Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 19 (1921)
- Issue
- Heft 3 (20.1.1921)
- Date
- 1921-01-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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b«55 1&-:V VuNd e Aol> m? ' „ : wertz iert. Zunc m J< gebühr; G-k ffern .gehör e Ap die n Mus )er P ) t fil i, we , Sek ür -5 :lche I lSgefo ■an »trc&öt,. AMMämte^.u^MrbetterfürsorgeLmterjt' _ . . . I'Wt^MÄc.MmL'biSherlKöt' .Erfahrungeu berichtü. .< -L T» Bxrfolg bev'Referate-.iyurde hie Durchführung -iner zto n^fttfchetz Dienstvfli.ch.t,, die nach Maßgabe der -Mal verMM'neil Erfordernisse und" der Mssicht eiiler ört- - Itdjeit. Arbeitsstelle auszugestalten• ist, energische Mitarbeit -an-de» Aktionfür-den P a l ä sti n a g r u n d f o n d s ■ unb.; aSchafsung-einesRessort» -bei dem Präsidium des KM. ..beschlossen,, welches-die- Aufgabe, hat, .die Kartellkorporationen 7äuf'.I^tw«idWe!k».Wiz^w«lsül,V -er Berufswahl und "Ausbildung" der' Bundesbrüdec -pon jüdischen Gesichtspunk- ^ten IW!. bie 'größte Sörgfält züzuwenden,- Ratschläge und AüMufte.tri Berüfsfragen zu erteilen bezw. zu beschaffen und.den hierfür. notwendigen Informationsdienst mit der . Leitung der. zionistischen ^Weltorganisation, Palästina und -Osteuropa zu unterhalten. ' Numerisch hat das KJB. auf dein Kartelltage durch Aufnahme einer neuen Gruppe an der Technischen Hochschule Darmstadt und einer solchen am Technikum Friedberg (Hessen), die zu den bestehenden 30 Korporationen hinzutreten, eine Erweiterung erfahren. Durch Beitritt zu der neugegründeten „zionistischen Studentenweltorganisation" ist es in nähere Beziehungen zu den außerdeutschen zionistischen Studentengruppen getreten. Kart, rtetl die wie »irre > ist er g> »er a eben, roäl te' ÜI »nistis B'er ,N>. itü| »14 sich e ka Kerl toti er vr allkr< ist e ch d h au; W ag s; heu b D rzwei t nie issell ck. b bit d nn ir de habe, jesiej > Go Wo seine gebei letzt eraut tsetzei uhen Lreil Jude pol olgei erger , un n. - arücl aller hwei tund rau Amerika. Die Bemühungen Polens. Pole» hat heute das größte Interesse daran, sich das Wohlwollen der. amerikanischen Judenheit zu erwerben. Polen. braucht Geld und möchte des ferneren Wilna schlucken. In beider Hinsicht können ihm die. in dem öffentlichen Leben Amerikas eine Rolle, spielenden Juden nützen und schaden. Wie der bisherige polnische Gesandte, Fürst Luoomirski, so ist auch der neue Gesandte Graf Pnlaski deshalb bemüht, die Pogrome als der Vergangenheit angehörende Kriegserscheinungen hinzustellen. P u l a s k i hatte sogar die Kühnheit, einem Mitarbeiter der „Zeit" zu sagen, der Warschauer orthodoxe Rabbiner Perlmutter habe erklärt, die Judenfrage in Polen sei vollständig gelöst. Der greise Abgeordnete Rabb. Perlmutter hat bisher in seinem öffentlichen Auftreten nicht gerade eine geschickte, von politischem Verständnis zeugende Rolle gespielt, — aber diese ihm -in den Mund aelegte Aeußerung möchten wir ihm doch nicht zutrauen. * Pulaski erzählte dem gleichen Journalisten auch, daß auf dem Wege nach Amerika gegenwärtig in London - ein Wilnaer Jude Namens H a f k e weile, der den Wille» der Wilnaer Juden kundgeben