wanderer bauen die Chaussee unter Selbstverwaltung und? ohne Beamtenapparat. Me jüdische Arbeiterorganisation; trägt der Regierung gegenüber die 'Verantwortung. Eswar ein kühner Versuch, dochjer ist gelungen, \ He«tDes Weich. Jtzpische Asitatiou gegeu, die jüdischeBolküschule. \ Im.Wahlaufruf der Wahlvereinigung der liberalen. Juden Daher ns, Ortsausschuß München, heißt es:: „Am 13. März 1921 findet gleichzeitig mit der Wahl! für Len Landesverband der israelittschen Gemeinden Bayerns; die Wahl der Vertreter der Israelittschen Kultusgemeiude; München .statt." j »Die liberale Bereinigung, die auf dem Boden des hier-befiiegenden Programms für den Landesverband .steht, i erachtet-es zur Durchführung dieser Leitsätze in München: -jür ,jhre »Pflicht, angesichts - des Ernstes - der Zeit und der« .uns umgebenden politischen und kulturellen "Gefahren sich l zu ‘ bckmien . . .; als Gegner der Errichtung jüdischer! Volksschulen in München!" »Darum jüdische Männer und Frauen, tretet-ein für; Me liberale Sache, schützt die Münchener Gemeinde vor! der.Konfessionsschule!" l Me Hxrren chaben -nur »vergessen hiuzuzuWen:. ,Damtt! M -chie. deutsche Judenhett auch weiterhin in-Mischehen und! Dürfen guslöse." - ^UZsoks-KuWiaMngvnLM^g. '^kpewalität: rwcd ztuss: Dokskto Mlschrv md^rgBWg repariert j ]|rfurt«r4ifMt3s^6i9&näh0rei< Laogwtrass« 18, Wnterbau. .«Del. ^LSmer-5808.! Amerika. Proteft-gegen den-AuttfemilismuS- Auch in- Amerika schlagen, die Wellen des Antisemitismus höher als'.sonst. Besonders ist es der Automobil» könig Ford,-der sich bemüht, sie.mächttg aufzupeit« schen. Der angesehene Journalist John SPargo, ein Christ, hat nun eine öffentliche Kundgebung gegen den Antisemitismus..veranlaßt, und 119. der angesehenbsten -Christen Amerikas haben diese Kundgebung unterzeichnet. Wir erwähnen: Wilson, Taft, Roosevelt j r., Kardinal C an e l, Bry a n, L ansi n g, B a ker, Butler, Präschent der Columbia-Universität und Ma- ' ler G ibso n. Ms heißt in der Kundgebung: „Dieser organisierte Feldzug des Vorurteils und des Haffes ist nicht nur an» - gerecht, er ist auch des' amerikanischen Bürgertums unwürdig." Und Wetter: Antisemitismus ist fast stets mit -Gesetzlosigkeit,-Brutalität und Ungerechtigkeit und:» deren -Folge «mit Korruption, Reaktion nick» Unterdrückung verbunden, — und wir glauben, daß es' die besondere Pflicht der Christen ist, den Antisemittsmus zu bekämpfen." Harding, der kommende Präsident, hat nicht unterschrieben, weiler gegenwärttg zu keinem Problem Stellung nimmt,. hat aber erklärt, er sei selbstverständlich, daß er einer solchen kleinlichen, untoleranten und unamerikanischen.Bewegung nicht' zustimme. - Kurze poütische Rachrichteu. -SBtett. Im "Finanzausschuß des Parlaments sprach sich'Minister Dr. Glanz gegen die Internierung der.,polnischen Flüchtlinge aus und erwähnte, daß suh die polnische Regierung beim Völkerbund wegen der Internierungen beschwert hat. ^Warschau. Hier ' find nach so tägiger Reise zwei jüdische-Bürger aus Berditschew eingetroffen. Wie sie - erzählen,. ist durch die bolschewikische Herrschaft der gesamte Handel erstorben, es herrschen Hunger uno Epidemien, und es fehlt au Arzeneieu. Die früher so bedeutende jüdische Gemeinde bietet heute ein Jammerbild dar. -Mtlm». 