Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1920-07-16 · Heft 26 (16.7.1920) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
18 (1920)
Issue
Heft 26 (16.7.1920)
Date
1920-07-16
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2692297-2693178-2693204--11161-2706583
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 26. Seite 2. - Reformjude« so gümlltig, Latz sie.ohne Rücksicht auf die- Schwäche ihrer - religiösen Position Lara« gehen wollten. Las Judentum in Deutschlcmd nach ihrem Wunsche umzuformen, ihm eine neue «in religiöse Organisation zu geben. Diese Bestrebungen sind in_ih«r Entwicklung bekannt. Träger derselben wurden später der Deutsch-Jsraelitische Gemein deb und und der Bewand der deutschen Juden. Besdes Notabe ln-Organisationen ohne demokratische Grund-« läge, »«suchten sie nach dem Vorbild« der evangelischen Sirchenversassung zunächst für Preußen die zwangsweise Zusammenfassung sämtlich« jüdischer Gemeinden mit Ausnahme der orthodoxen Austrittsgemeinden zu einer Gesamtorganisatwn. Im Jahre 1899 beschloß daher der D.J.G-B., einen Gesetzentwurf zur Abänderung der in "Preußen geltenden Judengesetze hei^ustellen. D« erste Entwurf, von dem Freckurger Geheimrat Rostn verfaßt, fand sofort die heftigste Opposttwn in den Kreisen, d« Orcho- Loxie, denn Rosin hatte in der Einleitung zu seinem Entwurf erklärt, daß das Judentum in Preußen durch das religiöse Bekenntnis eine natürliche Einhett sei. D« Entwurf scheittrte auf dem 11. Gemeindetage im Mai 1969 Lurch eine 'Annahme des Antrags Friedmann, der eine Gesamtorganisation auf religiös« Grundlage ablehnte. Auch der Bettuch des Verbandes der deutschen Juden während des Weltkrieges, als die Zenttale für die jüdische Seelsorge anerkamtt zu werden, scheiterte an dem Widerstande der Orthodoxie. Alle diese Vorgänge müssen jedem Unbefangenen klar machen, daß eine Organisation der deutschen Acken am religiöser Grundlage bei der Verschiedenheit d« religiösen Auffassung unmöglich ist. Die Versuche des Reformjudentums auf diesem Gebiete haben die deutschere Juden eh« entMeit als geeint. .Die Organisation der deutschen Juden kann daher nur auf ein« allen Juden gemeinsamen Grundlage stattfinden, wie sie bereits m der Verfassung der Hamburger Gemeinde ' und in dem vom 11. Gemeindetage angenommenen Anträge ' Friedmannangedeutet sind. Diese Grundlage kann ab« nur als eine weltliche, als eine nationale bezeichnet werden. - Wenn daher das deutsche Judentum nach der polttischen Umwälzung sich neu organisieren will, dann müssen hierfür als Grundlage die Arbeitsgebiete gelten^ welche die jüdische Gemeinde nach Ausschaltung der Kultusfragen sich bis zum heutigen Tage bewahrt hat, nämlich das gesäurte Schul- und Erziühungswesen und dif immer wert« auszubauenden politisch« ruck sozialen'Aufgaben. Deswegen liegen die Bestrebungen, die auf Umwandlung der jüdischen Gemeinden in weltliche Gemeinden, Bollsgmneircken, hinzielen, durchdnrchaus im Zuge der Entwicklung. Sie ziehen lediglich die logische Konsequenz aus d« unglücklichen Geschichte bet Organisationsbestrebungen der deutschen Assimilation und stellen in der Bolksgemeinde die Einheit des Judentums wieder her. Uns« Entwurf beruht auf diesen Grundsätzen der Bolksgemeinde .ruck der wesentliche § 21 des Entwurfes twrb in Zukunft