Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 18 (1920)
- Issue
- Heft 12 (26.3.1920)
- Date
- 1920-03-26
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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.Leite 4. Nr. 12. Eafseretrssse 69. Bfjrlun S U't. Tof H. 4516 Stau Atixaki.unu —Programme. . DI« aratep XQnsMapfplaU^m Platza. . lichen Worten Ausdruck, daß bereits 25 Jahre verflossen, seitdem der Vorsitzende dem Vorstande angehört, hob ganz besonders seine außerordentliche Fürsorge und unermüdliche Tätigkeit für die Interessen des Vereins hervor, und überreichte ihm ein von den Mitgliedern .gestiftetes Blumenarrangement, eine Kristallschale nebst Ehrendiplom enthaltend. Nach Verlesung des Protokolls.und Rechnungsablage gedachte der Vorsitzende der verstorbenen Mitglieder Frau Ballenberg und des so verdienstvollen Nechnungsführcrs Lehrer M. Höchster. Bei der Neuwahl des Vorstandes bat Herr Adler, aus gesundheitlichen Rücksichten von seiner Person abzuschen. Wie ungern man Herrn Adler aus dem Vorstand scheiden sieht, zeigte seine einstimmige Ernennung Zum Ehrenvorsitzenden. Zum Vorsitzenden wurde Oberkantor und Lehrer Es chwege, zum Schriftführer Frau Lorch und zur .Kassiererin Fräulein RosiAdler gewählt. Kleine Notizen. Im Taünud-Thora-Verein spricht Sonntag, den 28. März, Dr. R ab in über dieHaggadahschelPessach. Der Vortrag, für welchen auch die Teilnahme von Damen erwünscht ist, findet anschließend an den Minchagottesdienft iin Hörsaal der Synagoge Börneplatz statt. lieber den Gebrauch von Hülsenfrüchten für da s diesjäHrrge Pessachfest bringen wir in der . heutigen Nummer eine Bekanntmachung des Rabbinats der Frankfurter Israelitischen Gemeinde. Döe Schabbos-Haggodaul-Predigt Rabbiners Dr. Nobel beginnt um 9Vr Uhr. Der Vortragszyklus Dr. Rabin (diesmaliges Thema: „Die Geschichtsauffassung der Propheten") im Verein für jüd. Geschichte und Literatur und Verein f. jüd. Volksvorlesungen beginnt Samstag abend erst um 8Vr Uhr, Lokal: Philanthropin. t FrankfnrterBeranftaltnngen. Mädchenclub, Sonntag, 7 Uhr, Langestr. 30: Stiftungsfest (Aufführung von Bertha Pappenheims „Schwarze Spitzel). — Mekor>Chajim, Samstag, 4 Uhr: Mikro (Frankenthal), Sonntag, 6Vs: Piutim (Dr. I. Breuer). — Talmud'Thora-Bercin, Samstag, Schluß des Mopgengottesdienstes: Dinim (Dr. Friedmann), 3y, Uhr: Raschi (Lipinsky), Sonntag, Schluß des Morgengottesdienstes: Mischnah (Dr. Friedmann), vorm. 3 Uhr: Schulchan Aruch (Lipinsky), Schluß dü WendgottesdiensteS: Haggadah schel Peffach (Dr.- Rabin), Montag, 6(4: Mikro (llnna), Dienstag, 6 Uhr abds.: Chauwas Halwowauth (Dr, Brmm), Mittwoch, Schluß des Morgengottesdienstes: Mischnah (Dr. Friedmann), .Donnerstag, Äends Hermes- Weg 27: Gemora' (Unna). M o n t e f i o r e, Sonntag, 4 Uhr: 2. Puripiseier, Montag, 8 Uhr: Heimabend. . , — ■. , I ■ — Skizze«. Bon I L- Perez. (SuS dem Jüdischen übersetzt von I. D.i Ich wohne in einem ruhigen Haus, weit von dem rauschenden Berkehrsviertel, und nur selten verirrt sich dorthin ein Lumpensammler mit Handel, Handelt" Wenn nicht manches Mal ein wanderiwer Schreiner mit seiner Säge ' anklopfen oder ein Scherenschleifer mit seinem Hammer anklingen würde