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Neue jüdische Presse · 1920-07-09 · Heft 25 (9.7.1920) · p. Seite 5

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
18 (1920)
Issue
Heft 25 (9.7.1920)
Date
1920-07-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 25. Neue Jüdische Messe. Seite 5. gen, gegen Schwelgereien, wegen Abhaltung fremder Juden uftt. Auch wird die Wahl des Oberrabbiners präzisiert, der in weltlichen Dingen, Civil- und Strafsachen nirgends einxeifen und den Sitzungen der Baumei^er, wenn er dazu «rufen wird, beiwohnen soll. Für die Gemeindewahl wird die Klassenwahl eingeführt, die Mitglieder in 3 Stufen leingeteilt, die erste mit einem Vermögen bis zu 3000 Thalern, die zweite von 3000—8000 Thalern und die dritte, die mehr als 8000 Taler Vermögen hat. Die oppositionelle Kulp'sche Partei übernimmt die ^Führung -der Gemeindeangelegenheiten. In der Feuerverordnung von 1784 sind die Pflichten festgelegt, welche den Juden hinsichtlich ihrer Beteiligung beim Löschen von Feuerbrünsten obliegen, sie müssen 250 lederne Eimer unterhalten und »außerdem die Spritzen bedienen. Die Baumeister müssen ein Namensverzeichnis, welche Juden bei den Spritzen Und dem Brand sich einzufinden haben, dem Feueramte einliefern. 1791 beschweren sich die Baumeister beim Rat, daß e ihre vorherige Untersuchung und Genehmigung und , « eheliche Einsegnung Verehelichungen von Juden vorgekommen seien, wodurch es ihnen unmöglich gemacht sei, die Vorschriften der Stättigkeit hinsichtlich der Verehelichung zu erfüllen. Sie beantragen, daß in Zukunft derartig ohne vorherige Genehmigung Heiratende des Schutzes für verlustig erklärt und aus der Stadt verwiesen werden sollten. Der Rat beschließt demgemäß. Ende des 18. Jahrhunderts befindet sich die Gemeindeverwaltung in finanziellen Schwierigkeiten, die Ausgaben überstiegen die Einnahmen. Gleichwohl gewährte 1797 die Gemeinde dem Rechneiamt ein unverzinsliches Darlehen von 70000 Gulden. Außerdem wurden die Gemeindemitglieder, zu erheblichen Kriegskontributionen herangezogen; den 'Baumeistern wurde auferlegt, zu diesem Zwecke ein Verzeichnis der nicht in der Stättigkeit stehenden Juden und Jüdinnen einzureichen, und sämtliche Juden sollten zur richtigen Berechnung ihres Vermögens einen Eid oblegen. . Auf Vorstellung des Vorstandes und der Rabbinen wurde dieser Eid jedoch erlassen. (Schluß folgt.) Ottenbach» Drncklntt-Anlage Offenbaoh a. ». Telefon 123. Unübertroffene Teppichreinigung mittelst Druckluft. | Wocheu-Saleutzer. Samstag, 10. Juli (24. Tamus). Sabbat-Anfang in Frankfurt 71/» (Gemeinde), 7 Uhr 50 (Religionsges.). Sabbat-Äusgang in Frankfurt 9 Uhr 35. Wochenabschnitt: Pinchos. Freitag: Rausch Chaudesch Aw. Wochengottesdienste in Frankfurt: 6y, morgens, 71/4 abends in den meisten Synagogen. Araulfurter Kamilieuuachrichteu» Barmizwos. Samuel -Belgrad, Zeit 13, Synagoge Friedb. Anlage. Gestorben. Nathan Schwarzschild, 67 I., Eckenheimerlandstr. 133. — Arthur Spier, 38 I. — Bertha Bing geb. Löwenberg, 58 I., Reuterweg 94. Auswärtige Famiiieuuachrichteu- Gestorben. Benno Heller, München. — Albert Goldschmidt, Trebur. — Leon Fischel, 56 I., Landau. — Max Rothschild, 25 I., Michelstadt. Epeude». Bei der Nationalfondskommission (I. Heimann, Zeil 21, Postscheck 41441) gingen ein: Göulah-Palästina-Woche. Durch Friedrich Schott von mehreren Bekannten 100 M. Rechtsanwalt Dr. Schönberg 50 M N. N. 5 M. Ferner: M. Wimpfheimer 5 Bäume Lud. Rappgarten 50 M. S. Seligmann anl. Jahrz. 2 Bäume s. sel. Eltern 20 M. Hans Schustergarten von Ernst Frankel z. Andenken an s. I. Freund 15 Bäume 150 M. Nachum Wahrmann dankt Prof. Hch. Loewe u. Frau, Berlin, für frdl. Aufnahme 2 Bäume Walter Katzenstein- Garten 20 M. Palästina-Aufbau: I. Wodowski 100 M. Friedrich Schott zweite Spende 100 M. A. D. von Verwandten anl, Bns Milo 20 M. Büchsenleerung: Wohlfarth 6.10, Kaffee Mangel 5.30, H. Gerlich- 3.40, I. Wallach 8.—, Rest Herrmann 20.56, Frch Sondheimer 39.20, Rosi Stern 5.55, Rosenstock, Parkstraße, 34.68. Wildberg 4.—. Ferner: Jsaac Heinemann z. 16. Tamus anl. Jahrz. fiir s. sel. Dtutter 5 Bäume im Robb. Mark. Horovitz- Hain 50 M. Bei „R. I. Pr." gingen ein: Dr. Fritz Geis z. Hochz. Leo Rosenblatt-Berlin 3 M.» R. R, 5 M., Teplchki 5 Mark) Misrachi-Telegramnr 6 M. Für die Flüchtlingsfürsorge gingen beim Verein Tikwas Zion (Adresse für Spenden: David Hamburger, Sandweg 16) ein: Ernst Dülken, Dipl.-Jng. Grünstein, Georg Freudenstein -je 100 M., I. Heimann, Jakob Broch. S. Wronker u. Co., Caroline Hamburger je 50 M., Alfred Berger, Eduard Feist je 2 5ßR., Storno Strauß 20 M-, S. Heimann 10 M. Briefkasten. L Der Schauspieler Ferdinand Bonn ist Christ. B. D. 31. August 1907 21. Ellul 5667. R- Trotzky ist wohl ein geborener Jude, doch er hat längst jedes Band zerschnitten, und sein Empfinden gegen Juden und Judentum ist gehässig und feindselig. Seit dem 1. 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