'Hierwerden Hetzschriften gegen die Juden, verbrettet. .Man fürchtet Ausschreitungen seitens der Soldaten des.polnischen Generals Zieligowski. ^Bern. Im 'Rationalrat richtete besten Mitglied Schmid-eine Anfrage an den Bundesrat, ob er beim -Völkerbund eine Untersuchung über die Judenverfolgungen .in Polen veranlassen wolle. Colban, der Leiter der Abteilung des Völkerbundes für den Schutz der Minoritäten, besprach! mit Z w i A b e rso n, dem Genfer Vertreter des Pariser Komitees der Jüd. Delegationen, die die Judenheit betreffenden Fragen. .Parts. Bei den Ergänzungswahlen in den Senat wurden auch gewählt: der sehr begabte AbrahamSchramek aus Marsaille, bis zum Vorjahr Gouverneur von Madagaskar, und der Advokat Crömieux. ^PartS. Salomon Re in ach und Professor Silvain Levh sprachen als Vertreter der Alliance Jsr.aelite.Universelle bei dem hier weilenden Staatschef der. polnischen Republik vor. Das Gespräch betraf die polnisch -jüdischen Beziehungen. A«S Ser Misrachi-Bewegrtvg. BerNa. .DaS Misrachi-Zentralbüro ist nach Monbijoupla tz l in die bisherigen Räume des Jüd. .Arbeitsamtes verlegt worden. Es hat dort vier Zimmer. Landau. Die hiesige Misracht-Zeutraie hat mit der Herausgabe einer Monatsschrift „Jüdische Jugend" be- -. gönnen. -Jerusalem. Laut ,.Dor Hajoar" habe der Misrachi in Amerika für Schulen usw. in Palästtna 2600 Pfund monatlich festgesetzt. Perfo»»tte»«-ttei«e Ritterl«»ge». .VerU«. In.der.Generalversammlung der Geselffschäft für die FördernNL der Wissenschaft des Judentums erstattete Regierungsrat Prof. Dr. S o b e r u h e i m deu Bericht. Es sind seit 1917 folgende Bände herausgegeben worden: Germania Judaica Bd. i, Handbuch d. jüd.' Chronologie Mahler), Die Religion d. 'Vernunft n. d. Quellen d. Judentums (Cohen), Sozial- ‘ und Wirtschaftsgeschichte d. Juden i. Mittelalter, Bd. II' (Caro), Die Inschriften d. jüd. Katakombe in Rom (Müller). .Es soll .eine neue -deutsche. Bibelübersetzung herausgegeben! werden. Hannover. Das von der Zionloge in Nordernev unter-' haltene Kindererholungsheim hat vom Mai bis Oktober:jeden Monat'86 «Kindern Kur gewährt. Es soll in einer benachbarten neuerworbenen Villa eine Abteilung für 10 schulentlassene Mädchen angegliedert Werden, mm einerseits «inen halbjährigen Erholungsaufenthalt zw .bieten und andererseits in Hausarbeit, Kochen und Kmder- 'pflege einzuführen. Adresse: Zionloge, Hannover, Theaterplatz 14. Atzetz..Mit Avrah aan Hoch ist xine der angesehensten Persönlichkeiten der hiesigen Judenheit ver- Nr.6. Baisentrasse «32, schieden.! hatte in der jüdischen Gemeinde mehre Ehrenämter inne. Der imposante Trauerzug, der ihm! letzte Ehre erwies, zeigte, welche Achtung xr in all, Schichten der Bevölkerung genoß. ~; - Seesen. Die hundertjährige S a m s o n s ch u l e. ei Pffanzstätte der Assimilation, kann aus eigenen Mittel nicht mehr bestehen. Der braunschweigische! Staat wird s als allgemeine Schule fortsühren. Wreu. Hier verschied im Aller von 77 Jahr, Mathilde Prager — mit ihrem Schriftstellernami Erich Holm —, die besonders als Uebersetzerin nord scher Literatur (Brandes, Strindberg) und Frauenrech lerin bekannt war. Budapest. Alexander Komaroni, der.Uev, setzer der Werke Oskar Lehmanns, Israel Zangwllls, Sei pold Komperts usw. ins Ungarische, Herausgeber. der i der ungarischen Judenheit beliebte» .Sammlung „Unse Festtage", ist verschieden. Warschau. Der Präsident deS Handelsgerichts