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Neue jüdische Presse · 1919-12-05 · Heft 47 (5.12.1919) · p. Seite 2

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
17 (1919)
Issue
Heft 47 (5.12.1919)
Date
1919-12-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 2. Reue ZMWe Href^. dem Sinne nach ungefähr in die Worte kleiden: Geht euren Weg als anständige und aufrechte Menschen, laßt euerr überempfindliches Lamentieren, tut Recht und scheuet niemand, und was ihr wünscht, wird von selbst kommen. Wenn er zum Schluß der Ueberzeugung Ausdruck gab, daß bei der .seelischen Verwandtschaft zwischen Juden--und Deutschen ein Leven in gemeinsamer- Aroeit ün Ueberkousessionellen möglich sein werde, so dürfe man das in Konseauen; seiner eigenenWorte wohl dahin deuten, daß es-leicht sein werde, sich zu verständigen, wenn man ans beiden Seiten nur ehrlich und koahrhasrig nichts sein will,, ass das, was man wirklich ist. Die Versammlung unterbrach diese Rede nur einmal mit - starkem Beifall, als Johannes Müller jagte, daß Antisemitismus doch kein Grund sei, nach Palästina auszuwandern. Wir stimmen auch in dieser Aeußerung, die das Publikum anscheinend als antiziomstisch auffagte, mit Dr. Müller vollkommen überein: Antisemitismus ist kein Grund für Zionismus. In der Aussprache ergriffen abwechselnd jüdische und christliche Redner das Wort, von Dr. Äpfel nach einer sorgfältig vorher ausgestellten Rangliste gruppiert. Bon chri,tl.chen Herren sprach zunächst Pro,e,soc Srrack, der, sich hesrig gegen jeden Antisemitismus wandte, der mit Mitteln wie die Blutlüge aroeite. Er versprach, nach wie vor seinen Mann zu stellen, wo es gelte, über das wahre Wesen des Judentwns ausklärend zu wirken. Daß ihm selbst das wahre Wesen wenn nicht des Judentums, so doch lebendiges jüdischer Menschen meilenfern ist, bewies er dann dadurch, daß er den Juden ihre reoolutwnäre Gesinnung und ihre Beteiligung an allen Umsturzbewegungen vorwars, ein Motiv übrigens, das bpi säst allen christtichen*Redlrern wiederkehrte. „Ich bjn deutsch-national bis auf die Knochen,, nur bin ich kein Antisemit!" sagte Strack. Das erste merkte man deutlich, und zum zweiten muß gesagt werden, daß es nicht genügt, die Blutlüge nicht zu glauben, um frei von allem Antisemitismus zu erscheinen. Freilich schien auch die Versammlung keinerlei Empfinden dafür zu bebesitzen, daß alles Gerede von Verständigst,^, Einheitsfront, Kennenlernen usw. erst dann einen Sinn erhält^ wenn die Freiheit der Gesinnung eine Selbstverständlich keck ist, über die mannicht erst zu diskutieren braucht. Leider hielt es nicht ein einziger der jüdischen Redner für nötig, die Zumutung einer Beschränkung der Gewissensfreiheit als so ziemlich den.mitisemitijck sten Exzeß geistiger SSxt festznnageln, der überhaupt begangen werden konnte. ~ Die Erklärungen sämtlicher christlicher Redner, zu deneft u. a. auch Graf Hoensbroech gehörte, liefen im allgemeinen darauf hinaus, daß der Antisemitismus in seiner Form vielleicht zu verwerfen sei, daß andererseits aber auchi von Seiten des Judentums noch viel zu geschehen habe, um der immer stärker werdenden Bewegung die Gründe zu entziehen. In gleichem Maße bemerkenswert und ^bedauerlich war, daß