Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 18 (1920)
- Issue
- Heft 7 (20.2.1920)
- Date
- 1920-02-20
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 2. 'tw«t einem Mügliü» beS Stonä-SomiteeS et^alttn löJU'. n«^ Las mit ihnen in btce&em KerhLlvns steht. In der ersten Sitzung sind folgende Hertreter einzelner FEerationen erschienene Dr. Bernstein-Kogan für die Zionistische Organisation Dessarabiens, Josua Caleb und Avramoff für Bulgarien, Chicoürl für Aegypten, Dr. Teiches, Rev. Goldbloom,' Mr. Paul Goodman, Israel Cohen, Shire (im Turnus) für die English Zionist Federation, Florentin für Griechenland, Sprinzak und Kaplan für den Hapoül Hazair und ZLire Zion, Marx und Sacher für den Order of Ancient Maccabeans, A. M. Abrahams für Südafrika, Tr. Israel Caleb und Dr. Israel Auerbach für die Türkei, Dr. Alexander Goldstein für die Ukraine. Für die nächste Sitzung sind zu erwarten Dr. Epstein für Argentinien, Dr. Diamant für die Bukowina," Dr. Ornstein für Holland, Dr. Isaak Jaffa für Lettland, Ing. Kann« für Rumänien. Isaak Feuerring für Skandinavien, Dr. Hugo Herrmann für die Tschechoslovakei und Dr. Osias Thon für Westgalizien. Fern« sind zur Sitzung zugezogen die Sekretäre des Aktions-Comitees, d« Redakteur des offiziellen Organs der English Zionist Fcheration Leon Simon und Leonhard Stein, der soeben aus Palästina eingetroffen ist. Jean Fischer beantragte eine besondere Sitzung des A. C., welche über die Zulassung d« nicht dem A. C. angehörenden Delegierten Beschluß fassen soll. Dr. Marmore! erwähnte, daß bestem« liberalen Handhabung d« Einladungen ein von ihm schriftlich gemacht« Antrag hätte berücksichtigt waden sollen, wonach alle früheren Mitglied« des A. C. ebenfalls hätten eingeladen w«den sollen. Es wird lwf Antrag von I d e l s o h n beschlossen, - die beantragte. Sondersitzung des A. C. betreffs d« Zulaffung ' der. nicht dem A. L. angehörenden Mitglied« erst vor Beginn der Nachmittagsitzung einzuschalten. Dr. Weizmann nahm das Wort zu dem polttischen Bericht. Er stellte fest, daß in d« allernächsten Zeit mit d« Erteilung des Mandats zu rechnen ist, dessen Präzisierung das Ergebnis eingehend«, während der lchten Jahre ununterbrochen gepflogen« B«atungen und Verhandlungen mit allen zionistischen Organisationen einerseits und den Vertretern der englischen Regierung and«erseits ist. Die wichtigste Frage, d«en Erledigung noch in d« Schwebe ist, ist — abgesehen von dem Mandat an sich — die Frage der Grenzen. Ueb« diese Frage sind von Seiten d« Zionistischen Organisation Verhandlungen mit allen in Betracht kommenden Regierungen gepflogen worden und es steht zu hoffen, daß das Resultat den Lebensnotwendigkeiten des Jüdischen Nationalheims und ein« gesunden ökonomischen Entwicklung des Landes entsprechen werden. Tie wid« alles Erwarten ausgedehnte Übergangszeit infolge der mit dem System d« Okkupation verbundenen Folgen hat in Palästina zu ein« außerordentlich schwierigen ökonomischen Situation geführt. Es ist al« in d« letzten Zeit gelungen, die Administration in Palästina zur Annahme bestimmter Pläne zu gewinnen, welche schon jetzt — also vor b« endgültigen Regelung der politischen Fragen — die Inangriffnahme eines ausgedehnten Wiederaufbauwerkes gestatten. Dadurch wird dem bisherigen unbefriedigenden Zustand ein Ende b«eitet. Ein and«es Zeichen für die Wendung zum Besseren, die in dem Stagnierungsprozefl eing«reten ist, ist die Mission Herbert Samuels. Tr. Weizmann stellte zum großen Bedan«n fest, daß bei d« Sitzung die B«tret« d« Zionistischen Organisation Amerikas.fehlen, die wegen der großen Finanzkampagne in Amerika zur Zeit nicht abkommen können, zum Teil auch aus persönlich beruflichen Gründen v«hindert sind, . jetzt Amerika zu v«lassen. Tie Zionistische Organisation Amerikas hat während d« ökonomischen