Mannheim
Compact Memory

Neue jüdische Presse · 1920-07-09 · Heft 25 (9.7.1920) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue jüdische Presse
Volume
18 (1920)
Issue
Heft 25 (9.7.1920)
Date
1920-07-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2692297-2693178-2693203--11156-2706577
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Erite 4 Neue Jüdische Wesse. Nr. 25. j Xafterotrasse 69. Beginn 8 Uhr. Tel- H. 5516. 8ten «mtdM8ige Ateraktions - Programme. Die »raten KfleeMweplel« ■— Riet». Lipinsky), 91/2 vorm., Hermesweg: Gemoro (Unna), Mon° > tag, 6>/l Uhr abends: Newiim (Unna), 9 Uhr abends: Gemoro (Unna)/ Dienstag, 81/2 Uhr abends: Mikro (Unna), Mittwoch 6>/> abends: Chauwaus halewowaus (Dr. Braun), Donnerstag, 8V« abd., Hermesweg 27: Gemoro (Unna). Fortbildung f. Knaben, Samstag, 3i/o, Dienstag und Donnerstag, 6 Uhr. Ag. Jisr.-Jugendgruppe: Sonntag. 8 vorm.: Rasch-i (Oppenheimer); 8*/s abd.: H. Sprache (Jelen); Montag, 8\/s abd.: Gemoro (Ehrmann); Vs Std. vor Nacht: Thilim iZrankenthock);'Dienstag, 8% abd.: Gemoro (Dr. Hosmann); Vr Std. vor Nacht: Trei Osor (Dr. Hosmann); Mittwoch, 8 abd.: Tefillo (Kaufmann); 9 äbd.: Newiim*) (Unna, Kl. Obermainstr. 39); 8Vr abd.: Turne»; 8^/2 abd.: Gemoro (Ehrmann); Vs Std. vor Nacht: Mnauras Hamoaur (Ehriuann); Donnerstag, 9 abd.: „Neunzehn Briefe" (Ehrmann): ys Std. vor Nacht: Chofez Chajim (Oppenheimer); Säabbos, 9 vorm.: Gemoro (Dr.-Posen); 1tVs vorm.: - Mifchna (Hirschberg); 31/2 nachm.: Gemoro (Dr. Hosmann); L abd.: Semiroth*) (Golde). — Mädchengrnppe. Dienstag, 8V2: Hiob (Ehrmann); 7: Turnen; Samstag, 10 vorm.: Sidra; 11 vorm.: Hirsch (Ehrentreu); 4 abd.: Raschi (Hirschberg). — Verein MontefioreE. V- Samstag, 10. Juli, 5.15: Gemütl. Zusammenkunft. Wanderungen. Sonntag, Gruppen I und H, Treffen: 6 Uhr, Hauptbahnhof. Gruppe m, Treffen: 51/2 Ostbahnhof. Gruppen IV u V: 3Vr, Sachsenhäuser Warte (Linie 4). Dienstag, 3.18: Heimabend. Mitwochs 8,18: Diskuffionsabenh. Donnerstag, 8.15-. Heimabend. Historisches zur Verfassung Verwaltung der jüdischen Gemeinde in Kra«kf«rt a. M. Bon Prlvatdozent Dr. W. Hiwimer in Frankfurt a. M- (Fortsetzung.) 'Bei dem ungeheueren Einfluß, welchen auch die-Vor« sicher damals hatten — hing doch von ihrer Persönlichkeit, ihran Charakter und ihrer Tüchttgkeit das Wohl und , Wehe der Gemeinde ab —, war es ganz naturgemäß, daß den Wahlen eine sehr große Bedeutung zukam, ferner, daß' der Vorstand,»)» seiner Tätigkeit ständig . unter die ichärfstr Lupe genommen wurde, daß er sich eine strenge Kritik gefallen lassen mußte, die nicht immer von den lauter« fftn Motiven dikttert war. Immerhin mag Schudt übertreiben, wenn er mitteitt, daß wegen der Baumeister mehr Neid, Haß und Zänkerei unter den - Juden rege Wirb, wie in der ganzen Christenheit, „denn ein scher Jude, der sich ein wenig reich oder vermögend befindet, will auch ein Zwölfer mtt sein." *) Damen und Herren. Kaffee Kaisergarten . am Opemplat* _ Vamilien-KafFee Täglich von 4 IThr ab: . Konzert. Die Wahlhandlung selbst beschreibt L e r s n e r in seiner .Chronik': Wahlberechtigt'sind alle Juden, welche ein Vermögen von mindestens 1000 Gulden besitze») 20 Jahre alt