Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 17 (1919)
- Issue
- Heft 20 (23.5.1919)
- Date
- 1919-05-23
- Page
- Seite 4 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2692297-2693126-2693146--10735-2706101- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Gextr N ArkadlaV K.ftn»llerspiele: ' .v.-v-- wA ’’-■■■ Ai,h«dm>Diele‘ Kaiiarstrause 69. Telafon: H»n&» SS16. ■ B!« antonKautlarapItU »m» Plate«. B >- L. Seueraldebatte (Insbesondere Aussprach« über Neu- ----- j trolitöt, Kongreß, Palästinafrage und Mer die - ‘ i besonderen Lllisaeden der Mischen Jugend beim d Medevaufbau >> Deutschlands). Mvutaa» den 16. In«i 1919: -c . * ' X. .Wie fördern wir -den religiösen Sinn der jüdisthen Jugend 7^' 3. „Frühebe, Mischehe, sexualethische Fragen und die p»ziake Umschichtung der Jugend im neuen Deutsch' t«uch." ' 3. „Die Bekämpfung des Antisemitismus." -4. Satzungsänderungen. 5. Festsetzung des VerbaudSbeitrageS. I 6. Wahlen. ' 7. Anträge. 3. Verschiedenes. Eine Kundgebung jiibischer GnzinliUe». - Der ^Vorwärts" berichtet: Eine Versammlung der Berliner Gruppe der jüdisch-sozialdemokratischen Partei Woak Zion. D. Red.), die am Mittwoch abend im Klindwvrth Scharwenka-Saal stattfand und von über 1200 Personen besucht war, wurde mit flammendem Protest gegen die neuen furchtbaren polnischen Pogrome in Litauen von Alfred Borger eröffnet und erhob sich zu Ehren der Pv» gromopfa: von den Plätzen. Aach den Reden von Salman Rubaschnw, Gmard Bernstein, Oskar Cohn, des ehemaligen Ministers der Ukrainischen sozialistischen Regierung Abraham Rewuzky (in jidischer Sprache) und -Leon Chasanowitsch wurde folgende Resolution angenommen: „Die Versammlung beglückwünscht das VeroandSbitro zu dem schönen infolge in Amsterdam und begrüßt die sozialistische Internationale zur Erfüllung der berechtigten Wünsche des jüdischen Proletariats. Sie erklärt, den Kampf für.die Wiederauflebung des jüdischen BoLeL und sch: die Durchführung seiner berechtigten Forderungen in Palästina und jn der Diaspora nach den -Grundsätzen der Internationale mit aller Kraft weiterführen zu wollen." .Berldt. «tau Tog,«g Hetz verband « »er Heutschen Jade« Der Verband der Deutschen Juden beruft eine all- -gemeckne Versammlung der deutschen-Juden— ob als Hauptversammlung oder als Kongreß steht noch auS — mit stilgendem ersten Punkt der Tagesordnung: Die jüdischmaZonalen Absonderungsbestrebungen der Zionisten in Deutschland. — Religions gemeinden ober Volk« gemeinden? A»rze Politische Nachrichte«. Aaerleanana der fstbikchen Sprache in Ataae« Dem »Kurjer WarSzawski" wirb aus Wilna gemeldet, .daß sich die neue Städteverwaltung auf dem Boden der offiziellen Anerkennung aller vier Sprachen, nämlich der polnischen, litauischen, weißrussischen und jüdischen 'gestellt habe. Alle Verlautbarungen werden in diesen vier Sprachen erscheinen, in welchen auch Eingaben überreicht werden Annen. Me Stadtverwaltung wird auch alle Schulen, -die Mischen inbegriffen, dotieren. ms» Ä«F dvr „A««daS Jisroe^s-Urweg»«-^ - - - ■ Berlin Am 2J. i April fand die - ordentliche' Generali Versammlung der AgudaS JlSroel? Jugendgruppe statt, dir von mehr als 150 Teilnehmern besucht war. Der. Vorsitzende, Dr. M. Hildesheimer, . gab einen anschaulichen Bericht über ^>ie Tätigkeit der Gruppe. Besonders hervorzuheben ist der regelmäßige Besuch der Schiurim, deren Zahl im vergangenen Wnter-Semester 50 betrüg. Ein er- 'freulichrs Bild bot der Kassenbericht. An erster Stelle steht «ne Einnahme von 11260 JL Es ist dies der Ueberschuß, deram 23, MLrz d. J. treranstalteten WohltätigkeitS- /Vorstellung im ,-AvmödienhauS" zur Einrichtung eines eigenen- HeimS," Dies Hüm wird so Gott will Ende Juli fertiagestttlt sein. ./ Nachdem dem Vorstände Entlastung erteilt