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Neue jüdische Presse · 1920-02-06 · Heft 5 (6.2.1920) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
18 (1920)
Issue
Heft 5 (6.2.1920)
Date
1920-02-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 5 Seite 3. Kai8erptraaae 63. Beginn 8 Uhr. Tel H. 5516. Afkai’s' /' DQd Erenttage Stets emfclasslge Atirakt.onB - Programme. Pia «rrton KOwtlopgplela am Platte. gemütlicher Abend «Ansprache cand. Spehe.), Sonntag, SH: Hessendenkmal: Tageswanderung; Montag, 8 Uhr Heimabend Mittwoch, 8 Uhr: Die Kabalah (Rabbiner Dr. Salzderger). — Talmud Thora-Verein, Freitag, Schluß des Abendgottesdienstes: Bortrag (Lehrer Leicht Samstag. Schluß deS MorgengotteSdientteS: Dinim (Dr. Friedman»), 3'/« Uhr: Raschi «Lipinskh, Sonntag. Schluß des Morgengottesdienstrs: Mischnah (Dr Friedmann), vorm, ö Uhr: Bchulchan Aruch iLipinsky), Schluß des AbendgottesdiensteS: Joluah (Unna), Montag, 6'/« Uhr: Mikro (Unna). DienStag, 6 Uhr, abendS: ChauwauS Halwowauth (Dr. Braun), Mittwoch, Schluß deS MorgengotteSdiensteS: Mischnah (Dr Friedmann), Donnerstag abends S'/«. HermeSweg 27: Semora (Unna', — Literarische Rundschau. Herma«« Bahr und der Zionismus. Oesterreich/ das zur Zeit bejammernswerteste Land, dark sich von den Herren der Welt brnetten lasten um seinen Dichter, der die letzten zwanzig österreichischen Jahre in romanhaften, jedoch die nur dichterische Form weithin zersprengenden Gebilden zu gestalten vermocht hat. Seit Balzac in seiner comödie humaine eine dichterische Chronik seiner Zeit und seines Landes gab, gemacht in die Ewigkeit hineinzuragen, ist nichts geschaffen worden, was Hermann BahrS österreichischen Romanen gleichkäme. Sein Genie lotet nach allen Dimensionen; so Oberflächlichkeit einen Schlüsselroman vermutet, erhebt der Dichter Typisches zunr Symbol und wertet es für die Dauer. Ich glaube nicht, daß es im Oesterreich deS 20. Jahrhunderts eine bewegende Kraft gab, die Hermann Bahr nicht wiederleben ließ in seinen ebenso bunten wie glühenden, reichen wie tiefen Romangebilden. In, letzten Werke des Zyklus, das „Dste Rotte Ko - r a h s" benannt ist, setzt er sich mit dem silbischen Problem in Oesterreich und gleichzeitig mit dem Zionismus auseinander. Es ist kaum zu glauben, mit ivelch unwahrscheinlicher Einführnngskraft sich Bahr in die jüdische Seele hineinzusühlen weist. (Adolf Bartels, der' semitophobische Exzentrik der, Literaturgeschichte, wollte ihn deshalb schon v.or Jahren zuin Juden stempeln, und als bas absolut nicht ging, — Bahr stammt von steierischen Bauern — erklärte er an Seelenwanderung zu glauben. So trägt jeder nach seiner Weise zur Erheiterung bei). Sein Dr. Beer, der zionistische Arzt, ist der Typus des Ebeljuden, wie ihn bis jetzt meines Wissens in dieser Vollendung noch QIC TELEFON erfüll!