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Neue jüdische Presse · 1920-03-05 · Heft 9 (5.3.1920) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
18 (1920)
Issue
Heft 9 (5.3.1920)
Date
1920-03-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite L? Meue JMscheMesse. Nr. S. Oktober ISIS abgeschlossene Protokoll der Zionist Acmmission ■imb den Vertretern der palästinensischen Arbeiterschaft zur Prüfung voizuttgen und innerhalb 4 Monaten eine Entschei- »ung HU treffen." Ju-lius Simon machte die Mitteilung, daß der Delegierte aus Bulgarien, Jacob Awramoff, eine Stiftung ästinc' von övo voo Leva für Palästina zur Verfügung gestellt hat. Am 21. Februar sprach u. a. Dr. Hantke über Dt« Manisationsfragen. Im Juli soll die Jähreskonferenz stattsinden, für die auf die Teilnahme der amerikanischen Zionisten gerechnet wird. Der Jahreskonferenz soll ein neues Wahlstatut. vorgelegt werdm, nach dem 1000 Schekelzahler einen Delegierten wählen und zwar nach dem Proportionalwahlsystem, das, die Nachteile der geographischen Gruppierung überwindend, die Stimmungen und Richtungen ttmerhalb der Organisation zum Ausdruck bringt. In der Debatte, die sich am 22. Februar sortsetzte, jchlug Hugo Herrmann für die Jahreskonferenz Karlsbad vor. Goldenberg sprach über die Schwierigkeiten der asammenärbeit mit den Fraktionen» da Misrachi und Poale 'on separatistische Tendenzen haben und sich eine ein- Mche Form nicht finden ließe. 'Goodman» befürchtet auch für England Reibungen mit dem Misrachi. Podlischewski betonte Schekel, Palästinaarbeit und. Hebräische Sprache als Grundlage der Organisation; die ,Poale Zion seien gegen jeder der drei Punkte. - Mn Ende der Debatte wurde u. a. folgende Resolution angenommen: * - Die Jahreskonferenz wird aus Anfang Juli möglichst »ach einem "Lande mit niedriger Valuta einberufen. Die 'Wahl der Delegierten zur Jahreskonferenz ist von der Abfühmng der Schekelgelder abhängig." Der Antrag der Anerkennung des Hapoel Hazair und jir . der Seite Zion als ■ Föderation soll der Jahreskonferenz " »orgelegt werden. Die Zionistische Kommission in Palästina , Wirb auf 13 Mitglieder erhöht. Ferner sprach sich die . Versammlung für schnellste Einberufung der Konstituierenden Versammlung in Palästina auf Grund des Proporttonalwahlsystems ohne Unterschied der Geschlechter aus. Der Schluß der Sitzung beschäftigte sich mit' der Einwanderungsfrage nach Palästina. Am- 28. Februar würde die Debatte über die E m i» »ration zu Ende geführt. Aus der Debatte ist die Mitteilung des E. bemerkenswert, es stehe bestimmt zu hoffen, daß nach, der definitiven. Erteilung des Mandats! Palästina auch den Mden der ehemals feindlichen Länder geöffnet wird. Die Sitzung vom.28. Februar beschäftigte sich Haupt« sächlich mit dem Komitee der.jüdischen-Delegationen in Paris. Eine einstimmig angenommene .Resolution anerkennt in den bisherigen Errungenschaften des Komitees namentlich mit Bezug auf die Der»' . teige mit Polen, Rumänien, Tschechoslowakien, Jugoflavien und in.des Deklaration der litauischen Regierung . einen wesentlichen Fortschritt auf dem Wege zur Erreichung, der nationalen Gleichberechtigung der Juden und nimmt» mit Befriedigung vons der Tatsache Kenntnis, daß das Komitee den Forderungen der Zionistischen Organisation' hdisichtlich Palästinas sich angeschloffen und sie vor der Friedenskonferenz vertreten hat. . Am 24. FÄruar fand die Schlußsitzung statt/ dje sich zu einem eindrucksvollen Erlebnis gestattete. Dr. Rsordau, Dr. Weizmann, Sokolow, Dr. Hal- .P«rn und Naiditsch sprachen. Aus allen Worten Wrach zukunftsfroher Optimismus.