worden war, sch/ritt man zur Neuwahl. Der Vorstand der Jugendgruppen setzt sich im laufenden Geschäftsjahr aus folgenden.Herren und Damen zusammen.: Dr. M. Hildesheimer,der per Akklamation wieder zum l. Vorsitzenden gewählt wurde, Manfred Emanuel, Max Rau. Sitzgmund.Petüchiowski, Ber» thold Hirschjberger, Eli Munk, Max Weil; .Bertha- Petuchvwski, Lea DirelSma, Hanni Lewinski, Margarete. Löwenthal, Rst^a Meyer, Bella Müller, ^,4' ES ist beabsichtigt, in unserem neuen Heime eine Bibliothek einzurichten. Wir bitten alle Gönner unseres Vereines, unS mtt Bücherspenden reichlich zu bedenken. Nürnberg. Erst ein halbes Jabr bestedi d e „BornaS Noschim-Mädche ngr.uppe Ä. I. I. O." und zählt bereits 120 Mitglieder. Me eingerichteten Schiurim finden große Beteiligung. Besonders lebhaftem Interesse begegnen die vierwöchentlich gemeinsam mit dem Fugendverein Chewrath Bachurim. stattfindenden Diskussionsabende. Unter Leitung Rabb. Dr. Klein wird an diesen Abenden zu den Tagesfragen Stellung genommen: Während des Sommerhalbjahrs soll die Geselligkeit noch durch regelmäßige Ausflüge erhöht werden. Auch in sozialer Hinsicht hat die Mädchengruppe trotz ihres kurzen Bestehens schon manche schöne Erfolge zu verzeichnen. AaS der Misrachi-Bewezuirst. Mannheim' Recki'Sanwä t Dr Arnold B artb- Berlin sprach im gut besuchten Festsaal der August Lamry- Loge. Zahlreiche Bettritt-erllärungen zur MiSrachi-Bewegung innerhalb der zionistischen Organisation waren die Folge seiner Rede. - An« Englanb. - Me Leitung des in London begründeten Jnteralliicrten- MisrachibüroS liegt in den Händen von Rabbiner Dr. Schön seid, des Vizepräsidenten deS englischen Misrachii. Me anderen Mitglieder des Büros sind: C h ach am 'Da schi von Jaffa, Rabbi Meisel, Rabbi H urwitz für Palästina, Rabbi Meier Berlin, Newyork (Sekretär des intern. Misrachi), Rabbi Cohen Fish man und Rabbi Lewenthal für Amerika, Oberrabbiner Dr. Hertz und Redakteur G e d a l j a B u b l i ck (E. A.-C.) für England. ' Das Londoner Büro der Zionistischen Organisation beschloß, große Summen zu Organisationszwecken zu sammeln und sie für die- Palästina-Kommission zu verwenden. Der MiSrachi wählte in das hierfür geschaffene Komitee: Sir Stuart Samuel, Rabbi Hoffey, Manchester, Oberrabbiner Dr. Hertz und Rabbiner Dr. S ch ö n f e l d. Wahrscheinlich wird Sir Samuel — Mitglied des Misrachi — früheres Parlamentsmitglied für Whitechapel und jetzt Präsident deS British Board vf Deputies, das Präsidium übernehmen. ’ i I ' j | Besteuert Vuch für de« Milltoueufouvs des Jüdische« Natiovalfonds Nr. 20. - 8cdj!öspmL!srvju.!VsiSsdinövpLchsi1ßn Philipp Träuiiep Textsntraue TL. T«l«pk«m Kimer i»77L Perfv«ei»e» «: Heike WitteUunse«. Berlin Zweck» inteüsiver ÄuSgektaltung 'dir Bthliothekcn jüdischst Bereiste und 'Gesellschaften fot£''eint ganisation ihrer Bibliothekare geschaffen werden,/ die dia Arbeit - der Bibliothekare düpch allgenwine Leitsätze, erleichtert und die- Möglichkeit' deS 7luStausches -von Erfahrungen gibt .Interessenten wollen suhl an Paul Lindenberg, Berlin, Blücherstt. 23, wenden. Stimme» au» dem PudMum. Bemertnnstep zur ZeutralveretnSversamml««,. . Sich gegen den Antisemitismus in seinen verschiedenen Formen zu wehren, ist den Zionisten — wenige Radikale ausgenommen — nicht weniger Pflicht als den Nichbzionisten. Sie glauben aber nicht, auf diesem Wege die Judensrage zu erschöpfen, und ihnen genügt cs wicht, als Menschen Gleichachtung und Gerechtigkeit zu erreichen, sie verlangen dieses Verhältnis der Nichtjuden zu den Juden so, wie eine wahre Gleichberechtigung eS crsordüt, nämlichunter voller Achtung der Eigenart des anderen, also in diesein Falle der Mischen Eigenart. Es tzibt nur ein Entweder —Oder. Das Entweder führt zur Aufgabe der