Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 18 (1920)
- Issue
- Heft 14 (16.4.1920)
- Date
- 1920-04-16
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr 14 Kaffee Kaisergarten ' am Opernplätx ' Erstkli^siges Famill«n* *Kaffe e Täglich von 4.Uhr ab . ■ Künstler - Konzert. tigte. sich Hauptsächlich init der Tatsache, daß diese so außerordentlich bedeutsame Institution seit Jahren im engsten Rahmen wohnen muß, weil sowohl die Subvention der Israelitischen Gemeinde, als auch die MitLliedcrbeiträge recht winzig sind. Seit Jahre» konnte der Bestand der Bibliothek nicht »cnnensioert vermehrt werden, und die Zeitschriften mußten ungebunden bleibe». Wenn trotzdem das vergangene, noch unter den Einwirkungen des Krieges stehende Jahr 7635 Besucher und 1050 Entleihungen auswjes, so beweist dies, welche Entwicklungsmöglichkeiten die 'Jüdische Bibliothek und Lesehalle bei entsprechender materieller Förderung vor sich hat. ' Zur tatkräftigen Förderung der materiellen Grundlagen, der Bibliothek wählte die Generalversammlung einen Kropagandaausschuß und zwar: Sanitätsrat Dr. W. Ha-, nauer. Im Trutz Frankfurt, Redakteur Sa ly Geis, Langestr. 7, I. L Goitein, Uhlandstr. 40, Fabrikant Dsv. EugenMaycr, Beethovenstr- und Spier, Adresse: Deutsche Effekten- und Wechselbank. Jeder dieser Herren, such jedes Vorstandsmitglied nimmt Mitgliedsanmeldungen und Spenden entgegen. Auch darf gehofft.werden, daß die Israel. Gemeinde ihre Subvention beträchtlich erhöhe. ■ Die Wahl des Vorstandes ergab Wiederwahl des bisherigen Gremiums: Rabb. Dr. Lazarus (Vors.), Rechtsanwalt Dr. Geiger, I. L. Goitein, Dr. Felix Kauf f m a n n, Rechtsanw. Dr. Mcrzbach, Fritz S o n d h e i m e r und Dr. 'R a b i n. Die Oftjuden in Frankfurt. , Die seit Kriegsausbruch ins Deutsche Reich eingewandertem Ostjuden lassen , sich, in folgende zwei Gruppen ein-, teilend 1. Dse während des Kriegs von der Regierung ähnlich, loie die Belgier für die Kriegsindustrie Angeworbenen und' nach Abschluß beß Waffenstillstandes hier Verbliebenen: 2. junge Leute von 47—25 Jahren, die seit 4040 zur .polnischen Armee eingezogen werden sollten und sich dem durch die Flucht entziehen, da sie von den polnischen Kamc> 'raden und Vorgesetzten mißhandelt 'werden. K Es sind phantastische Zahlen im Umlauf über die Anzahl der durchschnittlich in Frankfurt anwesenden Flüchtlinge. Es sind nämlich nach einwandfreien Feststellungen' etwa 1000 Köpfe, abgesehen natürlich von den schon ' vor dem Krieg hier ansässigen Ostjuden. Diese Leute sind .ganz entgegen der landläufigen Meinung ernstlich gewillt, produktive Arbeit zu leisten, und zwar gilt es zu unterscheiden zwischen gelernten und ungelernten Arbeitern. '4^: D.ie Unterb ri ngung in Arbeitsstellen war einigen Monaten bei dem vorhandenen Mangel MM Kistlewle üDd kmW Kaiaerstrasae 6*4. Bfgiun 8 Uhr. Tel H. 5516. Sieis eraiklassige AUrabt*on» - Programme. ■ Pie ersten Klln»M«p»plel» atw Platte. schlechten Behandlung der boshaften Tante erzählt. Einen einzigen Trost habe es für sie in diesem Hause gegeben: .des Onkels jüngste» Sohn, Benjamin. Mit ihm zusammen ausgewachsen/ habe sic ihn wie einen Bruder geliebt, wie einen leiblichen Brüder, — nun