sind, 3 Jahre gerciratet haben und weder der Stadt noch der genieine» Judenschaft etwas schuldig sind, außerdem die Gelehrten, die mindestens 45 Jahre alt sind. Die Wahl selbst ist eine indirekte durch eine Art Wahlmänner, welche jedoch nicht von sämtlichen Wahlberechtigten gewählt, sondern durchs Los gezogen, nachdem die Namen sämtlicher Wahlberechtigten in eine Urne getan wurden. Der Rabbiner zieht die Zettel heraus, im ganzen 20, diese Gewählten bildeiO die Wahlmänner. Sie werden hierauf vpm Schulklopfer herbeigcholt, in der Synagoge vereidigt, daß sie nach bestein Wissen nur den Fähigsten wählen wollen und sich von niemand haben bestechen lassen. Jeder Wahlmann schreibt hierauf ini Wahlzimmer zwölf Namen auf den Zettel, die in eine neue Urne geworfen wurden. Auf welche Namen nun die meisten Stimmen der abstimmenden 20 Wahlmänncr entfallen, die find als Vorsteher gewählt. Die Wahlhandlung dauerte unter Umständen 24 Stunden, vor ihrer Beendigung durste kein Mitglied des WahlkollegS den Wahlranm verlassen. Er war außerdem verschlossen und lvurde von einigen Soldaten und Juden von außen belvacht — eine Konklave im kleinen Stil. Die Zustände in der Gemeinde waren jedoch trotz eines Wahlsystems, das jedem Mißbrauch steuern, jede Aemteverschleichung verhindern und nur die Tüchtigsten an das Ruder der Verwaltung bringen sollte, nicht immer friedliche. Verwickelungen und innere Gemeindekämpfe blieben nicht aus. Es ward den Zehnern Bevorzugung der Verwandten, autokratisches Regiment, Ungeschicklichkeit usw. vorgeworfen. Es bildeten sich Parteien in der Gemeinde, Cliquen und Koterien, und namentlich der Einfluß der Verwandtschaft machte sich vielfach in dei^ Besetzung der Aemter geltend. Gerade zur Zeit des Fettmilchschen Aufstandes tobten diese Gemeindekämpfc a,n heftigste» und es scheint damals eine Aehnlichkeit in der Verwaltung der jüdischen Gemeinde mit den allgemeinen politischen Wirren in Frankfurt bestanden zu haben. Die Beschwerden der Gemeindcmitglieder. gegen die Verwaltung waren derart, daß sogar der Kaiser von den unzufriedenen Elementen in der Gemeinde um seine Intervention angegangen wurde. Sie führten zur Einsetzung eines neuen. Gremiums der Siebener, aus denen ebenfalls der Baumeister gewählt werden sollte. Bald jedoch erschollen Klagen über unkollegiales Verhalten und . Zurücksetzung der neuen Behörde seitens der Zehner. Im Jahre 1628 wurde eine neue Wahlordnung angenommen, welche die Gemeindekämpfe auf lange Zeit zum Stillstand brachte. Seit 1631 ist ein Arzt als Gemeindebeamter angestellt, der die Annen unentgeltlich zu behandeln hat 1674 werden neue Einrichtungen getroffen mit 97 Bestimmungen hinsichtlich der Wahl des Vorstandes und der Beamten, der Machtbefugnisse des Gerichtes und der allgemeinen stttlichen Führung der Gcmeindemitglieder. Scharfe Besttafungen werden gegen diejenigen erlassen, die Condltorei und Cal£ Wilhelm Wendel Altegasse 6 M.; Telefon H. 1288 Wahrend der Sommermonate bis 10 Uhr abends geöffnet. Conditorei und Cäfd Rothschild Bad. Hoinimrg. livnisenstr. 16, Tel. 297 und EllaabetheoBtr. 