jüdischen Eigenart, zur Assimilation, das Oder zur. Erhaltung und Vertiefung aller Sonderheiten, zum jüdischen Volkstum. Es ist nicht wahr, was Geheimrat Fuchs sagte: daß mit der Zerstörung'des zweiten jüdischen Reiches auch das jüdische Volk aufge» hört habe. Es hat in den zweitausend Jahren, die seitdem verflossen sind, stets fortbestanden, und indem Geheimrat Fuchs für die nationale Autonomie ber Ostjuden eingetreten ist,-bestätigt er selber, daß das-jüdische Volkstum auch heute noch bei dreiviertel der Gesamt« judenheit besteht. Wahr ist— und da stimmen wir mit Geheimrat Fuchs überein —, daß. - das jüdische Volk kein Volk wie andere- Bölkcr ist und niemals sein dars, da es das „B o l k der Thora" ist. Aber gerade um dieser Thora willen,.damit sie das Erbteil Israels bleibe, muß, das Bekenntnis zum jüdischen Volkstum gefordert werden. Außerhalb der Zionistischen Organisation ist die Orthodoxie gleichfalls jüdischnational, und der andere Teil der Judenheit, der stnter dem Namen „Liberalismus" zufammengrfaßt wird, ^—wie sicht es bei dem mit dem Beruf als Volk der Thora aus? Leere Synagogen, Unkenntnis und Gleichgültigkeit'in allen Dingen des Judentums, zuletzt Mischehen und Taufen sind hier allgemeine. Erscheinung, und nur eine verschwindende Minderheit macht eine Ausnahme von dieser Regel. - Uebrigens ist, wie auch der erste Diskussionsredner, Nachum Goldmann, .hervorhob, der von den .Liberalen vertteteno Gedanke der Mission des Judentums christliche Anschauung, — die Anschauung des Judentums lautet: „Denn von Zion geht die Lehre aus!" . Mit der Mission des jüdischen Volkes möge man uns als» nicht komnien! Der tiefere Grund für die Gegnerschaft zum Zionismus ist auch nicht auf diesem Gebiete, sondern in der Befürchtung zu suchen, daß er der Lösung der Judenfrage iin Sinne des Aufhörens des Antisemitismus durch sein Ausstellen eines jüdischen.DalkstumS' Hindernisse bereitet. . . .. Selbst zugegeben, dieser Einwand, wäre berechtigt — er ist es nicht —, so dürfte er nicht stichhaltig sein, wenn die Betonung des jüdischen Volkstums die Erhaltung ^als Juden, die Verneinung des jüdischien VolkstumS. Assimilation bedeutet. Denn dies allein ist das Entscheidende. ti- Oh»e Bewillig««,. öiite Ghettogefchichtc von Leopold Kompert. Einen schöner» Anblick als heute hat die Gasse schon Lange nicht «währt. Es ist „Cholhamoed", -und wie rin luphg-toller Junge, der in seiner Seligkeit nicht weiß, was :«r früher «msangen soll, geht er im Ghetto auf und nieder ruä» lacht und scherzt und treibt ausgelassene Possen. Da der Mensch in Leid und Freud' nie lange aushält, f: sin das je achttägige Pessach- und Suckausfest der holhamoed hineingeschoben. Das ist ein Tag wie jeder «uwe«; man kann feinen Geschäften nachgehen wie sonst, «mch nimmt die Synagoge nicht den größten Teil des Bor- ./mittags weg; wie überhaupt tausend Zeichen,, die man aber me$c «Npfinden als sehen muß, es beweisen, daß -heute nicht ,^ontef" (Feiertag) ist. Dennoch blickt eben dewsckbe ,F)ontef" überall hindurch; es ist; als ob man - den Leuten verboten hätte, d«won zu sprechen, und sie ließen nun in Ermangellrng Lessen ihre jtteider, Gesichter und Gebärden eS einander zurufen. Uehxr allem Tun und "Trüben liegt ein eigentümlich festlicher 'Duft, nirgends tönt cher gräle Schrei des „Geschäftes", und nur, um gleichsam. aicht aüS der USung zu kommen, geht der tägliche Erwerb auch heute feine gewöhnlichen Weg. Wer es waltet nicht der sonstige Geist der Betriebsamkeit; man sieht es .dem Rücken, der sich unter dem Packe mit Kattuntüchsln iiuid.