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Neue jüdische Presse · 1919-02-28 · Heft 9 (28.2.1919) · p. Seite 4

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
17 (1919)
Issue
Heft 9 (28.2.1919)
Date
1919-02-28
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4. Nsfle-HSdisch^ Wesse. Nk. 9. ■■ .$ :M«»^Ki»as» 58 'K gV* UnterbaltnngKmnglk 7 Gesangs-Einlagen. i Mbala (Belgrad) und L. Stern (Agram); R u jjiia.n d ^«Mwch Borris Goldberg,.Aleinikoff nnd Urelsohn; Mar o k- Lurch CH. Weizmann und Sokolow; S .h a n g h ar durch und Josef Cowen; Italien durch Pelice Ra-?^-;7-)ftnna uud Rabb.Dante Lattes; Aegypten durch Ja- Calefs; Neu-Seeland durch Louis Philips.. -V' Äu den BOufaoBen der Londoner Kvnieienr aebört 4 wiu^ucifiuui^ vzl «vc-iuuig gumifujupcu ig. .«A amerikanischen und englischen Zionisten verlangen auch ^>.,Myne Vertretung der Ententemächte und eine 'Ausstattung. r*7;tsHbE8 Londoner Büros, die den Forderungen des Augenblicks Z .'^entspricht. Dr. ^acobsohn, der die Ansichten des .Prof. {A'XWdübrrrg urü» Dr. Hantle Wenau Knut, hat ähnliche Vor» E^Wläge in London gemacht und hat Leo Hermann muh Lon- >// {Sw berufen und ihn mit der Organisierung des Londoner $ jtfSPn# beauftragt Es liegt in der Absicht des Zentralkomi» -7> :.töes, Dr. Chaim Weizmann namens der englischen Lands» ., - '^.Mannschaft und Julius Simon, namens der amerikanischen Vf, '.-•■jn das E. A.-C. zu wählen. Es ist zu hoffen, daß von Klf der Wavesenheit des Dr. Max Nordaus in London Gebrauch '-.^-.genuuht werden wird, um den Altmeister der zionistischen J. ~ vr L $erfii«*Iie* «. Keine MttteUnnse». Frankfurt « M. Anstelle des vor Jahresfrist der. > . Wordenen Dr. Paul Grüubaum Zst Rabbiner Dr. I. Fri e d- -,:rnann aus Wangrowitz, Posen, als Lehrer an der 7,/^ifr. Religionsschule gewählt worden. /-" Im 74. Lebensjahre verschied Simon Leopold ÄBaer, Seniorchef der 1785 von seinem Großvater. Hacham - -Baer, gegründeten und von seinem Vater Leopold Joseph . Maer sortgeführten Antiquariatsbuchhandlung, der 'Firma -..-Zdseph Äaer u. Co., die einen Weltruf genießt. ~/8tat. Dr. Moritz Friedlaender, der Organi- .s.^ator 4er- Baron Hirsch'schen Ackerbau» und Handwerker» . - schulen und ein namhafter jüdischer Gelehrter, ist ge- „sAv-rben. . i-rf Bon seinen bedeutendsten Werken nennen wir: „Pa- ' tristische und talmudische Studien" (1878); „Lessings Na» X-ihan der Weste" (1880); „Apion: ein Kulturbild aus . {dem ersten chrstilichen Jahrhundert" (1882);. „Zur Ent» ,'stvhung des Christentums" (1894); „Die' drei Bester: l^ein Kulturbild «rus G alizien" (unter dem Pseudonym „Ma- 7 tel Firkowitz", 1894); „Das Judentum in her Vorchrist» ljchen griechischen Welt" (1897); „Der vorchristliche jüdische Gnostizismus" (1898); „Reiseerinncrungen aus Gali- •-JSUStt" (1900); „Der Antichrist" (1902),; „Geschichte der ' Mischen Apologetik (1903) und „Der Freiwillige des {Ghetto: Kulturbilder aus Vergangenheit und GegenwarllT Krevkftkrter vertchte. JSdifche Fräse« 1« der Kemmunalverwaltuug von Stadtverordneter Dr. Hanauer. il fcr chen die Juden in Frankfurt wohnen dursten, — es war dies «ine Gesetzessammlung von Verpflichtungen und entehrender Entrechtungen — lassen sich bis in das 19. Jahrhundert verfolgen. Die Befreiung der Frankfurter Juden erfolgte durch die französische Invasion und die groß» ihetzogliche Regierung, durch die Grundrechte von 1848, -endlich durch, die deutsche Rechtsverfassung. An die Stelle des Rates -istdie.