*) Rabdiuer Dr. Marcus Horovitz s. A. - . Zu seinem zehnjährigen Todestage. Am 16. Adar sind es zehn Jahre, daß er von uns gegarten. Aber wer, der ihn gekannt, weiß sich nicht noch ganz im Banne dieser gewaltigen Persönlichkett,' in der sich Frömmigkeit vereinigten mit vielseitigem Wissen, unermüdliche Schaffensfreudigkett mit nie rastendem Forscherdrang, nie versagende Festtgkett des Standpunktes und des Eharakters mü Milde, herzgewinnende Schlichtheit und Natürlichkett mit goldenem, alles verllärenden Humor, abgeklärte Lebensweisheit mit jugendlichem Schwung und Optimismus. Wer den Menschen und die kindlich reine Seele ' dieses Menschen kennen lernen will, der lese einmal die Briefe, die seine Jugenderinnerungen uns wiedergeben: die . -.Meisebilder"' von Liska nach Berlin. Welches feine, sinuige Verständnis spricht hier aus diesen Zeilen für das - Gmpfindungsleben eines großen Teiles der Ostjuden, ohne daß die Schattenseiten verkannt werden. Verstehen wollen? das' ist der Wesenszug dieses Mannes! Man sagt oft: Nur Fanatiker können Führer in große» - geistigen Bewegungen sein. Dieser Mann, dieser Mordechai, er war auch ein Fanatiker, nämllch «in Fanatiker der Liebe zu allem, was jüdisch hieß: er wollte die Einhett des - Judentums gewahrt wissen, so wie unsere Propheten einst auch zu dem sündigen Volke redeten mit harten Worte» - und doch Liebe, unendliche Liebe gerade zu den Abtrünnigen in ihrem Heizen tragend. So wänderte er von Osten nach Westen und brachte in den Westen die gleiche Liebe zum Älall mit, die er dem Osten gegenüber empfunden hatte, sah auch hier neben den vielen Mängeln der „schlechten" Juden ihre Vorzüge, legte einmal ineinander die Hände eines großen Philanthropen des Westens und eines großen Rabbiners aus dem Osten «itb freute sich der Freude, . die die Beiden an ihrem Jüdischsein empfanden. War er doch der Lieblingsschüler des Mannes, .der ebenfalls stets für die Erhaltung der Einhett innerhalb" *) In dem vorwöchentlichen Bericht muß es bei Punkt Ja Resolutionen httßen: -Die Universität ist so zu zanifieren, daß die Gttvtfsvnsfteiheit der verschiedenen! -kulturellen Richtungen gewahrt bleibt." deS Judentums eintrat bei der strengsten Betonung eines persönlichen religiösen Standpunktes, R. Israel Hildesheimers." Er war . daher der gegebene Mann, als die Frankfurter Großgemeinde sich entschlvß, das jüdische traditionelle Leben in ihrer Mitte wieder erblühen zu lassen.' Wahrlich, da stand der Mann und schuf sich seine Stellung, schuf eine Gemeinde, nein, schuf eine neue Richtung in Deutschland, denn auch in Berlin am Seminar sagten wir junge Studenten, ohne den Mann persönlich gekannt zu haben,, nur Um andern in der eigenen Mitte und außerhalb unfern'Standpunkt genau zu präzisieren: Ich gehöre der Horovitz'schen Richtung an. Wußte» wir doch, 'dich die Großen im Osten, die Gaonim, auch in ihm den Gaon achteten, daß er eine führende Stellung im allgemeinen Rabbinerverband einnahm, wußten wir doch, daß er innerhalb seiner Gemeinde musttrgiltige rituelle Institutionen geschaffen, vor allem aber, das öffentliche und das Religions - Schulwerk in ssiner so