^Westknstoffen krümmt, an. daß er sich lieber an die. j weichen PvMr eines Sabbatsitzes lehnen, und dm Augen, I die einen Sack Wolle mustern oder ein ' Stück Seiden- | -m.1 > ' 11 .. band abrauschen lassen, daß sie sich weit-lieber am Dufte der Jontefspeisen weiden möchten! ' ' Der Cholhamoed ist, um „hoch" zu sprechen, gleichsam Las vermtttelnde Prinzip zwischen den stummen Lippen des Sabbats und der hastigbeweglichen Gestikulation eines ^avöhnlick^en Werkeltages. Daher auch sein so eigentümlicher Muß Uian cs nicht geradezu sagen, daß selbst die Natur heute Cholhamoed hält? Singen die Vögel nicht lauter, scheint nicht die Sonne freudiger? Wie goldene Knäuelwirft sie ihre Strahlen über die engen Giebeldächerdes Ghettos! Oben ist Licht, unten halbe Dämmerung. Wo ober die Gasse breiter ist, da lösen sich die goldenen Fäden auf und fallen gewaltig hinab; wer dann zufällig darunter geht, dessen Gesicht wird ganz ange- ■ strahlt und sonnig, beinahe ganz vergoldet! Da kommt mir gerade so ein sonnigvergoldetes Geficktt in Hen Weg! Ich kenne und grüße dich, Jaikew Lederer, und möchte vir gerne „Salem.Alechem" zurufen, wüßte ich nicht, daß der Friede schon.in deinem Herzen ist! Die ganze Woche hat er sich auf den Märkten herumgetrieben und mit' schlechtem tschechischen Akzent sein: laczini, laczini! (wohlfeil) geschrien, die Elle hat in seiner Hand geklcppert, und. vielleicht hat er doch nichts „gelöst". Aber heute ist er zu Hause geblieben, und der „Cholhamoed'^ findet kein gläubigeres, ihn tiefer, ehrendes Gemüt als das gehetzte Menschendasein unstvä Jaikew Lederer! Wie er da geht mit den nachlässig ineinanderschlenkernden Händen auf dem Rücken, ein „Jontefliedel" vor sich hin murmelnd, das.der Vorsänger gestern zum ersten Male iu der Synagoge anstimmte, auf seinem' Haupte den wohlcrusgebürsteten Sabbathut und «ms . dem Leibe den alten, auf .so vielen Dorfwaiüierungen erprobten, etwa« fadenschm, nigen Rock, über den jedoch^ «in weißes Halstuch die milde' i Poesie des Feiertags herableuchtet. mit diesem lächelnden, auseinandergefalteten, ruhig sickern Antlitz — ist Jaikew Lederer nicht der leibhaftige „Cholhamoed" selber? Wahrhaftig, jenes alte Mütterchrn, das dort an der großen Stiege einen Detailhandel mit schimmeligem Käse und runzeligen Zitronenschalen treibt, hat uns ganz aus der Seele gesprock:», wenn es dem Dorbeischreitenden.zuruft: „Gehst du heut' nicht aufs Dorf, Jaikew?" weil wir zugleich wußten, welche Antwort er geben werde: „Was fällt euch ein. Muhm Gitel?" sagt er,' „beut' auss Dorf gehen! Soll denn der Bauer das ganze /Jahr teure Ruh' vor mir haben? Oder soll nur der reiche Schmul BcandeiS-bei Weib'und Kind daheim bleiben können itud Küchel essen und ich. Jaikew Lederer, mit dem Pack hirumlaufen, weil ihm Gott ein paar Groschen mehr, beschert hat als mir? Heut' ist Cholhamoed, und mich, bringt kein Mensch aus der Kille'(Gemeinde) fort!" ' Damit schreitet er weiter, untz daS Jontefliedel huf scincn '.Lippen, das er wieder angestimmt hat, verhallt in dem muntern Getöse des Ghettos.' ";f- Denn auch anderwärts erblicken wir die Lebenszeichen des Halbfeicrtages. In den Gewölben steh'n die geputzten Hausfrauen oder sitzen in Gruppen, plaudernd, und scherzend davor. Das „Geschäft" ist heute Nebensache; ober seht, nur diese. buntebebänderten Hauben, diese gxstdenen. Halsketten» diese schünmernden Perlschnüre!. Gönnt, ihrdiesen'.«mnen Frauen nicht ebenfalls ihren Cholhamoed, wo sie daS alles ins gehörige Licht stellen können? -- Zwischendurch rennen lärmende Knaben; d'e-brauchen heute keine» Schülstaub zu schlucken: 'Da steht eine Mutter umringt von drei Schreiern, die Geld zuml' Spielen)/begehren. Der eine rankt sich hinauf,-ihr freundlich liebkosend, der andere hätschelt ihr-die Hände, während der dritte und lleinste feinlistig an ,, der Schürze zerrt, wo sich-die^llin» 'gende Münze -befiptiett- Hie widersteht kan^:, endlich--er« -gibt siv-sich.- . . ' -