Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 18 (1920)
- Issue
- Heft 35 (24.9.1920)
- Date
- 1920-09-24
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 35. Seite 2. . Neüe Jüdische Presse. «»»»»»»«»» »>—MifMHH—; PMd JOMCJHL5» KtSfSTLEßsPIELE ' 7*/* Uhr. (Eldorado) 7*/* Uhr. „Vornehmes Familien-Kabarett“ Der Geist dieses Erziehungswerkes liegt in eineni einzigen Worte beschlossen. Dieses Wort heißt: Arbeit. Die Begründerin und spirituelle Leiterin des" Heims, die bekannte L-ozialarbeitcrin Bertha P a p p'e n h e i in, geht.' von der Ueberzcugung aus, daß eine Hauptquelle aller sozialen und besonders aller jüdisch-sozialen Not die Unwilligkeit zu strodukliver Arbeit ist. Infolgedessen ist das Heim eine, ^wahrhafte Schule und Stärke der Arbeit geworden und ‘ zwar der allereinfachsten und allerunentbehrlichsten Frauenarbeit: derjenigen in allen Zweigen der Haushaltsführung. An dieser Arbeit nehme» alle Bewohner des Heims teil, von der Leiterin und den Angestellten bis zu den jüngsten Kindern. Der Begriff des „Dienstboten" ist in Isenburg unbekannt; jede Arbeit wird von den Hausgenossen gemeinsam verrichtet, und selbst die Kleinen haben schon ihre den jungen Kräften angemessenen Pflichten, dadurch werden die Zöglinge an Ordnung und Hilfsbereitschaft gewöhnt und lernen verstehen, daß: jede Arbeit — gleichviel welcher Natur —, sofern sie nur mit Lust und Treue ausgeführt wird, den Menschen erhöhte. Eine bestimmte Altersgrenze für die Aufnahme in das Heim ist nicht festgesetzt; vom Säugling und Laufkinde bis zur voll Erwachsenen sind alle Altersstufen vertreten. Drei Bedingungen sind für die Aufnahme i^das Jsenburger Heim erforderlich: Schutzbedürftig kr it, Gesundheit und die Aussicht auf Erziehbarkeit. Ausgeschlossen von der Aufnahme sind Kranke und Unverbesserliche. "Der ganzen Anstalt ist deutlich anzumerken, daß ihre Erziehungsmechode nicht auf Strenge, sondern auf Liebe zu den Hilfsbedürftigen beruht. Aus diesem Gefühl heraus sucht man den Zöglingen eine möglichst freundliche Behandlung und Umgebung. zu geben. Die drei Häuschen, aus denen die Anstalt heute besteht, sind bei aller Einfachheit so sauber und nett wie nur möglich eingerichtet- und liegen inmitten eines Obst- und Gemüsegartens von 1 Morgen Slusdehnung, bei dessen Pflege die Zöglinge Hilfe leisten. Auf die Körperpflege wird große Mühe verwendet; die — natürlich rituelle — Kost ist sorgfältiger und nahrhafter zubereitet als in sehr vielen kleinbürgerlichen Haushaltungen und zwar trotz der Schwierigkeiten, die das heute bereitet. Der Ton im Hause ist warm und persönlich und verrät deutlich das Bestreben, den Mädchen das ocrlorcnc Elternhaus zu ersetzen. j Die Zöglinge des Heims, soweit sie noch in schulpflichtigem Alter stehen, besuchen die Volksschule. Durchs' Religions- und Gesangsunterricht, durch Versorgung mit guten Büchern, durch Spaziergänge und festliche Begehung aller jüdischen Feier- und Ruhetage versucht man, die jungen Seelen aller Insassen zu erhellen. Indem man alle Altersklassen in Berührung mit einander bringt, den Größeren Hilfeleistungen bei den Kleinen und Kleinsten anvertraut, sie an den Anblick des Werdens und Wachsens menschlicher Wesen