sei er fort, und sie habe .er hier zurückgelassen, allein, allein mit ihren Leiden, mir ihren Schmerzen-— „Ich verstehe Dich'nicht; Chase Elte!, was ist denn 'dabei? Und wenn ein wirklicher Bruder wegfahren muß? lind er war doch kein wirklicher Bruder!" ' „Ruchele, Du weißt nicht, wie sehr ich ihn liebte, wirklich wie einen Bruder, mehr noch als einen Bruder —" '„Aber er'hat ja wcgfahren müssen, Chase »Eitel, er hat ja geheiratet —" ' ,)Sprich's nicht aus, Ruchele, sprich's nicht aus!" ,Marum nicht? ich versteh' Dich nicht; er hat ja doch geheiratet." ~ „Ich känn's nicht hören. Benjamin hat geheiratet, — dieses Wort schneidet mir das Herz entzwei . . . Ruchele, Du kennst nicht das Gefühl, möge Dich das Schicksal davor bewahren . , : Du siehst mich so/verwundert an! So wisse denn, Benjamin hat mir versprochen, ja geschworen hat er, daß er mich /nehmen' wird . . ." ' „Und warum hat er Dich nicht genommen, Chaje Ettel?" .Du'' trägst.wie ein Kind, wahrscheinlich war er mir nicht bestimmt."' * , „Aber er hat Dir doch geschworen, er hat Dir' doch geschworen —" ' . /»Und wenn auch! Nun, er-hat geschworen! Er'wollte mit 'dem. Onkel darüber sprechen, aber er jürchtete ibn; er ' verschob die Angelegenheit von einem Tag aus den andern so lange, bis er verlobt Wörden ist. Nach der Verlobung sprach ich mit ihm, da meinte er, eine Verlobung sei keine Hochzeit,' er werde noch mit dem Onkel Rücksprache nehmen. So schwanden die Tage, die Jahre, bis jene .Zeit kam, . jene unglückselige Zeit . . . Ich selbst stand unter, der Chuppe und sah zu, wie er einer ander,» den Trauring an den Finger steckte ... Er hielt den Kops zur Erde gesenkt, aber ich. weiß, er sah mich, er sah mich bestimmt - " . '.""'>Äe»n's so istA sagte Ruchele. „dann ist Benjamin doch ein großer Lügner und nicht wert, daß ihn die Erde trägt." . ' > Chaje. Ettel schwieg. . „Und sie, Chaje Ettel? Ist sie. 'jein schönes Weibchen?" V' ,Wer;sie?" . „Sie, 7 Benjamins Weib meine ich." . , Zkue Jüdische Presse. an wirklich 'Arbeitswilligen picht schwer, wenn auch an vielen Stellen Vorurteile zu besiegen waren. I»zwischen haben sich die Verhältnisse vollkommen geändert, indem das städtische 'Arbeitsanil, welches besonders durch die zurück» kommende,: Kriegsgefaiigeiien Mangel an offenen Stellen hak, Einspruch gegen Unterbringung der Ostjuden erhebe» muß. Diese Stelliingiiahmc des Arbeitsamts ist sehr bedauerlich, .da auch diese Mensche» leben wollen und müssen und zum Bettel und illegitiinci, Handel ans diese Weise gezwungen werden. Ein Ausweg ans diesem Ditemina ist noch nicht gefunden. Zur Zeit prüft man »och die verschiedensten Vorschläge, wie man den Flüchtlingen Be-, tchästigung und Verdienst verschassen kan», ohne daß man die Kreise 'des Arbeitsamts stört. Diesbezügliche 'Anregungen: sind jederzeit willkommcii. Mit der Arbeitsfrage parallel läuft die W ohnungsfrage. Wenn auch die Flüchtlinge sehr anspruchslos sind und mit Ouartieren vorlieb nehmen, die Deutsche nicht .beziehen würden. Auch mir Lösung dieser Frage ist man noch beschäftigt. Nur die Berührung dieser veiden Fragen, nämlich der Arbeits- und Wohnungsfrage zeigt, welch' grenzenloses Elend sich hier in unsrer