^preuMche Pegftpung getrei^n, als vor» gesxtzte Behörde der jüdisch» Gemeiiche fungierte derFrank» furter Polizeipräsident/ derbekanntlich heute »och die-Vorstands» und. Ausschußmitglieder der jüdischen Gemeinde zu „ernennen" hat. - . Wenn nun auch heute zwischen dem Magistrat der Stadt Frankfurt, dem Nachfolger, des Rates' in - Hinsicht der Stadtverwaltung und der Wischen Gemeinde keine rechtlichen Beziehungen mehr bestehen, so sind doch solche anderer Art noch vorhanden, die in der jüdischen Oefsent» lichkeit wenig bekannt sind und auf die im Zusammenhang einmal kurz einzngehen, gerade jetzt im Hinblick ans die bevorstehenden Stadtverordneienwahlen von aktueller Bedeutung sein, dürfte. Es sind zunächst als wichtigsten die Schul» und Unterrichtsfragen zu nennen. Da die Schulen der jüdischen Gemeinde— das Philanthropin — von der Stadt keine Zuschüsse erhielt, - so hatte letztere in die Verwaltung auch nichts hinein zu reden. Tie Anbahnung von Beziehungen zwischen Schule resp. Gemeindevorstand und Stadtverwaltung kam erst in Frage, als am Ende der sechziger Jahre des vorigen "Jahrhunderts die städtische Schuldepu» tatum und das Schulkuratorium gegründet wurden nnd zur Erwägung stand, ob auch die jüdischen Schulen beider Gemeinden der städtischen Schulbehörden unterstellt werden, nnd Delegierte der Gemeinden in dieselbe abgeordnet werden. Eine Einbeziehung ist damals unterblieben /und erst durch das prcnßische Volksschulunteihaltuugsgesetz dom Jahre 1906 ist bestimmt worden, daß der dienstälteste Ge» meinderabbincr mit Sitz nnd Stimme in die Schuldeputation aufgeiwmmen werde, während eine solche Vertretung im Kuratorium der höheren Schulen heute noch fehlt. Diqse Vertretung der jüdischen Gemeinde in. der jüdischen Schulverwaltung war um so Notwendiger, als mit dem Anwachsen der jüdischen Gemeinde die öffentlichen Schulen nunmehr von jüdischen Schülern.besucht wurden. Diese blieben lange ohne einen geordneten Religionsunterricht und es ist das lbleibende und große Verdienst Direktor Dr. Uhlers, daß er in konsequenten nnd fortgesetzten Bemühungen diese Lücke ausfnllte, so daß heute in de» Frankfurter Schulen mit einer bestimmten Mindestzahl von jü» -dischen Schülern ein geordneterReligionsunterricht besteht. Im wesentlichen werden die Kosten für denselben von der Stadt bezahlt, während die jüdische Gemeinde Zuschüsse gewährt. Ein hohes Interesse besteht darin, daß die An» stellnng jüdischer Lehrer nnd Lehrerinnen an den städtischen Schulen nach paritätischen Grundsätzen erfolgt. Ueber eine Zurücksetzung jüdischer Oberlehrer an den höhe» ren jüdischen Schulen Franksurts wird seit Jahren 5kläge geführt. Hoffen wir, daß unter dem neuen Regime alle Unbilligkeiten auch auf diesem Gebiete beseitigt werden. Hinsichtlich der Lebensmittelversorgung bestehen seit Eröffnung des neuen Schlachthauses insofern Beziehungen zwischen Stadt und Wischer Gemeinde, als in Folge der Schlachthauszwänges auch das Schächten ausschließlich im städtischen Schlachthause zu erfolgen hat. Sehr lebhaft wurden aber die Beziehungen zwischen Stadt