gewöhnt,' weitet man chr Empfinden und ihr unbefangenes Verständnis für die Erscheinungen 'des Lebens. Die Erfolge eines solchen auf Menschenliebe,' Pflichttreue und Arbeitsamkeit beruhenden Anstalt sind denn auch in allen Jahren ihres Bestehens recht befriedigend gewesen. Mit ganz wenigen Ausnahmen sind aus Isenburg Mädchen hervorgegangen, welche die ihnen zugewiesenen Stellungen ordentlich ausfüllen oder sich schließlich doch der Zucht des Elternhauses cinzuordnen wußten. Manche haben ■ geheiratet, manche' bringen sich selbst und ihre Kinder mit ehrlicher Arbeit durchs Leben. Hätte man diese jungen Geschöpfe sich selbst und ihrer nächsten Umgebung überlassen,^ so wären aus ihnen wohl unweigerlich Dirnen oder anderweitig Entgleiste geworden, die ihren Familien, dem Lande und ihrer jüdischen Gemeinde zur Last und, Unehre geworden wären. Abgesehen von diesem, ihrem eigentlichen Werk stellte die Jsenburger Anstalt sich die Aufgabe, junge Mädchen, die sich einem erzieherischen Berufe widmen wollen, praktisch auszubilden, wozu sic durch die Eigenartigkeit und Vielseitigkeit ihres Erziehungswerkes besonders geeignet erscheint. Man sollte meinen, daß ein so verdienstvolles Werk in allen jüdischen Kreisen Deutschlands Würdigung und Förderung findet. Daß in jedem Jahre eine ganze Schar jünger jüdischer Menschen von Verderben und L-chande gerettet wird, die den Namen und das Ansehen des gesamten deutschen Judentums mitberührt, sollte eigentlich die weitesten Kreise mit Interesse erfüllen. Alle, denen an der Erhaltung und Veredlung.jüdischer Menschen gelegen ist, sollten — dürfte man glauben — ein Unternehmen fördern, das sich dieser Aufgabe widmet. Statt dessen stößt das Jsenburger Heim auf einen fast unbegreiflichen Mangel &i Verständnis, und nur der eisernen Energie und starkem Liebeskraft seiner Leiterin und ihren Helferinnen ist es zu^ danken, daß es überhaupt bisher weitergeführt werden konnte. Mit welchen persönlichen Opfern an Arbeit und Bequemlichkeit diese Fortsetzung des Werkes oft erkauft werden muß, ahnt kein Außenstehender. Bei allen Einschränkungen gilt das Prinzip: die Kinder dürfen keinen Mangel leiden. Lieber wird ein zehnmal geflicktes'Kleidungsstück zum elften Male geflickt, lieber verzichten die Beamtinnen auf die nötigsten Hilfskräfte, als daß man etwa den Kindern „ etwas an der nötigen Pflege entzöge. Natürlich macht sich! 'allgemeine Schwere der Zeit an allen Ecken.und Enden 'ar: jedes Vergnügen, das irgendwelche Geldmittel er- .^jeder winzigste Luxus in Kleidung, Lebensführung und Ausstattung der Häuschen muß unterdrückt werden, obgleich man wohl weiß, daß solche Dinge zur Erhellung und damit zur Veredelung eines jungen Herzens beitragen können: Wer in den wesentlichsten Erfordernissen der Leibes- und Geistespflege läßt man es anh Notwendigsten, nicht fehlen. ' Dennoch wird von Tag zu Tag die Lage des Heims kritischer. Schon chat man den Bestand der Beamtinnen verringern müssen; bald wird man genötigt sein, zu noch viel ernsteren Maßnahmen zu schreite». Bisher war es ein Prinzip des Heims, gerade solcher Fülle, in denen keine Stelle die finanziellen Lasten der Erziehung eines Mädchens tragen konnte, sich anzunehmen. 