Mitte abspielt. Es freut den Berichterstatter deshalb besonders, auch mal von angenehmen Stunden dieser Verfolgten berichten zu können. Es Ist nämlich gelungen, die Flüchtlinge während d e r F e i e r t a g c teils Einladungen in Franksurter. Familien zu verschaffen, wo, wie uns berichtet wird, sie die herzlichste 'Ausnahme fanden, teils, mittags und abends in der rituellen Küche auf der Zeit zu verpflegen. Diese Verpflegung wurde von Seiten deS Vereins „E s r a s I i s r 0 e l" inszeniert. Der Verein trug nicht nur die recht beträchtlichen Kosten, sondern auch die Frauen seiner Mitglieder unterzogen sich i» ausopsernder Weise der Mühe der vollständigen Zubereitung der Speisen. Die Verpflegung wareine unter Berücksichtigung der heutigen Zeit selten reichliche, was dadurch möglich war, daß schon seit Wochen eine Anzahl der Vereinsmitglieder auf. die Fleischnahrung verzichteten, um auf diese Weise bfcu Flüchtlingen ein Fciertagsessen bieten zu können. Freie Aerztewahl im «rankeuhause der Israelitische« Gemeinde. Eine größere Anzahl hiesiger jüdischer Aerzte hat an. den Vorstand der Israel. Gemeinde, das Ersuchen gerichtet, in der 2. Klaffst und teilweise auch »jn der 3. Klaffe des Krankenhauses die freie Aerztewahl^einzuführen. In der Eingabe wird darauf hingewiesen, dag in Anbetracht dev seitens der Kranken dieser Klassen jetzt zu leistenden hohen! Veripslegungskosien es eine soziale Pflicht sei, den Patienten! zu gestatten, sich inz Krankenhaus weiter von ihrem Arzt behandeln zu lassen, zumal einige nichtjüdische Krankenhäuser: bereits für diese Klassen freie Aerztewahl eingeiührt haben. Es ist anzunehmen, daß der Vorstand der Israel. Gemeinde dieser Eingabe wohlwollend gegenübersteht. Kleine Notiz««. Die sehr zahlreich besuchte P e s s a ch s e i e r des B ereil, d e r O st j u d e n „T i k w a s Zion" wurde mit einem musikalischen Trio, Absingen der Hatikwah und Ansprache des Vorsitzenden Jacob Herzberg eröffnet. Sodann wurde Frohes und Heiteres unter der künstlerischen' Leitung Markus Gerlich's geboten. Die musikalischen Darbietungen (Lauser, P i e t r a c, Tauber), die Rezitationen lMnßler, Eis „er, Haar) usw. gestalteten den Chaje Ettel war erst rot und dann blaß geworden. Sie preßte die Lippen aufeinander und schwieg. Diesen raschen Farbenwechsel im Gesicht, "'dieses plötzliche Stillschweigen wußte sich Ruchele nicht zu deuten; es kam ihr nur merkwürdig vor. Aber das suhlte sic heraus, daß sie diese Frage an sie nicht hätte richten sollen. — — — Als Ruchele mit Mosche Mendel sich verlobte, war Chaje, Ettel nicht mehr am Leben, lieber ihren Bräutigam hörte Ruchele allenthalben nur Lobreden und Preishymncn. „Unbe>chrien! So ein Glück!" tonte es ihr überall entgegen. „Eine Schmalzgrube! Ein reiches Haus! Eisik Naftali ist ein Balboes, der feinste unter allen Mazepewkaer Balebatim, und einen Sohn hat er, 'neu ein und einzigen, und was für einen . . . Nun, das heißt ein Glück!" . . . Und Ruchele fühlte sich glücklich .... Jn der' Tat war Mosche Mendel ein seiner Jungling mit seltenen Eigenschaften, ein talmudischer Kops, ein feuriges Temperament, ein ausgezeichneter Bibelkenner und obendrein ein „Schreiber" von Gottes