eine völlige Trennung von Gemeinde ruck Kultus Kr die. größ«en Gemeinden zur Folge haben. D« Entwurf des D.J.G.B. dagegen, dessen Verfasser Dr. Jsmar Freund ist, beruht in seiner bisherigen Fassung auf rein religiöser Grundlage. Die Assi- ' wilmion hat also nichts gelernt und anscheinend alles vergessen. Gewiß wird ruck soll durch.die Gesamtorganisation, dir die Gesamtinteressen der deutschen Juden zu »«treten hat, auch das religiöse Leben mittelbar gefördert werden, ab« das religiöse Leben selbst soll sich unbeeinflußt von eurer zentralen Stelle frei entfalten, und je mannigfach« es ist, desto schön« wird es sich gestalten. Ich habe imm« die Wahrnehmung gemacht, daß in einer Stadt, in d« 10 Bothe Midraschim bestehen, das religiöse Leben viel stärk« pulsiert als in einer Stcckt, in der sich nur eine große Orgelsynagoge befindet. Ein letzt« Ernwand gegen den Frühgedanken unseres Entwu^s wird noch «hoben, daß nämlich der für die Gesamtorganisation maßgebende Artikel 137 d« Reichsverfassung nur von Religionsgesellschaften spricht. Dazu ist zu sagen, daß es nach den bisherigen Erfahrungen dem Staate völlig gleichgültig sein wird, auf welcher Grundlage das deutsche Judentum seine Organisation aufbaut. Er hat nach der Verfassung im übrigen gar nicht das Recht, sich in die Angelegenheiten des neu organisierten Judentums einzuMischen. Die religiöse Autonomie der .Kultusgemeinden innerhalb der wettllchen Gemeinde bietet die einzige-Möglichkett, die orthodoxen Gemeinden, die sich bereits in dem sogenannten Halberstädler Verbände selbstständig organisiert haben, in die Gesamtorganisation einzubeziehen. Die ganze Reform der Wischen Gemeinden soll sich nach Freund auf die Schaffung eines Zweikammersystems der Gesamtorganisation beschränken. Einem aus allgemeinen Wahlen hervorgehenden jüdischen Parlament, soll als Herrenhaus mtt gleichen Reckten der sogenannte Rat zur Sette stehen, dessen Mitglieder in d« Hauptsache vvn den Gemeindebehörden gewählt werden. Zu einem Bundesbeschlusse soll ein übereinstimmender Beschluß des Rates und des Bundestags, wie Freund das Parlament nennt, «ford«lich sein. Wenn asso z. B. das jüdische Parlament die Bewilligung von 10 Millionen für den Aufbau Palästinas beschließt, und der Rat, das Herrenhaus, die Bewilligung ab lehnt, so ist kein Beschluß zustande gekommen. Außerdem sollen Parlament und Rat nicht berechtigt sein, in die Verfassungen der Einzelgemeinden ettrzugreisen, die Beschlüsse deck« Körperschaften würden dach« nur eine demonstrative darstellen. Das also wagt man dem demokratischen Judentum im Jahre 1920 zu bieten! . Die völlige Demokratisierung der einzelnen jüdischen Gemeinden ist für uns die Voraussetzung und die Grundlage . - für die Dickung der Gesamtorganisation. Der Einwaüd Sixunds, daß die Aenderung der Verfassung der jüdischen emeinden Sache der Einzelstaaten sei, kommt nicht in -Betracht. Denn «mich die Schaffung der Gesamtorganisation Wird in jedem Fälle der Hilst der Einzelstaaten bzw. des - Reiches bedürfen, wie dies auch in-Art. 13? der Reichs- - Verfassung vorgesehen ist. Eine Einigung« mit dem D.J.GB. wme Kr uns nur'dann möglich, wenn-zunächst her ,äuS •' Allgemeinen, gleichen, Lirekttn» geheimen BerhLlÜliAvahlerr Eldorado-Palast Joricfi’s Künstlerspiele. Tel. Amt Hanne 1569. _ Anfang