und Gemeinde während des Krieges hinsichtlick) der Nahrungsmittelversorgung, als die Rationierung ' eingeführt wurde. Es sei nur an die Fleisch-, Fett- und die Mazzosversorgnng erinnert. Es darf dankbar anerkannt werden, daß hier die Stadt das Weitgehendste Entgegenkommen bewies und noch, bchveM und. der rituell lebenden Bevölkerung die Möglichkeit gegeben hat, auch unter den schwierigsten Verhältnissen die religiösen Gebote nicht übertreten zu müssen. Viel anerkannt worden ist bekanntlich die gute Qualität der rituell zubsreiteten Wurst, so daß auch viele Nichtjuden sich bei de» Wischen Metzgern einschreiben ■ ließen und erst kürzlichWind besondere Maßnahmen ergriffen worden, um die Mchtjüdischen Metzger nicht zu benachteiligen. , Daß die Komm» ne ungeheure Summen dadurch erübrigst, daß die jüd. Gemeinde be; sondere Anstalten: Schulen, Krankenhäuser, ,FM ech h,Lfo--LSMil'lMt i gche it s a nK»k>t «ät> «Stödfßrf auf eigene Kosten unterhält, d asts d.i e- S't a d-t^Fr a-n-k - .furi speziell viele Hunderttan.se.ild.e-<im Jahre erspart, darf als beklmnt vorausgesr.tzt werden, Auf der anderen.Seite dürfen dafür aber auch von Seiten der Stadt gewisse Aeqüivalcnte verlangt werden, so z..B. betreffend Errichtung ritueller Küchen, in manchen Spezial!raukenhäusern, in.welcher Frage,z. Zt. Verhandlungen im Gange sind, die Erfolg versprechen,, da die Stadt bereitwillig Entgegenkommen zeigt (in München besteht schon seit Menschenalter eine rituelle Küche im Krankenhaus-; l. d. I.), ferner darin, daß notleidende jüdische Wohlfahrtsvereine von der Kommune unterstützt werden, wie dies auch anderen Vereinen gegenüber -der Fall ist.. Ein.Zusammenarbeiten mit den jüdischen Wohlfahrt sv ere i ne Ni, hat-sich in hell letzten Jahren dadurch ergeben, daß diese, wie alle anderen Vereine an das. Jugendamt und das Wohlfahrtsamt angeschlossen sind. Eine letzte und sehr wichtige Beziehung zwischen jüdischer Gemeinde und Stadt.besteht endlich noch-darrn, daß ldie Stadt für die Gemeinde-gegen eine angemessene Entschädigung die Kultussteuer zusammen mit. der anderen Steuer erhebt. Der Gemeinde entfällt dadurch die Last, der Stenereinziehmig, die Steuerpflichtigen werden auch dadurch viel vollkommener erfaßt und das ganze- Verfahren sehr vereinfacht, da die- Kultussteuer nach einem bestimmten Prozentsatz des stenerpflichtkgen Einkommens veranlagt wird, während, z. B. die Berliner jüdischen: Gemeinden für die Steuerveranlaguyg und die Erhebung, cin eigenes -großes Büro zu unterhalten hat. — Jeder Stadtverordnete soll sich als Vertreter der Interessen der gesamten Bürgerschaft und des öffentlichen Wohles betrachten; er soll daneben seine-Kenntnisse: und Erfahrungen auf seinem Fachgebiet zur Versügunm stellen. So habe ich mein Amt in meiner bisherigen Tätigkeit auf gefaßt; neben der Unterstützung: und Förderung aller Interessen, der gesamten Bürgerschaft, habe, ich esfür meine Pflicht gehalten, vor allem als Arzt die öffentliche Gesundheitspflege von Frankfurt zu fördern. Daneben habe ich mich aber auch stets bemüht, für; die jüdischen Interessen einzutreten, sobald solche zur Debatte standen. Es wird mir ein Herzensbedürfnis und eine freudige Genug» tuurig sein, gerade auf letzterem Gebiete auch für die Folge weiter wirken zu können zu einer Zeit, in welcher-gerade durch die Frage der Trennung von S taab und Kirche, von Kirche und Schule auch wichtige und einschneidende jüdische Interessen aus dem Spiele stehen. Albert Gnggenheim f. A. Mn 20.