und politischen Krffe die Zionistische Organisation aufrecht gehalten und deckt noch jetzt 80 o/o der finanziellen Ausgaben d« Gesamtorganisation. Hierauf b«ichtete Sokolow speziell üb« das verhilltuis -er ztoaiftische» Orgauisatioa zur französische« Regierung. Mit Rücksicht auf den lchten Regierungswechsel in Frankreich war eS nottvendig, mit den Bvctretem d« jchigen französischen Regierung in Verbindung zu treten, um sie so genau als möglich über die zionistische Frage zu informieren und auch ihre Unterstützung zu sichern. Sokolow hatte kurz vor sein« Abreise nach London -eine längere Unterredung mit Ministerpräsident Millerand, ebenso wie vor kurz« Zeit mit dem Senatsprösidenten Leon Bourgeois, dem Hertret« FrätckreichS ixtbex Leugne of NatwnS. fix Hecke die Rme tzWDhe DvOe. ve^'reulich« UchechengungaüS seinen Unt«haltMgen gewonnen, daß die neue, französische-Regierung nn der Deklaration entschieden schhalte. . ' ' Sobolow berichtete hi«Mf üb« die Art der. Beziebun'gen zu den verschiedenen Regierungen und sprach die Ueberzeugung aus, daß die Völker die zionistische Frage nur im Rahmen der jüdischen'Frage überhaupt kerrachten, nicht isoliert als eine palästinensische Frage. Tr. Hantke stellte hierauf fest, daß die Sitzungen als vertraulich behandell werden müssen, daß ab« besondere Berichte über die Sitzungen ausgegeben werden sollen. Hierauf wird nachstehende vom E. A. C. vorgelegte Tagesordnung genehmigt: Zunächst soll den bisher erstatteten Berichten Dr. Weizmann und Sokolow eine allgemeine Aussprache folgen. Hierauf .sollen drei Referate üb« Palästina-Kolonisation und die damit zusammenhängenden Finanzpläne «stattet, werden. Die drei Referenten sind Julius Simon, Dr. Ruppin .und Boris Goldberg. Ein Tag ist dem Bericht über die Finanzen, d. h. einem Bericht üb« die finanzielle Situation und über die Pläne kcrreffs der Finanzinstitute gewidmet. Hi«auf soll in die» Beratung des Arbeitsgebietes d« Erziehung xingetreten werden. Dr. Lewin wird ein. allgemeines Referat, Dr. Weizmann Spezialreferate über Universität und Technik erstatten. Hieran sollen sich Referate von Zlatopolski über die Kulturarbeit in Rußland, Podlischewski über Kulturarbeit in 'Polen, Boehm über Kulturarbeit in Lesterreich schließen.. Das Referat üb« Organisation wird Tr. Hantke halten; das Referat.über die Finanzen d« Organisation Goldb«g. Ein besönd«« Bericht ist für die Vertreter der Zionistischen Organisation im Comitee des Delegations Zuives vorgesehen; Motzkin wird in diesem Zusammenhang üb« die Frage der Tiasporaarbeit referi«en. Schließlich wird de Lieme ein Referat über den jüdisch«! Nationalfonds halten. Diese Tagesordnung wurde angenommen. * Tie zwei te Sitzung wurde nachmittags unter Ausschluß aller nicht dem Aktions-Comitee selbst angehörenden Mitglied« eröffnet. Es wurde die Frage der Zulasjung der nicht dem Akttons-Comitee angehörenden Federationsdelegierten und Spezialgäste verhandelt und beschlossen, für die wetteren. Sitzungen nur die Delegierten der Federationen, die eingeladenen Experten und die kettenden Sekretäre zuzulassen. Nach Wiedereinführung dies« durch den Beschluß zugelassenen Personen wurde die Generaldebatte eröffnet. In der Generaldebatte sprachen zunächst I a c o b u s Kann, Jean Fischer, Dr. Friedemann und Dr. Alexander Marmorek, welche kritische Bemerkungen zu den zionistischen Vorschlägen für das Palästina-Mandat machten. Kann beschäftigte sich außerdem mtt Beobachtungen und Erfahrungen auf sein« letzt« Reise durch Palästina. Dr. Marm orek brachte eine allgemeine Kritik gegen die Führung d« zionistischen Politik vor Md äuß«te insbesondere die Ansicht, daß die Leitung nicht alles Notwendige getan habe, um außerhalb d« Bewegung stehende Kreise für die Mitarbeit h«anzuziehen. Die Redner betonten die Not-' Wendigkeit