T% Uhr. all« über 20 Jahre allen Juden beiderlei Geschlechts gewählte Reichsgemeindetag sich als Konstituierende Versammlung bildet, mtt d« Befugnis, eine für alle Gemeinden verbindliche Gemeindeorganisatwn zu schaffen. Ich bitte um Annahme folgenden Antrages: „Der Delegiettentag stimmt dem vom Zentralkomitee vorgeschlagenen Entwurf einer Gesamtorganisationsverfäs-- sung für die Juden im Deutschen Reiche zu und beauftragt den Geschäftsführenden Ausschuß, auf der Grundlage desselben mit den übrigen Organisationen des deutschen Judentums weiter zu verhandeln." Zum Schluffe meiner AusKhrungen möchte ich Ihnen das Wort eines Großen in Israel zurustn: „Es kann nicht läng« so bleiben, daß in jüdischen Gemeinden gegen Zwn agitiert wird. Es ist ein widersinniger unmöglicher Zustand. Wir müssen ihm ein Ende bereiten. An allen Orten, wo der Vorstand nicht schon ohnehin zu den unsrige» gehört, muß eine Wahlkampagne begonnen werden. ' Männer, die würdig sind, . solche Ehrenämter zu bekleiden, und uns in der Gesinnung nahestehen, müssen auf den Schick gehoben und in die Gemeindestube getragen werden im Namen der nationalen Idee. Die Autorität der Kultusgemeinde, die Mittel, über die sie verjügt, die Personen, die sie erhält, dürfen nicht ' gegen den Bolksgedanken verwendet werden. .Darum glaube ich in Ihrem Sinne zu sprechen, geehrte Kongreßmitglieder, wenn ich als eines unserer nächsten Ziele die Eroberung d« Gemeinden hinstelle. Es genügt nicht, daß wir davon wissen, in welchem "Umfange her zionistische Gedanke die Judenheit ergriffen hat. Die Tatsache muß noch gezeigt werden. Der Wahlzettel ist dafür das geeignete, völlig einwandfreie Mittel. „Die Eroberung der Gemeinde wird beweisen, was wtt vermögen." So sprach Herzl vor mehr als 21 Jahren am 28. August 1898 aus dem 2. Kongreß. Geehrter Delegitttentag: Bon Zion ist die Gemeinde ausgegangen, wenn wir wollen, wird sie nach Zion zurücksühren. Kurt B lumenfeld hielt ein großangelegtes Ref«at über .Zionistische Arbeit in Deutschland. Er begann mit einer Untersuchung der zwei Grundauffassungen von der Stellung des Menschen innerhack des geschichtlichen Werdens, die den geistigen Ausgangspunkt d« Assimilationsideologie und der zionistischen Bewegung bildeten. Die eine Anschauung fuße aus der Geschichtsv lehre des Materialismus, aus dem Grundsätze der unabwendbaren ökonomisch. bedingten geschichtlichen 'Notwendigkeit, die andere betone die Möglichkeit einer Gestaltung der Geschichte durch den Menschen und glaube an eine primäre Bedeutung der menschlichen Tat %im historischen Geschehen. Aus die erste Auffassung im geistigen Sinne gehe die Assimilation zurück, auf' die zweite der auf die nenlchaffende, umgestaltende. Tat eingestellte Zwnismus. Die zionistische Idee wck die zionistische Verwirklichung bedeute eine.Absage an die Lehre von der Notwendigkett d« Unterwerfung unter das eherne geschichtliche Gesetz, sie sei im ttefsten ein Protest gegen die geschichtlich« Wirklichkett, die geschichtliche Gegenwart gewesen und sei es auch heute geblieben. Ein lebendiger Beweis fir den im Zionismus wirksamen mächtigen Gestaltungsdrang und -willen sei . die „H e ch a l u z" - B e w e g u n g. Sie sei heute in Deutschland im Aufschwung begriffen und gewinne mehr und mehr an innerer Lebenskraft und äußerer