'Muh, da jeder Zögling das Breisache des berechneten minimalen PsiegefatzeS kosiet, sieht man sich gezwungen, mit diesem Prinzip zu brechen, sticht nur, daß man Fälle, in denen keine oder nur unregelmäßige Bezahlung zu erwarten ist, fortab zurückweisen muß, — auch einige kleine Kinder und größere 'Mädchen, bei denen sich soeben schone Früchte der Pflege und Erziehung zu zeigen beginnen, wird inan ihrer früheren Umgebung zurückgeben miifien, — was gleichbedeutendist init einem Zuiiichiemachpil all der ausgewandten Mühe. . Und das in einer Zeit täglich wachsender Not. Und das in einem Lande, in dem noch immer Lausende, von Judeir leben, die keine Stunde lang die Not des Lebens und insbesondere der Kriegsjahre am eigenen Leibe gespürt haben. Und die um ihr eigenes Ansehen bei den jnichtjüoischeu Mitbürgern zittern, sowie sie von der Entgleisung einer jüdischen Existenz hören. Kein Wunder, paß bei Menschen, die an jedem neuen Tage so tief in die Not gewisser jüdischer Kreise hinabsehe», wie die in Isenburg Arbeitenden es tun, sich die Ueberzeugung zu beseitigen oeginnt, daß die jüdische Hilfsbereitschaft. in Deutschland keineswegs mehr mit dem jüdischen Elend gleichen Schritt hält.*) Auitta Müller über die Karlsbader Konferenz. Anitta Müller, die tapfere, bewundernswerte Wiener Jüdin, hielt vor einem sehr großen Wiener Publikum eine Rede über die Jüd. Welthilfskonferenz in. Karlsbad, aus der wir nach der „Wiener Morgenztg." folgendes wiedergeben: Die 'Tagung war ein internationaler jüdischer Kongreß undwurde ein Prüfstein für die soziale Arbeit, die für daS Judentmn in der Kriegs- und Nachkriegszeit geleistet wurde. Die Gründung einer internationalen Zentralstelle für das jüdische Hilfswerk war das praktische Ergebnis der Beratungen.; , Die Verhandlungen haben sich auch zu einem wichtigen Kampfmittel geqen den Antisemitismus gestaltet, denn sie haben unwiderleglich erwidsen, wie unbegründet die Fabel 'von der jüdischen Bereicherung im Kriege und der Nachkriegszeit ist, daß vielmehr die Judenhcit die schwersten Opfer an Gut und Leben gebracht hat, daß die Not der Gesamtheit' furchtbar ist und nur eine dünne Schicht zu den Abenteurern und Kriegsgewinnern gehört- Entsetzlich war der Bericht über die Ukraine. Dort sind an Pvgromopfärn 500,000 Tote und eine Million schwerverwunoet: > jüdische Volksgenossen zu beklagen.' Man kann diese Zahlen nicht erfassen, sonst'müßte man wahnsinnig werden. Bezeichnend ist, daß keines von den sogenannten liberalen Judenblättern über die Jüdische Welthilfskonferenz berichtete Mit Recht sagte der Wiener Oberrabbiner Dr. Chajes: „Unsere Welthilfskonferenz ist auch eine Kiagekonferenz, deshalb, weil man leider reichlich Anlaß sand, über die Gleichgültigkeit der Westjuden gegenüber der östlichen Juden not zu Nagen." Ungarn, das neueste Land der klassischen Judennot, war überhaupt nicht vertreten, denn es wagt kein ungarischer Jude, über die Vorgänge in dieser: Hölle zu berichten! Die' Vertreter Amerikas überraschten durch, ihr soziales Wohlwollen. Die Rednerin, die auf der Konferenz über Kinderfürsorge berichtet hatte, verbreitete sich sodann über dieses Kapitel. Tausende Waisenkinder sollen nach Amerika in jüdische Familien verpflanzt werden. Räch dem Grundsatz „Das heimatlose Kind ins kinderlose Heim" wird -eine großzügige Organisation das Werk vollbringen. Zu diesem Zweck werden in ollen Ländern Adoptionszentralen errichtet werden. Auch wurden große Kindersiedlungen in Palästina, wo Ussischkin bereits die Kischinewer Pogromwaisen erzieht, beschlossen. 