Neue jüdische Presse
- Journal
- Neue jüdische Presse
- Volume
- 17 (1919)
- Issue
- Heft 6 (7.2.1919)
- Date
- 1919-02-07
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Sk. 6.; MtfcheHM. Seite 5. Äänl*fi6er« t-J8r.* Hier hat sich ein OrtsäuSschuß für den jüdischeü Ko ugr'eß gebildet. Borsitzender. ist Prof. R u d o l f Cohn, .Vorsitzender der . Repräsentanz, zweiter Vorsitzender . Banldirektor H e rmannMarx, Zentral-Mitglieder Elias H.i r s ch, Dr. Max Fischer, Hugo Winter, Dr. Sa>lly Cohn, Dinesmann, Otto Cohn und Dr. Stesin. SHämtljeim Kommerzienrat Eduard Schw eiz er, ein bekannter Kunstfreund, verschied im 80. Lebensjahre. * OStKeitt. Lebrer Israel Wähler beging sein 25jähriges 'Amtsjubiläum. Ter Jubilar übernahm nach überstanderer Prüfling am Würzburger Seminar die hiesige Lehrerstelle, die sein Vater 48 Jahre inne hatte, der im gesegneten Alter von 98 Jahren vor kurzem verstarb. Wie der Vater, so verstand es auch Her Sohn, sich durch volle Hingebung zu seinem >' Berufe die Liebe der Gemeinde' zu erringen. Gemeinde ' sowohl wie Schule hat er in jeder Weise zu heb?« vey» 'standen. Ihm gelang cs auch in inniger Zusammenarbeit - mit unserem Vorsteher Raphael Rothschild, die Religionsschulstelle zu einer staatlichem Elementarlehrer-« stelle'umzugestalten, ein modernes Schulhaus zu errichten und einen Umbau der Synagoge herbeizuführen. Wie«. Dr. Leopold Knbn, einer d-r nnaeiehensten Advokaten,' ehemaliger Vizepräsident der Kultusgemeinde, in seiner Jugend Rabbinatskandidat, ist verschieden. Zürich. Wieda« Jad Kor-eiv ander zbü'v erkvh't,wird die Intern. Schlafwagen-Gesellschaft einen Expreß« dienst London —Jerusalem mit direkten Zügen von Calais aus einrichten. — Rom David Ludin. der Gründer d»S interna'io- ' lialen Institutes für Landwirtschaft und Vertreter der Bereinigten Staaten in diesem Institut, ist verschieden. In Polen 1840 geboren, begann er als einfacher Zeitungsbursche ein mühsames Leben. Durch seine Arbeit wird er schließlich einer der größten Pflanzer von Kalifornien. Seine Anstrengungen waren dahin gerichtet, den 'amerikanischen Getreidespekulationen ein. Ende zu bereiten. In 1905 fand auf Italiens Veranlassung eine internationale Konferenz in Rom statt, um eine internationale Körperschaft zu diesem Zweck zu bilden. . David. Lnbins Tod ist eni Verlust sür die jüdische Sache. Er stand in. reger Korrespondenz mit Brandeis, Zangwill und dem politischen Komitee im Haag und bereitete einen Plan für die jüdische Siedelung in Palästina vor. Seine Absicht war, in Palästina ein finanzielles und industrielles Zentrum nach amerikanischem Beispiel zu errichten. 1 ■ - ■ ' I- K. B„ Haag. Stimme« aus dem Leserkreise. Jsr«el in ernster Stunde*) ' von E. Botschko, Basel. Bald treten die Diplomaten zusammen, um das Gebäude, welches der. Krieg ruinierte, wieder neu aufzu« ' bauen und die zukünftiqen Grundlagen des Bölkerlebens zu bestimmen. Dieser Moment, welcher die.Zukunft der einzelnen Staaten bestimmt, ist auch für uns Juden von fundamentalster Bedeutung, wie wir ihn seit den Tagen ' des persischen Königs Cyrus nicht mehr erlebt haben. Damals konnten Esra und Nehemia dank des Wohlwollens des edlen Perserkönigs mit Hilfe Gottes das jüdische Volk . 