Gnaden, das heißt, er besaß eine Handschrift, die in ganz Mazevewka als Weltwunder gezeigt.wurde. Selbst Motel Spreis, der Mädchenlehrer in Chmelnizk, ein Sachverständer auf dem Gebiete des „Schreibens", zollte Mosche Mendels Handschrift die vollste Anerkennung- Ruchele hatte mit ihrem Bräutigam sehr wenig, gesprochen. Wo war er, und wo war sie? Mazepewka liegt von. Chmelnizk weit entfernt, und im ganzen waren sie ein einziges Mal zusammengckonimen und zwar bloß auf zwei Stunden und in Gegenwart von einem Minjan Juden, und der Bräutigam war in dem einen Zimmer und die Braut in dem andern. Also, wie gesagt, gesehen hatten sie einander nur kurze Zeit, gesprochen säst garnichts; dafür schrieben sie häufig aneinander ein volles Jahr lang, bis zur Hochzeit. An diesem Briefwechsel hatte Motel Spreiz einen großen Anteil; da der Bräutigam seine Briefe in drei Sprachen schrieb: Hebräisch, Russisch und Deutsch, so war Motel Spreis darauf bedacht, daß auch die Braut sich nicht mit ihren Briesen zu schämen brauche. Auch wollte er. den Beweis liefern, daß ein Mädchen, das in seiner Schule schreiben lernte, tatsächlich schreiben kann. . Er verwendete daher viel Fleiß und Mühe, Rucheles Briefe an ihren Bräutigam - mit recht zahlreichen französischen Brocken zu durchsetzen. Ein volles Jahr währte die Komödie des Briefwechsels, per erst einige Tage vor der Hochzeit eingestellt:' wurde.-.- ’ ' . '1V. Wochenbett-Ausstattiuigeii Hugo Rothschild Langestrasse 35. Telefon Hansa 9926. 'Abend zu einem ästhetischen Gcunß und drückte ihm einen jüdischen Charakter auf. Der Sommer-Lehrplan der Agudas Jisr 0 c 1 - I u g cii d g rupp c zeugl von fortschreitender Ausdehnung der Leistungen dieser Bereinigung. So ist ein hebräischerSprachkursns vorgesehen. So wird mitgetcilr, daß durch eine namhafte Spende es ermöglicht worden ist. eine ganze Reihe weiterer Zeitschriften für das Lesezimmer zu halten. - Auch der Lehrplan des Talmud-Thora- Be r -» ein^gibt von einer erfreulichen. Ausdehnung Kunde» Für die Sabbat-Rachmittage ist 'ein neuer »schiur festgesetzt» in dem Lehrer Unna aus „Ajick Jaakow" agadrscheStellen aus dem Talmud vorgetragen wird. Für Knaben'von, 8—15 Jahren werden drei besondere Unterrichtsstunden ein- ' gerichtet, damit sie aus den Quellen der Thora schöpfen lernen. Frankfurter Beraaftaltangea. "• Talmud-Thor a-Bercin, Hörsaal Börneplatz- Synagoge: Samstag, Schluß des Morgengottesdienst: Schulchan Aruch (Dr. Friedmann), 3-/.»: Raschi zum Wochenabschnitt lLiPinsky), 4 Uhr: Ajn Jaakauw (S. Unna), Sonntag, Schluß Morgengottesdienst: Mischna (Dr. Friedmann), vorm. 8>/t: Mikro (S. Unna), vorm. 9//: Schulchan Aruch sLiPinsky), Sonntag*): Mnauraus Hamoaur. (Dr. Braun), Montag*): Nwiim (S. Unna), Dienstag*): Chauwaus HaUewowaus (Dr. Braun), Mittwoch, Schluß Morgengottes»* dienst: Mischna (Dis. Friedmann), Mittwoch*) Mnauraus» Hamoaur (Dr. Braun), Donnerstag*): Mnauraus Hmnoanr (Dr. Braun). Donnerstag, abends 7»/»: Gmoro (S. Unna), Hermesweg 25/27. Unterricht für Knaben, Samstag. 