- ALLE Ansprüche. r-RANKFURTER PRIVAT-TELEFON-GESELLSCHAFW "»> i-i Sc'«.' FRANKFURT VM. «w»* CiW Treuderl. Bon Leopold Ko «Perl. (Fortsetzung.) : „So nicht," entgegnen Trenderl mit flammende« Wangen. . Da überlief das gescheite Jüdel der lang' verhaltene Grimm; mit einer heftigen Gebärde spftang er vom Stuhl aus und war auS der Türe. Als er fort war, fühlte der Schlosser einige Reue, daß er ihn so böse habe gehen lassen.. Es fiel ihm ein, daß er doch hätte fragen sollen, von wenn denn eigentlich die tausend Gulden herrührten. Dann aber drängte sich ihm; die Schamröte ins Gesicht; daß das gescheite Jüdel bereits an einen andern gedacht hatte, der für ihn den Blitzableiter aufsetzte. „Da oben auf dem Dach," grollte esr in ihm, „muß ich stehen, denn auf einer jüdischen Schul' muß ein jiddischer Schlosser zu tun haben." Der Schlosser hatte sich yt seine Natur wiedergefunden. Emanstel hältst seine Freude an rhm gehabt! Hirsch Blaser wußte am andern - Tage nicht Worte des Zornes genug zu finden, als er der wackern Frau Mindel Bericht über seinen zweiten Gang abstattete. Der da drüben sei in Glrund und Boden hinein 'verloren; wenn man fünf Groschen für ihn auSgebe, so wären die wie ins Feuer geworfen. Er habe geredet, wie nur Gott reden möcht'; alles, sei umsonst gewesen; er gehe nicht mehr zu; dem Schlosser. Mindel sah das feingefponnene Netz ihrer geheimen In-,' struktionen zerrissen und fand zu ihrüm Schrecken, daß sie keine neuen Fäden zu verwenden hatte. Wpnn er schon dem. Gielde widerstand, wonchtz Sonnte er denn gebändigt werden? Dem! Doktor konnte sie ihre Qualen nicht anvertrauen, der hätte sie ausgelacht; ihrem Minne konnte sie sich auch nicht entdecken; er gehörte ja auch zu dem! .^Vereine" und» verstand sie nichts- So durchlebte sie mehrere Tage, die zst den traurigsten ihres Lebens gehörten; Wacheno und» träumend sah sie den Schlosser zwischen Erde und Himmel Neue Jüdische Presse. kein Jude dichterisch gestaltet hat. In diesem Manne lebt — nein: tob?, rast die Sehnsucht nach der Vollendung unseres Volkes im heiligen Lande, wie daS in solchem Grade nur bei den Besten. Tiefsten. Stillsten denkbar ist. , 'Wien hatte — erzählt der Roman — auch im letzten Kriegsjahre seinen üblichen Riesenskandal: Herr Jason, alias Jakobsohn, irgendwo aus Galizien, der Millionen zusammengeschoben, Hofräte bestochen und mit Ministern spekuliert hatte, ist endlich von einem unerwünscht eifrigen Staatsanwalt zur Strecke gebracht worden. Er war der Typus des Jobbers »nt jeden Preis, dessen hohe geistige Kraft in einer Ebene wirkte mit seiner Skrupellosigkeit. (Es soll sowas zur Zeit auch in Deutschland geben!) Er wird vor Gericht geholt, ist erst kalt, frech, gerät dann in fürchterliche Aufregung und erliegt vor den Schranken einem Schlaganfalle. « Von diesem Vorfall, ansgehend, unterhält sich der jüdische Oberarzt Dr. Beer mit seinem Rittmeister übers Judentum. Er hat diesen, der verwundet in Wien weilt) ausgesucht, um durch ihn wieder an die Front zu kommen; sein Chefarzt läßt ihn nicht fort, weil er ein zu genialer Operateur ist. Beer fühlt, daß eS ihm unmöglich ist, in Wien zu bleiben. Das ist nicht etwa Heldenmut oder gar der Wunsch, sich zu opfern: über solche Gefühle ist Beer hinaus. Es ist noch nicht einmal der Ekel vor all der Lüge, der aufgeblasenen Prahlerei uin ihn her. vor all den geflickten Lumpenkönigen des Krieges, die ihre Herrlichkeit enden fühlen und sic darum »och einmal ganz genießen wollen. Sein tiefstes, drängendstes Gefühl ist das eiirer beschämenden Ueberlegenheit über seine Umgebung; jeneö Gefühl, das die Besten von uns ansprang, eines Tags im Kriege, >vie ein Raubtier aus dem Dunkel: daß Gewalt nicht entscheidet in Dingen der Seele, daß jeder Krieg ein Produkt -von Unfertigkeit, von kultureller Zurückgebliebenheit ist, daß alle dies: abendländischen Völker gleichsam noch unentwickelte Kinder sind, die noch Jahrhunderte brauchen werden, um auch nur in der äußeren Geste den Völkern des Morgenlandes nachzuioachsen. Das unter ihnen, in ihrer Mitte noch in vielen Jahrzehnten die Verwirklichung, nein auch nur die bescheidensten Bestrebungen gu unserer jüdisch-messianischen Lebensmission nicht denkbar sind. Daß wir, nur dieser Mission leben zu könne», erst wieder im Volkstum erstarken, daß wir Jehudim, morländische Menschen werden müssen. (Daß diese Gefühle übrigens von den höchstentwickelten Ariern hier und da geteilt werden, beweist das Reisetagebuch des Philosophen Hermann Graf Kaherling.) Beer wird dieses aufioühlcnde Gefühl nur im Schützen-, graben, in bauernder Gefahr und Arbeit, zeitweise los und sehnt sich deshalb dorthin zurück. Der Rittmeister verwickelt ihn in ein Gespräch übers Judentum. »Bahrs Meisterhand hat kaum je so fein und doch so straff gearbeitet >vie beim Aufbau dieses Gespräches. Beer ist in Aeußerlichkeiten mit verschiedenen spezifischen Unarten eines Mannes auS kleinen Verhältnissen behastet (sein Vater ist erster Claqueur am Burgtheater). Der christliche Aristokrat hat zuerst ein Gefühl angeekelter Ablehnung, — doch das vergeht ihm schnell, als ihm Beer den Einblick in seine Seele vergönnt. Was er, der Rittmeister, vom Judentum wisse und kenne? Nichts, weniger als nichtö: nur eine Senkgrube, nur eben Leute wie Jason und ähnliche, itflfc weniger geniale, sie sich in einen Hafen gerettet haben und sich ausruhen, „Die Senkgrube des Judentums" — er sagts mehrmals. Ei» starker Haß bricht aus gegen die Abtrünnigen, Feilen, Feigen, die das Wichtigste fortwerfen: das Bewußtsein, auserwählt zu sein vor den Völkern. Gerade auS diesem, bei ihm unendlich starken Bewußtsein heraus zeigt er dem Ossizier seine Europamüdigkeit, seine heilige Sehnsucht nach dem Lande der Väter, um dort neu aufzubauen, er und sein Volk enthoben allem Unwichtigen, Unwürdigen, Seelenlosen, was dem heutigen Menschen Europas Lebensinhalt scheint. — schweben, sie sah ihn fallen und mit zerbrochenen Gliederst da liegen. Dann freuete sie sich kindisch^ wenn sie auS der; Werkstätte herauf die frische Stimme! Trenderls vernahm, ihr zum lebenden Beweise, daß er noch nicht auf das Dach gestiegen war. Z)u ihrerst Schrecken vernahm sie eines TageS von ihrem Mann, daß Trenderl den Blitzableiter binnen drei Tagen auffetzen werde. Rebb Schalem tat diese Meldung mit so kalter Ruhe, daß Mindel vor ihm fast zurückbebte. Das' war eine traurige Stunde für sie! Sollte sie wieder zu dem! „gescheiten Jüdel" schicken? Der hatte esj ja ein für allemal abgeschlagen und wollte ja mit dem „Unmensch" nichts mehr zu tun haben. Oder sollte sie selbst