guter Beziehungen zu den Arabern. Dr. Weizmann antwortete auf die vorgebrachten Argumente. Er stellte die Verhältnisse dar, unter welchen die zionistische Leitung ihre politische Arbeit während des Krieges ausgenommen und durchgeführt hat und was das Erreichte zu bedeuten hat. Er beschäftigte sich auch mtt dem Verhältnis zum arabischen. Volk und seinen Führern und verwies hi«bei auf die Grundsätze, die seine und sein« Kollegen Politik von Anfang an geleitet haben und die in Tat und Wort zum Ausdruck gekommen sind. Die 3. Sitzung, 1L Februar, vormittags, in welch« die inzwischen eingetroffenen Ing. Stricker, Adolf Böhm und Prof. Ornstein teilnahmen, wurde durch Sokolow eröffnet, welch« auf-verschiedene Punkte in den Sieben der Debatte einging und u. a. darlegte, in welcher Weise die Lettung außerhalb des Zionismus stehende Mische Kräfte für die Mitarbeit gewonnen hat. Im Schlußteil sein« Rede sprach er üb« das Verhältnis, der palästinensischen Frage zum gesäurten jüdischen Problem und zeigte, daß xä notwendig ist, den Zionismus in sein« Beziehung zum gesamten jüdischen Problem zu erfassen und zu behandeln. Hi«auf sprach Dr. Boden he im er den. Führern den Dank ftlr die «reichten Erfolge auS. Er konstatierte, daß die zionistischen Vorschläge durchaus Die Forderung des BaSler Programms enthalten und inhaltlich mehr enthalten» als selbst die . zur Zeit KerzlS Rr,?. IM, 7 - sinket.' «u^geacheiÄe» Projekte. <Sc"fptac$r aus, daß die Zionisten all« Länder möglichst Möglichkeit «haltest, - intensiv in Palästina an §||| beit teilzunehmen. Ä [extor NachklS«ge zur Amsterdamer Ao»f« Metz Wie wir bereits verzeichneten, haben die d« Slmsterdamer Misrachi-Konferenz im Kreise se häng« nicht einstimmigen Widerhall gefunden. Die Misrachi-Jugendgemeinschaft und die Frankfurter gruppe haben Gegenresolutionen gefaßt, und UEMch Fromm hat 'in der „Jüd. Rundschau" seinen MMHck Beschlüssen der Konferenz abweichenden AnschauungdWW^ druck gegeben. . Das B«liner Zentralbüro des Misrachi ninmMM, in einem uns eingesandten Memorandum Siellung'AW^i Einwürfen. Zuerst beschäftigt es .sich mit der FE""*'" Legittmität der Konferenz. Sie sei bei der Unmö interterritorialer Wahlen aus den demokratisch g Mitgliedern der Zentralbüros der einzelnen schäften und nach einem bestimmten Schlüssel , _ neit Vertretern der einzelnen Länder gebildet wordHtTMie Konferenz sei mindestens so legitim gewesentvle dle.gWrwärtige Tagung des zionistischen Großen AktionskomttHs. Wir sind, ohne damit die Legitimität der Konfereiyangrelfen zu wollen, trotzdem der Ansicht, daß genüg«rd-Zeit) vorhanden war, mindestens in den deutschen OrtsKuPPrn Wahlen zu der Konferenz vornehmen zu lassen. Besond«s ausführlich verbreitet sich das MemorBMm, üb« die Ku lturresolution. Hi« heißt es'HMU-; „Was zunächst die Gefahr der S p a l t u n stHanbetrifft, so entspricht diese Befürchtung einer G älütch-!i Mentalität, die wir doch allmählich ablegen.;.sollten,t> Es ist richttg, der Misrachi hat einmal die traurigMMtsache erlebt, daß eine Reihe seiner Anhänger —: dMÜttri führende Persönlichkeiten —an der Durchführung'Mstner - 'Prinzipien verzweifelten und nun keinen anderenSMsMt. als die Trennung mehr zu wissen, glaubten. MHRWr, daß solche Bild« heute noch manchem von uns voAÄMen stehen. W« in Amsterdam war, weiß, wenn er.jWWt, schon früher gewußt hat, daß solche Gefahren üp" sürchtungen heute höchstens noch absolutphantH> lind. Niemand kann schärfer in der Opposition stischen Landesorganisation stehen als Meier' LMMM,- der Führer des amerikanischen Misrachi. Wer MWgüf der Konferenz kennen gelernt hat, weiß, wie gruiwWsch die Vorstellungen sind, die sich der „Israelis vMLMser Opposition macht, weiß, daß Gedanken auch nur>.an^oi^ Möglichkeit der Trennung aus der zionistischen GescWorganisatton für ihn ebenso ins Reich der Phantasie/gehören wie für jeden "von uns. Gerade die wurzlung der Ge.am judenheit mit der zivnistischen^''Orga-v nisation ermöglicht in Fällen, in denen es zur NotNwndigkeit wird, auch eine Oppositionsstellung, wie sie vonDonerikanischen Misrachi eingenommen wird. Aehnlich liegt der Fall für die etwaigen MwhM n er,Kultur-Resolution. Daß der Diisrachj.