solle, zu Polen zu gehören. ES ist überfklüssig zu erklären, daß diese in den Dienst Polens getretene Kreatur niemand beauftragt hat, für die Wilnaer Juden zu reden. Kerze »olittsche Rachrichte«. Loubo«. Lord Reading (Sir Rufus Jsaacs) wurde zum Dizekönig von Indien und Sir Edwin Samuel Montag», der zweite Sohn von Lord Swaythling und seit 1910 Unterstaatssekretär für Indien, zum Kolo-nial minist er ernannt. Die antiiemitische „Morning Post" und gewisse Oöer- ,schichten der englischen Gesellschaft' sind mit der Ernennung unzufrieden. Sie beklagen, daß auch auf andern höchsten Posten Juden regieren: Sir Mathew Nathan als Gouverneur von Australien, William Meyer als High-Con'.missioner von Indien und Sir Herbert Samuel als High-Commissioner von Palästina. ZUmifttsche Nachrichten. Heidelberg. Dieser Tage erscheint hier das erste Heft der „F r.e i e n Z i o n i st i s ch e n B l ä t te r" (Adresse: Rohrbacherstr. 75), geleitet von Dr. Jakob Klatzkin und Dr. Nachum Goldmann. Die Zeitschrift, die in zwanglosen Heften, von 4—5 Bogen erscheinen wird, ist eine Tribüne zur Erörterung der aktuellen Fragen der jüdischen, vornehmlich der zionistrschen Politik und nimmt gegenüber der offiziellen zionistischen Politik eine kritische Haltung ein; sie. vertritt den Standpunkt des radikalen Zionismus. Das erste Heft. enthält außer von den Herausgebern Beiträge von Hans Kohn, BarnchKrupn ik, Abraham Schwadron,. Alfons Paquet, Arnold Zweig. In der Abteilung „Glossen" werden in knapper Form aktuelle Ereignisse besprochen. Loadoa. Das Große Aktionskomitee ist aus den 13.- Februar einberufen worden. ArrS der „Agudas Jisroel"-Beweg«ng. ■ Zürich. DaS Schweiz. Landeskomitee, hielt eine außerordentliche Tagung ab. R o s e n z w e i'g eröffnete. - Rabbiner- Dr. Lewen» stein und Ch. I. Eitz referierten über die Preßburger Agudah-Äonferenz, wobei Eiß von dieser Konferenz rühmte, daß sie durch, ihre entschiedene Stellungnahme nach rechts die Basis für eine erfolgreiche Arbeit geschaffen hat. Dieser .Auffassung widersprachen in der Debatte E. Heymann^ 'Basel und H. K r n p e r n i k. - j Botschko-Basei referierte über den:gegenwärtigen Stand "der Agudah. Er tadeltet daß die Leitung die polttischeMUkttonen der Oeffentlichkett vorcnthalke; sie müsse den Mut haben, für ihre Unternehmungen vor der jüdischen OefsentlichkeitRechenschast abzulegen. Er forderte eine orthodoxe'Weltkonferenz, die den MiSrachi miteinbezieht. Die Agudckh müffefich damit abfinden, daß der Misrachi sich nichk'von'der Zionistischen Organisatioü trennen will: Es Möge ein orthodoxer Block, geschaffen - werden, der in allen religiös-kulturellen -j Fragen mit dem Misrachi Hand in "' Neile JMsche 'Presse. 'ävwöicknngsngcbriktli'ob: JOd. Turnverein, Unterlindau 21, MM WM Hand gehe. Referent stellte mit Bedauern fest, daß die Preßbürger Konferenz das Verhältnis zu anderen Organisationen sehr verschlechterte.' indem sie zu einer Zeit, da der Frieden bitter nötig ist, einen zu extremen Weg nach rechts einschlüg. Freilich habe der Misrachi durch seine Bekämpfung der Agudah sie aus den Weg von Zürich nach Prcßburg gezwungen. Nach längerer Debatte wurden sodann folgende Anträge des Referenten angenommen: 1. Gründung eines Thorakomitees für die Jeschiwos und Lehranstalten. 