27, Tel. 261. ihre Schulden nicht bezahlten, ihre Namen kamen auf ein schwarzes Brett. Vergehen gegen die Sittlichkeit werden mit Verweisung ans der Stabt besttaft. Am 1. Dezember 1702 erläßt der Rat ein Edikt gegen Ueppigkeiten bei jüdischen Hochzeiten und Schmausereien.. Dieselben werden bei einer Geldstrafe von 250 Reichs? ibalern oder Stadtverweis verboien. Den Baumeistern und Vorstehern wird befohlen, auf diese Unsitte Obacht zu geben und Zuwiderhandelnde beim Bürgermeister .anzuzeigen, bei Entsetzung ihres Amtes und sonstiger ernstlicher »Bestrafung, wenn 'sie ferner ihre Schuldigkeit nicht tun. WaS die Stellung der^ Frankfurter Judengemeinde zum Kaiser anlangte, so unterhielt dieselbe am kaiserlichen Hof in Wien einen ständigen Gesandten. 1718 wird diese Stellung des Residenten vom Kaiser als eine ofsizielle anerkannt. Bei der Kaiserkrönung wird der Vorstand-der Gemeinde als Deputation empfangen und überreicht Geschenke. Das 18. Jahrhundert. 1738 wird den Baumeistern aufgetragen, daraus zu achten, daß die Verfügung wonach fremde Juden hier nicht handeln dürfen, eingehalten wird. Sie müssen der- ' artige Vorkommnisse dem Rate anzeigen. Seit Anfang des 18. Jahrhunderts bilden die Rabbinatsassessoren eine Zensurbehörde, ohne deren Erlaubnis kein neues Buch gedruckt werden durfte! .Um die Mitte des 18. Jahrhunderts gab es wieder Parteibildungen und Streitigkeiten in der Gemeinde. Es bildeten sich zwei Parteien, die Kann'sche, die am Ruder war, und die Kulp'sche Partei, welche die Opposition vertrat. Der Stteit drehte sich -u. a. um die Wahlordnung und die Koinpetenzen der Kasseimieister, die.Wahl des Vorstandes und der Einschätzungskommission. Auf Befehl des Reichshofratcs voin 7. Novbr. 1752 mußten sämtliche Baumeister ihr- Amt -niederlegen, ohne an der neuen Wahl teilnehmen zu dürfen. Diese wurde vom zwei Schöffen geleitet und zugleich den neu zu wählenden Baumeistern anfgegeben, das Statut dem Rät einzureichen: dasselbe, wurde durch kaiserliches Reskript vom 6. Oktober 1763 insoweit genehmigt, als es über die. Wahl der Bau-, Kassen- und Schätzungsmeister, sowie die Einrichtungen der Kassenrechnungen Besttmmungen traf. Nach langen Streitigkeiten kam ein neues Gemeindestatttt zu stand. Das neue Statut regelte in 126 Paragraphen alle Zweige des Gemeindelebens; u. a. die Wahl, den Eid und die Anitsdauer der Schätzmeister; Kassenmeister, welche. die Gemeindeeinkünste verwalten und der Kassierer,, welche die Ausgaben besorgten. Die 12 Baumeister werden ton 20 Wählern auf 3 Jahre gewählt, sofern sic die genau vorgeschriebenen Eigenschaften besitzen; sie können §ls Schiedsrichter neben 15 Gemeinde- Mitgliedern in^ allen Sachen entscheiden, in Strafsachen aber Kraft eigener Gewalt nur bis zu 6 Reichsthaleri; und neben jenen 15 bis zu 39 Gulden erkennen. Im Reglement sind dann noch "allerlei Verstigungen enthalten, hinsichtlich Bankerott, Geldhandel mit Minderjähri- Bergerslrassa 149. Beat bewährteste Teppich» n. H. 4642. Bettfedern-Belnlgang. noch härter werden, die Demütigung noch tiefer beugen? ... O du Tropfen des heiligen Blutes David's, _ wie siedest Du in meinen Wern, wie klopfest Du in meinem Herzen! Hammerschläge des Geschickes von Außen, «nb Hammerschläge des Geistes