Stärke. Auf ihr ruhe ein Teil d« jüdischen Zukunft. Nachdem der Redner die Richtlinien für die zionistische Arbeit auf dem Gebiet der jüdischen Schule und Gemeind« kurz berührt hatte, sprach er über die Zuwanderung von Ostjuden nach Deutschland im letzten Jahr und ihre Bedeutung für das deutsche Judentum. Er betonte die Notwendigkeit der Gewinnung der ostjüdischen Elemente Kr die nationale jüdische Sache. Aus die Frage der zionistischen Arbeit im deutschen Judentum übergehend, Khtte Redn« aus, daß eine Gewinnung des deutschen Judentums Kr die Palästinaarbeit.im gegenwärtigen Moment trotz San Remo noch imm« .großen Schwierigketten begegnet. Voraussetzung Kr eine Zusammenarbeit von Zionisten und Richtzionisten. in der Palästinaftage sei kür uns: die Anerkennung des Charakters der Palästinaarbeit als einer Arbett Kr die Errichtung ein« nationaljüdischen Heimstätte in Palästina. Ohne diese Anerkennung sei ein Zusammengehen jür die Zionssten nicht möglich. Es sei zu hoffen,'daß das deutsche Judentum immer mehr die zenttale Bedeutung und Größe des Austauwerks in Palästina einsehen und sich zu einer großzügigen Arbeit Kr Palästina entschließen werde. Einer solchen Entwicklung müsse eine ttäftigd zionistische Propaganda die Wege zu ebnen ^suchen. (Schluß folgt.) Erez Israel, Nssischkt» über die Lage. Ussischkin erklärte in einem Gespräch in Jaffa, daß die Lage sich in Palästina, namentlich in Nordgaliläch in d« letzten Zeit gebessert habe. -Er glaubt» daß die in den nächsten Tagen eintreffende Zivilregicrung ein allen Nationen Rechnung tragendes Regime einjühren werde. Sie werde'aus Engländern, Juden und Arabern Bestehen. -Die Araber begännen einzuschen, daß ihnen Proteste und llmmhen gegendie Beschllllse der Friedens-Konferenz nichts nützen Wunen. Die Äpt« der zionistischen ■' Organisation in Äkbeitsplan jür die englische Regierung aus, d« folgende Punkte enthalte: Freie Einwanderung der Juden nach Palästina unter der Kontrolle derzionistischenOrganisation, d« auch der dem Staat gehörige Boden zur Verfügung gestellt werde. Aufnahme einer Anleihe von 50 Millionen Pfu.nd Kr Erschließungsarbeiten im Lande. Jüdische Miliz in allen größeren Wohnzentren. Ussischkin sprach ferner die Hoffnung aus, daß die Franzosen die heutig Grenze bis hinter den Litanifluß an den Jordan heransetzen würden. Im Osten sei es unerläßlich, daß die Grenze bis in die Nähe der,Hedjasbahn reiche, d. h. das Ostjordanland mit umfasse. Gegen das verbot der Soustituaute. Nach einer Meldung aus Jaffa hat der Waad Hasmani beschlossen, sich an die englische Regierung mit einem Protest gegen das Verbot des Zusammentritts der Konstituante zu wenden und um die Erlaubnis Kr ihre sofottige Einberufung zu bitten. Herbert Samuel. Die Neue Zürcher Zeitung meldet aus Jaffa: Der neue Gouverneur von Palästina, Sir Herbert Samuel, kam am 4. Juli an Bord eines britischen Kreuzers in Jaffa an. Er wurde mtt königlichen Ehren in der beflaggten Stadt empfangen. Während er dem Schiss entstieg, wurden 17 Kanonenschüsse abgegeben. Samuel wurde durch den General Shcch und die Offiziere empfangen. Die Stadtbehörden und Bertteter aller Konfessionen hielten Begrüßungsreden. Herbert Samuel war in Admiralsuniform mit. einem violetten Band, das die oberste Gewalt bedeutet. Er antwortete aus die