2. Errichtung eines ständigen Sekretariates für die Schweizer Aguda. 3. Erhöhung der Beiträge.» Ins Komitee für die JeschiwoS wurden gewählt: Rabb. Dr: Cohn- Basel, Rabb. K o r n f e i n - Zürich, Rabb. Brom-Luzern, H. Lang-Zürich und E. Botschko- Basel. Mit der Leitung des Sekretariats wurde cand. med. Krupernik betraut. Als Vertreter der schweizerischen Aguda in den 45gliedrigen Zentralrät der Welt-Aguda mit Sitz in Wien wurde B o t s ch k o einstimmig gewählt. Mannes- Zürich sprach sein Bedauern ans, das Amt als Präsident der Landesorganisation nicht mehr weiter behalten.zu können. Es wurde daher Rosenzweig als Präsident des Landeskomitees gewählt, sowie Schterenb u ch - Basel, Mannes- Zürich,, Botschko - Basel, Krupernik-Zürich in den engeren Ausschu ßdes L.-K. Per^o«sUe» «. kleine Mitteilimse». BreSkarr. Am 19. Januar waren eS 34 Jahre, daß Seminarrabbiner Dr. Horovitz an dem Jüd.-Theolog. Seminar doziert. " Dr. H. hat ein bedeutendes Wissen, was sich schon darin kundgiebt, daß er seine Hatoras Haurooh von den Gaonim Rabbi Jizchok Elchanan Spektor und Rabbi Sanruel Mohilewer erhielt. Bon seinen Schriften seien genannt: „Die Psychologie bei den jüd. Religionsphilosophen des Mittelalters", „Der Mikrokosmus des Joseph ibn Saddik" und „Ueber den Einfluß der griech. Skepsis auf die Entwicklung der Philosophie bei den Arabern." Wie«. Dr. ChajeS), der Obe'raübiner von Wien, ist nach Amerika ab gereist. Er will die amerikanische Judenheit über die wirkliche Lage der indischen Bevölkerung Mittel- und Osteuropas aufllären. Er hat außerdem zionistische Missioucu. Hier haben sich 35 traditionstreue, auf dem Standpunkt der Gemcindeorthodoxie stehende Vereine zu einem „Verb an d der gesetzcstrcuen Jude» in Wien" (Agudas Hacharedim) vereinigt. Mährisch-Ostrau. Die Wahlen in den jüd Kultusvorstand hatten folgendes Ergebnis: 30 Zionisten, 7 Poale-Zwnisten, 23 Demokraten und 2 Tschechen. Prag. Eine v-m Botksverein Zion einbrrusene Versammlung faßte folgende Res-vlution: „Die am 5. Januar 1921 im Hotel Bristol tagende Versammlung gibt ihrer Empörung darüber Ausdruck, daß die Prager israelitische Kultusgemeinde- Repräsentanz durch zwei Jahre hindurch die Einführung des allgemeinen und gleichen demokratischen Wahlrechts hingehalten hat. Mit Rücksicht aus die Mitteilung des Mitgliedes der Repräsentanz, Herrn Troller, nach welcher die Repräsentanz in' ihrer Sitzung vom 28. Dezember r e s i g- »iert hat. werden die jüdischen Organisationen Pifgesordert, die kompetenten Regierungsstellen über diese Resignation zu unterrichten und gleichzeitig anzusuchen, daß eine aus allen Parteien zusainmengesetzte Berwaltungskommission zur Wetterführung der Geschäfte und raschesten Durchführung der demokratischen Wahlenl eingesetzt werde." W New Uork. Oscar S. Straus, der lanqjährige frühere amerikanische Gesandte in der Türkei, beging den 70. Geburtstag. Frankfurter Berichte. Jüdischer Turnverein. Am 10. ds^ Mts. fand eine außerordentliche Generalversammlung statt. Auf der Tagesordnung stand als