mustergilttgen Weise eingerichtet hatte, daß eS für alle deutschen Städte als vorbildlich gelten konnte. Er war vorbildlich auf dem Gebiete der sozialen Wirksamkeit, Führer im Hilfskomitee für die osteuropäischen. Züden, ebenso Mttbegründer des Hilfsvereins der deutschen Juden, wtt Gründer des großen Hilfswerks Lemaan Zion. Im einzelnen alle Verbände aufzuzählen, denen er sein Herz, seine Kraft und die Mittel zur Verfügung stellte, die ihm von den Besitzenden als Gaben überreicht wurden, mit denen sie seiner Persönlichkeit huldigen und sich selbst ehren wollten, würde den Rahmen dieser Skizze weit überschreiten. Nur dem Gelehrten, dem scharfsinnigen Forscher sei nochmals unsere» Huldigung dargebracht. Bewunderswertz ist die Vielseitigkeit dieses Mannes. Neben seinem Standart Werke: Frankfurter Äabbinen, 1882—85, veröffentlichte er die Werke: Jüdische Aerzte in Frankfurt a. M.» 1886, Die Wohttätigkeitspslege bei den Juden im alten Frankfurt, 1896, Zur Statistik .der jüdischen Bevölkerung im alten Frankfurt, 1896, Die Inschriften des israelit. Friedhofs u. v. a. und ferner eine große Zahl meist nur mit Initiale» gezeichneter Lettarttkel, Korrespondenzen, Rezensionen Lind Besprechungen, kleinerer und größerer wissenschaftlicher Abhandlungen über geschichtliche, talmudische und andere Themata. Einen Teil seiner hebräisch geschriebenen Responsen finden wir im „Mathe Levi" zusammengestellt, eine Reihe bedeutender Reden und Predigten, vor allem solche, die den Talmud oder Stellen des Schulchan Aruch gegen antisemitische Fälschungen und Anwürfe in Schutz nehmen, sind der weiten Oeffentlichkeit bekannt geworden. Wie wir hören, ist eilte Veröffentlichung einer großen Reihe weiterer Responfen, eine Neuauflage des schon längst vergriffenen..Buches „Frankfurter Rabbinen" sowie eine Herausgabe weiterer Schriften geplant. Man darf auf diese Verössentlichungere wohl erwartungsvoll Hinblicken, spricht doch aus jedem Wort des Dahingegangenen der Wegweiser für unsere, des Judentums Zukunft zu uns. . M. Horovitz war mit der einflußreichste zeitgenössische Rabbiner, eine der hervorragendsten Erscheinungen des neuesten Judentunls, Keiner, der ihn gekannt, konnte sich dem Zauber dieser liebenswürdigen, erfurchtgebietenden, weisen und harmonisch abgeklärten Persönlichkeit entziehen. Auf ihn finden, im wörtlichsten Sinne wahre Anwendung des Estherbuches letzte Worte: - Ki Mordechai ha jehudi godaul lajehudim verozuj lerauo echof, dauresch tawo le amau vedauver scholaum lechol wrau. . ^»Mordechai, der Jude, er war der Größten einer unter; dei?Jpden, war beliebt bei seinen sämtlichen Volksgenossen, da er das Heil seines Volkes suchte und für sein ganzes Geschlecht nur den Frieden predigte. —y. Von de» Jüdische» Arbeitsämter». Während in der Presse und bei den Behörden eine erregte und nicht immer sehr sachliche Diskussion über die Lösung der Ostjudenfrage in Deutschland geführt wird, übersieht man fast völlig die Tatsache, daß einige entschlossene Leute längst das einzig Richtige getan haben, indem sie Jüdische Arbeitsämter schufen, die sich die Vermittlung von Arbeit an die zuwandernden Ostjuden zur- Aufgabe machen. Die Hauptämter befinden sich in Berlin, Duisburg und Königsberg. Ueber den Erfolg solcher »Arbeit gibt eine Statistik Auskunft, die soeben vom Jüdischen Arbeitsamt in Duisburg ausgestellt worden .ist. Danach meldeten