3Vs: Schulchan Aruch (Jos. Unna). »»«Be nwi «801^ K- . J | Jehuda Le» Gersou. - Die Weisheit verscheucht nicht das Gefühl, die Klug» heit tut es. Die Weisheit ist irgendwie naiv, die Klugheit?? keine Spur. Die Weisheit ist bescheiden, die Klugheit tut 'S sehr weise. Die Klugheit ist getrennt von der "Einheit, H die Weisheit, erlebt die Einheit. Die Methoden der Klug» 4 heit sind in der Weisheit einbegriffen. Es steckt aber keine: Weisheit in der Klugheit. Denn diese ist das von der gött- ,7t lichen Gnade losgelöste Wissen. Das erbärmliche Wissen' - des Jch§. Ohne Gnade Gottes. H Die Klugheit kennt nie Logik, die Weisheit auch Musik. vj Die Klugleit wi.l Beweise, die Weisheit verschmäht sie nicht. '4 Was die Klugheit sagt, ist immer richtig. Was die Wpis- -1 *) 3/i Stunde vor Nacht. £r Kaffee Jtuliland SS, Kaiseratraaae 56 TSgllch erstklassige Kaiaerstrasae 56 Unterhaltungsmusik Rucheles Hochzeit unterschied sich in nichts von alle» andern jüdischen Hochzeiten im Osten. Es.ging zu wie überall; zwischen dem Baker der Braut und dem des Bräutigams entspann sich eine erregte Debatte wegen der Mitgift, man zankte, trank einander zu und war wieder ausge». söhnr . . . Die Braut nahm unter Schluchzen und Träne» Abschied von ihren Lieben . . . Die .Lostzeit" bei de» Schwiegereltern begann ... Bei den Schwiegereltern tat sich für Ruchele eine neue Welt auf. Ein neues Leben. Sie wurde von alk» geliebt und geschätzt. Dwosche M'alke hätte das 'Leben für sie hingegeben: Rur Ruchele und abermals/Ruchele. Das Schönste und Beste wurde für Ruchele reserviert.. Kaum batte sie morgens die Augen geöffnet, so stand schon auf dem Tisch das Krüglein Kaffee vorbereitet. Dwosche Malke, die sonst Vielbeschäftigte, tanzte um sie' den ganzen Tag. ,FLas braucht Ihr Euch bemühen, Schwiegermutter?" pflegte Ruchele immer wieder zu sagen. „Es macht nichts, iß, Ruchele, trink, Ruchele!" war Dwosche Malkes ständige Antzvort. Einmal' bemerkte Ruchele, wie die Schwiegermutter in' atemloser Hast dem Hause zueilte und mit lauten Scheltworten und Flüchen in die Küche stürzte. ,LSas ist. Schwiegermutter?" fragte Ruchele erschrocken. .Frag' nicht, Kind . . O, ist Das eine Magd, Pharaos Üt ttßrbieittß sie? CHpftt tTlPfi mth ivrrii rfntfnwr» Plagen verdiente sie! Geht weg und vergißt zurüctzukommrn. Ich habe geglaubt. Du bist schon längst ausgestanden, . und die Milch steht und kocht und kocht ... ich lauf', ich, weiß denn, wo ich bin in der Welt? . . . Im Gewölh ist es, unbeschrien, eng, es sind viele Kunden da . . . unst.. er, mein Schlemiet, steht mit aufeinandergelegten Handelt wie ein Mechiton . . . Ich bitte ihn, trag' doch nach Hause diese zwei frische Bretzeln für Ruchele . . . Schrei, was - Du kannst, es hilft Dir nichts! . . . Iß, Ruchele, 's sin!»' sriiche Bretzeln, bei Leibzichen. gekauft. — Ja, was habe, ich sagen wollen? — Steins geklagt! Der Kopf ist mir wie ' berauscht . . . Tcha, da ist sie ja, die schöne Magd. Wo bist Du gewesen, ha?" Run setzte sie die Liste von Scheltworten urfd-' Borwürfen fort: von wegen der Milch für Ruchele, von wegent des Kgssees für Ruchele, kurz, alles drehte sich um Ruchele > und wieder einmal Rubbele. — Selbst der vielbeschäftigte Schwiegervater, der tagsüber von feinen-Geschäften in Anspruch genommen war, widmete ihr einen erhöhten Grah. an Aufmerksamkeit. - Bvrtsetzrurg folgt.)