Begrüßung, er bringe im Namen des Königs Deorg den Frieden, die Ordnung und den Fortschritt ins Heilige Land,. aber auch eine gerechte und starke Regierung. Herbert Samuel reiste sofort weiter nach J«usalem, wo ein großer Empfang stattftnden wird.. Bei seinem Amtsantritt wird Sir Herbert Samuel eine Amnestie Kr die anläßlich der Ausschreitungen verurteilten Araber und Juden erlassen. Unt« den ersten, die freigelasscn werden,- wird Jabotinski sein. Kür die arabisch-jüdische Berftüadigang. Der Scheich Achmed Ibrahim Abu Gush wendet sich in einem Aufruf an die arabischen Vorsteher» in welchem er sie daraus aufmerksam Macht, daß die Eft fendis immer das Volk ausgebeuttt haben. Diese stiftchl jetzt Unruhe an, um aus diese Weise zur Macht und zur Herrschaft zu gelangen. Das Volk dürfe sich aber nicht verKhren lassen! Die englische Regierung sei ein aufrichtiger Freund des Fellachen' nick der Zwnismus sei eine gutt Schule Kr die Araber, durch die'sw dwneuen 'Produktionsbedingungen kennen lernen und ihre wirtschaftliche Stellung verstärken werden. Deshack seines Pflicht der Araber, die Zionisten geziemend zu empfangen, weil sie den Grundstein Kr den Wohlstand des Landes legen. Am Schlüsse fordert der Scheich alle auf, keine antisemitischen Petitionen zuzeichnen. - Am 11. Mai erschien in Jerusalem die erste Nummer einer arabisch-jüdischen Zeitung unter dem Namen „B eri d e l Jo um" (Tagespost). Im Leitaufsatz setzt sich die Zeitung das Ziel,, ein Band der Einigkeit zwischen dem arabischen und jüdischen Bolle zu knüpfen und beizuttagen, daß durch bereinigte Arbeit der Krone des Orients ihr aller Glanz verliehen werde. Hoffentlich finden solche Worte auch fernerhin einen günstigen Widerhall in der arabischen Bevölkerung. . » Frankreich. Protest gegen die J«de»pogro«e. Eine Anzahl ftanzösischer Gelehrter und Schriftsteller» darunter Anatole. Fr<utce und Ernest Lafitte erlassen einen Ausruf an alle Parlamente der Welt zu einem P rötest gegen die Judenverfolgungen inOsteuropa, besonders in Polen und in d« Ukraine- Sie stellen fest, daß die Judenverfolgungen infolge der polnischen Invasion in Galizwn und in der Ukraine alles überträsen, was zur Zell des Zarentums in Rußland verübt worden ist. . . ffltgafs. „Russische" Juden-oUM. Nach «wer Meldung der Prager „Tribuna" aus-Budapest wurden 10000 Juden aus Ungarn ausgewie» sen und sollen wettere Ausweisungen bevorswhen. Die ungarische Regierung droht als Gegenmaßnahme gegen den Gewerkschastsbohwtt die Internierung sämtlicher in Ungarn lebender Juden an; die erforderlichen Maßregeln sollen bereits gettoffen sein. (J-P-Z) fötglfttt*. . Zur jüdischest Lage. q Im Pariser Komitee d« jüd, Delegationen berichtete» -die Herren Schlohberg und-Temkinüber di«-Luge der' Juden in Groß-R-uß-land und ln der Ukraine. Ueber politische Enttechtung hätten-dw Juden in Groß-Rußland zurzeit nicht zu klagen, dagegen sei die wtttschastliche Lage mehr als ttostlos, um so mehr» .als Sie Regierung - eine jede j ü d i s ch e Organisatwn . V«folgt und niederschlägt. Seckst die Gemeindeorganisattonen sind aufgelöst. Im Gegensätze hwrzu hatin der. Uttaine auch dix -politische Verfolgung.keinen Augenblick. ausgehört. -Was die Axmeen .-Denki^ an Grausamkeit an den Juden .verübt i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.