oder gar eine unsaubere Dienstmagd Teppiche oder Federbetten ausklopfte, dann wäre es bei'mir in der Wohnung still wie auf einem Friedhof. Die Muse hatte mich nicht für einen Augenblick freigegeben, ich hätte die Well überschüttet mit meinem Gesang. Wird aber das kleinste Geräusch hörbar, so verschwindet die Muse, — die Feder fällt aus meinen Fingern, und ich bleibe sitzen, leer ohne Gefühl und ohne Gedanken, wie ein Steig ohne Hühner. So blieb mir einmal nichts anderes übrig, als mich zum Fenster hinauszulehnen und meinen Nachbarn in die Zimmer zu schauen. "V Gegenüber im 2. Stock wohnt ein jmiges reiches Ehepaar Bei dem Einzug brachte man ein Klavier, viele türkische, japanische und einheimische Möbel und tausenderlei kleine Modesachen. Alles nagelneu. Er kam in einem Zylinder, sie in einem Tüllkleid mll Blumen, auch das war alles funkelnagelnep, nur sein Gesicht nicht, das sah alt aus. Hand in Hand kamen sie. Auf der Treppe — da war auch ein Fenster — blieben sie stehen, -lachten und küßten sich . . . Was sich in dem Nest selbst ereignete, iveiß ich nicht, denn doppelte seidene Gardinen ... .Einmal hat einen Orgelmann einen Bauerntanz aufgespielt, und der Leierkasten hat so wunderlich getönt wie «ne zitternde Harfe, helle, traurige Töne. Die Vorhänge wurden aufgezogen und aus dem Fenster hörte ein junges blondes Köpfchen der Musik zu. Nachher lehnte .sich zu ihr ein Kahttops. Es war der Herr mll dem Zylinder. Aber das blonde Köpfchen gehörte dem Dienstmädchen, dem schönsten Dorfmädel, das in der Musik einen Gruß vom Dorf empfand, den Geruch von Wiesen und Felder spürte.- Im ersten Stock sind keine Gardinen, da sehe ich - alles, was sich dort abspielt. In der ganzen Woche ist es still und' leer: sie ist im Laden, er aus der Straße. Die altfränkischen gepolsterten Möbel sind mll weißen Bezügen verhängt. 'Manchmal kauft das Dienstmädchen aus Neue ZÄtzche Ei» Mahvrus! Bon Hermann Eeckbach» Frankfurt a. M. Es bedarf gewiß keines Hinweises, welchen Ausgaben wir alle in Zukunft gegenckberstehen. Um uns herum liegen die Trümmer so vieler Hoffnungen und Wünsche, nicht bloß für die Gegenwart, sondern für fernere Zeiten. Unser Lebenskörper ist krank- und kaum einer unter tzns, der nicht am eigenen „Ich" den nagenden Wurm der Zeit verspürt. Dennoch haben weite Kreise des Judentums noch keinen Begriff, welche verheerenden Erscheinungen sich aus wichtigsten Gebieten bereits zeigen. In der goldenen FriedenSzeit gab eS kein schönres Ziel, keinen edleren Zweck als den. Bauten der Menschenliebe zu errichten, in denen allen vom Leid Geplagten in echt jüdischem Sinne Hilfe und Linderung geboten werden sollte. So entstanden Werke wahrhafter Menschengütc, die berufen waren, eine Quelle der Glückseligkeit den Hilfesuchenden zu erschließen. ' Das Dalutaelend und die hiermit verknüpfte Entwertung der Stiftungsgelder bringen es nun mit sich, daß die ehemals^durch helles, klares Gewässer steuernden Gründungen vom brausenden Sturme der Jetztzeit bedroht weriden. Jeder müßte sich nun darüber klar sein, daß es mehr als je gils, diese Gefahr abzuwenden. Nach einer mir vorliegenden Mitteilung einer Anzahl Krankenanstalten betragen z. Zt. die Selbstkosten für den Patienten 3. Klasse etwas über Mk..20.