'zur Rückkehr in ihre Heimat sammeln, den alten Tempel . wieder erbauen und die Prophezeiung des Psalmisten: - „Wenn Gott die Gefangenen Zions zurückführt, werden ' Dir' sein wie Träumende", erfüllen. ~ Auch heute wird von allen Lippen über die baldige Rückkehr nach Zion gesprochen. Ter alte Traum» der stets ' } *) Eine Erwiderung auf die Artikel „Der Misrachi \ xf. eknster Stunde" von A, I. Rom und „Agudas Jisroel; in ernster Stunde" von W. Jacobsohn. Schildermalerei u. Weissbinderarbeiten Philipp Traunea* Textorstraase 68. Telephon Börner 5768. den Refrain unserer Tefilos bildete, soll nun zur lebendigen Wirklichkeit werden. Freunde und Feinde sind darin einig, daß Palästina bas Land der jüdisHn Zukunft fei. 'Deshalb gilt es für uns Juden, in dieser entscheidungsvollen Stünde alle unsre Kräfte zu einem einheitlichen Ganzen zusammenzulegen. Leider, hat uns aber bisher das Verständnis hierfür oft gemangelt. In Partei- Hader und . in ■ Wortspielereien haben wir unsere besten Kräfte verzettelt, beti j Churbon herbeigeführt und den Wiederaufbau Zions zurückgehalten. Wie. die zwei Mütter, die einst vor König Salomo kamen, so streiten auch heute unsere Parteien, wer von ihnen die wahre, berufene, jüdische Mutter sei. Wie König Salomo fällen auch unsre Feinde das Urteil: „Zerschneiden!" Bevor wir also eine geschlossene Einheit nach außen auftreten können, müssen wir uns selbst im-Innern einigen. Unter Hintansetzung alles Trennenden und jeglicher persönlicher Meinung dürfen wir nur daS eine große Ziel im Auge behalten, dessen Erreichung nur durch die Vereinigung aller jüdischen Parteien möglich ist. Das alte talmudische Recht, lehrt uns: „Wenn alle Richter den Angetlagten als schuldig erkennen, so muß das Urteil auf unschuldig lauten (Traktat Sanhedrin, Seite 17. Rambam Abschnitt 9). Auchwir sind alle schuldig und daher alle unschuldig! Alle Parteien haben Fehler begangen. Gegen die Zionisten wird die Beschuldigung erhoben, sie hätten die Zusicherung Herzl's am ersten Kongreß, keine Aktion zu unternehmen, welche das religiöse Gefühl verletzen könnte, nicht eingehalten. Ten Agudisten wird zum Borwurf gemacht, sie hätten das nationale Wesen zu wenig gepflegt und daß manche ihrer deutschen Führer während der deutschen Okkupation in Polen unheilvollen Schaden angestellt hätten. Die Mjsrachisten werden beschuldigt, daß sie ihre Aufgabe, den Zionismus zu überwachen, nicht genügend erfüllt hätten. Wie dem auch sei, — jedenfalls haben wir alle Fehler begangen und müssen nun nach einer Verständigung trachten. Die endlosen, unfruchtbaren 'Debatten über Zionismus, Misrgchjsmus und Agudismüs und über die innere Gestaltung Palästinas müssen aufhören. Erinnern wir uns, wie Rabbi Jehanschua ben Chanenja den Anschei Alexandria auf ihre Frage: .