'Das Ressort „Kinderfürsorge" hat die Konferenz der Rednerin übertragen. Züm Schluß sprach Rednerin über Sinn und Zweck der sozialen Fürsorge, die Erziehungs- und Kulturwerk sein w.üssc. Das Erlebnis der Karlsbader Konferenz habe .bewiesen, daß in den besten' Teilen des jüdischen Volkes noch eine wunderbare Hingäbe und Treue für das Judentum lebt. ' ' Die Kattowitzer Affäre. Es wird uns geschrieben: Der schnöde Ncutralitätsbruch, der während der Um ruhen in Oberschlesien durch die brutale Zusammentreibung ostjüdischer militärpflichtiger Arbeiter und ihrer Abschiebung nackt Polen begangen worden ist, steht noch in aller. Erinnerung.. Wir hatten gehofft, daß nunmehr endlich die *) Wer bereit ist, die Not der Anstalt zu lindern, sende einen Beitrag an das Postscheckkonto des' Heims des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg; Nr. 8147 Frankfurt ä. M.. Interalliierte Kommission in Oppeln den vstjüdischen Arbeitern gegenüber ihre , Pflicht erfüllen und sie-vor dem Terror der verhetzten polnischen Arbeiter schützen würde. Das Gegenteil ist eingetreten. In Qberschlcsien wird heute unter Vorangehen der Interalliierten Kommission eine ausgesprochen antisemitische Politik getrieben. Hunderte nationalpolnischer Militärflüchtlinge uns Deserteure dürfen sich uubehmoert im Laude aushalten, niemand stvrt sie, keine Razzia wird Veranstalter, »111' sie dem polnisaicil Militarismus wieder in die Arme zu > liyren. Anders ist es mit den Ostjuoen. Während ver' Unruhen sind sie aus einer ganzen Anzayt von Gruben mit Gewalt, unicr körperlicher Bedrohung, von den polnischen Arveitern heraus'getrieben worden. Eine Panik enrirand. Viele Arbeiter mußten HaiS über Kopf iu die Städte Beutheu und Kattowitz fliehen, unter Zurücklassung ihres Arbeitslohnes. Die Selvsthiife der ov-rschlesiicheu. jüdischen Gemeinden, die durch ine leibliche Fürsorge für diese Flüd)tlinge besonders in Anspruch genomnren war, war, wie immer, vorbildlich. Auch die Organe des Arbeiterfürsorgeamtes in Oberjchlejieu haben mit Nachdruck die Verhältnisse wieder zu regulieren' versucht. In dem Augenblick aber, als sich die ostjüdischen Arbeiter wieder anschickten, etwas ruhiger in die Betriebe zu gehen oder sich neue Arbeitsplätze zu juchen, kam ein neuer Schlag. Die Interalliierte Komjnijsron in Oppeln hatte ungeordnet, daß innerhalb 5 Tagen — und zwar ausgerechnet zum zweiten Rosch-haschonotag — die jüdischen Flüchtlinge nach Polen abzuschieben seien. Den Rosch-Haschono verlebten in Kattowitz und Beuthen etwa 900 geflüchtete Arbeiter in der schlimmsten Panikstimmung. Mit Mühe und Not ist cs dem Arbeiterfürsorgeamt und einigerr hervorragenden jüdische» Persönlichkeiten gelungen, bei der Jnterallnerten Kommission zunächst eine Fristverlängerung zu erreichen und es durchzusetzen, daß vor jedem Abschub Verhandlungen mit den