von Junen, noch begegnet ihr euch, noch, trefft ihr auf eurem Wege zusammen, und hÄet eure zerschmetternde Kraft einander auf . . . Wie aber/ wenn. . ." Er verlor sich in ttefe Betrachtungen — aber nicht lange, da weckte ihn ein rasches Klopft» ßtt die Pforte deS Hauses, ein eiliges Laufen über den Hof, und die Türe deS Gemachs wurde aufgerissen. Ein junger Mann stürzte Sin mtt verwildertem Haar, zerstörtem Gesicht und blut- Ätem Arme. Patrika blickte aus und rief: „Amnon, Amnon, was ist geschehen?. Was hat's gegeben?" Es war Amnon der Gerber, der -Milchbruder Patrika's, und er stürzte aus dftsen zu, ergriff dessen Hand und schrie »Hilft, Rettung, Patrika, A bin verloren!"- Patrrka-suchte ihn zu -beruhigen, führte ihn zu einem Sessel und forderte ihn auf, deutlich und bündig zu reden. Dies ge« lang endlich dem wilderregten Jüngling. „O", rief er, ,chiir haben viel gelitten, ich und meine arme Mutter, wir hvdm alles ertragen. Heute Abend aber, als die übrigen nier ■ äusgegangen waren, wohin weiß ich »nicht, verlangte der Fünfte ^unserer Einquartierung, der Schlimmste und Händelsüchtigste, ein riesiger Mensch, aus Epirus, meine Muttö: solle-sthm noch Würzwein schaffen und zwar auf der Stelle. Wer wir kchben keinen Tropfen und keinen Obol Irnäfc im Hause, und die Mutter sagte ihm dies mit sanfterh bittenden Worte». Ich schwieg und biß die Zähne aufdie Lippen, um das Ueoel nicht ärger zu machen. Da sprang der Wüterich auf die Mutter los, stürzte sie durch einen Stoß auf den Boden und trat sie unter Schimpf« reden mit dem Fuße auf den Leib. Da kannte auch meine Wut keine Grenzen mehr, ich ergriff «inen Schemel und schmetterte ihn auf den Schädel des Elenden. Der Riese fiel nieder und — er war tvt—" „Um Gottes willen," rief Patrika aus und schlug die Hände entsetzt zusammen, ,^>as W schlimm . . . Wer er« zähle; weiter, weiter ... ,“r. ^Es ist nicht mehr viel.zu sägen. Da niemand im Hause war,löschft ich dieKichterrms, trag den Leichnam nach der Gerbergrube und warf ihn in die Ltzhe, aus deren Boden ihn niemand so bald sucht. Die Mutter brachte ich, nachdem sie wieder zum Bewußtsein gekommen, zur Tante in das Weidengäßchen und eilte selbst hierher zu Dir. Du mußt mich retten." Patrika stand eine Zeit lang, den starren Blick auf den Boden geheftet. Dann richtete er sich auf und sagte leise: „Du hast getan, Amnon, wie Du nicht anders konntest, wie ich selbst in gleichem Falle auch getan hätte. Es ist nicht Deine Tat, eS ist das Werk des Geschickes, dem wir uns beugen müssen. Werden die Kameraden des Toten bald nach Hause kommen?" »Ich glaube es nicht. Sie kehren stets tief in der Nacht und von Wein berauscht zurück. Sft werden sich auf ihr Lager begeben und den Kameraden erst am andern Morgen vermissen." „Gut, so haben wir einen ziemlichen Vorsprung. Hat jemand gesehen, daß Du Deine Schritte hierher gerichtet?" '„Niemand, glaube ich; die Nacht-ist sehr dunkel, und die mir begegneten, hatten nicht einmal Zeit, mich zu erkennen, so schnell eilte ich vorüber." „Dennoch kann ich Dich hier nicht verbergen. Denn man kennt zu gut das innige Verhältnis zwischen uns beiden, um nicht bald auch hier Nachsuchungen