— pro Tag. Was das für solche Mischen Krankenanstalten bedeutet, die als milde Stiftung keine Klasseneinteilung haben und denen keine'Einnahmen aus Klassen (erste Klasse bis Mark 60.— pro Tag!) gegenüberstehen, davon macht sich der Fernstehende keine Vorstellung. Abgesehen von der Verpflegung und medizinischen bezw. ch'rurgischer Behandlung mittelloser Kranken, die von diesen Anstalten zu übernehmen ist, find — und das ist von eminenter Bedeutung — die Kranken mit Wäsche und Kleidung zu versehen. Sollen wir nun warten, bis auch hier der Zusammenbruch heranrückt, sollen wir zusehen, daß - unbemittelten kranken und hilfsbedürftigen, dem Jammer und Elend jetzt ganz besonders preisgegebenen Menschen die Zufluchtsstätte ,entzogen wird? Nein, so weit darf es und soll es nicht kommen! Darum soll ein Mahnruf, an all diejenigen ergehen, die mit Reichtum an Gesundheit und materiellen Gütern gesegnet sind: Fördert und unterstützt durch Stiftungen und Beiträge in wesentlich erhöhtem Maße die jüdischen mildtätigen Anstalten. Sie sind die Säulen der Menschenliebe, die uns und unserer Heranwachsenden.Jugend steten Anreiz geben, Herz und Seele für das Leid zu öffnen. Stehen vielleicht uns auch allen schwere Entbehrungen und manch sorgenvolle Tage bevor, ein wertvolles Vermächtnis können wir immer zu allen Zeiten in uns ^tragen und das ist Gemiluth Chesed, das allen Schmerz zu lindetn vermag. Theo Joiia«$ Konfitüren und Schokolade g'am weg 12_Stein wag 1°- der Küche, hat einen Korb in der Hand und ein Tuch auf dem Kopf, wirft ein Auge in den altmodischen Spiegel und holt sich Rat, ob sie so auf die Straße hinunterlaufen kann oder ob sie sich erst das Gesicht abwaschen muß. Das Gesicht gefällt ihr. Ein zufriedenes Lächeln ergießt sich über ihre Sommerslecken. Mit Len nicht ausgekämmten Haaren hat sie doch zu tun, die lassen sich nicht verbergen, unter dem Tuch. So läuft sie noch einmal in die Küche, kommt wieder, Hände und Haar fett mit Butter oder Schmalz, und die eingeschmierten Haare legen sich gleich unter das Tuch, und die heraussehen, glänzen anmuttg. Endlich geht das Dienstmädchen fort. Ein. Mäuschen kommt zum, Vorschein aus dem großen schweren Kleiderschrank und schaut mit seinen glänzenden, u>.ruhigen Aeuglein nach allen Seiten des Sofas. Die Stühle schweigen, der Tisch ist -leer. Auch das silberne Tablett, das mit den Gläsern aus dem Glasschrank herausschaut, rührt sich nicht von der Stelle. Die Besomimbüchse und der Chanukaleuchter aus dem zweiten Fach machen dem Mäuschen auch nicht Angst . . . und das Mäuschen schwingt sich hinüber und verschwindet in der Küchentüre. Es ist weiter still bis zur Dämmerung. Dann kommt das Ehepaar nach Hause, ißt zu Abend und verschwindet im Schlafzimmer. Dort hängt ein Misrach an der Wand mit fürchterlichen Löwen und. rechts ein Luach. Auf dem großen Kleiderschrank liegen etliche Bücher, denn ein besonderer Bücherschrank ist nicht da. Ich erkenne auch die Bücher. In einem elfenbeinernen Etui liegt ihr Brautgeschenk, — eine übersetzte Tesilloh. Dicker und breiter ist der „Zeinoh ureinoh" mit zerrissenen Ecken. Auf der andern Seite erkenne