- Februar verschied in seinem 82. Lebensjahr Albert Gnggenheim, tief betrauert von den Seinen uud allen, die ihm uahestanden. , Er entstammte einer altaiigesehenen Familie in Wonns, wo feine Eltern zusammen mit dem unvergeßlichen Mo ses Man nh eiine r s. A. den Mittelpunkt eines kleinen Kreises bildeten, der den in die alte Gemeinde eindringenden Reformen! gegenüber die Fahne des überlieferten Judentums hochhielt. Auch nach seiner vor) 15 Jahren erfolgten Uebecsiedhuig nach ' lFrankfurt bewahrte er seiner Vaterstadt, - ihren Einrichtungen und ihren 'Armen treue Anhänglichkeit. Nach den; Vorbilde seines Elternhauses war er sein langes Leben hindurch stets darauf bedacht, in . seinen; Haus den reinen jüdischen Geist zu bewahren und seine Kinder zu guten Juden heranzuzichen, wobei ihn' seine fromme Gattin, - eine Tochter des Hanauer Rabbiners Felseustein s. A. mit allen Kräften unterstützte. Sein Streben war von Er». IjessfngOMele, Zeil 50 4 Uhr Tee mit Tanz. Die Mitgift. _ i ./ Novelle von S- Luß-Mannheim. 7" - Gortsetzrmg.) -Krön, ihr Lehrer in der Kunst des Lesens und Schrei- 7 ben§, war krank; Äron, der immer ' lustige, freundliche ' Junge, lag an einem schmerzhaften Fußleiden zu Bette.?7. Er war beim Schlitteln von seinem anderen Schlitten;' 'ougesahren und am Knöchel verletzt worden. Die Wunde - eiterte und, wollte nidjt heilen, es waren schon mehrere '.'- . Splitter «ms der Wunde entfernt worden. Rieke schwieg :v und widmete sich dem Haushalte, der jetzt fast ganz :7 .Tallein auf ihren Schultern ruhte; der Gedanke, ihrer 7 - Herrin von Hannchens 'Erzählung in der Mühle zu berichten, verblaßte immer mehr und mehr.und erlosch schließlich 9«mz, als wäre er nie in ihr aufgetaucht. .. Die freundliche Gesinnung ihrer Kolleginnen konnte . sie -einen Augenblick ablcnkxn, aber den Gedanken, der sie - beherrschte, nicht auslöschen. Sie empfand es wohl angenehm» daß Hannchen und Bettchen sich ihr in vffen- Oerz^er Freundschaft näherten, nicht mehr mit spöttischen, gehässigen Nebenabsichten oder kränkender HerablcUunß, nein, sie schlossen sich ihr in einfacher Freundschaft «m/ sie kamen an den Wochentagen auf einen Augeablick >. augesprungen, um ein paar Worte mit ihr zu plaudern, sie kamen am-Sabbaiuachmittag, um sie mit wenigen ,svenndlichen Worten zum Spaziergang abzuholen. Und Weke ging wirklich msi, sie eickschloß sich, ohne andern! - ^Zweck als den der Bewegung nnd ber gemütlichen Anter- .'tzoltuug auf der Chaussee zu wandeln! Gegen die herzliche Zutunlichkeit der Kolleginnen konnte sie sich nicht abweisend verhalten, aber ihr Innenleben, das Konzentrieren auf das eine Ziel, die Unschuld ihres Vaters herauszufinden, gab sic nicht auf, die Freundschaft und Geselligkeit zog sie ebensowenig von ihrer Lebensaufgabe ab als die Vergötterung ihrer HerrinX und die Hingabe aller Kräfte in der Erfüllung ihrer Dienstobliegenheiten es getan Ijatten. Sic Ijatte sieben Jahre lang^ während des Herumstreichens au! der Landstraße von ihrer Mutter nichts anderes gehör; atz Weinen nnd Klagen über das Unrecht, welches