ha! die Vereidigung der neuen Richter — darunter 6 Juden - auf Samstag festg.esetzt. Katmann Wischlizki erttär darauf, daß ein religiöser Schwur doch den Geboten di Religion entsprechen müsse, und die jüdische Reli gion verbiete, am Sabbat zu schw ören. Au verbiete sie das Unterschreiben, welches mit dem Schw: verbunden ist. Der Präsident ließ in Berücksichttgung di ser Ausführungen die jüdischen Richter erst am Diene tag vereidigen. Im Stadtrat 'brachte rin Antrag zur Einführue der allgemeinen Zwangsschule die jüdischen Ratmänner ai den Plan. U. a. wünschte Trokenheim (orth.) ein bt solideres jüdisches Schuldezernat und Erhaltung und Am bau der jüdischen Schule. Rew-Aork. Wie weit manche Kreise der amettkanischi Judenheit bereits vom Judentum entfernt sind, zeigt schli gend folgende Tatsache: die Jugendorganisatio des Tempels Israel in Bronks hatte letzte Weil nachten zu einem Weihnachtsbatl eingeladen. We für ein seltenes Exemplar von Rabbiner muß der Tempi Israel haben? Frankfurter Berichte. Sine Reminiszenz aus der alten Frankfarter Gemeindeverwaltung. Aus Gemeindekreiseu wird uns geschrieben: Das Proportionaüvahlverfahren der neuen Verfassui der Frankfurter Israelit. Gemeinde hat es ermöglicht, di mich den Orthodoxen eine angemessene Zahl von Sitz bewilligt wurde, das gilt sowohl von der Gemeindeverwe tung, dem früheren Ausschuß, wie vom Vorstands Gera bei letzterem zeigt sich das Wehen der neuen Zeit best ders deutlich. Denn, während der direkt durch die Gemein! gewählte Ausschuß stets eine entsprechende Zahl von O thodoxen aufwies, war die Orthodoxie beim Vorstand da des famosen srüheren Wahlrechts Menschenalier hindurch vi lig ausgeschaltet. Erst beim Richtlinienstreit mußte fc Vorstand die Konzession machen, um den angedrohten Masse austritt aufzuhalten, einen Vertreter der Orthodoxie ar zunehmen. Ws ein zweites Mitglied der Orthodoxie den Vorstand gewählt werden sollte, da hat sich letzte« lange dagegen gewehrt mit der Begründung, daß si dies der liberale Teil der Gemeinde nicht gi fallen lassen würde. Heute weist nun der Berstai 6 orthodoxe Vxrtreter auf, — und die Welt ist dadur nicht aus ihren Angxln gegangen. Hebräische Spielnachmittage. Auf Jmtiative und unter Leitung der Zion. Bereinigw sind zweimal wöchentlich hebräische Spielnachmittage fi vorschnlpflichttge Kinder eingerichtet worden. Der Kre der Teilnehmer ist bereits geschlossen, doch soll ein weiter Kinderkreis arrangiert werden. Amneldungerr an das Sek: tariat, Unterlindau 21. Kleine Notizen. In der Agudas Jisroel spricht Sonntag ave 7 Uhr LeoWreschner über „Die Ziele des Agudismu und Donnerstag abend» 8*4 Uhr, Lehrer Leberman > Darmsiadt über „Ein geschichtlicher Gang durch den Si dur". (Näheres siehe Inserat.) Die Mitglieder der Agudas Jisroels-Jugeo gruppe werden gebeten» ihren Mitgliedsbeitrag auf.P« scheck 42 822 einzuzahlen. Dr. Alfred A p f e l - Berlin spricht nächsten Mii Noch abend im Montesiore-Berein über ,,Gi samtorganisation derdentschen Juden u« die Palästinafrage." Die seitens der Zentrale für jüdische Wohlsahrtspsst eingerichtete Beratungsstelle für die Interesse des jüdischen Kindes hätt jeden Mittwoch von 5- Uhr nachmittags Stiftstr. 30, Erdgeschoß, ihre Sprcc stunden ab. RaJüfee Rnliland^ 'EBiaentras8e 56 Eadseratraesa 56 Täglich erstklassige MF* Unterhaltungsmusik "f