zu dem Schlosser gehen, ihn bitten, von seinem Borhaben abzustehen? Und wenn er es auch ihr abschlüge? Ein merkwürdiger Gedanke, wie sie ihn selbst bezeich- »ete, fuhr ihr plötzlich durch den Kopf. An ein Wesen im Hause hatte sie nicht gedacht, bas sich am trefflichsten zu der Mission eignete, die nun einmal an Trenderl ergehen mußte. Hatte sie nicht ihre Taube, ihre Tochter, und konnte ein besserer Bote aufgefunden werden? Freudig überkam es sie, wenn sie bedachte, daß der Schlosser die Bitte der Mutter nicht zurückweisen können wenn sie ihkü aus dem Munde der Tochter vorgetragen würde! — \ Gute Mindei, — was hattest du da erdacht? Im Tone des tiefsten Geheimnisses vertraute Mindel ihrer Tochter, der schönen Taube, die Qualen ihrer geängstigten Seele, und!vie sie kein anderes Mittel mehr ausfindig zu machen wisse, als daß Taube selbst Hinübergehe und an den Schlosser im Namen der Mutter die Bitte richte, von seinem Wagnis des DachbesteigenS abzulassen und kein solcher „Unmensch" zu sein. Hatte die gute Frau nur Augen für ihr eigenes Leid, keine für fremdes? Bemerkte sie denn nicht, daß das schöne Mädchen ob dieses „merkwürdigen" Antrages zu Tode erschrak, wie sie bald bleich, bald wieder slammenrot wurde? Hörte sie denn nicht die Schläge dieses jungen Condttorei und Ca££ Wilhelm Wendel Alte Gasse 6. 9feu renoviert and versrössert. Feinste Torten und Desserts Kaffee, Tee, Schokolade in Tassen* Das Gespräch bleibt für beit Ärzr ohne praktische Folge»- Wir begegnen ihm gegen Ende Ves Buches noch einmal aus seiner Reise nach Bern zum zionistische» Kongreß. Er ist ein wenig müde, resigniert, verspricht sich nicht viel von dieser Reise, weil da zu viele sein werden) die denken und sprechen, wie er. weil vor lauter Idealismus kein Platz sein wird für praktische Tätigkeit. Aber das tiefe Glücksgefühl, den Traum von Jahrtausenden Wirklichkeit tverden zu sehen, wird ihn stärken für sein ganzes Dasein. Ich habe noch nirgends das tiefste seelische Wesen des Zionismus so klar und dabei so künstlerisch verewigend dargestellr gefunden wie bei Hermann Bahr, dem sromrsten Katholiken. Angenommen, durch irgendwelche kosmische Ereignisse gingen späteren Generationen alle Nachrichten vom Zionismus verloren: die Kenntnis von seinem seeliscben Sein ist ihnen durch diesen Roman gesichert. Dr. Victor Goldschmidt. Probe aa» Hermann Bahr: „Die Rotte Korahs." ... Beer fuhr auf: „Was wissen Sie? Wen kennen Sie von uns? Was haben Sie von unserem Volke gesehen? Ich will Ihnen sagen, was Sie kennen! Die Juden? Nein, nein lieber Herr Baron! Woher sollen Sie die Juden kennen? Woher? Ich bitte! Bis ein Jud in Ihre Gesellschaft kommt, ist er längst keiner mehr! Die gesellschaftsfähigen Juden! Tut sich ein ordentlicher Jud das an? Was kennen Sie von den Inden? Nichts kennen Sie von den Juden! Ich will Ihnen sagen, was Sie kennen! Die Rotte Korahs kennen Sie! Wissen S^e?, die schon dem sMoses so viel Uebelkeiten bereitet hat! Die sich gegen Moses und Aaron gerottet hat, murrend: bestehet nicht die ganze Gemeinde aus lauter Geheiligten? Die Rotte Korahs» die Rotte _ der Anmaßenden, der Höhnenden, der