Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 18 (1920)
- Issue
- Heft 4 (30.1.1920)
- Date
- 1920-01-30
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Lttt 2 Reue Jüdische Presse. gcsetzestrruen Erziehungswesen in Evez-Jsrael unabhängig von den gegenwärtigen zionistischen Erziehungsor- Aanen in die Kgm» rühmen. Diese RegLwg Hat Dauer bis zur GntscMdrmg der Krage durch-'die jüdische Gesamtvertretung Erez« ZsroelZ. Die MisraM-Welt-Konferenz ist von der Ueberzeugung durchdrungen, Latz die Gründung einer Hochschule für jüdische Wissenschaft sehr viel dazu betragen wird, Vas national-religiöse Judentum in Palästina zu stärken und zu heben. Sie beauftragt daher die Zentral« Leitung, die Dorbereitungsarbeit sofort in Angriff zu nehmen, um möglichst bald diese Hochschule eröffnen zu Kimen. -Die WeÜ-Konferenz des Misrachi spricht ihre große?reude darüber aus, daß die Errichtung einer hebrä« schen Universität in Jerusalem von der zionistischen Organisation in Angriff genommen ist. Sic beauftragt die Leitung der Organisation, eine Konunission «inzusetzen, die sich mit der Universitätsarbeit beschäftigt. «Die-drückt die Erwartung aus, daß es gelingen wird, eine Organisationsform für die Universität zu finden, bei der Are Gewissensfreiheit der verschiedenen religiös-kulturellen, Richtungen gewahrt bleibt. Die Konferenz sprichst ihre Freude über die Gründung eines Lehrerseminars in Jerusalem aus und zugleich der DÜsrachi-Organisaüon in Amerika ihren Dank für ihre Hilfe bei der Gründung dieser wichtigen Anstalt. Sie derpflichstet die allgemeine Organisation, die Unterstützung dieser Anstalt auf sich, zu nehmen und bald «ich ein Beth-Hamidräsch für Mädchen zu Lründen. > ' ■ Die Welt-Konferenz des Misrachi beschließt in Ausführung der BHchtüsse der Misrachi-Konferenz in Jeru- Mein eine Delegation zum Baron Rotschild nach P a r i s zu entsenden, mit der Bitte, daß die Schulen, Hie von Baron Rotschild in den Kolonien in Erez-Jsrael «gründet sind, unter die Aufsicht und Leitung dr Misrachi- Drganisation gestellt -werden mögen. fn Aus den weiteren Ergebnissen der jechstägigen Tagung erwähnt: Bewilligung von 1000 bis 1500 Lflr. für die in Or« zanisierung b^rifffene Welt-Jugendorganisation des Misrachi. . Ermächtigung der Zentralleitung, einen Vertreter ür Erziehungsfragen zu wählen und ihm die fsicht und Leitung der Misrachischulen in Palästina zu RbertNlgen. Das Zentralbüro des Misrachi wird von Berlin nach London verlegt. Als Mitglieder werben bestimmt: Stuart Samuel, Oberrabbiner Dr. «ertz, . Rabbiner Dr. Schönfeld. Professor Dr. ick und Abgeordneter H. Färb st ein. In wichtigen Kragen hat das Zentralbüro die telegraphische Zustimmung von Meier Berlin, Rabbiner Fischmann und Hermann Struck einzuholen. In Palästina wird bis zur Verlegung des Zentralbüros nach Lorten ein Zweigbüro errichtet.?n einer Konferenz mit der Deutschl-Holischcn Palckstinaverwaltung, an der von Lieser Organisation Birnbaum, Guggenheim (Holland), Dr. Moses Auerbach (Deutschland), Rabbiner Horoviez als Sekretär und vom Misrachi Berlin, Schönfeld, Struck und Usiel tejluahmen, wurde beschlossen, daß di« Schulen der Deutsch- Holländischen Palästinaverwaltung dem Misrachi unterstellt werden. Das Budget des Misrachi balanziert mit 131000 :«&. Von den 67000 Lstr., die für die Zionistisch^: gcrnisation ausgeworfen sind, sind 25000 Lstr. für das