hauptsächlich Herren mit sehr konservativer Anschauung zu Worte kamen. Es gibt schließlich doch auch unter Demokraten und Sozialisten wertvolle Menschen, die über den jüdisch-christlichen Gegensatz von der andern Seite aus Wertvolles zu sagen hätten. Die Aeußerungen der jüdischen Redner hinterließen ein Gefühl von äußerster Peinlichkeit. Vorweg darf bemerkt werden, daß der Jugendverband wirklich nicht vergingen kann, daß man einen Herrn wie Professor Dr. Ludwig Stein aß jüdischen Vertreter gelten läßt. Wenn Professor Stein nicht so viel Taktgefühl besitzt, es zu vermeiden, . in siner sehr ernsten Angelegenheit, bei der es ausschließlich auf die Gesinnung ankommt, zu schweigen, so ist das letzten . Endes seine Sache. Wenn der Jugendi verband ihm aber gestattet, mit unendlichem Pathos das Banner des Judentums zu schwingen, so wird er sich nicht -wundern können, wenn sich demnach an die Person seines Fahnenträgers 'Kritiken knüpfen, die weder ihm noch der jüdischen Sache dienlich sein können. . Dr. Pau1Nathan,deraß zwecker jüdischer Redner ' sprach, hat bedauerlicherweise die Situation vollkommen verkannt und sich dazu Hinreißen lassen, eine Verteidigungstd* für die deutsche Weltpresse zu halten, deren Mängel sich aus ihrer Organisation ergäben. Ihm hätte 'es doch ' vor allen Dingen aß einem bekannten jüdischen Publizisten abgelegen, mit aller Deutlichkeit zu erklären, daß die Angelegenheiten in jüdischen Händen befindlicher Blätter durchaus keine jüdischen Angelegenheiten sind, und daß das moralffche Unrecht des Antisemitismus eben gerade darin liegt, Kollektivschuld da auszustellen, wo weder das geistige System noch aucb nur die Gesamtheit der lebendigen Individuen eine Verantwortung trifft. Dr. Nathans Ausgabe wäre es wahrlich gewesen, mit. nicht mehr mißzuverstehender Deutlichkeck zu sagen, daß, wenn die große deutsche ..Presse eine' Kulturschande Larstelle, dies ausschließlich eine Schuld der deutschen Kultur sei. Stack dessen glaubte er, die Presse, so wie sie ist, und wie sie wahrlich nicht sein sollw,. verteidigen zu müssen. Daß er außerdem noch eine ‘ Lanze für die „aus Ueberzeugung geschlossene Mischehe" - brach, kennzeichnet hinlänglich die Auffassung, die er von * seiner Aufgabe hatte. Die meisten andern jüdischen Redner sagten Belanglos«^. Daß Dr. Jsmar Freund wieder mck der Stattsttk der Eisernen Kreuzes Offiziere und Gefallenen Eindruck zu machen versuchte, u ar nur noch eine von jenen Ungeschicklichkeiten, die unbedingt hätten vermieden werden müssen. Und wenn Frl. Dr.. B e r l i ne r 'gegenüber dem Grafen Hoensbroech, der behauptete, es handele sich nicht um den Gegensatz „Jude — Christ" sondern „Jude — Deutscher" erklärte, sie lasse sich ihr „deutsches Vaterland nicht rauben", so müßte sie doch endlich einmal einsehen, daß eine so subjektive Willenskundgebung wirklich nicht da imponieren 'kann, wo ernsthaft von diesen Dingen verhandeck ' wird. Und was soll mau denken, wenn Frl. Dr. Berliner berecks zum zwecken Mal erllärt, in beiden Lagern müßte die Jugend zu einander sprechen und dann doch sich aktiv an dieser Versammlung beteiligt, in der wahrlich an Jugend nicht viel zu finden war. Und wiederum ist es beschämend, daß ein jünger christlicher Student der einzige. Konditorei und Cafd Wilhelm Wendel ' Alt© Gasse O. ,W* Neu renoviert und vercrönert. 