nach Dir zu halten. Du mußt Sepphoris verlassen; für Deine Mutter werde ich schon Sorge tragen. Wenn sie im Notfälle die Wahrheit offen bekennt, kann man ihr doch nichts anhaben, und ich werde sie mit meinem Leben verteidigen. Die Tore sind verschlossen, und wenn ich. selbst als Vorsteher des Sanhedrin' unter irgend einem Vorwände die Eröffnung bewirkte, würde man-Dich doch bemerken. — Doch hall. .Wozu stößt dieses Haus an die Stadtmauer? Wir machen sofort aus einigen Seilen eine Strickleiter und befestigen einen Haken an deren Ende. Damit ersteigst Du die Mauer, ziehst die Leiter Dir nach, um Dich auf der andern Seite hinunterzulassen, und ebenso steigst Du aus dem Graben heraus. Unter dem Schutze der Nacht kannst Du dies mit aller Ruhe wnb Besonnenheit bewerkstelligen. Du fliehest nach Liberia-;-Ich.gehe r.JDtt -ei»J -Wählzeichen an den Patriarchen, meinen Oheim, mit, und km JupWi seines Hauses bfft Du sicher. — Sei ruhig; die Sache wird hier nicht so viel Lärmen machen, wie Du fürchtest. Die Römer kümmern sich um einen, toten Soldaten blutwenig. Vielleicht übt es sogar eine heilsame Wirkung aus, und die Bösewichter werden sich ein wenig' mehr zurückhalten,' wenn sie merken, wohin die Verzweiflung» das Volk bringt!" Patrika sagte dies, um den jungen Mann zu beruhigen; ein leiser Seufzer, der sich seiner Brust entwand, verriet, daß er nicht ganz dieser Zuversicht war. Aber auf Amnon hatten die Worte den erwünschten Erfolg. Die beiden jungen Männer gingen sofort an's Werk, und- . nach weniger als einer halben Stunde schlüpfte Amnon zu einem Hinterpförtchen hinaus und war in wenigen Minuten über die Mauer gestiegen. Sobald die dunklen Umrisse seiner - Gestatt von der Höhe der Mauer verschwunden waren- . schloß Patrika das Pförtchen wieder. Abermals schritt er, aber unruhiger als zuvor in dem Gemache hin und her und horchte öfter unwillkürlich, ob sich von außen kein Geräusch erhebe. Alles blieb ruhig, und endlich, mit einem Gebete seine, schwere Sorgenlast; dem ewigen Herrn der Geschicke empfehlend, legte er sich zu einigen Stunden des Schlummerns nieder. . Am andern Morgen wurde die Sache schnell ruchbar. Amnon war zu sehr darauf bedacht gewesen, seine Mutter in's Leben zurückzurufen und in Sicherheit zu bringen, um. dft Spuren seiner Tat unkenntlich zu machen. Bei dem ersten Blick in den Raum, in welchem das unglückliche Ereignis stattgefunden hatte, gewahrten die Kameraden! des Getöteten die Blutlachen, folgten den Blutspuren, die sie .an,, die Lohgrube führten, und schafften den Leichnam bald, an . das Tageslicht. Das gleichzeitige Verschwinden ihres., bisherigen Wirtes deckte den Vorgang schnell auf. Eine., gewaltige Wut bemächtigte sich dieser Männer, schnell wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Gerücht, und eine nicht geringere Auftegung erfaßte die ganze römische Besatzung. . In hellen Haufen versammelten sich die Soldaten vor dem Gerberhause, und als der entstellte Leichnam ihres -Käme«- raden herausgebracht wurde, stürzten sft sich in ihrem ersten- Grimm auf das Haus uno-zerstörten es. .. . Gllktsetzung folgt.) rC:. 49

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.