Misrachj-Schulwerk in Palästina bestimmt. Der Centralvereiu «ud die deutsche« Jude«. Bemerkungen zu einer Erwiderung. i Das Centralvereinsorgan „Im deutschen Reich" bringt aus der Feder Rechtsanwalts Dr. Stern eine Entgegnung auf unseren (in Nr. 10) unter obiger Ueberschrist erschienenen Aufsatz. Die Darlegungen stellen in Wirklichkeit - unseren Behauptungen das Zeugnis volker-begründeter Wahrheit aus. Und die wortreiche, inhaltsarme Verteidigungsrede des Verfassers für den Centralverein vermag weder von der Irrigkeit und Einseitigkeit der von uns vorgetragc- »eu Ansichten zu. überzeugen, noch .auch jotr die Unmöglichkeit und die Vergeblichkeit einer wahrhaften, bestreitenden und widerlegenden Replik aus unsere Ausführungen zu verdecken. - Was hatten wir behauptet? Nichts anderes als, kurz zusammengefaßt, die offen vor Augen liegende, jedem Kinde «kennbare Tatsache, daß der Centralverein seiner Entstehung und Wirksamkeit, seiner Zielsetzung und Richtung, seinem Programm und seinen Forderungen, seinen Erllärungen und offenen Stellungnahmen nach (vgl. Fuchs: „Um Deutschtum und Judentum") ein Produkt negativ gearteter und gerichteter Kräfte, in der Idee wie der Realität eine Mauer, eine Grenze, ein Damm gegen hercmdrängende und ««stürmende Mächte darstellt und darstellen will, — nicht rin Aussalltor und ein Wegweiser in Neuland. Daß, ferner, in engstem Zusammenhang mit diesem Umstand, notwendige Folge hiervon, die Stellungnahme des Centralverein zu den Problemen der jüdischen Politik nur durch die Forderungen , Der Gegenwart, die .Gegebenheiten des Jetzt diktiert und bedingt ist, jedoch keine Spur von Zuttmftsplanen und -wollen und Vorsorge für das Morgen aufweist, was schon durch den Mangel an bleibenden, schöpferisch sortwirlenden, Positiven Ideen gegeben und ohne weiteres erklärlich ist. Was weiß der Centralverein durch seinen Verteidiger, Dr. Stern, hierauf zu entgegnen? Bon kleineren positwen Leistungen des Centralvereins, zumal im Kriege, abgesehen, stellt schon die Tatsache «ulein,ein. Positivum dar, daß der Centralverein s. Zt. zur Zeit der Hochflut des Jiwenhafses. (und noch heute) die große innere Verwirr»,rg und kritische innere Bedrängnis der deutschen Judenheit in ihrer Mehrheit in bedeutsamem Maß hat übertvinden helfen, — daß er der Gefahr einer Massentause durch die Einleitung einer umfassenden, lebhaften Abwehrtätigkeit in sehr wirksamer Weise entgegengearbcitet und damit dem Judentum einen großen, gewiß nicht negativen Dienst erwiesen hat- Dr. Stern wiederholt mit siegesgewissem Stolz und mit überlegener Gebärde die gleichen Dinge, die wir iw unserem Aussatz als Verdienste und Erfolge des Centralvereins unumwunden zugaben — und glaubt, damit wahrhaftig einen entscheidenden Beweis gegen unsere Behauptungen angetretcn zu haben. Als ob die Vereitelung der Taufgefahr (in welchem Maße, sei dahingestellt). selbst schon eine Tat' von voller, bleibend-großer Bedeutung sei und nicht erst eine Voraussetzung für fruchtbares, schöpferisches Beginnen. Daß ein solches ersreuliches E^ebuis nur Aufschub, Hiiihaltung und Hemmung, nicht aber Aufruf zur Selbstbesinnung und Selbsteiukehr und zum Judentum sein kann, ist einleuchtend genug, um nicht'erst bewiesen werden zu müssen. Es ist auch hier' bloß eine Abwehr, Abwehr der Gefahr, nicht aber Befeuerung und Anspannung zu wahrhaft positiver jüdi scher Tat. Darüber