'PI Feinste Topteir und Desserts Kaffee, Tee, Schokolade in Tassen« war, der mit höflichen aber kennzeichnenden Worten darauf hinwies,, welcher Unfug hier mit dem Worte „Jugend" getrieben worden sei, Und der sich anheischig machte, die wirkliche „Jugend" finden zu wollen, — aber anderswo. Zusamnienfassend darf.bemerkt werden, daß die Veranstaltung eine völlig verpaßte Gelegenheit war. C. Z. Klötzel, Berlin. Bom jüdische« Nationalfouds. Im Monar Oktober 1919 sind für I. N. F. 232,816 Fr. an Spenden eingegangen. Die Palästina-Woche in Argentinien hat ein Gesamtergebnis von über. 100,(WO Fr. gebracht, woran auchdie Juden in Chile beteiligt sind. In Sibirien wurden in den ersten Monaten des Jahres 354,OM Rubel für den I. N. F. aufgebracht, und es ist anzunehmen, daß, inzwischen dieser Betrag bedeutend vermehrwurde. - Während der Snkkoth-Woche hat in der ganzen T s ch eck o -Slow a k e i eine Palästina-Feier stattgesunden. - In Palästina wurden die Sukkothtagc in allen jüdischen Siedlungen für Sammlungen zur Pflanzung von Legionen-Hainen bestimmt, die zu Ehren der auf G alippoli, in der Sinai-Wüste und in Palästina gefallenen jüdischen Soldaten an verschiedenen Stellen des Landes angelegt werden sollen. Die Anregung zu. dieser Sammlung, für die hereiß ein größerer Betrag aufgebracht wurde, ging vom 39. jüdisch-amerik mischen Regiment aus. ,Jn Sichron-Jakob haben sich fast alle Koloniebewohner verpflichtet, einen fesLn Monatsbetrag als Selbstbestenerung für den I. N. F» zu entrichten. Die Kolonie Petach-Tikwah hat für alle Urkunden des Magistrats der Kolonie diel Stempelpflicht zugunsten des I. N. F. eingeführt. Die Natiomalsonds-Kommission für Palästina hat ein Projekt uusgearbettct, wonach eine Marken-flicht für sämtliche Juden Palästinas eingeführt werden soll. In Großbritannien, Elsaß-Lothringen, Griechenland, Weißrußland, den Ostseeprovinzen und anderen Ländern sind Vorbereitungen für Aktionen, die im Zusammenhang' mit der geplanten Nordau-Gartenstadt während der Chanukkah-Woche stattsinden sollen, im Gange. - Deutsches Reich. Paläüina-Aufvauwoche in BreSlau. Wir stehen mitten 'in der Arbeit für hie Palästina- Ausbanwoche, die — abgesehen von einigen Eigenbröd« lern rechß und links —..in der ganzen Khilla iiberaiß großes Interesse findet, das sichzu eifriger Mitarbeit von zahlreichen Persönlichkeiten zeigt, die bisher für Palästina nur sehr platonische Liebe zu erkennen gaben. In sehr sorgfälttg zusammengesetzten Sonderkomitees wird jede Einzelheit unseres Programms sachlich und künstlerisch durchberaten, und es ist nicht zu brzneifeln, daß alle Darbietungen voll und ganz befriedigen werden. Die Veranstaltungen werden durch einen Gottesdienst eingcleitet, Lichtbiltervorträge, Rezitationen, <nn Vortrag über jüdische Kunst, eine Ausstellung jüdischer Kunstwerke, eine Paläscknaschau, ein Kinderfest seien erwähnt, um zu zeigen, wie die Oberleitung, .auf alles Bedacht genommen hat, was dazu geeignet ist, die werbend« Kraft der Palästinawoche zu einer gewichtigen zu machen. . Wir rechnen mit einem großen, ideellen und. materiellen Erfolg, wir rechnen aber auck damit. daß die nun eimnal hergestestte gemeinsame Front auchbei anderer Gelegenheit sich bewähren wird,, zunächst.bei den bevorstehenden .Gemeindewahlen, von denen zu wünschen ist,' daß 'sie sich in ftiedlicher Weise vollziehen und jeder Richtung gerecht werden. I. P. Hundertjahrfeier der SSluer Chewroh.GemiluS khaffodim Tie Ckewroh Gemilos Chassödim in Köln beging ihre Hundertjahrfeier mit einem Festgottesdienst — Rabb. Dr. Rvscntbal und Rabb.