sich im Monat Januar 152 .Arbeiter, .von denen nicht weniger als 132 aus Polen gekommen waren. Neben 26 Handelsangestellten« Schülern und Studenten waren darunter *23 Fabrikarbeiter, 11 Schlosser, Schmiede und Klempner, 19 Texttlarbeiter, 18 Schneider, Schuh- und Schäftemacher, 13 Metzger und Bäcker usw. Diese Berufsstattstik beweist, daß das Gerede von den ,^>stjirdischen Schiebern" in seiner Allgemeinheit eine grobe Verleumdung ist. Noch mehr» beweist das die Statistik der in ihren» Beruf untergebrachten Ostjuden. Von den genannten 152 Arbeitern konnte das Arbeitsamt Duisburg im Ganzen 88 Arbeit verschaffen, außerdem 61 früher Gemeldeten, im ganzen 149 in einem Monat. Unter diesen befanden sich nicht weniger als 53 Hilfs-, Platz- und Erdarbeiter, die bei bedeittendsten Jndustriefirmen untergebrächt wurden (z. B. bei Gebr. Kiefer, Nordd. Holzhandelsges. Raider u. Burkart, Matthes u. Weber, Thermosbau, A.-G.» Hütte Bullan, Rheinische Stahlwerke usw.). Leider ist die Tättgkett -der Arbeitsämter bei' den jüdischen Gemeinden »wch viel zu wenig bekannt. Es werden immer noch große Summen ausgegeben, um durchwandernden Ostjuden die Weiterreise zu ermöglichen. Viel richtiger wäre es, wenn alle Gemeinden in Deutschland regelmäßige Subventionen den Arbeitsämtern zuwiesen. Im Bereich des Arbeitsamtes Duisburgist dies bereits erkannt worden. Dort unterstütze» folgende Gemeinden das. Arbeitsamt: Bielefeld, Bochum, Barmen, Burg-Steinfurth, Bocholt, Dinslaken,' Duisburg, - Elberfeld, .Essen,, Emmerich, Hattingen, Hamborn, Herforb/Herne, Kämen, Lünen, Mühlheim guhr). Ruhrort, Rheine, Soest, Unna, Wanne, Witten, arburg, - Wattenscheid, ' Steele. Schmallenberg» Hamm, Wesel. - Es ist -unbedingt notwendig, daß alle ''deutschen Gemeinden den genannten folgen. Nur! so wird-es möglich sein, ein Netz von jüdischen ArbeitsämteÄr über ' ganz Deutschland zu verbreiten und damit die einzig wirksame sozialvolittsche Maßnahme zu tteffen, um nicht nur den Ostjuden zu Helsen, sondern auch der deutschen Volkswirtschaft eine Anzahl der jetzt so dringend benöttgten vrodnktiven Kräfte zuzuführen. czk. De«tsches Reich. Bund gesetzestrener jüdischer Gemeiude« Eeutschlauds. In Hälberstadt fand die - konstituierende Vertreterver fammlung eines „Bundes gesetzestreuer j.üdi scher Gemeinden Deutschlands" unter Führung der Synagogengemeinde Halberstadt-und der Hochdeutschen Israeliten-Gemeinde Altona statt. Der Bund, der im Sinne von Arttkel 137 der Reichsverfassung eine öffentlichrechtliche Körperschaft ist, bezweckt die Zusammenfassung. Stärkung und Verttetrmg aller jüdischen Gemeinden; derey Verfassung und Institution dem überlieferten Religions. gesetz entsprechen. Er behält sich vor, mit anderen Organisationen, soweit es die Wahrung der eigenen Grundsätze zuläßt, zum besten der gesamten deutschen JudenAit zn< sainmenzuarbeiten. Vorort des Bundes ist für die nächsten zwei, Jahr« Halber st ad t. Briefliche Anfragen sind an Rabbiner Dr. Auerbach in Halberstadt zu richten. Deutsch-Oesterreich. vrthvdoxer Zusammenschluß. Die Bertteter von 19 orthodoxen Bethausvereinen Wiens faßten folgende Resolution: -' _ v „Die gesetzestreuen Juden Wiens haben keine offizielle Vertretung, weil sie keine Organisation haben.' Die Notwendigkeit einer solchen. Organisation erscheint aus . dem Grunde geboten, weil ein großer Teil der Wiener Jude» ein