hilft auch die Argumentation Dr. Sterns nicht hinweg. Auch ihm kommt die. Mangelhaftigkeit dieser Beweisführung zum Bewußtsein»- weshalb er hinzusügen muß, im Centralverein sei heute ein Ringen nach einer positiven jüdischen „Weltanschauung" zu bemerken. Wir gestehen, ungläubig genug zu sein, um die Möglichkeit der Bildung einer spezifisch jüdischen Weltanschauung (die, beiläufig gesagt, fiir die Masse der Träger der Centralvereins-Organisation bindend und verpflichtend sein soll!) iin Rahnien der im Ceutralvereiu — eigentlich: jm Vorstand des Centralvereins — herrschenden Auffassu-lgen von Judentum, jüdischer Endaufgabe und -Bestimmung entschieden zu verneinen. Darin — in nichts anderem — liegt die Gefahr für die Weitergestaltung der jüdischen Dinge in Deutschland, die vom Ccntralverein her droht: dem Umstand nämlich, daß er einen Rang für sich beansprucht, der ihm-nicht zusteht, de» Rang des zi e l b e - wußten, katentschlossenen Führers in die Z u k u n f t. Und weil eben der Centralverein sein eigentliches Gebiet, das der Verteidigung gegen' die Anläufe des Anti? semitisnius/ verlassen hat nnd eine Stellung usurpiert, die er beim besten Willen nicht auszusüllen und zu behalten vermag, darum stößt.er, der in seiner inneren jüdischen Unfähigkeit zu positiven« Handeln, unmöglich in jüdischem Sinne aufbauend, schöpferisch wirke» kann, n«it dem Nationaljudeiitum zusammen; hier setzt der Kampf init der zukunftsweisenden nationalen jüdischen Bewegung ein — mit den« Zionismus, der in der Tat in Entscheidendem noch Vorbereitung. noch Rüstung zu neuem Beginnen und Verwirklichen ist, m«d dessen ganzes Wesen von einer — dem Ceutralvereiu völlig frernden — Zukunstseinstellung beherrscht wird. . Wenn Dr. Stern aber kühn die Gegenfrage »ach den seitherigen positive«« Ergebnissen zionistischer Arbeit aufwirft, deren er nur wenige entdecken kann, so sei er vor allen Dingen auf de,« großen «noralischeu Erfolg des Zio- ««ismus verwiesen. Er hat das Bewußtsein der Einheit, das Gefühl der Solidarität in der jüdischen Gesamtheit ungeheuer gestärkt und den Zukunstshofsnungen der Gesamtjudenheit einen neuen Impuls und neue Nahrung gegeben. Don den konkreten bedeutsamen, z. T. entscheidenden Resultate«« nationaler jüdischer Arbeit gar nicht zu reden. Wer zweifellos, das große nationale neue Werk des 'jüdischen Volkes steht noch am Anfang, der Aufschwung des Zionismus hat erst eben begonnen. Die Zukunft birgt aber weite, grandiose Möglichkeiten^ für die nationale jüdische Arbeit in sich, — nie und nimmer aber fiir' das Wirken des Centralvereins in seiner jetzigen innere«« Gestalt und bei seiner heutigen Richtung. Der Centralvcrein steht vor ci««em Entweder — Oder: Beschränkung auf die Defensive nach außen — innere Umformung im jüdisch-nationalen Sinne. ( Von der deutschen Zentralstelle für jüdische Wanderarmrufürsorge. Auf der unter dem Vorsitz Sanitätsrats Dr. W r e.s ch - i« e r - Berlin st« Berlin stattgchabten Gencralvcrsannnlung der deutschen Zentralstelle für 'jüdische Wanderarmensürsorge referierte Dr. Kahn, der Generalsekretär der Organisation, über „Die 'Ausgabe,« u>« s er er Organisation beim H i l f s >v e r k für die O ft j u d e u". Er streifte die Ausgaben, die den, Arbeitersürsorgeaint. ciner durchden Nainc» nicht erschöpfend bezeichueiri, sreiwilligcu Bereinigung der mit der Ostjiidensürsorge sich beschäftigenden