^Werden die auferstehenden Toten gereinigt werden müssen?" die treffliche Antwort -gab: ,Menn sie» auferstehen werden, .werden wir weiter darüber sprechen!" Auch wir wollen diesem Beispiel. folaen und die Auseinandersetzungen über die innere Ausgestaltung Palästinas und über der Frage von Trennung Kirche von Staat auf ' den Zeitpunkt verschieben, in welchem wir die tatsächlichen Besitzer Palästinas sind. Lassen wir den tiefen Ernst der Stunde nicht außer Acht und veraesseu wir nicht, daß sich heute die Zukunft Israels entscheidet. Lasten wir jeglichen Barteihader fahren , und die Worte des jüdischen Helden Johab znm Wahlspruch machen: „Lasset uns stark sein für das Volk und für die Stätte deines Gottes (Samuel 2, Kapitel 10)". r Frankfurter Berichte. Der verband jüdischer »rauen für Kulturarbeit > in Palästina. , - Am 25. Januar berichtete Frau Jda Wolf in dew Räumen der zionistischen Ortsgruppe über die Ziele und die Tätigkeit des Verbandes jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina. Frau Wolf, die seit Jahren bemüht ist, hier in Frankfurt Werbearbeit für den Verband zu leisten. verstand es, ein anfchaMche» Bild von den Wirbmgsmög» lichstiwn zu geben, die sich den jüdischen Mädchen und Frauen in Palästina bieten. Mus der großen Reihe der Aufgaben, die für und durch die jüdische Frau in Palästina zu leisten ist, hat >der - Verband als 1. Ziel dje. Begründung einer Lehrfarm in An» . griff genommen, auf der jüdischen Mädchen in Palästina '-l Gelegenheit geboten ist, sich landwirtschaftlich, besonders aber in Geflügelzucht und Milchwirtschaft auszubilden. . Es besteht bei allen Fachkennern Einstimmigkeit darüber» . - daß die Kolonisation Palästinas auf landwirtschaftlicher * Grundlage nur dann Erfolg hat, wenn der Kolonist eine - Frau finden kann, die ihm dank ihrer. Vorbildung er« gänzcnd zur Seite treten kann. Bon andern Gesichtspunkten ging eine andere Grün« - 5 düng aus. Es galt, in Palästina eine Reihe der Aermsteu ' der Armen vor dem Verhungern zu schützen und dies nicht - bloß auf dem bequemen Weg der Unterstützung, sondern dem schwierigeren, der Gewährung einer Ärbeitsmöglich« keir. Diese Aufgabe koste der Verband durch die Errichtung: der Spitzenateliers in Jerusalem, Jaffa und Saftd, deren Ware sich bald den Ruf der besten Qualitätsarbeit zu erwerben mußte, und sich infolge der Feinheit und Origina« _ lität der Muster als durchaus konkurrenzfähiq auf dem Weltmarkt erwies, auch gegenüber den von christlicher Seite in den Handel gebrachter Bethlemer Spitzen. Ein P: Betätigungsfeld fand der Verband auf dem Gebiet" der Krankenpflege. Zunächst reorganisierte er in , der aufblühenden Hafenstadt Haifa das dortige Kranken« : haus, das sich unter der ausgezeichneten Leitung vou Dr. v? Elias Anerbach sehr bald zu einem der segensreichsten. Krankenhäuser Palästinas entwickelte. Außerdem bildete er in Deutschland eine Anzahl jüdischer Mädchen als Krankenpflegerinnen aus, die bisher im Hospital Schaare Zedek % in Jerusalem angestellt wurden. -In der Diskussion beantwortete die Referentin ' ' eine Anrraae dahin, daß. der Verband eine strengreligiöse. E^iehung seiner Zöglinge in seinen sämtlichen Instituten •; gewährleistete; und wer überhauvtan der Frage der Erziehung der weiblichen Jugend Palästinas Interesse ninnni. kann an diesem praktischen Erziehungswerk des Verbandes ■ nicht voi-übergehen- Gerade hier dürfte ein Feld sein, tm» unter Ausschaltung aller sonstigen Gegensätze sich alle iüdi«; scheu Mädchen und Frauen zu einem gemeinsamen Werk zu» - sammensinden könnten und nicht bloß durch Beitrittserksärnn-'en*), sondern durch praktische Mitarbeit ihre Hingabe r an jüdische Ideale beweisen können. ‘ ' Verein „Tffereth Bachnrim." , Mm 26. Januar fand die G e n e r al v e r s a mm l u n g statt. Der Verejn, der im Kriege im kleinen Kreise fortwährend gearbeitet hatte und» stets mit seinen Freunden und Mitgliedern im reasten Feldpostverkehr stand, hat seit '> Kriegsende seine Tätigkeit im bedeutenden Matze erweitert: : Tie Mitgliederzahl ist fortwäbrend im Steigen begriffen, und der Besuch der Veranstaltungen zeigt, mit welch' v grobem Interesse dieselben verfolgt werden. Der Tätig« v keitsbericht von H ch. Speyer und Paul Mela er» * stat'el, wurde von der gut besuchten Versammlung: mit'; * Zufriedenheit zur Kenntnis genommen. Bei der Wahl' ’• wurden sodann in den Vorstand gewählt: Edgar C»ri,; Josef Gands, Mev er Posen, Steg fr. Roken« 5 borg, Dr. Rabin. Zum Vorsitzenden wurde auf allgemeinen Wunsch Wilhelm Rosen gewählt. Der Verein ist dem Bund ges. jüd. Juqendvereine angeschloflen lrnÜ war auf bem Delegiertentag in Würzburg und Caksel vertreten. Einem allgemeinen Bedürfnis entsvrechend wurde . ein m:»es Verei-slokal gemietet: es rinden ieüt d-e Vorträgs ieden Sonntag Abenle km KnrsaalMilani, Seilerstraße, statt.; ' Neuanmeldungen und Zuschriften: Edgar Cori, Uhland-," straße 58. , i *) Beitrittserklärungen: Frau I. Wolf, Frankfurt an» \ Main, .Heinestraße. ' >[ „Bravo," tief /man, „der Wolf ist dem Herrn -Roth- . - stein noch über." - ' Herr Rothstein blinzelte die Tischgesellschaft ruhig au -und sagte: Vergessen Hab ich es mit Nichten.. Ich erzähl' nur nicht gern Geschichten . Ich weiß zwar eine: , Und zwar eine feine: Ein wilder Wolf nahte Ricken, . Dh fing das Mädchen an zu quieken ... . Weiter kam er nicht, denn es entstand ein so lautes .Gelächter und Geschrei, daß Herr Rothstein auf allen -Weibern Ruhm als Dichter verzichten und sich wieder her'ausschließlichen Tätigkeit des Kauens zuwenden konnte. - Nur der Lehrer und seine Frau empfanden es un«! angenehm, daß. ihr Schützling unverschuldeter Weise in asler Leute Mund kam. Sie -hatten Rieke in ihr Herz 'geschlossen und wußtenhaß es für den Ruf eines jungen Mädchens . am besten ist, wenn es überhaupt keinen . Ruf hat. -- ■- . ' . Auch über den Sabbat müßte Rieke i>n Hause Lichten- .. steins bleiben. Sie hatte während^ der Woche das Silber '-sgeputzt, ln den Weißzeugschrank Einblick erhalten, kurz >oen< ganzmi Haushcht kennen gelernt, so daß Frau Lichte»- stein . gegen Sabbatausgang sic -ersuchen konnte, die Haw« dolohgeräte auf den^ Tisch zu stellen, ohne weiter zu er« klären, wo sie sich'befanden. ' Rieke entnahm dem Schranke -den silberne»' Becher, . die vierfach geflochtene Wachskerze und ein. daneben stehen« ^des' Skkbergerät, das die Form eines gedrungenen Mannes 'chatte. In dem Kopfe funkelten ein Paar Augen, die seltsamer' Weise aus Smaragden gevfldet waren. Meke drüütedas vechte Aüge der Figur nach der .Seite, — da : öffnete sich der Kopf und legte sich wie ein Deckel nach: >Wet Seiten aüseitmnder.. 