Hauptpunkt: Neuwahl des Vorstandes. An Stelle von Georg Freuden stein, der aus beruflichen Gründen demissionierte, wurde Dr. S al l y L e v y zum ersten Vorsitzenden, Tendenz und Schriftwart gewählt. Zweiter Vorsitzender, Turn- und Kassenwart wurde Julius Lnbowskh. Sportwart Emanuel Bergmann. Als Leiterin der Damen- und Mädchenabteilung wurden Else Ahrens und Alma Moses gewählt. Die Hauptaufgabe des neuen Vorstandes ist. die Ausbildung einer dauernden Borturnerschast in die Wege zu leiten, die in regelmäßig siattfindcnden Vorturnerkursen ausgebildet -werden sollen. Um den Konex zwischen den Mitgliedern zu fördern und die nationaljüdische Erziehung zu intensivieren, sind regelmäßige Heimabende mit"Vorträgen und..Kursen sowie gemeinsame Ausflüge geplant. Kleine Notizen. Der Verein „Tis er es Bach ur im" wählte für den ' ausscheidenden Herrn Bickhardt Rechtsanwalt Horo-j vitz in.den Vorstand. Max Aftheinter, Teilhaber der Firma Altheimer, Speier u.' Co„ würde zum stellv. Hand'elsrichter ernannt. \ r ... Der. j L d i s ch - 1i Llar al e. I n g e n d - B e r ein ' ernamtte :Rabbiner,Dr. "S Lligütan n anläßlich seines 60. .'__ ___ Sott 5. Geb-nrtstuges^ zu; seinem Ehren'mikglMtz. uni» überreichte ihm eine Adresse. Fravkfnrter BrrnnünUnngen. . Talmud-Thora-Dvrein, Hörsaal Börneplatz, Freitag nach Wariw: Vortrag (I. B- Levy). SamStag n- Schacharis: Haftoro (Dr. Rabin)^), 11: Schulchan Armh*) S, Zl/t: Raschi (Lipinski), nach Mincha: En Jaakauw ,, Sonntag, nach Schacharis: Mischma (Groß). Schulchan Aruch (Lipinski), Gemoro*) (Unna), nach Mincha: Newiim (Unna), Dienstag nach Schacharis: Mischna (Groß). 6Vr: Mikro (Unna), Mtttwoch nach Schacharis: Mischna (Groß), Chauwaus hakewowaus (Dr. Braun), Donnerstag, 8: Gemoro*) (Unna), Fortbildung für Knaben, Samstag» 3: Schulchan Aruch, Dienstag und Donnerstag. 5»/-: Mischna, Gemoro, Schiur für Damen, Sonntag, 5*/»: Dinim (Unna). Jüd. Franenvereinignng, Hörsaal, Sonntag. 6: Was haben unsere Frauen für Ere; Israel zu leisten? (Dr. Breuer). Tiferes Bachnrim, Langestr. 33» Sonntag, 7¥s: Wesen des Judentums (Dr. Grombacher). , Me kor Chaj im, Freitag, nach Mariw: Mikro (L. 1 Kahn), Sonntag, 6: Jüd. Geschichte (Schachnowitz), Montag und Mittwoch, 7: Gemoro (Dr. Breuer). Jüdischer Turnverein, I. T. B. Heim und Büro: Unterlindau 21. Turnzeiten: Herrenabt. r Mittwoch, SV», Klingeroberrealsch.ile, Mauerweg 1; Zöglingsabt.: Montag, 8V->,Dentschherrnmi telschnle, Tentjchherrnkai17(Fra»- kensteinerplatz): Knabenabt.: Montag, 5 Uhr nachmtttags, Klingeroberrealschule, Mauerweg 1; Damenabt.: Donne^- tag, 8V-* Uhr abends. Herderschule, Wittelsbacher Mlee 10; Mädchcnabt.: Donnerstag, 4 Uhr nachm., Hcrderschule, Wittelsbacher Allee 10. Technischer Leiter sämtlicher Wteilungen: Turnlehrer Niemeyer. Regelmäßige Wanderungen. — Heimabende. — Sport. "Freies Jüd. Lehrhaus, Goethepl. 5, SamStag'. 7V-: Jüd. Geschichte (Dr. Salzberger), Montag (Gärtiterweg 56), 6: Aufbau Palästinas (Dr. Sternberg), 7: Bibel (Tr. Strauß). 