Vertretern jdes Arbeitersürsorgeamtes stattsinden. Diese Verhandlungen sind augenblicklich noch in der Schwebe, und das wenige,. das zunächst erreicht worden ist, besteht darin, daß wenigstens die religiöse Bedrückung, die den flüchtigen Arbeitern angedroht war, zunächst abgewehrt wurde. Wir wollen hossen, daß die entscheidenden Stellen bei 'der Interalliierten Kommission, die offensichtlich durch untere Organe völlig irregesührt sind,, sich dazu verstehen werden, ein Ausnahmerecht gegen Ostjuden nicht zuzulasseii)»sondern im Einvernehmen mit den jüdischen Ör- 'ganen dafür zu sorgen, daß die Bedrohung der ostjüdischen Arbeiter in Oberschlesien ein für allemal aushört. „Die polnische Hölle." Die Berliner „Freiheit" bringt von vertrauenswürdiger christlicher Seite unter der Ueberschrift „Die polnische Hölle" eine Anzahl für die gegenwärtige^Behandlung der Juden in Polen charakteristische Fälle. Wir greifen einige heraus. In G r o d n o verlangten die abziehenden Polen von dem Bäcker Schwarz, daß er ihnen Oefen liefere, da er das nicht konnte, drohte man, feine Tochter zu vergewaltigen und ließ sie nur gegen 60,000 M. frei. Schwarz selbst riß man den Bart mit ganzen Stücken, Haut ab. Bei einem aus Amerika nach Grodno mit Hilfsgeldern zurückgekehrten Juden dringen die Polen ein, und da er nicht anwesend ist, wollen sie die Schwester vergewaltigen und erschießen den der Schwester zur Hilfe, eilenden jüngsten Bruder. . x Einen Tag nach dem Abzug der Polen aus Grodno verschwanden 2l zu Zwangsarbeiten herängezogene jüdische Bürger: l5 davon fand man einige Tage später mit abgeschnittenen Gliedern, ausgestochenen Augen usw. ermordet im Feld. * . Die polnische Zensur unterdrückt nicht nur die.Pogromnachrichten in der Presse, sondern auch in den Privaikorrespondenzcn. um in Prag lebender Stanislauer erhielt von seinen Angehörigen auf besonderem Wege eine» Brief, in dem es heißt: , „Niemand hört unser Stöhnen und Schreien um Hilfe! Du kannst Dir kaum vorstellen, was wir mitmachen. Tagtäglich kommen Flüchtlinge aus verschiedenen Städten und Dörfern gelaufen, welche barfüßig, kaum mit dem/ Leben davongekommen Md. Die Spitäler in den größeren Städten sind überfüllt von Juden, welche in brutalster Weise von den Hajdamaken (Schwarze Hundert) massakriert wurden, denen Hände und Füße, Ohren und Nasen abgeschnitten wurden^ Greueltaten', die seit dir Weltslamme lodert, nicht vvrgekommen sind. Ueberall sieht man wahnsinnige Gesichter der geschändeten Frauen, welche in der Stadt herumirren. Wir leben in einer solchen Todesangst, daß sich die Eltern täglich schwächer fühlen aus Furcht, es erwarte uns dasselbe Schicksal. Die Banden der ukrainischen „Wilden Division", welche in General Petljuras Armee eingcreiht sind, hinterlassen, wo sie durchziehen/ Bilder der Verwüstung und Verödung. Wir fürchten m'ehr unsere Freunde als die Feinde. 'Alle Organe sind diesen' gegenüber machtlos." , * . - Die Pogrome in Ostgalizen. An verschiedenen' Plätzen fände» weitere Pogrome, statt, so in Jeznpo-l, Tysm'ienica und Wojnilow. In Bolszvwce wurden von den Kosakän etwa 60 Frauen und Mädchen zusammengetrieben und geschändet. Es herrscht eine unsagbare Panik unter den Juden.