ich »das dicke Buch „Anrach chajim". Daneben liegen etliche dünne Bücher: „Tickon Schewuoth", eine Hagadah eine Äegilloh. In der Mitte mit -dem Rücken nach vornen stehen die Machsorim. Außerdeni liegen noch einzelne Blätter zerstreut umher, die scheinbar aus einem alten Andachtsbüchlein stammest. Das ist die ganze Bibliothek von einem einfachen -Juden. Die ganze Woche ist es still und ruhig, außer Freitag. Da-macht mich das Fisch- und Fleifchhacken nervös. Vor Pesach bin ich fast aus der Haut gesprunchen, hon all dem Scheuern, Reiben und Kratzen. Hausfrau und Dienstmädchen haben sich manche Tage aus dem Boden gewälzt und geschafft. Am Schewuoth habe ich mich überzeugt, daß „Geruch etwas Wesentliches ist." Da sah ich eine volle Stube nüt frisch gebackenem Käsekuchen, Rosinen und -frischer Butter. Sukkoh brachte -er viel Zeit zN mit Laub legen, — 'die (Sonne darf doch nicht zu vrel ein- ,-mtt od. ohne jiFilfeehe4i^tattungen stefliieferung Speaialitfit: HerrenOborhemcien naoh'Masa .Defekte -Wäsche - wiicUeoirgfältig repariert. Frankfurter Gross-Weissnäherei Langes tr aase 18/Hinterbau. :: Tel.: B Om er -^>308. Die Speisegesetze.*) „Die Speisegesetze, meine Liebe," erwiderte Frau Triest, „sind allerdings der Hauptteil und — wenn Ihr wollt — die Grundlage deö jüdischen Lebens, , sie bedingen, sie kennzeichnen es; sie umfassen es aber nicht ganz, sie machen es nicht ausschließlich aus. Die Grundzüge des jüdischen Lebens zeichnet 'uns, nach dem Ausspruch unserer, Weisen,/- tun prägnantesten der Prophet Micha in den drei -Punkten: , Richterstrenge gegen sich selbst, die Liebe eines Wohltäters gegen seine Mitmenschen und ein Wandel der Demut vor, Gott." — Die ausführliche Auslegung bietet,uns die mündliche Lehre und das Leben unserer alten Weisen. Bildeten aber auch nur die Speisegesetze das jüdische Leben, machte die Beobachtung derselben allein den Juden und die Jüdin, ihr Einfluß aufs Leben wäre nichts weniger als unbegreiflich, wenn man den Grund derselbe» nicht in einer Diätetik oder einer die - Gesundheit betreffenden Lebensordnung sucht (wozu man sie jo gern herabdrücken möchte, um ihre Unanwendbarkeit auf Ort und Zeit-darzntun), sie mich nicht als vorgeschobene Mittel des Absonderns von den Völkern ansieht, .zu welchem beide uns d,e heilige Schrift keinen Anhaltspunkt bietet; sondern sie als göttliche Schutzmittel vor Entweihung des Körpers durch alles, was ihn,, das Werkzeug des.Geistes und Gemütes, absttimpfen, sittlich abschwächen, ja sittlich entträsten kann, erkennt, oder als Kräftigungsmittel im ' schweren Kampfe des jüdischen Berufes zum priesterlich meinen Leben gegenüber dem großen Heere, tierischer Triebe, die ihre Herrschaft, die ihr-Uebergewicht über uns-geltend machen,.und Geist und Gemüt hinabziehen wollen zum gemeine» Genußleben, zum Molochdienst der Sinnenluft, zu jener schrecklichen Abgötterei, die die größte Verwüstung in der menschlichen Gesellschaft angerichtet hat, — zur Selbstvergötterung/? „Unb das alles sollen und wollen die Speisegesetze bewirken?" „Sie können es und -bewirten es auch durchschnittlich in der Tat/xDenn was ist die Ueberttetung anderer göttlichen Gebote und Sittengesetze