8: Jüd. Haus (Dr. Salzberger). Dienstag und Donnerstag, 6Vt: Jüd. Denken (Dr. Nosenzweig), Mittwoch G’Vi: persönliche AnSsprabe (Dr. Rosenzweig). vom «eiste der Bibel Der Laie empfindet nur den gesellschaftlichen Antisemitismus, hat aber in der Regel keine Ahnung von dem wissenschaftlichen AntiscinitismuS. der . — nach Delitzsch'» Worten — dem auserwählten Volke seinen Nimbus - nehmen soll. Der gesellschaftliche Antisemitismus trisft den Menschen in uns, der wissenschaftliche Antisemitismus den Juden in uns. — und in letzterer Hinsicht ist der DurchschnittSjude Westeuropa» heute gar "nicht gerüstet. _ Der vorwöchentliche Wochenabschnitt bietet ein treffliches Beispiel zu' unseren Worten. Der wisienschastliche Antisemitismus weist gern höhnisch daraus hin, daß nnsere Vorfahren, als sie Mizrajim verließen, alles Gold und Silber Mitnahme», also sei der materielle Sinn der Juden diesen schon uralte Bätertradition. Dieser Einwurf klingt gerade in unseren Tagen, da eS die Moral großer christlicher Völker ist, sich zu bereichern und dieser Moral zu Liebe Millionen von Menschen elend hinsiechen und umkommen, lächerlich. Aber unsere Inden sind meist in dem einfachen Wortlaut ihrer Bibel so unwissend, daß ein solcher Einwurs aus sie Eindruck macht und sie von der Achtung ihrer Bäterttaditton entfernt. Der einfache Wortlaut der Bibel sagt Folgendes: 230 Jahre schmachteten unsere Vorfahren als Sllaven unter Pharao» Knute. Aus eigener Kraft hätten sie sich von ihrem Sklavensoch nicht losreißcn können, es bedurfte außerordentlicher Wunder Gotte». Als nach zahlreichen wunderbaren Geschehnissen die Erlösungsstunde nahte, da senkte sich eine dreitägige Finsternis über ihre Peiniger und gab sie in ihre Hand. Doch unsere Borfahren raubten nicht einen Faden. "Diese Tatsache machte aus das mizrische Volk solch gewaltigen Eindruck, daß es. als die Abzkehenderr auf göttliches Geheiß silberne und goldene Geräte und Kleider erbaten, in Ueberfnlle spendete. 230 Jahre hatten sie ihre Arbeit dem fremden Volke geopfert, sollten sie mm, zum freien Volke geworden, als Bettler aus dem Lande ziehen? Sollten sie die Bedürfnisse aus ihrem Zuge nach dem Lande ihrer Väter etwa rauben und nicht zahlen? Literarische Rundschau. Gabriel Riefser. (Gabriel Riefser, ein deutscher Mami jüdischen Glaubens. Ein Lebensbild von Jakob Seifensieder. 178 Seiten. Gebunden Mk. 12.—, Luxusausgabe Mk. 24.—. Frankfurt a. M.. I. Kaussinann, Verlag). Inhalt: Gabriel Riefser der Jude: Jugend- und Studienjahre, Getäuschte Lebenshofsnungen, Im Kampf ums Recht, Weitere Kämpfe und kurhejsische Znkünftsplänc, Notar und Gemeindevorsteher in Hamburg. — Gabriel Riefser der Deutsche: Im Boroarlament, In der Nationalversautmlunq, Im Erfurter Bolkshau», Hamburger Bürger und Qberrichter. Gabriel Riefser, .der Enkel zweier bedeutender Rabbiner, des Oetttnger Rabbiner» väterlichersetts und des Altonaer Qberrabbincrs Raphael- Cohen mütterlichexfeftS, war der Sohn eines Vaters, der stark vow chxrMAch- Mcndelssohnschen Aufllärungsevoche beeinflußt war. Solernte er das Judentum nur in einigen seiner Grutch» prinzipien schätzen^ aber nicht, in seinenr wirklichem halte kenne», und eine bewußte Gestaltung seines Levens nach der Tradition des Judentums blieb ihm versagt. *) Religionsschule Hermesweg 27. - aj Auch für Dame«: äh