Organisationen, zuerst durch die halb zwangsweise Einführung der ostjüdische:« Arbeiter, da«««« durch die beschleunigte Entlassung beim Friedenswerk, jetzt durchdie Progroinflucht erlvachsen sind. Da auf längere Zeit mit der Wauderbewegung der Ostjudeu und den Schwierigkeiten der Beförderung und den Hindernisseu der Einwanderung zu rechnen ist, so gelte es, die Erfahrungen zu nützen, die in anderen Eiiiwanderungsländern 'gemacht worden sind: wir wollen kein deutsches Whitechapel entstehen lassen, sondern die Durchwandcrung fördern. Die Deutsche Zentralstelle habe innerhalb des Ärbeiterfürsorgemntes die Aufgabe für die ostjüdischen Flüchtlinge zu erfüllen, die sie bisher für die Wanderarmen und die Rückwanderer aus dem Weste» so erfolgreich ausgeübt habe. Hinsichtlich ihrer Finanzieruug "sei die Deutsche Zentralstelle auf den Opfermut der Gemeinden angewiesen; es gehe - nicht an, sich auf die Subventionen der. großen .Verbände zu stützen. Für Nr 4. ruhigere Zeiten bleibt das alte Ziel, in den tzeimatläErn der Einwanderer bessere Verhältnisse zu Waffen, wodurch die Zuwanderung von selbst aufhören würde In dem ich anschließenden Referat Dr. Neumann über „Reorganisation der Einrichtungen der Deutschen Zentralstelle" wurde ausgesührt, daß durch die neue Aufgabe der innere Ausbau nnd die bewährte Arbeitsmethode der Deutschen Zentralstelle kaum eine Veränderung zu erfahren brauche- Einen weiteren Ausbau erfordern allerdingsdie bisherige» Einrichtungen für Arbeitsbeschajsfmlg und das Herbergswesen. Ein Zusammenschluß aller örtlichen einschlägigen Institutionen zu Gunsten der Ostjuden unter Leitung der Provinzialkassen ist unerläßlich, Zur Bernleibung von Zersplitterung ist es «wtwendig, daß das Berliner Arbeitsa«nt daraus verzichtet, an Orten, wo bereits Institutionen der Deutschen Zentralstelle und der ihr angeschlossenen Institutionen, insbesondere des Verbandes der Arbeitsnachweise bestehen, neue Einrichtungen zu treffen oder mit deck bestehelüden unter Uingehung der Deutsche«« Zentralstelle in Verbi««dung zu treten. Wo Wkommen mit dem Arbeitsamt getroffen sind, ist deren baldige Beseitigung «rnzustreben. Für die Hebung der Leistungsfähigkeit hat eine großzügige Propaganda bei den Gemeinden u««d Privatpersonen auch innerhalb der bisher von der Organisation e fernhaltenden Reichsteile Sorge zu tragen, aber auch .^Verein der Ostjudeu" und eine oder die andere Organisation hätten sich der Deutschen Zentralstelle anzuschließen, die innerhalb des Arbeiterfürsorgeaintes in Beauf ihre spezielle,« Aufgaben ihre Selbständigkeit beivahrcn niüsse. Die besonders durch: die rheinische Kasse erfolgte Wiederanknüpfung.der Beziehungen zu den westlichen Ländern ist der Ostjudcnfürsorge nutzbar zu machen. Die an die beiden Referate sich anschließende Debatte zeigte die allgemeine Meinung, daß die Deutsche. Zentralstelle erhalten und reorganisiert und.mit dem Arbeiterfürsorgeamt zusammcnarbeiten solle. Einstimmig gelangte der folgende Antrag C a s p a r y zur Annahme: „Die Deutsche Zentralstelle für jüdische Wanderarmenfürsorge tritt dem Arbeiterfürsorgeamt bei. - Sie schließt ihre in« Lande bestehenden Verbände und.Kassen zur Mitarbeit bei. der Fürsorge für die in Deutschland befindliche«« Ostj««den zusammen urld hilft dem Arbeiterfürsorgeamt bei jeder Fürsorge für die Ostjuden." In den V o r st a n d wurden sodann durch, Zuruf