- Dr. Kober hielten die Festpredigt' — und einer Feier in der Rheinlandlogr. - Die Feier begann mit einem Kinderchor des Jsr. Kinderheims Lützowstraßc und 'einem von Herrn B l nmenau verfaßten und Frau Henrv Lislauer vorgeckagenen Prolog. Der Vorsitzende, Dagobert Bier, -begrüßte in seiner Ansprache sodann besonders die, .die vor 25 Jahren an der damaligen Jubelseier terlge« nommen hatten, n. a. die hochverehrte Vorsitzende des Jsr. Fraueiwercins, Frau Bendix Auerbach, ferner die TELEFON erfüll!" ALLE Ansprüche. FRANKFURTER PRIVAT-TELEFON-GESELLSCHAFT-nb« b-t :n jfrlKifc FRANKFURT A.M. fernspr Horba Nr. 47. I— älteste Dame der hiesigen Gemeinde, die 91jährige Frei. Falk. Der Redner schilderte die Geschichte des Vereins,! devheute 620 Mitglieder zählt, und teilte mit,, daß,dick Chcwroh zur Erinnerung an das heutige Jubiläum Mn 30QO.— zur Vergrößerung des. Jsr. Kinderheims grspe»-- det und außerdem eine Sammlung zugunsten, hes betz Heimes veranstaltet habe, .über deren'Mesultat der näcW Redner berickten werde- Dieser, Dr. Caro, sbesaßt: sichhauptsächlick - mit dein Jsr. Kinderheim. In diesem! Heim werden Kinder» vom Säugling fite zum 14>,KebenA fahre ausgenommen, deren Eltery nicht, 'in der - LaÄ sind, für ihre? Kleinen zu sorgen. Det'beute ^feietM Verein hatte sich zur Aufgabe gestellt, anläßlich seines Säknlariums.durch Spenden eine Summe zu sanmieln, de) den Ankauf des neben dem Kinderheim liegenden Hauses! ermögliche. Es ist-dem rastlosen Bemühen der Komckch! Mitglieder gelungen, eine Summe von Mk. 110.0Q0 ziisammcnzubringeu.? Im zweiten Teil der Feier wechselten Gesang» uni! Jnstrnmentalvorträge ab, Frau Lill i Amerikaner.' Fräulein JdaOppenhei me r, Herr Lenz vom Opernhaus, Richard Strauß, Kantor Kohn und' Fräulein Mimi Kah.n boten künstlerisch- Hervorraqenoül IScI zur |ü som Inn ftev inch um zu I-Stui |jrei atti >M, Antisemitismus und Kultur. Franz Carl End res schreckt in den „Münchs Neuesten Nachx." über Anüsemitßmus und Kultur. Gr] schließt seine Ausführungen mit folgenden Worten: „Möge der deutsche- Kulturmensch den Kampf. m'iti seinen südiscken Mitbürgern nur immer aufnehmen, aber! einen Kampf mit? den Waffen der 'Arbeit, der persön-1 lichen Leistung» des Intellektes und des Charakters. Mögt er bestrebt sein, seinen jüdischen Mitbürger in all diest«! Gebieten zu übertreffen. Dann wird er einer aesürch-I teten Berfudung am allerbesten Vorbeugen und wird] gleichzeitig durch das gemeinschaftliche Stteben der Entwicklung des eigenen Volkes den größten Vorschub leisten! Schimpfen, hetzen oder prügeln sind .Handlungsweisen,] die meistens die ultima rativ des geistig und charakterlich .SckNächeren bedeuten." lwr ■-Sh tii bl te bei an wo Hfl Eine neue jüdische Gärtuereischule. N Der