^1nrchle Erziehun .ewigung ft leiden. Ab« vc -sÜrchtung lng d« " i jede fi umt die «len erscl zbilden. i >en fiihlei m führe Jahren, len d« 5 ijettige, n ) alles, n kulturel > Gefühl pnüb« l Nicht o . eines § ichtnng d sir ihn ir liehen die impf' wei ,b vielmc iszurichten c unseres igen wirb rke besitz iem einh omfl'erei -stehen. Daß n umS gekl Sischicl punkl die Tc lchtlinien etlichen! uns eb m uns »u geh Me sc nns«er itung b >ie Konfe rage der ^aaen, di iübischen i Notwendigkeit versetzt werden könnte, sein SchullDck"»n-l abhängig von dem Organ der zionistischen OrganisdtionW? die Hand zu nehmen, ist möglich, wenn wir auHHernens solchen Ausgang um so weniger erwarten f5nnen£*aßf£jo| die zionistische Organisation selbst sich bereits zwe' den Standpunkt der von uns geforderten zwei gestellt hat; ab.er daß damit etwa, wie Fromm b« Anfang zu einem Ausscheiden aus der Org überhaupt oder gar zu einer Trennung in Erez gegeben wäre, diese Befürchtung kann niemandem! Sinn kommen, der den Misrachi, wie er wirllich is Wichtige^ und. ernster zu nehmen ist natürlich dj b« Festlegung der kulturellen Verschiedenheiten c Trennung der Waadt m. Die Befürchtung, daß damit für die Dauer die denheit der Kulturen (Verschiedenheit der Judentü Fromm es nennt) statuiert wäre, war die Erwäg auf d« Konferenz den Beschluß am schwersten mal gleichwohl konnten "sie — konsequent durchgedachi Konferenz nicht zu anderen Entschlüssen führen. H in Amst«dam einmal das Schlagwort „Besser von dH. „ heit zur Einheit, als von der Einheit zur ZweiheittH Wort hat zweifellos Berechtigung. Wenn heute, WW das mehrtausendjährige Galuth die Differenzen K“Ji Orthodoxie und religiösen Radikalismus bis zum ausgewachsen sind, der Versuch einer Einheit des Un! Wesens gemacht worden wäre, wäre die SpaltuH Frage von noch nicht zwei Jahren. Es ist - daß MiSrachi und „Zeire Zion" heute eine gl die gesamten Schulverhältnisse -regelnde Schuwehl den, ohne daß die Differenzen zwischen ihnen binj zester Frist zum ExoduS einer der beiden Partes reu würde. Das Wort von der Einheitsschule, das in dem schen Artikel und der Frankfurter Resolution eil spielt, ist heute doch nicht mehr als ein Wort, «pvi Vorstellung, die die Nachbemerkung der „RundsHulMbrherrscht, als ob die religiösen Unterrichtsfächer rMMLer übrigen einheitlichen Schule abgetrennt werden Mnnten, braucht wohl nicht eingegangen zu werden. Für tchUMez Jisroel das jüdische Kultur-Zentrum der ZukunfMWder muß sich klar darüber sein, daß die jüdischen UnteÄMssächer den Lehrplan beherrschen müssen, und in MschNtt, Kulturgeschichte, Literatur (von der Gesetzeslehre, eS jedem selbstverständlich ist, ganz abgesehen) siqd^die Diff«enzen so, baß von einer Einheitsschule feir“' sein kann. Wenn wir so wenig vergewalttgen wollen, unS v«gewalttgen lassen wollen, dann müssen darüber^ Lar sein, daß jede kulturelle Richtung _ lichkett ihres autonome» Schulwesens haben müßL;DÄ müßte selbst dann sein, wenn die Befürchtung richM^M*' daß damit. di»se Differenz verewigt würde/ weil -—* Bo» ijante, Wie . mrde, hc itrale . rhen. > :ir Besta rheitliche rutsch« l :n ka , idenheit |je tiefer iolkes al miß« ti Ifianbe de Ißerzen di ioden en IGestaltunx Inur soviel Möglichkei \ gegeben tt Wenn ItS heute ] [tonen bti Iheißt es, ljum Lanl uns«e B Imuß aus |foIc§E Bo Tage sationsari big. orgai beiseite st! derhältnij teil bas l wahrten die Wag ein heili, daß, in? klein auf Die I Fragen, der Dias