'Meke wunderte sich im daß , diese HM^si»tz?Wchse wohl? ims Innern -Äer Fächer zeigte, "aber kein Gewürz enthielt. Sie legte in die vier Fächer Zimt, ein Lorbeerblatt, Nelken und einige Pfefferkörner und stellte sie auf den Tisch neben den Teller, .auf welchen sie den Becher gestellt hatte. Jakob Lichtenstrm kam aus der Synagoge, wünschte „Gut Woch" und schickte sich an, den Sabbatausgangssegen zu sprechen. Ohne näher hinzusehen, schüttete er den Becher voll Wein, daß er überlief, während Wolf inzwischen die Hawdolohkerze anzünbete. Eben wollte der Hausherr beginnen und griff mechanisch nach der Hawdoloh-Büchse, da stellte er erschreckt den Becher wieder hin. „Nanu?" rief er mit dem Ausdruck des höchsten Erstaunens, „wer hat das geöffnet?" „Ich," sagte Rieke ruhig, „die Hawdoloübüchs war leer, da habe ich sie. gefüllt." ' „Du? Du?", schrie Lichtensteiu mehr als er sprach, „wie wußtest Du, daß das eine Hawdolohbüchs ist? wie hast Du das aufgemacht?" Riektz fuhr ängstlich zusammen, als sie bemerkte, daß auch.. Frau Lichtenstein. und Wolf rasch die Hawdolohbück>3 ergriffen, sie von aflen Seiten betrachteten und Rieke mit aufgerisseuen Augen verwundert anstauntea. „Herr Lichtenstein, ich . . ." Rieke, verwirrt durch die Aufregung der Familie, wollte sich entschuldigen, konnte aber vor Verlegenheit nicht weitersprechen. „Wie hast Tu das genracht? wie ha»st Du daS gemacht?" wiederholte Lichtensteiu aufgeregt und hielt die Büchse noch immer in der zitternden Hand. „Du -machst doch das Mädchen ganz durcheinander." sagte Frau Esther beruhigend, „komm einmal her, Rieke, mach einmal die Hawdolohbüchs zu und wieder auf." . Ricke drückte die zwei Deckel zusammen, .bewegte den kleinen^ Stein, der das rechte Äuge . bildete mit dem Daumen seitwärts, daß der Deckel wieder aufsprang und stellte. die-HLwdohlchMchB Wieder aus den Tisch. „Schema Jisroel!" rief Jakob Lichetnstrin und sah » - mit aufgerissenen Angen abwechselnd seine Frau und feÜKit ' Sohn an. Dann legte er, als ob er sich besinnenwollte; die Hand .an die Stirn, und gleich darauf erfaßte er den Becher, sprach den Segen, roch an dem Gewühl ( in der Büchse, die so viel Aufregung erzeugt hatte» und reichie sie weiter, damit auch die andern an der Büchse rochen, dann löschte er die Kerze aus in dem. über- - geflossenen Wein, trank aus dem Becher und gab ihn seinem Sohne zur völligen Leerung. ' Er sang das Lied des Sabbatausgangs zum Lobe -; des Herrn, der die helligen Zeiten von den unheiligen , ' unterscheidet und nahm dann wieder die Hawdolohbüchse - - zur Hand. Rieke war inzwischen in die Küche gegangen/ und nmfl nahmen .Herr und Frau Lichtenstein und Wolf' die Büchse abwechselnd in die Hand und schlossen und öffneten sie wiederholt. - ' „Schema Jisroel! schcma Jisroel»" ries Jakob Lick« ' tenstein immer wieder, „es ist eine Hawdolohbüchs und die dumme Rieke macht sie ans." ‘ - „Dumme Rieke?" fragte Wolf, „ioaruui nennst Du sie immer dumme Rieke?" „Nun, es heißt sie doch hier jeder so." . «H „Nein," mischte sich Frau Esther ein, „dumm ist sie nicht, ich habe sie jetzt eine ganze Woche um mich herum: gehabt, sie ist ganz klug und in der Arbeit sehr gewandt, ich wünsche mir nie eine schlechtere Magd." I» der Aufregung war es Jakyb Lichtensteiu. ganz. , ~ entgangen, daß es Wols war, der zuerst für Rieke ritterlich. r" dntrat ’ Jakob Lichtenstein konnte sich twch lange nicht heruhigen, er ging im Zimmer auf und ab und rie^ einmal . über das rülder« „Schema Jisroel» jetzt ift eS- .eine Hawdolohbüchs." (Kortsetzung folgt.)