ewig Mißvergnügten, der Gleichmacher, der .Ehrfnrchtslosen, die an keinen Unterschied in den Menschen glauben — „warum der Moses? warum der Aaron?, wieso? warum grad er?, warum nicht wir?, und was ist mit dem Land von Milch. und Honig?, wo?, was fließt?, nichts fließt!, »nd was schickt der MoseS um uns?, wie kommt er dazu, wir werden uns hüten!, wir gehe» nicht hinauf!, soll er herab!, warum wir?, ioarum nicht er?" Diese Rotte Korahs. mit der sich Gott selbst schließlich nicht anders zu helfen wußte, als indem er den Schlund der Erde äuftat und sie verschlang» mit allen ihren Häusern, die zu Korah gehörten, nick» der ganzen Habe, diese Rotte Korahs kennen Sie, Herr Baron! Das ist das einzige, was sich heute in Europa von den Juden sehen läßt! Die Rotte Korahs schlägt ja die Brücke zwischen dem -Orient und der abendländischen Zivilisatton, eS ist die einzige Art geistiger Gemeinschaft zwischen uns.. und Ihnen! Wir aber brauchen diese Rotte Korahs, grab um unserer Vervollkommnung, um unserer Heiligung willen brauchen wir sie, zum Abfluß der schlechten Säfte und Mitteldeutsche Creditbanfc Depositenkasse u. Wechselstube Haaauerlanda*raasa I befasst sieb mit allen bankmäasigen Geschäften Herzens, dem verräterisch ei» Geheimnis entfliehen wollte, das dort schon lange lebte? „Mutter!" rief Taube, „ich, ich soll zu dem Schlosser hinübergehen?" „Und warum nicht?" meinte dagegen Mndel gereizt; „willst Du ihn auf? Dach steigen lassen, daß er sein Leben versuche?" „Um Gottes willen, nein, das will ich nicht," lallte Taube erbleichend. „Ein braver Mensch ist er," fuhr Mndel fort» „uitö man tut etwas Gutes, wenn man sich seiner anniunnt." „Ja, ja," flüsterte Taube, und ihr bleiches Antlitz stammte wieder vor lauter Rosen. Noch lange redeten die beiden Frauen von dieser Sache» bis sie zum Abschlüsse gediehen war. Taube versprach endlich, dem Befehle der Mutter Folge zu leisten und dem jungen Schlosser von seinem kühnen Wagnis abzuraten. Erst jetzt beruhigte sich die gute Mindel. Taube wählte zu dieser Sendung eine Stunde» die sie nicht besser gewählt zu haben glaubte. AG eS später Abend und die Gasse menschenleer geworden war, die Elter» sich bereits zur Ruhe begeben hatten, da schlich eine weibliche Gestalt aus Schalem Brandeis' Hause hinüber in die Schlosserwerkstätte, in der es noch wie gewöhnlich hämmerte und pochte. Unbemerkt war sie da hineingekormnen; Trenderl ahnte nicht, wer hinter ihm stand. Mit dem Nucken ihr zugewandt,' feilte er an einer Eisenstange. Mit einem Male stieß das Mädchen an ein Stück auf dem Boden umherliegenden Gerätes, und nun mußte der Schlosser sich umdrehen. Treuderl war aber gar nicht erschrocken; er hatte ja soeben an diejenige gedacht, die nun lebend vor ihm stand! Gut war es übrigens, daß der Schlosser nicht bemerken konnte, wie das Mädchen am ganzen Leibe zitterte und um nicht umzusinken, sich an einem der eisernen Ambosse halten mußte. Er wäre sonst ebenfalls tief erschrocken. „Ist in Ihrem Hause etwas zerbrochen, Fräulein Taube," fragte er, „und nmß ich gleich kommen?" 45133

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