gewählt : Sanitätsrat Dr. W r e s ch n c r - Berlin (1. Bors.), B. Feilchenfeld-Kölu und Dr. Kahn-Berlin sstellv. Vors.), H. Aron, M. Beer, Dr. Neu manu- Berlin und Dr. H i r s ch - Halberstadt. F (taff) Rachn Solo: Hücnh «mv Ko: Di Da Gemein 99 «uL wir die Dr. En Dr. Ri, Dt. Gi ferner S die Sch H-ase x Un in Bu! und et herrsche . Di: aktio durch, i und db den. e Wc geordn« waren in der aE 2- Regerteratious-Erscheiirrmge« im ungarischen Judeutvm Regenerations-Erscheinungen ist eigentlich zu viel ge sagt. Dem« was heute festgestellt werde«« kann, «ft. im wesenttichen ei,« Aushören der Panikstimmung, die die Glaube ungarischen Juden bei den gewaltigen politischen Um Wälzungen ihres Laitdes um ihr Leben bange:« ließ, nnd Anzeichen der Selbstbesiunung. Hu««dcrte, die im ersten Schrecken zum Katbolizismus übertraten, sind wieder zum Judentun« zurückgckehrt. Bedeutungsvoller ist jedoch, wie die jüdische Intelligenz' cm« den Hina««sw»rs der jüdischen Professoren und die Einführung der Prozentnorm jür die jüdischen Studenten geantwortet hat. Jimerhalb weniger Woche», sind in Blldapest vier Millionen Kronen für die Errichtung einer jüdischen Universität aufgebracht «vorden, und das Kränkenhaus der Budapester jüdischen Kultusgemeinde ist plötzlich ein Forsch,««tgszentrum geworden, das in . seinen Räumen - jüdische Dozenten und Studenten vereinigt. Selbst der bekannte Politiker Paul S a n dar / . einer «« de«. Bo aanimr der radikalsten Assiuiilaiiten, tritt für die jüdische Universität ein nnd verlangt,, daß für diesen Zweck die' Regicrung den Juden den ihnen 1818 von H a«) n a u astserlegten Kontribntionsbeitrag zurückerstatte, von dessen Millionen nur Teilbeträge an die Landeskai,zeleien der orthodoxen »rnd der neologen ungarischen Jtldenheii znrückgeflossen such. . , Auch die beabsichtigte Gründung eines Heimsfür jüdisch« Gewerbezöglinge deutet auf eine Aendsrung in der seelischen Verfassung des ungarischen Juden hin Man ist bereits «vegen der Erwerbung eines großen Grundstücks in liuterhandlung. Das Heim soll in dreijährigen Lehrkurscn drei Hauptgruppei« umfassen: 1. «nechanischr Industrie, 2. Möbelindustrie, 3.' Bekleidungsindustrie. Die Zöglinge sollen gleichzeitig in den' Weinbau und in die Landwirtschaft eingesührt werde». Besonders ist cs aber die jüdische 1lniveriit.it, didie Aufmerksamkeit des. Zeitchronisten beansprucht, Denn vergegenwärtigt man sich das fanatische Magharentmn de« I«lden Ungarns, dann «nuß die Gründung.'einer jüdischen Universität als-eine Tat gewertet, werden, die ein Um-' schwenken in der bisherigen Denkrichttrng .kennzeichne« .siosfen wir, daß der erste Schirilt der Ilm kehr zu weiteren Schritten führt und die ungarische Judenheit trotz ihrer weitgehenden Assimilation die Krast hat, w«'eder den.Anschluß an das jüdische Volksganze zu finden.' Konferenz ver jüdischen Gemeinden Lttanens. Dr. Soloweitschik, Minister für jüdische An gelegenheiten, eröffnete die Konferenz. Sodann sprachen für die litauische Regierung Ministerpräsident Galwanauski «md Außemninister Waldemar, die sich beide für die nationale Autono,nie de, Juden erllärten, und Major Beaumont, der 'Vertreter der engllschen Regierung, der auf Palästina aE dar zukünfttge jüdische Land hinwies. vielleich getrage aufzuri: wegen Stück i aus sei Eisen i Geld.d: „I Schloff ,.T «Nit g: Will." S nstlß D will D Dr lind ste schlüsse - ßeS St