anders, -als Selbstsucht? Ist das Frohnen der Sinnenlust etwas anderes als der schneidendste Ausdruck dbr Selbstvergötterung? Allgemein heißt eS, der Geiz sei die Wurzel alles Uebels; aber mir Nichten- Die Selbstsucht ist's, die Selbstvergötterung. Man stellt das eigene Ich dem göttlichen entgegen, man schlägt *, Entnommen dem soeben bei Sänger u. Friedberg, Frankfurt a. M. erschienenen Neudruck des Buches „Re - bccca oder d as jüdischeWeib in ihrem religiösen Berufe. Eine Federzeichnung - von Abraham L ev i. 106 Seiten. Elegant gebunden." Die-Anschaffung des Buches, das schon Rabbiner S. R. Hirsch s. A. rückhaltlos lobte und das leider .seit Jahrzehnten vergriffen war, kann jedem jüdische sein wollenden Hause nur aufs wärmste empfohlen werden. - D. Redakt. dringen, auch zu viel Schatten darf .nicht sein — und' dabei ist er von der Leiter gefallen, und hätte er nicht im Auftrag einer Mizwoh gehandelt, so hätte er sicher ein Loch im Kops gehabt, — so aber hat er danach, ein bekanntes Lied vor sich hinbrummend, Lnlof und Esrog hinaufgetragen. Am Sabbat und den Feiertagen jchläft man oder empfängt Gäste und wartet ihnen Eingemachtes und Obst auf ... Dann sehe ich das Möbel ohne Ueberzug: gelbe Vögel und grüne Blätter —, und ich beneide den einfachen Juden! Politik und andere Sachen sind nicht seine Sorgen. . . . Parnosoh gibt 'Gott, er muß sich rühren, muß auch die Hand in kaltes Wasser tun, weiter nichts! . . . Er hat keine Kinder, oder sie sind schon versorgt . ... So lebt er ruhig wartend auf den Messias! Er hat ckeinen weiten Horizont, dafür aber einen sichern geraden Weg von der Wiege bis zum Grabe . . . Kein Zweifel durchbohrt sein Gehirn, er hat niemals eine Frage, die ihm eine Frage bleibt. Die Vorfahren, die früheren Geschlechter haben ihn mit allem versorgt» mit deutlich verzeichneten Antworten. Man hat ihm ein Testament hinterlassen, wie er sich aufführen soll; wann schlafen, wann und was er kochen sott, wann Wein trinken, wann eng und wann bequem sitzen ... Auch ist darin enthalten, was von Gott zu erbitte», was den Menschen zu wünschen ist/kurz fürs ganze Leben ein fertiges Rezept.. . ’. Taucht in ihm eine Frage auf, so schaut er in den Luach, in die Tesilloh, schickt das Mädchen zum Rabbinatsassessor, der in der nächsten . Straße wohnt, oder 'fragt den Nachbarn ... Er verliert niemals den Boden unter den Füßen; ihm fällt der. Himmel nicht ein, seine Welt steht fest wie Stahl und. Eisen,. und so wird sie auch stehen bleibe» bis in alle Ewigkeit. Ei» solcher Mensch' ist/solange er gesund ist und kein besonders schlechtes Weib, hqt, glücklich und zufrieden! Er selbst hat sich vor niemand zu schämen. Das Fenster ist im Sommer offen und ' Sommer und Winter' ohne Vorhänge . . . Himmel und Erde mögen hineinsehen, ich bin sicher, daß er keine Schelle und kein Sicherheitsschloß an der Türe hat. Die Türe läßt sich nicht einmal fest schließen, und er verlmigt nicht, daß man vorher anklopft, er hat nichts zu verstecken. Ich schaue wirklich ganz offen und frei in das einfache/altmodische Nest hinein, wo -das stille Glück gedeiht . . . auf gelben.Vögeln und grünen! Blättern, — heut aber ist es dort lustig ... (Schluß folgt.)