besonderes Interesse daran.hat, daß die jüdischen Institutionen im echt jüdischen Geiste auf -Basis des Schulchan Aruch geleitet und erhalten werden und daß die Vertreter einer zu schaffenden Organisation der! gesetzestreuen Juden in Angelegenheiten, wie 'Erziehung,! Religionsunterricht, soziale Fürsorge, Friedhofswesen, <Tem-! pelführung und Beschaffung von Ritualien mitberaten und: mitbesttmmen. Die heute versammelten Bertteter von 19 Bethaus¬ und Wohltätigkeitsvereinen verschiedener Mchtung streben die Schaffung einer solchen Organisation an und werde» zu diesem Zwecke ein Vorbereitungskomitee aus ihrer Mitte wählen, welches die Grundlagen zur Zusammen f<?ssung und Bereinigung der gesetzestreuen jüdischen Elemente Wiens schaffen soll. : Die Versammelten erklären .gleichzeitig, daß die von einigen Leuten eines Bethausvereines für sich-in Anspruch i- - genommene Führung der Wiener Orthodoxie nicht zu Recht besteht, denn diese Leute vertreten bloß einen Teil ihres Vereines und haben entschieden kein Recht, im Name» der gesamten Wiener Orthodoxie, welche aus vielen Zehntausenden gesetzestteuen Juden besteht, zu sprechen. Ueberdi» droht das Vorgehen dieser kleinen Gruppe die Einheitlichkeit der Wiener Juden zu stören, da ihre Politik aus ben Trennnngsstandpunkt eingestellt ist, welchen wir mit oller Entschiedenheit perhorreszieren." Schweiz. Si« jüdisches AuSw«uderu«aSlür» r» Bafel. In einer Versammlung der Vertreter sämtlicher jüdi- * scher Vereinigungen Basels legte Rabb. Dr. Cohn die Notf * Wendigkeit eines Auswanderungsbüros dar, wie dieses vor? dein Kriege unter der musttrgiltigen Leitung des sei. I. Bol- |- lag-Feuchlwanger bereits bestanden hatte. Die Ver'amm- § - lung beschloß einstimmig die Errichtung eines solchen BüroS i und wählte als Komitee I. Drehfus-Brodsky (Ehrenpräsident), Jules Jung, Joseph Bollag. Frau Dreyfus-Strauß, Willy Eisner, Victor Wyler. Das Büro will die in Basel eintresfende« Auswanderer bekleiden und verpflegen, vor allem, aber ihnen die direkte Durchreise zum Einschiffungshasen ermöglichen. Das ' Büro hat mit seiner Tättgkett bereits - begonnen. Adresse: Jules. Jung, Austraße 57. t Litaae». Lehrerlarse. II. P. Z > Kowno. Die seitens der Zette Jisroel mit hebräischer Unterrichtssprache eingerichtet« Lehrerkurse wurden feierlich eröffnet. Im Namen deS Organisattonskomitees begrüßte Bizem'inister Dfc. Rachmile^ witsch die Anwesenden und übergab die Leitung der Kurst dem Lehrerkollegium, an dessen Spitze Dr. Deutschländer steht. Namens des litauischen BildungsministeriumS hielt Ministtrialrat K u o d e i t i s eine Ansprache. - PalSstina. »re Statuten der Jerusalemer jüdtschen Semelnök seuehmiat.' Die Statuten der Jerusalemer jüdischen Gemeinde Hab« die behördliche Genehmigung erhalten. Sie besttmmen u. a.: 1. ^Die jüdische Gemeinde ist eine -legale Körperschaft. Ihr Oberrabbiner oder ihr Präsident hat Sitz im Stadttat. 2. Die Zeugnisse ihrer Schulen gellen gleich I den« der staatlichen Schulen. 3. Sabbatfeiernde Juden können nicht verhallen werd«t an nichffüdischen Ruhetagen zu ruhen. -4. Die Rabbiner genießen in Eheschließung und -Schrihung sowie in. religiösen AngelegenAiten behördliche Autorität. 5. Die Gemeinde-Institutionen such steuerfrei und haben Anspruch auf - staatliche 'und städttsche .Sribvrnttonierung. . ~ V-

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