Verein zur Förderung der Bodenkultur -unters den Juden Deutschlands und die Berliner Jüdische Gemeinde errickten vor Berlin genieinsam eine Gärtneeei-I schule. Der Betrieb dürste bereiß im Frühjahr cwöffnets werden. bai bei flel de au GewiffenSfreiheit. ..; Rabbiner Dr. Goldm ann in Leipzig hatte.an den! sozialdemokratischen Unterrichtsminister von Sachsen eia Gesuch gerichtet, seinen Sohn an den Sabbaten' vom Schulbesuch zu befreien. Das Gesuch wurde glatttveg j abgelehut. A .5« ru Ai Kl HechnnugSabschlutz »er Berliner Jüdischen Gemeinde. Die am 31. März 1918 abgeschlossene Rechnung der! Berliner Füd. Gemeinde weist 43,544 (Vorfahr 18,449)1 Steuerzahler mit einem Durchschnittssteuersatz von118.56 l Mark (Vorjahr 85.25 Mk.) auf. An Steuern giuoen! 5,162,919t Mk. ein. - Die Ausgaben betrugen 7,526,630.1 Mark. Die Kultuseinrichtungen und rituellen Bedücfnific i erforderten nach. Abzug der Einnahmen einen Zuschuß^ von 981,350 Mk. (ich Vorjahre.816,846 Mk.sL Für öas l Unterrichts- und Bibliothekswesen wurden 11 Prozent der!? Gesamtairsgaben mit 535,750 Mk. gegen 456,S09 Mk. im Vorjahre verausgabt. Die Aufwendungen für soziile Zwecke erforderten 928,809 Mk. (692,486), also 5 Prozent? der Gesanrtansgabe. Das Krankenhaus erforderte gegen den.'! etattsierten Zuschuß von 573,458.67 Mk. eine Mehrausgabe von 802,311 Mk. Die von der Stiftungskommisscku' aus den Zinsen^der vorhandenen Stiftungen verreilten Summen in einer Gesamthöhe von 157,051 Mk. sind! den Aufwendungen für Wohlsahrßzwecke zuzuzählen. Das l Beerdigungsweferr erforderte einen Zuschuß von -Mk. I 294sö84.79,,während es früher Ueberschüsse brächte. Für l die Vermögensverwaltung wurden 18 Prozent der Ge- scuntausgaben mit 883,499 Mk. verwendet.. Die atlaemeinen Verwaltungskosten bezifferten 'sich auf 1^43,899 Mark (26 Prozent der Ausgaben): von denen 18~Prozent oder 870,606 Mk. auf,bie Beamtenbesoldung entfallen. .- >; . .' S n g° Bi w B gr dc dc d« sd D st ii Tschecho-Slovattsche Republik. Eine Rede Max BroüS. Max Brvd sprach im großen Zkomitatsha'ussaal zu Bratislawa — so heißt Preßburg, seftdem xs tschechisch! geworden ist — Aper me Probleme des jüdischen' Lebens. ' Er kam bei dieser Gelegenhett auf die Stellung der ihm sehr nahestehenden und sein volles Berständ-- nß findenden Orthodoxie zum Nationaljudenckun zu'sprechen und meinte, es müsse den Vertretern bjer Orthodoxie doch nur wlllkommen fein, durch die täüge Antellnäbme an den nationalen Besttebnngen' der Gdsamckeit ihre religiöse - Ausfasfung des Judentums in weitere Kreise hi,lauszutragen. Ueberdies habe auch der Zcknismus zur Belebung des fast ersterbenden religwsen Gefühls in einem großen Teil der -.Jugend. in. nicht zu unterschätzendem Maße beigetragen. Er selber-habe an fick diese Wirkung des Zionßmus erfahren. , ' z> lrst ic ü n Q tr Religiöse Verg-waMguug i» einem Knltnrftaate. „Der Volksverband der Juden für-, die Sbovakei" erhielt folgende Zuschrift: Uzhorod, am' 10. November 1919. - Wir senden Ihnen beiliegend eineschristliche Verordnung des Generaß Henuocque, der die Juden der Stadt dazu zwingt, .«n Samstagen d ie Geschäfte von -7 bis 10 Uhr vormittags vkfen zu halten. - . 7.

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