ihrem Vater geschah, und dieser Jammer der! Mutter hatte sich so tief in ihr Gemüt gesenkt, daß alle Erinnerungen ihrer Jugend aus der Zeit vor der Verurteilung ihres Vaters verblaßt, fast geschwunden waren, und daß sie an nichts anderes dachte, sobald sie allein und ohne Arbeit war. . Ihre Rettungstat in der Mühle, die sie für nichts achtete, hatte ihr mehr Sympathien gebracht als ihr Fleiß und" die gewissenhafte Erfüllung ihrer Wltagspflichten. Frau Esther hatte Hannchen. ein neues Umschlagetuch geschenkt und hatte auch Rieke ein solches, noch kostbareres, gebracht und noch eine goldene Brosche, hinzugefügt znm Zusmmnenhesten des Tuches ans der" Brust. Jakob Lichtenstein war zu . stolz, um Rieke anzurcde», er redete aber desto mehr auf dem Plätzchen vor der Synagvge- ,Das sind die: neuen Moden," schalt er .»das kommt alles nur . von d-m Stuß der Mrsloserei; warum ist früher nichts vorgetzrpm«»? ich mahl nicht wieder bei Nacht, —> und wenn ich zehnmal aüsgelost werde." Der Parnes zuckte die Achseln, und die andern lachten, unr Rüben Rofenthal machte die spöttische Bemerkung: „Du hast recht, Jakob, es wäre besser gewesen, wenn einer armen Frau das Tuch zerrissen worden wäre." ,Wäs? ihr wollt mich noch uzen? Ihr habt gilt Ddrzzemaschinen kaufen - und «ükes nach eurem- Köpft: einrichten, 'ich muß es b^ahlen." . - Das schrie er in größter Wut und rannte in die Synagoge, obgleich wohl noch eine Viertelstunde verfließen mußte, ehe drei Sternlein das Herabsinken der Nacht verkündeten. Die andern Mitglieder der Gemeinde nickten Rieke nur zu oder sagten wohl im Vorbeigehen: „Das haben Sie choschew (fein) gemacht," >mr Wolf Lichtenstein war der einzige,^ der mit gezogenem Hute an sie herantrat und ihr die Hand hinhielt mit den Worten: „Fräulein Ricke, ich habe Zollen Respekt vor/Ihrer raschen Emtschlossenheit bekommen, erlwiben Sic mir, daß ich- Ihnen meinen Dank und meine Bcwünderung aussprcche."r Der herzliche Ton, der bewundernde reine-Blich-die achtungsvolle Haltung überwältigten Rieke, sie fühlte sich da zum erstenmal in ihrem Leben von einem, ansässigen Manne als gleichqeachtet behcmdelt, wahrend sie gewöhnt war, zu jedem 'MMssigen wie. zu einem Menschenvon unerreichbarer/Höhe^hinauftuschauen. Es rührte sie besonders, das war doch etwas anderes als' damals, als er sie mit unverschämter Keckheit zu einem Gange in einsame Felder aufgefordert oder als. er sie mit Gewalt hatte küssen wollen. Deshalb drückte sie «mch -die; gereichte Hand mit so inniger Dankbarkät, wie sie bisher solche' -mir, gegen ihre Herrschaft geWlt hatte. Daß Wolf früher' gegen sie gefehlt, das war Wolf vergessen, sie 'sah-.in ihm wie bei ihrem, ersten rIAufblick zu ihm nun das Jdehl eines schönen und'gutew Mannes.' 7 J .Ihren Gedanken konnte sie jetzt: nurnachhängen, wenn sie. einige Minuten wach im. Bette lag;xehe/chrermüdeter' Geist.: in; die seligenr Gefildender- Träunie. ent» ftrnt wurde- .und'danw-sah):sie. immer.nur ihren Vater, /den sic bonder Landstraßss;. in.! xin .' ruhiges, friedliches Haus ^führte - oder Wolf, der ihr zur llnterstützung ihres - LebcnsziÄes: mtt; einenk'fteundlichenTGefichte, das^ihrs.im» -rmer schöner: .UM freundlicher porkam,-/die. Hand./reichte.

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